Neue Bekleidung bei der Deutschen Bahn

Bild: Deutsche Bahn AG / Patrick Kuschfeld

Die Deutsche Bahn in Burgundy und Blau: Ab dem 1. August erleben die DB-Kunden die Mitarbeiter in den Zügen und Bussen, an den Bahnhöfen und in den Reisezentren in ihren neuen Outfits.

 „Wir empfinden uns als Gastgeber und legen großen Wert darauf, uns sympathisch und modern zu präsentieren“, sagt DB-Personalvorstand Martin Seiler. Und: „Wir sind überzeugt davon, dass sich unsere Beschäftigten mit den neuen Farben, Schnitten und Stoffen sehr wohlfühlen und dies auch unsere Fahrgäste spüren werden.“ Die neue Unternehmensbekleidung sei auch vor dem Hintergrund der Strategie Starke Schiene ein enorm wichtiges Signal für Beschäftigte und Fahrgäste.

Die Kollektion besteht aus bis zu 80 Einzelteilen vorwiegend in Burgundy und Blau. Burgundy löst dabei das bisherige DB-Verkehrsrot ab, es gilt als besser kombinierbar. Erstmals werden auch für einige Berufsgruppen Jeans und Polohemd angeboten, unter anderem für Servicemitarbeiter an den Bahnhöfen sowie Lokführer. Die Kolleginnen und Kollegen im Fern- und Nahverkehr tragen weiterhin die eher klassischen Varianten, sie erhalten deshalb moderne Chino-Hosen. Kleider sind nun auch im Angebot.

Stardesigner Guido Maria Kretschmer hat die neue Unternehmensbekleidung in enger Abstimmung mit rund 60 DB-Mitarbeitern entworfen. Nach zwei längeren Tragetests und weiteren Anpassungen geht die Kollektion nun in die Produktion.

Pressemeldung Deutsche Bahn

DB Cargo beschafft Toshiba Hybridlokomotiven

Bild: DB AG/Toshiba

Die Deutsche Bahn macht den Schienengüterverkehr noch umweltfreundlicher: Nach erfolgreicher Machbarkeitsstudie zur gemeinsamen Entwicklung einer neuen Hybrid-Lokomotive ordert DB Cargo jetzt die ersten 50 Fahrzeuge. Weitere 50 Loks mietet die Güterbahn an. Ab 2021 starten die Vorbereitungen für die Montage im Rostocker Instandhaltungswerk der DB Cargo. Rostock setzte sich damit gegen Kiel als Produktionsstandort durch. Die Investitionen im Werk sollen zunächst im „mittleren einstelligen Millionenbereich” liegen, eine Anzahl an neuen Arbeitsplätzen im „mittleren zweistelligen Bereich” geschaffen werden.

Die 50 neuen Hybridloks werden 61 alte ersetzen und sind ein Baustein der DB-Strategie „Starke Schiene“, die auf Wachstum im Schienengüterverkehr setzt. Dr. Sigrid Nikutta, DB-Konzernvorstand für Güterverkehr und DB Cargo: „Gemeinsam mit Toshiba setzen wir in einer entscheidenden Zukunftstechnologie Maßstäbe. Durch das alternative Antriebskonzept können wir die Arbeit in unseren Rangierbahnhöfen künftig ressourceneffizienter erledigen: Wir sparen 30 Prozent Energie und 1 Million Liter Diesel im Jahr. Zudem sind die Fahrzeuge dank moderner Technik leichter für unsere Mitarbeiter zu bedienen.“

Takayuki Konno, Corporate Senior Vice President der Toshiba Corporation und President/CEO der Toshiba Infrastructure Systems & Solutions Corporation: „Dies ist der Beginn einer hervorragenden Zusammenarbeit. Toshiba ist sehr stolz darauf, seine erste europäische Rangierlokomotive für DB Cargo zu entwickeln. Die Lok vereint die hohen europäischen und japanischen Ingenieurstandards.“

Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär in Mecklenburg-Vorpommerns Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit: „Die Entscheidung für Rostock ist ein würdiger Verhandlungserfolg und ein Bekenntnis zum Innovationsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Die Symbiose von DB Cargo und Toshiba bedeutet mehr gute und mehr nachhaltige Arbeit im Land. Wir benötigen mehr langfristige Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie in Forschung und Entwicklung. Das sichert perspektivisch mehr Wohlstand für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Die Hybridfahrzeuge ermöglichen neben einem deutlich geringeren Diesel-Verbrauch und niedrigeren Instandhaltungskosten eine höhere durchschnittliche Flottenverfügbarkeit und damit auch mehr Qualität für die Kunden. Zudem können die Batteriemodule von Beginn an zusätzlich extern geladen werden, was den Anteil erneuerbarer Energien im Schienengüterverkehr weiter erhöht.

