Tarifrunde DB: Gewerkschaften haben Forderungspaket geschnürt

Die Gewerkschaften GDBA und Transnet haben ein umfangreiches Forderungspaket für die Tarifrunde bei der Deutschen Bahn beschlossen. Das Gesamtvolumen bezifferten die für den Tarifbereich zuständigen Vorstände, Heinz Fuhrmann und Alexander Kirchner, auf sechs Prozent. „Dies ist keine reine Entgeltrunde“, erklärten GDBA-Vize Heinz Fuhrmann und der Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner. Zum einen müsse es reale Einkommenserhöhungen geben, es gehe aber auch um eine Reihe von weiteren Verbesserungen für die Beschäftigten. Hierzu zählen unter anderem die Bereiche Arbeitszeit und Zulagenregelungen.

Die Tarifverträge bei der Deutschen Bahn laufen am 31. Juli aus. GDBA und Transnet wollen in der Tarifrunde Mitte des Jahres auch eine neue Regelung für den Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag verhandeln, der am 31. Dezember 2010 ausläuft. Er schützt die Beschäftigten des Bahnkonzerns vor betriebsbedingten Kündigungen. Transnet und GDBA verhandeln für rund 165.000 Beschäftigte. (PM GDBA)

DB AG: Volker Hädrich wird neuer Konzernbevollmächtigter in Thüringen

Nach über 48 Jahren wird Dipl.-Ing. Gerold Brehm Ende Juni dieses Jahres seine Tätigkeit als Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Thüringen beenden und in den Ruhestand wechseln.

Nachfolger ist der 58-jährige Volker Hädrich. Er übernimmt zum 1. Juli 2010 den Aufgabenbereich des Konzernbevollmächtigten. Der gebürtige Thüringer und diplomierte Physiker ist seit 1974 in verschiedenen Funktionen bei der Deutschen Reichsbahn, der Deutschen Bundesbahn und später bei der Deutschen Bahn AG tätig, hier unter anderem als Leiter der Konzernorganisation. Zuletzt war er mit Führungsaufgaben für das Ressort Infrastruktur und Dienstleistungen im DB-Konzern betraut.

(PM DB)

DB Aufsichtsrat neu besetzt

Der neue Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn heißt Utz-Hellmuth Felcht. Er tritt die Nachfolge von Werner Müller an, dessen Mandat als Aufsichtsratsvorsitzender nicht verlängert wurde. Des Weiteren sind Patrick Döring, als Vertreter des Bundestags, sowie die Staatssekretäre Klaus-Dieter Scheurle (Bundesverkehrsministerium), Hans Bernhard Beus (Bundesfinanzministerium) und Bernhard Heitzer (Bundeswirtschaftsministerium) neu im DB-Aufsichtsrat.

Utz-Hellmuth Felcht
Utz-Hellmuth Felcht

CTL fährt Fiat-Fahrzeuge nach Deutschland

Durchschnittlich drei Vollzüge mit Fiat-Fahrzeugen pro Woche bringt CTL Logistics seit Februar aus der polnischen Produktionsstätte in Tychy nach Oberhausen. Alle Transporte werden von Sicherheitsdienstleistern begleitet, bis die Züge die Staatsgrenze nach Deutschland überschritten haben. Dank eines GPS-Positionierungssystems in den Fahrzeugen, hat der Kunde die Möglichkeit eines Echt-Zeit-Monitoring sowohl auf polnischem, als auch deutschem Streckenabschnitt. CTL hat die Traktionsleistungleistung von DB Schenker und PKP Cargo übernommen. „Aufgrund von optimierten Transitzeiten, sowie der guten operativen Begleitung der Transporte auf polnischer und deutscher Seite, und nicht zuletzt auf Grund von optimierten Betriebskosten, entschied sich der Kunde für die Zusammenarbeit mit der CTL Logistics“, sagt Artur Pielech. CTL Vice-President und Marketing- und Verkaufsdirektor. Diese Dienstleistung wurde entsprechend den strategischen Veränderungen im CTL Logistics-Betriebsführungsmodell in Deutschland implementiert. (PM CTL)

Hanse-Netz: DB zieht Nachprüfungsantrag zurück

Metronom erhält Zuschlag

Die Deutsche Bahn hat ihren Antrag auf Nachprüfung der Vergabeentscheidung für das Hanse-Netz zurückgezogen. Die Länder Niedersachsen, Hamburg und Bremen können nun wie geplant der Firma Metronom den Zuschlag für das neu konzipierte Hanse-Netz zwischen Bremen, Hamburg und Uelzen mit Betriebsbeginn im Dezember 2010 für acht Jahre erteilen. (PM LNFG)

VBB kritisiert S-Bahn-Ergebnisbericht der DB

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg kritisierte den Ergebnisbericht zu den Ursachen der S-Bahn-Krise, den die DB gestern vorgestellt hat. So seien nur die technischen Probleme dargestellt worden, die wirklichen Gründe blieben weiterhin ungeklärt. Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg: „Ein Vorschieben konstruktionsbedingter Mängel ist nicht akzeptabel. Die S-Bahn hat in der Vergangenheit nachweislich Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten grob vernachlässigt und massiv Werkstatt- und Personalkapazitäten abgebaut, um Kosten zu sparen.“ Der VBB sieht eine Pflichtverletzung des S-Bahn-Aufsichtsrates und des DB-Konzerns gegeben, denn Aufsichtsrat und Eigentümer eines Unternehmens hätten die Pflicht, die Geschäftsführung zu kontrollieren. Man müsse blind sein, wenn man den Abwärtstrend, der bereits 2007 begonnen habe, bei der S-Bahn übersehen habe, so Franz weiter. (PM VBB)

