TX-Logistik: 3x pro Woche Schweden

Seit Oktober fährt die TX Logistik drei Mal pro Woche vom KV-Terminal Kaldenkirchen an der niederländischen Grenze nach Malmö und Eskilstuna. Transportiert werden auf der Strecke überwiegend Sattelauflieger. Hauptkunde ist die niederländische Westerman-Gruppe. Die komplette Traktion erfolgt in Eigenregie. An der deutsch-dänischen Grenze in Padborg wird der Lokführer gewechselt. Ab dort übernimmt die schwedische Tochtergesellschaft TX Logistik AB.

Auf der gesamten Strecke über die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden kommen Mehrsystem-Lokomotiven zum Einsatz. Von den bis zu 38 Sattelaufliegern ist rund die Hälfte für die Region Malmö bestimmt. Die andere Hälfte fährt TX Logistik weiter nach Eskilstuna, etwa 100 Kilometer westlich von Stockholm.

Diese neue Verbindung ergänzt das innerschwedische Netzwerk des Unternehmens zwischen Trelleborg, Malmö und Eskilstuna. (pm/roe)

Quelle / Foto: TX Logistik AG

Abellio wieder VDV-Mitglied

Seit Anfang 2020 ist die Abellio GmbH, einer der führenden privaten Anbieter im deutschen Schienenpersonennahverkehr (SPNV), wieder mit seinen Tochtergesellschaften Mitglied im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). „Auf den gesamten Schienensektor kommen in Sachen Verkehrswende und Wachstum große unternehmerische Herausforderungen zu, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Dazu ist es notwendig, sich kontinuierlich, vertrauensvoll und umfassend mit den wichtigsten Akteuren der Branche fachlich und inhaltlich auszutauschen. Der Branchenverband VDV bietet dazu die geeignete Plattform. Zudem wollen wir die Stimme des SPNV-Wettbewerbs innerhalb des VDV weiter stärken“, so Abellio-CEO Michiel Noy.

Abellio wird ordentliches Mitglied mit Sitz und Stimme im Ausschuss der Wettbewerbsbahnen im VDV. Dort engagieren sich aktuell zwölf große SPNV-Unternehmen. Gerade im Schienenpersonennahverkehr stehen die Unternehmen angesichts des Personalmangels und der noch immer verbesserungswürdigen Wettbewerbsbedingungen vor großen Herausforderungen.

Quelle: VDV, Logos: VDV, abellio

Verspätung bei der Deutschen Bahn

Seit 2017 haben sich insgesamt 22.272 Züge der Deutschen Bahn AG aufgrund von Wetterereignissen verspätet. Das geht aus der Antwort (19/11069) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/10660) der FDP-Fraktion hervor.

Die Statistik wird erst seit 2017 geführt. Demnach waren 2017 wegen vier wetterbedingten „Großstörungen“ 11.348 Züge verspätet. 2018 wurden ebenfalls vier Großstörungen mit insgesamt 7.457 Zugverspätungen registriert. 2019 sind bislang wegen zweier Stürme insgesamt 3.467 Züge verspätet gewesen.

Die Bahn verfügt nach eigenen Angaben über 1.000 Mitarbeiter, die bei Großstörungen sofort eingesetzt werden können. Ferner könnten weitere 1.000 Mitarbeiter über vertraglich gebundene „Nachunternehmer“ eingesetzt werden. Um auf witterungsbedingte Störungen zu reagieren, stehen dem Unternehmen pro Jahr 70 Millionen Euro zur Verfügung.

Stadler gewinnt Ausschreibung für Rahmenvertrag über 80 TRAMLINK für Mailand

Foto: Stadler

Stadler ist mit seinem TRAMLINK als Sieger aus der Ausschreibung eines Rahmenvertrages über die Lieferung von bis zu 80 Strassenbahnen für Azienda Trasporti Milanesi (ATM) hervorgegangen. Die Erstbestellung soll 30 Fahrzeuge umfassen. Die Laufzeit des Rahmenvertrages beträgt sechs Jahre. Mit der Mitteilung an die unterlegenen Bieter, dass Stadler den Zuschlag erhalten soll, startete die Einsprachefrist. Erst nach dieser Einsprachefrist können der Zuschlag und die rechtskräftige Vertragsunterzeichnung erfolgen.