Quelle: Deutsche Bahn



Umspurfähiges Drehgestell

Bild: pixabay

Zum 12. Mal wurden im Rahmen des unternehmensweiten Innovationsprogramms „I Nove You“ in Frankreich, dem Hauptsitz von Alstom, richtungsweisende Innovationen ausgezeichnet. Ein gemeinsames Team aus der Schweiz und Deutschland gewann die Goldmedaille in der Kategorie „Innovative Produkte & Systeme“. Das Team überzeugte die Jury mit seiner Idee eines spurwechselbaren Drehgestells für Züge.

Das gemeinsame Team aus den Standorten Neuhausen (Schweiz) und Salzgitter (Deutschland) zeigte, wie eine erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit aussehen kann. Federführend wurde das umspurfähige Drehgestell im Centre of Excellence Regional Bogies in Salzgitter gestaltet und entwickelt, dort werden die Drehgestelle auch produziert.

Das neu entwickelte Drehgestell kann seine Spurweite von Meter- bis Normalspur (1.435 mm) stufenlos einstellen und löst damit die Herausforderung unterschiedlich hoher Bahnsteigkanten und Spurweiten, wie sie in der Schweiz üblich sind.

Diese Anpassung kann während der Durchfahrt eines stationären Umspurmechanismus bei max. 15km/h durchgeführt werden. Das Drehgestell ermöglicht durch seine Flexibilität einen effizienten und kostengünstigen Betrieb, da durch seinen Einsatz weniger Zugkonfigurationen erforderlich sind. Betreiber erhalten so eine zuverlässige, multifunktionale Drehgestelltechnologie bei gleichzeitig minimalen Investitionen. Auch Fahrgäste profitieren von dieser innovativen Neuheit. Für sie bedeutet das flexible Drehgestell weniger Umstiege und dadurch weniger Zeitverlust. Das Gestell passt sich unterschiedlich hohen Bahnsteigkanten an und gewährleistet ein bequemes und sicheres Ein- und Aussteigen. Das wettbewerbsfähige Spurwechsel-Lauf-Drehgestell wird vor allem auf Gleisabschnitten zwischen Montreux und Interlaken zum Einsatz kommen.

Quelle: Alstom

Neue Kombizugverbindung von Bettembourg nach Kiel

In enger Zusammenarbeit haben CFL multimodal, Stena Line und LKW WALTER eine neue Direktverbindung im kombinierten Ladungsverkehr (KV) zwischen dem Intermodal-Terminal Bettembourg-Dudelange und dem Kieler Schwedenkai zur Weiterverschiffung nach Göteborg initiiert. Der erste Zug trifft heute in Kiel ein. Die Verbindung startet zunächst mit drei Rundläufen je Woche mit Abfahrten in Kiel am Montag, Mittwoch und Freitag. Der neue Service verbindet die skandinavischen Märkte über den Intermodal-Hub Bettembourg mit Zentraleuropa, Frankreich und Spanien.

Der Zug hat eine Länge von 710 m und besteht aus 21 Tragwagen für Trailer und Container. Mit Hilfe des Zuges können jährlich bis zu 10.000 Trailer und Container von der Straße auf den umwelt-freundlicheren Verkehrsträger Schiene verlagert werden. In diesem Jahr rechnet der PORT OF KIEL bereits mit einer Transportleistung von 8.000 Ladungseinheiten zwischen Kiel und Bettembourg.

Quelle Text und Bild: Port of Kiel

ÖBB Rail Cargo Group verkehrt zwischen Verona und Lübeck

Bild: ÖBB Rail Cargo Group

Die ÖBB Rail Cargo Group bringt mit dem TransFER Verona-Lübeck eine zweimal wöchentlich verkehrende Nonstop-Verbindung zwischen Verona und Lübeck auf Schiene. Das neue Produkt verbindet ab sofort den norditalienischen Raum mit der Hansestadt und der gesamten osteuropäischen Zentralregion.

