Go Live der neuen VERS-App für Datenaustausch nach VPI-EMG 08

Digitaler Datenaustausch statt händisch ausgefüllter Formulare: Die neue App der VPIServicegesellschaft VERS macht es möglich. Sie sorgt für mehr Effizienz in der Instandhaltung von Güterwagen. Zum Jahresende steht das neue Tool für alle Bezieher des VPI European Maintenance Guide (VPI-EMG) zum Download bereit. Die App baut auf den im VPI-EMG (Modul 08) definierten Datenstrukturen auf und macht den Weg frei für einen standardisierten Datenaustausch zwischen Wagenhaltern und Werkstätten.

Am 16. November startete die VERS mit digitalen Schulungen für Bezieher des VPI-EMG. Bereits jetzt haben sich mehr als 200 Teilnehmer aus ganz Europa für die Webinare angemeldet.

Künftig können Wagenstammdaten bereits im Vorfeld vom Halter digital zur Verfügung gestellt und in der VERS-App bearbeitet werden. Die vorgegebene Systematik der App vereinfacht die Dateneingabe und verringert damit die Gefahr fehlerhafter Einträge.

Auf dieser Basis entsteht ein verlässlicher Datensatz für jeden Wagen. „Der elektronische Datenaustausch verbessert die Planbarkeit von Instandsetzungsarbeiten, optimiert die Datenqualität und verkürzt im Ergebnis die Verweildauer der Wagen in den Werkstätten spürbar“, erläutert VERS-Geschäftsführer Joachim Wirtgen das Potenzial der
App.

Das neue Tool läuft auf allen gängigen Endgeräten wie Smartphone, Tablet und Laptop mit den Betriebssystemen Android, iOS und Windows. Die App wird einfach auf das jeweilige Gerät heruntergeladen. Seitens der Nutzer müssen keine weiteren Installationen durchgeführt werden, denn die Anwendung läuft in der Cloud.

„Die App-Lösung ermöglicht auch kleineren Werkstätten einen unkomplizierten Einstieg in den elektronischen Datenaustausch. Das war uns wichtig“, betont VERS-Geschäftsführer Wirtgen. Großen Wert haben die Macher darauf gelegt, dass die App sowohl online als auch offline betrieben werden kann. Auch für mobile Serviceeinsätze ist das ein entscheidender Faktor.

Quelle und Bild: VPI

LNVG erteilt Auftrag für Modernisierung

Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat Alstom in Stendal damit beauftragt, von 2021 bis 2026 169 Bombardier-Doppelstockmittelwagen zu modernisieren. Die Fahrzeuge, die bei den Bahnunternehmen Metronom und der DB-Tochtergesellschaft Start Unterelbe rollen, sind 15 bis 18 Jahre alt und haben damit etwa die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht. Laut LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl werden in diese Wagen rund 27 Millionen Euro investiert. „Die Fahrgäste bekommen dafür eine Qualität, die fast an Neubauten heranreicht“, betonte sie.

Das Material für den Umbau stammt von Bombardier. In die Wagen werden komplett neue Sitze eingebaut, insgesamt rund 24.000 Stück. Die Sitze bekommen Klapptische mit Laptop-Halterung. An den Vierer-Sitzgruppen lässt die LNVG Steckdosen einbauen. Die Wagen werden zudem mit Videoaufzeichnung ausgerüstet. Umgestaltet werden auch die WCs, hier kommen unter anderem Duftspender zur Verbesserung des Raumklimas zum Einsatz. Eine neue Gestaltung soll Vandalismus vorbeugen. Künftig leuchten in den Wagen energiesparende LED-Lampen. Der Einstiegsbereich wird heller ausgeleuchtet. Ebenso werden die Fahrzeuge mit Informationsmonitoren ausgerüstet, auf denen in Echtzeit Informationen zur jeweiligen Zugfahrt dargestellt werden. Für blinde und stark sehbehinderte Fahrgäste werden Tastleisten an den Türflügeln nachgerüstet. Pro Waggon werden bei der Erneuerung 1,8 Kilometer Kabel eingezogen.

In der vorher ausgeschriebenen „Hauptuntersuchung XL Doppelstockwagen (HU XL Dosto)“ hat die LNVG 2019 Bombardier damit beauftragt, 37 Lokomotiven, 37 Steuerwagen und die ersten 14 Mittelwagen für rund 80 Millionen Euro zu überarbeiten. Dieser Auftrag hat laut LNVG einen Wert von rund 80 Millionen Euro. Zukünftig werden alle Wagen ein einheitliches Erscheinungsbild haben. (pm/roe)

Foto: LNVG

Terminhinweis: VPI-Symposium 2021

Auch 2021 bleibt es bei der Branchentradition: Das VPI-Symposium am 12. Januar 2021 in Hamburg am Hafenrand bildet den Jahresauftakt der Schienengüterverkehrs-Community. Dieses Jahr allerdings als hybrides Veranstaltungsformat – mit einer begrenzten Teilnehmerzahl vor Ort und als Livestream für die nationalen und internationalen Gäste, die nicht nach Hamburg kommen können. Der beliebte Neujahrsempfang am Vorabend des Symposiums muss leider entfallen.

