Korridorsanierung: SWIETELSKY modernisiert 24 Kilometer Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Neumarkt
Mit der planmäßigen Inbetriebnahme des Streckenabschnitts Nürnberg–Neumarkt ist der erste Bauabschnitt der Korridorsanierung Nürnberg–Regensburg abgeschlossen. Die Arbeiten wurden rechtzeitig vor Beginn der bayerischen Sommerferien fertiggestellt. Im Auftrag der DB InfraGO AG verantwortete SWIETELSKY Bahnbau Deutschland als Generalunternehmer die Modernisierung des rund 24 Kilometer langen Abschnitts.
Die insgesamt 88 Kilometer lange Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört mit mehr als 350 Zügen pro Tag zu den bedeutendsten Bahnverbindungen Bayerns. Sie ist sowohl für den Regional- und Fernverkehr als auch für den internationalen Schienengüterverkehr in Richtung Österreich von zentraler Bedeutung.
Umfangreiche Modernisierung der Bahninfrastruktur
Zwischen Februar und Juli 2026 bündelte SWIETELSKY Leistungen aus Bahnbau, Ingenieurbau und Elektrotechnik. Dabei koordinierte das Unternehmen verschiedene Gewerke und setzte ein umfassendes Infrastrukturpaket um.
Zu den Maßnahmen gehörten:
- die Erneuerung von mehr als 100 Kilometern Gleis,
- Arbeiten an über 100 Kilometern Oberleitung einschließlich rund 1.300 Oberleitungsmasten,
- der Einbau beziehungsweise die Erneuerung von 74 Weichen,
- der Bau von zwei neuen Überleitstellen sowie die bauliche Vorbereitung einer weiteren,
- Arbeiten an insgesamt 20 Bahnhöfen,
- die Sanierung einer Brücke, zweier Durchlässe sowie der Bahndämme in Pölling und Deining mittels Spezialverfahren,
- die Modernisierung der Innenanlagen von acht Stellwerken einschließlich Signalen und Achszählsystemen, die für ETCS vorbereitet wurden.
Anspruchsvolle Bauphase
Bereits zu Beginn der Bauarbeiten Ende Februar musste sich das Projektteam auf schwierige Rahmenbedingungen einstellen. Winterliche Witterung, enge Bauzeitfenster sowie die Abstimmung zahlreicher Gewerke und Projektpartner erforderten eine detaillierte Bauablaufplanung. Ein eigens eingerichtetes Logistikzentrum koordinierte Materialflüsse und Bauabläufe während der gesamten Maßnahme.
Nach Unternehmensangaben konnten die Arbeiten dennoch fristgerecht abgeschlossen werden. Während der Bauzeit blieb der Güterverkehr für regionale Industrieunternehmen aufrechterhalten. Parallel wurden Materialtransporte verschiedener Bauunternehmen entlang des Korridors koordiniert.
Nächster Korridor in Vorbereitung
Nach Abschluss des ersten Bauabschnitts richtet SWIETELSKY den Blick auf die nächsten Generalsanierungen im deutschen Schienennetz. Bereits vorbereitet wird die Korridorsanierung zwischen Rosenheim und Salzburg. Die Bauarbeiten sind nach Unternehmensangaben vom 7. Februar bis 9. Juli 2027 geplant.
Quelle und Foto: SWIETELSKY AG.