Deutsche Bahn fordert Bilfinger und Berger auf, Informationen sofort offen zu legen

Nach eigener interner Prüfung hat die Deutsche Bahn weiterhin keine Erkenntnisse über Unregelmäßigkeiten an Bauwerken, die durch die Firma Bilfinger und Berger errichtet wurden. DB-Infrastrukturvorstand Dr. Volker Kefer: „Wir fordern Bilfinger und Berger ultimativ auf, uns sofort alle Informationen offenzulegen, die eine Überprüfung konkreter Bauwerke ermöglichen. Wir leisten jeden Beitrag für eine schnelle und transparente Aufklärung“, so Dr. Kefer weiter, „sind aber dabei zwingend auf Informationen von Bilfinger und Berger angewiesen.“ (PM DB)

BAG-SPNV fordert neues Stationspreissystem

Bernhard Wewers, Präsident der BAG-SPNV
Bernhard Wewers, Präsident der BAG-SPNV

Die BAG-SPNV fordert ein neues Stationspreissystem der Deutschen Bahn AG, nachdem die Bundesnetzagentur das bisherige Stationspreissystem nun abgelehnt hat. Jetzt besteht endlich die Möglichkeit, die Gebühren für die Nutzung der Bahnstationen transparent, stationsscharf und kostengerecht neu festzulegen.
Künftig sollen die Nutzungsgebühren für die Stationen nach dem Willen der BAG-SPNV für jede Station individuell festgelegt werden. Das bisherige DB-System arbeitete mit pauschalen Kategorien. Nur durch stationsscharfe Gebühren ist aber eine transparente Darstellung möglich, welche Kosten für eine Station anfallen, welches Budget dem Stationsbetreiber zur Verfügung steht und welche Auswirkungen der Einsatz von möglichen öffentlichen Fördermitteln für die Stationsinfrastruktur hat. Außerdem wird es so möglich, die jeweiligen Einnahmen der DB Station&Service AG durch die Vermietung und Verpachtung von Flächen in Empfangsgebäuden bei der individuellen Höhe der Nutzungsgebühr einer Station zu berücksichtigen.
Bernhard Wewers, Präsident der BAG-SPNV: „Wir zahlen jedes Jahr bundesweit rund 570 Millionen Euro Stationsgebühren an DB Station&Service. Angemessene und transparente Preise sind für uns wichtig, weil jeder Euro zuviel für die Stationen natürlich dafür fehlt, Züge fahren zu lassen. Dass die Deutsche Bahn dafür auf einen Teil ihres Monopolgewinns verzichten muss, halten wir für vertretbar.“ (PM BAG SPNV)

SBB-Züge zwischen Stuttgart und Zürich

DB-Chef Dr. Rüdiger Grube hat bei einem Treffen mit dem Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Stefan Mappus, bestätigt, dass auf der Strecke zwischen Stuttgart und Zürich ab 21. März die derzeit eingesetzten ICE-T-Züge durch Intercity-Züge der Schweizerischen Bundesbahn SBB ersetzt werden sollen. „Oberstes Gebot ist für uns die Stabilität des Fahrplans und damit die Verlässlichkeit für unsere Kunden, die durch diese Maßnahme gewährleistet wird“, erläuterte Grube. Die Verfügbarkeit der ICE-Züge ist derzeit unter anderem wegen verkürzter Wartungsintervalle eingeschränkt. Deshalb biete es sich geradezu an, so Grube, bei grenzüberschreitenden Verkehren Nachbarschaftshilfe in Anspruch zu nehmen.

(PM DB)

Ramsauer gegen DB-Börsengang

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat grundsätzliche Bedenken gegen einen Börsengang der Deutschen Bahn. «Privatisierung um jeden Preis erweist sich in der Praxis häufig als Irrweg», sagte er der «Berliner Zeitung» (Donnerstag).
Gleichzeitig nutzte er die Gelegenheit, um wieder mehr Qualität für den Kunden auf der Schiene einzufordern, denn die Bahn habe einen gemeinwirtschaftlichen Auftrag und müsse Standards im Schienenverkehr gewährleisten. Wegen der angestrebten Privatisierung und des unzureichenden Wettbewerbs aber habe das Staatsunternehmen die Bedürfnisse der Kunden in der Vergangenheit vernachlässigt. Er machte zudem die Privatisierungspläne und Kostendruck mitverantwortlich für das S- Bahn-Chaos in Berlin.
Für die kommenden Jahre schloss Ramsauer eine Teilprivatisierung des Personen- und Güterverkehrs praktisch aus. «Ich bin nicht bereit, volkswirtschaftliches Vermögen zu verschleudern», sagte der Verkehrsminister. (PM mofair)