Das italienische Verkehrsunternehmen ATM beabsichtigt, mit Stadler einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 80 Strassenbahnen des Typs TRAMLINK zu unterzeichnen. Die Fahrzeuge sind für den Einsatz in der Metropole Mailand gedacht. In einer Erstbestellung soll Stadler mit der Lieferung von 30 TRAMLINK beauftragt werden. Der Rahmenvertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren. Mit der Vergabe startete die Einsprachefrist und die unterlegenen Bieter haben die Möglichkeit, gegen diesen Entscheid ein Nachprüfverfahren anzustrengen. Erst nach dieser Frist kann der Rahmenvertrag rechtskräftig unterzeichnet werden. Zu diesem Zeitpunkt wird Stadler über den Auftrag informieren.

Pressemeldung Stadler

17 Kilo aus dem Drucker

Die DB produziert auch schwere und betriebsrelevante Ersatzteile aus Metall im 3D-Drucker.

Foto: Deutsche Bahn AG

Funkensprühend verschweißt der dunkelblaue Lichtbogen im 3D-Drucker Schicht für Schicht die einzelnen Drähte aus Edelstahl, bis der Radsatzlagerdeckel für die Rangierlokomotive Form annimmt. Der schützt die Lok unter anderem vor aufwirbelnden Schottersteinen.

Ohne diesen Radsatzlagerdeckel steht das Fahrzeug still. Keine Seltenheit, da das Ersatzteil auf herkömmlichem Weg bei Gießereien nur schwer zu beschaffen ist. Warte- und Lieferzeiten liegen bei diesen Spezialteilen häufig bei bis zu 24 Monaten.

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Alstom liefert ETCS für Instandhaltungsfahrzeuge in der Schweiz

Alstom wird elf Instandhaltungsfahrzeuge der Harsco Rail Europe für die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mit dem ETCS-System ATLAS 200 Baseline 3 ausstatten. Bis Ende 2020 sollen die Fahrzeuge vollständig ausgerüstet und dann auf dem SBB-Netz in der Schweiz eingesetzt werden.

„Wir entwickeln unsere Signaltechnik-Systeme ständig weiter und freuen uns, Harsco und damit auch unseren langjährigen Kunden SBB eine zukunftsfähige Lösung zu liefern. Als Marktführer im Bereich der ETCS-On-Board-Systeme in Europa sind wir Vorreiter in der digitalen Schienenwelt von heute“, sagt Gian-Luca Erbacci, Senior Vice President Europa, Alstom.

ETCS ist ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Norm für ein interoperables und sicheres Eisenbahnsystem in Europa. Es setzt die Einhaltung der Geschwindigkeitsbeschränkungen und des Signaltechnik-Status des Zuges durch. Das ETCS-System ATLAS 200 von Alstom optimiert die Streckenkapazität und macht diese sicherer, indem es die Geschwindigkeit der Züge durch kontinuierliche Zugsteuerung und -überwachung über ein funkbasiertes Signalsystem antizipiert und anpasst.

Alstom ist ein globales Eisenbahnunternehmen, das mit internationaler Expertise arbeitet: Die Projektleitung liegt in Berlin, Deutschland; Systemdesign, Ausrüstung sowie Inbetriebnahme und Gewährleistung werden vom Alstom-Standort in Charleroi (Belgien) übernommen; Komponenten werden aus Villeurbanne (Frankreich) geliefert.

Bis heute verfügt Alstom über insgesamt 8.200 Fahrzeuge, die weltweit mit ETCS ausgestattet sind, mit über 3.200 im kommerziellen Einsatz und 18.000 km streckenseitiger Anschlüsse mit über 7.000 im kommerziellen Einsatz. Allein in der Schweiz hat Alstom in den letzten Jahren rund 500 bestehende SBB-Fahrzeuge mit ETCS ausgestattet. Alstom hat für die Deutsche Bahn den Großteil der ICE-Hochgeschwindigkeitsflotte mit ETCS ausgerüstet.