Als größter deutscher Ostseehafen ist der Hafen Lübeck ein zentraler Umschlagspunkt zwischen den Wirtschaftszentren West-, Mittel- und Osteuropas und dem sich rasch entwickelnden Ostseeraum.

Kundinnen aus dem skandinavischen und norddeutschen Raum profitieren von einem lückenlosen Anschluss an das internationale Netzwerk der ÖBB-RCG. 98 Prozent der Sendungen via Lübeck kommen aus Osteuropa und aus Skandinavien oder sind für diese Märkte bestimmt. Schweden, Finnland und Norwegen sind ideal über Fährverbindungen an Lübeck angebunden. Mit der Umsetzung erweitert die ÖBB RCG ihr Leistungsgebiet und stärkt den kombinierten Verkehr zwischen Italien und Norddeutschland auf der umweltfreundlichen Schiene. Die in durchgehender Eigentraktion abgewickelter Zugverbindung bietet attraktive Transportzeiten von und in den Ostseehafen Lübeck.

Pressemeldung ÖBB Rail Cargo Group

Sparplan soll Streikverluste bei der SNCF ausgleichen

Bild: SNCF

Über einen Monat nach seinem Amtsantritt als Generaldirektor und Präsident der SNCF hat Jean-Pierre Farandou mit den Folgen eines Streiks zu kämpfen, der ihn teuer zu stehen kommt: Die Verluste nähern sich einer Milliarde Euro. Um die Finanzen wieder auf die Beine zu stellen und einen Teil der Streikverluste auszugleichen, erwägt der Bahnchef einen Sparplan und Veräußerungen.

Der Streik, der am 5. Dezember 2019 begann, hat für das Jahr 2019 zu einem Verdienstausfall von 600 Millionen Euro geführt, erklärte Farandou. „Ohne den Streik hätten wir 2019 ein sehr gutes Jahr gehabt. Aber jetzt wird es wehtun, es wird uns schaden.“ Auch im Jahr 2020 hat der Streik bislang zu weiteren Verlusten von 250 Millionen Euro geführt. „In der Summe werden wir nicht sehr weit von den Milliardengrenze entfernt sein“, schätzte der Bahnchef nach Angaben von „Le Monde“.

Daher wird der seit November im Amt befindliche neue SNCF-Chef sein Mandat mit der Umsetzung eines Sparplans beginnen, der das bereits geplante Programm zur Produktivitätssteigerung – den so genannten „plan de performance“ – ergänzt. „Die 600 Millionen Euro des letzten Jahres sind verloren, aber wir werden versuchen, einen Teil der etwa 300-350 Millionen Verluste auszugleichen, die durch den Streik im Jahr 2020 voraussichtlich verursacht werden.“

Farandou sagte, er habe dem Verwaltungsrat der SNCF versprochen, Ende Februar eine genauere Bewertung und einen Plan, „der die Situation angeht“, vorzustellen. „Es wird einen Sparplan geben, der versuchen wird, das wieder gutzumachen, was wieder gutzumachen ist“, sagte er, ohne dessen Umfang zu spezifizieren. „Aber ich werde keine Jobs im Betrieb anfassen“, versprach er. Das Sparprogramm wird mit einem kommerziellen Sanierungsplan gekoppelt, um die Passagiere, die die Bahn während des Konflikts verlassen haben, durch niedrige Preise an die SNCF zurückzuholen. Um die Lösung des Problems zu erleichtern und sich eine Atempause für Investitionen zu verschaffen, plant Jean-Pierre Farandou auch den Verkauf von Aktiva, die nicht unter die Priorität einer Neuausrichtung der Eisenbahn fallen, ohne sich jedoch von profitablen Tochtergesellschaften im Wert von mehreren Milliarden wie Keolis (öffentlicher Nahverkehr) oder Geodis (Logistik) zu trennen.

Quelle: Le Monde

Handbuch Zukunftsbranche Bahn bundesweit bei der Bundesagentur für Arbeit

Seit heute haben bundesweit alle Mitarbeiter und Berater der Bundesagentur für Arbeit sowie der Berufsinformationszentren (BIZ) Zugriff auf die Inhalte des Handbuchs Zukunftsbranche Bahn 2019/2020.

Mit dem Handbuch Zukunftsbranche Bahn wird den Mitarbeitern ein sehr gutes Werkzeug an die Hand gegeben, Bahnberufe kennenzulernen und dieses Wissen sodann an die Kunden weiter zu geben – und zwar sowohl für potenzielle Auszubildende als auch für Neu-, Quer- und Wiedereinsteiger.