Zwei Themenblöcke stehen im Mittelpunkt des 11. VPI-Symposiums:

Digitale Automatische Kupplung (DAK): Der Migrationsprozess nimmt Fahrt auf – europaweit

Bereits im vergangenen Jahr hatte der VPI mit der Präsentation der DAK-Charta auf dem 10. VPI Symposium einen wichtigen Impuls gegeben für die Schlüsseltechnologie eines automatisierten und digitalisierten SGV. Inzwischen hat die DAK weiter an Fahrt aufgenommen. Der Sektor steht vor der Frage: Wie organisieren wir den Prozess so, dass er für die Unternehmen wirtschaftlich tragbar ist?

Digitaler Datenaustausch in der Instandhaltung: Das Modul VPI EMG 08

Der Auftakt ist gemacht: Die neue App der VPI Servicegesellschaft VERS ist zur Jahreswende 20/21 am Start. Sie bringt den digitalen Datenaustausch zwischen Werkstätten und Haltern nach vorn. Wie geht es weiter mit diesem wichtigen Projekt zur Effizienzsteigerung in der Instandhaltung?

Geplant ist, beide Themenblöcke mit kurzen, spannenden Impulsvorträgen einzuleiten und im Anschluss neue Entwicklungen in einer Podiumsrunde mit Gästen zu diskutieren.

Weitere Informationen zum Symposium und zur Teilnahme finden Sie zeitnah unter www.vpihamburg.de.

Quelle: VPI

Im Fokus: Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs

Mit der Ausgabe 06/2020 des Privatbahn Magazins ist die Sonderbeilage „Im Fokus: Digitalisierung und Automatisierung des Schienenverkehrs“ erschienen. Sie finden die Beilage auf Seite 59 des aktuellen Privatbahn Magazins.

Auf insgesamt 48 Seiten stellen wir aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung dar. Wir beschäftigen uns ausführlich mit der DAK, deren Einführung die europäische Branche in den kommenden Jahren in Atem halten wird, dem digitalen Testfeld Bahn, mit Mobilstationen, dem teilautonomen Fahren sowie einem Ausblick auf die Schiene 4.0

Außerdem stellen sich innovative Unternehmen der Branche aus dem Bereich Digitalisierung und Automatisierung mit ihren Produkten und Individuallösungen vor.

Zusätzlich ist die Beilage als Download verfügbar: https://privatbahn-magazin.de/prima/heft-im-heft-im-fokus/

Eile bei Anlagenpreisförderung geboten

Interessenten für die Fördermittel des Bundes für die Nutzung von Rangierbahnhöfen müssen sich sputen: Für Anträge für die Fahrplanperiode 2020/21 ist nur noch bis zum 27. November Zeit. Das geht aus den Ausführungsbestimmungen des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) zur „Förderrichtlinie über eine anteilige Finanzierung der Entgelte in Serviceeinrichtungen des Schienengüterverkehrs mit dem Schwerpunkt Einzelwagenverkehr“ (Anlagenpreisförderung) hervor, die Mitte November im Bundesanzeiger verkündet wurde. Bis 2025 stehen dafür pro Jahr 40 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld will der Bund den Einzelwagenverkehr stützen.

Die konkrete Förderquote errechnet das EBA als zuständige Bewilligungsbehörde anhand der in den Anträgen auf Grundlage der zugewiesenen Nutzungen von Anlagen prognostizierten Entgeltsummen und der im Bundeshaushalt bereitgestellten Mittel. Fallen bei einem Zuwendungsempfänger höhere Entgelte an – zum Beispiel, weil während der Fahrplanperiode zusätzliche Leistungen in Anspruch genommen wurden – bleibt der im Zuwendungsbescheid genannte Höchstbetrag pro Jahr dennoch unverändert.

Branchenexperten warnen davor, dass dieser Mechanismus die EVU dazu verleiten kann, lieber zu hohe Entgeltsummen anzumelden; wenn aber alle so handeln, wird am Ende nicht alles Geld abgerufen, weil die vom EBA errechnete Förderquote zu niedrig ausfüllt. Theoretisch wäre nach Einschätzung von Branchenexperten eine Förderquote von 45 Prozent der gezahlten Entgelte (ohne Umsatzsteuer) möglich.