Pressemeldung Alstom

Bahnstrecke Bad Bentheim – Neuenhaus reaktiviert

Foto: Bentheimer Eisenbahn AG

Moderne Triebwagen pendeln seit Samstag stündlich über die Strecke Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus der Bentheimer Eisenbahn, die die Gleise in den vergangenen Jahrzehnten für den Güterverkehr in Betrieb hielt. Am heutigen Montag startet der Verkehr nach regulärem Fahrplan. 45 Jahre ist es her, dass der letzte Personenzug hier fuhr.

„Für unsere Stadt ist das mindestens ein Halbjahrhundertprojekt, wenn nicht ein Jahrhundertprojekt“, sagt Nordhorns Bürgermeister Thomas Berling (SPD). Der Bahnanschluss sei für die Kreisstadt und die gesamte Region ein Riesenfortschritt. Keinen Bahnhof zu haben, habe die Stadt bei Gästen immer rückständig wirken lassen. Das ist nun vorbei: Die Stadt werde für Touristen attraktiver, aber auch für ihre eigenen Bürger. Schüler, Studenten, Berufstätige können in die Stadt endlich mit dem Zug pendeln und müssen nicht im langsameren Bus sitzen.

Die Bahnverbingung soll bis in die nahen Niederlande verlängert werden, dann sei auch die Studentenstadt Emmen ganz nah, so Berling. So werde seine Stadt auch als Tagungs- und Veranstaltungsort attraktiver. Mit der Verkehrswende verändere sich das Mobilitätsverhalten, gerade junge Menschen wollten auf das Auto verzichten. Die Nachfrage in der Region ist der Bentheimer Eisenbahn AG zufolge riesengroß. Das habe sich bei den zahlreichen Testfahrten in den vergangenen Monaten gezeigt, sagt der Vorstand des kommunalen Bahn-Unternehmens, Joachim Berends. Für die Instandsetzung der Strecke wurden rund 21 Millionen Euro investiert. Das Land übernahm mehr als 15 Millionen Euro. Den Rest der Kosten tragen die Kommunen.

Es handelt sich um die dritte Reaktivierung einer Bahnstrecke im Personenverkehr in Niedersachsen. 2005 ging die Strecke von Osnabrück Richtung Bielefeld wieder durchgehend in Betrieb, seit Ende 2018 fährt die Bahn wieder direkt ins Zentrum von Einbeck. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren des niedersächsischen Verkehrsministeriums aus zunächst 73 und am Ende acht für eine Reaktivierung infrage kommenden Strecken war die Bentheimer Eisenbahn eine der geeigneten Trassen.

Quelle: NDR.de

ARS Altmann/ICL: Erster China-Zug für Volvo nach Gent

Transportiert werden die Fahrzeuge im Rahmen eines ganzheitlichen Hybridkonzepts, das die ARS Altmann AG zusammen mit dem Partner Intermodal Container Logistics Wien (ICL) entwickelt hat. Das Konzept für die neue Seidenstraßen-Relation sieht die Kombination aus geschlossenen, doppelstöckigen Autotransport-Waggons auf dem Streckenabschnitt zwischen Belgien und Polen sowie 40-Fuß-Containern auf dem Streckenabschnitt zwischen Polen und China vor.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die ARS Altmann AG erfolgreich den ersten durchgängigen Automotive-RoRo-Zug von Bremerhaven nach Chongqing auf die Schiene gesetzt. Dieser wurde über das unternehmenseigene Terminal in Chernyakhovsk bei Kaliningrad (Russland) gefahren, das sowohl auf europäische als auch russische Eisenbahnwaggons ausgelegt ist. Mit dem neuen Hybridkonzept bietet die ARS Altmann AG ihren Kunden nun eine weitere Lösung auf der immer weiter an Bedeutung gewinnenden Seidenstraße an. „Von den Vorteilen des Bahntransports mit verlässlicheren und kurzen Durchlaufzeiten und einer weit größeren Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit gegenüber der Seefracht profitieren die Kunden bei beiden Lösungen“, sagt Frank Lehner, Vorstand Internationalisierung der ARS Altmann AG.