Die 156 Agenturen für Arbeit mit circa 600 Niederlassungen bundesweit sind für die Mehrheit der Bevölkerung die erste Adresse bei der Berufsorientierung. Ergänzt werden die Agenturen von bundesweit mehr als 180 Berufsinformationszentren (BiZ), in denen sowohl Jugendliche als auch Erwachsene umfassende Informationen über Berufe, Aus- und Weiterbildung und Entwicklungschancen erhalten können.

Foto: @Marco2811 – stock.adobe.com | Bahn-Media Verlag

Viertes Eisenbahnpaket der EU angenommen

Bild: pixabay

Der Bundestag hat am Donnerstag, 16. Januar 2020, einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der technischen Säule des vierten Eisenbahnpakets der Europäischen Union (19/15661) angenommen. Für den Entwurf stimmten die Fraktionen CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen bei Stimmenthaltung der AfD-Fraktion.

Der Entscheidung lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur (19/16195) zugrunde.

Folge der Umsetzung ist laut Bundesregierung, dass es künftig keine „nationalen Bescheinigungen zur Sicherheitsbescheinigung“ mehr geben wird. Es werde nur noch eine einheitliche Sicherheitsbescheinigung geben. Diese werde für Unternehmen, die grenzüberschreitende Verkehrsdienste erbringen, von der Eisenbahnagentur der Europäischen Union erteilt. Unternehmen, deren Tätigkeit auf das Gebiet Deutschlands beschränkt ist, könnten wählen, „ob sie die Bescheinigung bei der Eisenbahnagentur oder beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) beantragen“.

Quelle: Deutscher Bundestag

Aktiv gegen Fachkräftemängel

Im Eisenbahnsektor herrscht Fachkräftemängel an Triebfahrzeugführern. Mit Ausbildung kann man dem begegnen. Zahlreiche Unternehmen im Schienenpersonennahverkehr Nordrhein-Westfalens sind eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Erstattung der Ausbildungskosten eingegangen und haben es in einer Vereinbarung dokumentiert. Nach gründlicher Abwägung haben beide Tochtergesellschaften der SBB Cargo International entschieden dieser Vereinbarung beizutreten.

Der allgegenwärtige Fachkräftemangel hinterlässt auch im Eisenbahnsektor deutliche Spuren, insbesondere herrscht ein solcher Mangel an Triebfahrzeugführern, dass Verspätungen und sogar Leistungsausfälle an der Tagesordnung sind.

Diesem Zustand kann die Branche nachhaltig nur mit deutlich gesteigerter und kontinuierlicher Ausbildung begegnen. Dem steht neben einem sehr schwierigen Arbeitsmarkt auch entgegen, dass Unternehmen die erheblichen Kosten und Aufwände für die Ausbildung scheuen, da sie fürchten müssen, dass am Ende Mitbewerber ohne entsprechenden Aufwand profitieren.

Vor diesem Hintergrund sind zahlreiche Unternehmen im Schienenpersonennahverkehr Nordrhein-Westfalens eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Erstattung von Ausbildungskosten für Treibfahrzeugführer eingegangen und haben dies in einer entsprechenden Vereinbarung dokumentiert. Diese Vereinbarung regelt die gegenseitige Erstattung von pauschalierten Ausbildungskosten für verschiedene Formen der Ausbildung beim Wechsel eines Triebfahrzeugführers zwischen den beteiligten Unternehmen. Zudem wurde eine Clearingstelle zur Abwicklung der Abrechnungen eingerichtet

SBB Cargo Deutschland GmbH als EVU im Güterverkehr und RT&S Lokführer-Akademie als Personaldienstleister betreiben schon seit mehreren Jahren erhebliche Aufwände bei der Qualifizierung von Triebfahrzeugführern – sowohl in der Ausbildung von Lehrlingen als auch in der Fachausbildung. Nach gründlicher Abwägung haben beide Tochtergesellschaften der SBB Cargo International AG entschieden, dieser Vereinbarung beizutreten.

Der Beitritt beider Gesellschaften wurde im Rahmen einer Sitzung des Lenkungskreises „Fokus Bahn NRW“ am 15. Januar 2020 in Düsseldorf offiziell vollzogen.

Quelle: SBB Cargo International AG; Foto: SBB CFF FFS