Die Verwendung der Mittel ist monatlich nachzuweisen. Die Anlagennutzung in Werks- und Hafenbahnen ist ausdrücklich von der Förderung ausgeschlossen. (roe)

Quelle: https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Finanzierung/APF/apf_node.html

GDL will die EVG bei der DB verdrängen

Die Lokführergewerkschaft GDL will sich auch für alle anderen Eisenbahner im direkten Bereich öffnen. Dazu gehörten Infrastruktur, Werkstätten und Energie, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky am Donnerstagmittag vor Journalisten in Dresden. Er begründete den Schritt damit, dass die DB offenbar die Absicht habe, die GDL-Tarifverträge über das Tarifeinheitsgesetz zu verdrängen. Im Gegenzug werde die GDL jetzt über die Öffnung für weitere Berufsgruppen versuchen, die Tarifverträge der Eisenbahnergewerkschaft EVG – Weselsky sprach von der „Einkommensverringerungsgesellschaft“ –  zu verdrängen. „Wir werden zum Zeitpunkt der Zählung die Mehrheit haben“, sagte er voller Zuversicht. Die Mitarbeiter zum Beispiel in den Werkstätten warteten nur darauf, dass sie sich endlich von der GDL vertreten lassen dürfen.

Weselsky betonte, dass sich die GDL an die bis zum 28. Februar 2021 geltende Friedenspflicht halten werde. Sie werde aber die Zeit nutzen, um bis dahin die Mitgliederzahl zu erhöhen. Sarkastisch gratulierte er dem DB-Management, dass es ihm durch sein Agieren gelungen sei, die GDL aufzuwecken. In der Schlichtung, die vor gut einer Woche gescheitert war, hatten sowohl die DB als auch Schlichter Matthias Platzeck versucht, trilaterale Tarifverhandlungen zwischen DB, EVG und GDL festzuschreiben.

Ulrich Silberbach, Bundesvorsitzender des Dachverbandes Deutschen Beamtenbund/Tarifunion, stellte sich ausdrücklich hinter die Entscheidung der GDL. „Wer Wind säht, wird Sturm ernten“, sagte er an die Adresse des DB-Managements. (thr)

DB widerspricht Presseeinladung der GDL

Die Deutsche Bahn AG widerspricht den Ausführungen der GDL in der Presseeinladung vom gestrigen Tage. Es habe keine Aufforderung von Seiten der DB gegeben, dass die Gewerkschaft ihre Tarifautonomie „abgeben“ soll.

Ferner habe die DB die Schlichtung nicht „erzwungen“ sondern halte sich an ein bereits im Jahr 2015 gemeinsam festgelegtes Verfahren. (tg)

Quelle: Pressemitteilung der DB

TX-Logistik: 3x pro Woche Schweden

Seit Oktober fährt die TX Logistik drei Mal pro Woche vom KV-Terminal Kaldenkirchen an der niederländischen Grenze nach Malmö und Eskilstuna. Transportiert werden auf der Strecke überwiegend Sattelauflieger. Hauptkunde ist die niederländische Westerman-Gruppe. Die komplette Traktion erfolgt in Eigenregie. An der deutsch-dänischen Grenze in Padborg wird der Lokführer gewechselt. Ab dort übernimmt die schwedische Tochtergesellschaft TX Logistik AB.

Auf der gesamten Strecke über die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden kommen Mehrsystem-Lokomotiven zum Einsatz. Von den bis zu 38 Sattelaufliegern ist rund die Hälfte für die Region Malmö bestimmt. Die andere Hälfte fährt TX Logistik weiter nach Eskilstuna, etwa 100 Kilometer westlich von Stockholm.

Diese neue Verbindung ergänzt das innerschwedische Netzwerk des Unternehmens zwischen Trelleborg, Malmö und Eskilstuna. (pm/roe)

Quelle / Foto: TX Logistik AG

Terminhinweis: 14. BME-/VDV-Forum Schienengüterverkehr

  • Termin: 19. bis 20. Januar
  • Ort: Berlin
  • Themen
    • Update verkehrspolitisches Engagement für die Schiene
    • Trends in der Warenlogistik
    • Verlagerungskonzepte für Konsumgüter, Handel & Co.
    • Nachhaltigkeit realisieren, Wirtschaftlichkeit durchsetzen
    • Die Schiene als starker Partner in der Krise
  • Referenten und Diskutanten
    • Steffen Bilger, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
    • Daniel Küster, Warsteiner Brauerei
    • Dr. Sigrid Nikutta, DB Cargo AG
    • Carsten Taucke, Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA)

Diese Veranstaltung richtet sich an: Verlader aus allen Industrie- und Handelsbereichen, Dienstleister aus dem Eisenbahn-Umfeld, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Bahnspeditionen

Weitere Informationen: https://www.bme.de/2021/14-bme-vdv-forum-schienengueterverkehr-eisenbahn-und-logistik/