Die Strecke zwischen China und Europa führt über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen. Die Fahrzeit beträgt je nach Destination etwa 18 Tage.

Frank Lehner sieht in Fahrzeugtransporten auf der Seidenstraße großes Potenzial: „Der chinesische Automobilmarkt hat in den vergangenen Jahren für europäische OEM‘s enorm an Bedeutung gewonnen. Gleichzeit steigen die Exportvolumina der in China produzierten Fahrzeuge internationaler Hersteller sowie die Ausfuhren von Elektrofahrzeugen aufstrebender chinesischer Hersteller.“ Für diese global agierenden Kunden böten die von der ARS Altmann AG erfolgreich etablierten Produkte eine optimale Lösung, um noch kurzfristiger auf Händlerwünsche reagieren zu können. „Zudem ermöglichen sie eine direkte Belieferung von Zentralchina, das wirtschaftlich zu den Metropolen an der Küste aufschließt“, so Frank Lehner. Mittelfristiges Ziel der ARS Altmann AG ist es, geschlossene Automobiltransport-Waggons als festen Bestandteil der Transporte auf der Seidenstraße zu etablieren. Dazu Frank Lehner: „Wir sind aktuell in Gesprächen mit potenziellen Kunden aus Europa und China, aber auch aus Korea und Russland, um sie für die Seidenstraße zu gewinnen.“

Pressemeldung ARS Altmann

Alstom liefert 32 zusätzliche DT5-U-Bahnen nach Hamburg

Foto: Alstom

Alstom wird gemeinsam mit Bombardier Transportation 32 weitere DT5-U-Bahnen für 186 Millionen Euro an die Hamburger Hochbahn AG (Hochbahn) liefern. Der Anteil von Alstom am Auftrag beläuft sich auf über 100 Millionen Euro. Im Rahmen dieses Vertrags wird Alstom den mechanische Teil: die Drehgestelle und das mechanische Bremssystem liefern, während Bombardier die elektrische Ausrüstung, das Antriebssystem, das Fahrgastinformationssystem und das Fahrzeugsteuersystem liefert. Die Züge werden bei Alstom im niedersächsischen Salzgitter montiert. Die neuen Züge sollen ab Januar 2021 in Dienst gestellt werden.

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Frühere Einführung des Deutschland-Takts

Zur Förderung des Tourismus fordern die Fraktionen von CDU/CSU und SPD die Deutsche Bahn auf, für eine schnellere Einführung des geplanten halbstündigen „Deutschland-Takts“ zu sorgen. Auf wichtigen Hauptachsen solle die künftige Fahrplanstruktur anders als bisher beabsichtigt „bereits vor dem Jahr 2030“ Wirklichkeit werden, verlangen die Koalitionsfraktionen in einem gemeinsamen Antrag (19/11088) zur nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung. Zu prüfen sei darüber hinaus die Einführung eines bundesweit gültigen Tourismus-Tickets für den Personennahverkehr. Die Antragssteller möchten auch dafür sorgen, dass touristische Ziele vor allem in ländlichen Regionen einfacher mit dem Zug zu erreichen sind. Von der Bahn erwarten sie entsprechende „weitere Maßnahmen“.

Der Antrag umfasst einen Katalog von 46 Empfehlungen, um die Rahmenbedingungen für das Tourismusgewerbe in Deutschland zu verbessern. Dazu zählen Veränderungen im Steuerrecht, die den Unternehmen Anreize bieten sollen, ihren Beschäftigten verbilligten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, eine vereinfachte Visa-Vergabe für Urlaubs- und Geschäftsreisen, generell der Abbau „unnötiger bürokratischer Belastungen“ auch auf europäischer Ebene sowie mehr Unterstützung für die Kreuzfahrtbranche, um ihre Schadstoffemissionen zu verringern.

Pressemeldung Bundestag