DB ordert 13 neue Doppelstockwagen

Die Deutsche Bahn AG bestellt für rund 17 Millionen Euro 13 neue Doppelstockwagen bei Bombardier Transportation. Die neuen Dostos sollen ab Dezember 2011 in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz kommen.
Die Erweiterung der Fahrzeugflotte ermöglicht es, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 bei drei Regionalexpresslinien einen zusätzlichen Reisezugwagen einzusetzen. Die Linien RE 1 (Aachen – Paderborn) und RE 5 (Koblenz – Emmerich) fahren dann mit sechs Dostos, die Linie RE 2 (Münster – Düsseldorf) mit fünf Dostos. Die nordrhein-westfälischen Zweckverbände und die DB Regio NRW reagieren damit aktiv auf Fahrgastzuwächse, die aufgrund von neuen Streckenführungen einiger RE-Linien ab Dezember 2010 erwartet werden. (PM DB)

Xrail – Eine Allianz für den Einzelwagenverkehr

In einer Allianz mit SBB Cargo (Schweiz), Rail Cargo Austria (Österreich), CFL Cargo (Luxemburg), CD Cargo (Tschechien), Green Cargo (Schweden) und SNCB Logistics (Belgien) will DB Schenker Rail den Einzelwagenladungsverkehr in Europa effektiver betreiben. Unter dem Namen Xrail soll das defizitäre, aber unverzichtbare Geschäft besser organisiert und ausgelastet werden.

Gefeilsche um die BOB-Strecken

Die Strecken der Bayerischen Oberlandbahn werden voraussichtlich ausgeschrieben. Das bayerische Wirtschaftsministerium hat sich eindeutig festgelegt. Nur ein Machtwort von Ministerpräsident Seehofer würde hier wirken.

2013 läuft nach 14 Jahren der Vertrag mit der staatlichen Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) aus. Fristgerecht muss die BEG die Strecken von München nach Bayrischzell und Lenggries in diesem Jahr ausschreiben – es geht um 1,7 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Die Deutsche Bahn steht schon in den Startlöchern, um sich diese Paradestrecke zurückzuholen. „Wenn schon Wettbewerb, dann für alle“, sagt ein Bahnsprecher.
Allerdings steht Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei lokalen Politikern im Wort. Zuletzt im August 2009 hatte er angekündigt, dass er sich für einen Verzicht auf die Ausschreibung einsetzen werde. Die Betreiber der BOB hat er da natürlich auf seiner Seite: „Es gibt keinen rechtlichen Druck, ausschreiben zu müssen“, sagt BOB-Geschäftsführer Heino Seeger, der den Vertrag mit der BEG gerne um zehn Jahre verlängern würde. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sieht das anders: Verbesserungen für die Fahrgäste seien „nur im Wettbewerb“ zu erreichen, erklärt er. (PM mofair)

Bahnstrecke Berlin-Rostock wird saniert

Die Bahnstrecke Berlin-Rostock soll bis spätestens Ende 2013 saniert werden. Darauf einigte sich Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Volker Schlotmann mit der DB Netz AG. Die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH begrüßte diesen Schritt. Das Unternehmen fordert seit langem, die Bahnanbindung für Personen und Güter auf einen mit den Wettbewerbshäfen vergleichbaren Stand zu bringen. So ist die bessere Anbindung aus Sicht des Hafens für die tausende internationalen Kreuzfahrtgäste wichtig, die jährlich in Rostock anlegen. „Die Vollsperrung der Gleise von September 2012 bis April 2013 zwischen Rostock und Berlin ist ein Preis, der gezahlt werden kann“, so Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH. (PM Hafen Rostock)

DB bestellt Züge für Berlin und Brandenburg

Talent 2
Talent 2

Bombardier Transportation liefert weitere 48 Talent 2-Züge an die DB, womit  die Zahl der von der DB AG bestellten Talent 2-Fahrzeuge auf insgesamt 176 ansteigt. Der Auftragswert des aktuellen Abrufes beläuft sich auf rund 200 Millionen Euro. Die neuen Züge werden ab Dezember 2011 von der DB Regio im Netz des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) betrieben.  (PM Bombardier)

Rechnungshof attackiert Bahn-Kontrolleure

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn und sein Vorsitzender Werner Müller geraten erneut ins Kreuzfeuer der Kritik. Der Bundesrechnungshof bescheinigt dem Kontrollgremium in einem brisanten Bericht, zu Zeiten des ehemaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn häufig nicht viel mehr als eine Abnick-Abteilung gewesen zu sein. „Das Gremium ist etwas flügellahm“, sagt selbst ein Aufsichtsratsmitglied heute selbstkritisch.
Womöglich wird der Bahnvorstand künftig schärfer kontrolliert. Die drei zuständigen Bundesministerien Verkehr, Finanzen und Wirtschaft haben bereits auf den Bericht reagiert und Stellung dazu genommen. Der Aufsichtsrat und sein Vorsitzender Werner Müller hatten den Konzernvorstand bislang eher an der langen Leine gehalten. Das hat sich unter anderem während des wochenlangen Lavierens des Kontrollgremiums bei der Aufklärung der Datenaffäre gezeigt. (PM mofair)

Sofortprogramm Seehafenhinterlandverkehr

Dr. Volker Kefer, Vorstand Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infrastruktur der DB
Dr. Volker Kefer, Vorstand Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infrastruktur der DB

Um die Infrastruktur der Hafenanbindungen nachhaltig zu optimieren, starteten Bahn und Bund 2008 das Sofortprogramm Seehafenhinterlandverkehr. Auch im zweiten Jahr nach dem Start können die Partner eine erfolgreiche Zwischenbilanz vorweisen, wobei bisher rund 85 Millionen Euro insbesondere in die Verkehrsknoten im Ruhrgebiet und Hamburg sowie im Umschlagbahnhof Kornwestheim und im Bereich Regensburg verausgabt wurden. „Trotz der momentanen wirtschaftlichen Gesamtlage machen es aktuell prognostizierte Mehrverkehre zwingend erforderlich, die Schienenanbindung der Häfen vorausschauend auszubauen, die Knoten zu öffnen und damit den Verkehrsfluss auf der Schiene insgesamt zu fördern“, erläutert der für die Infrastruktur zuständige Vorstand der Deutschen Bahn AG Dr. Volker Kefer. „Mit dem Sofortprogramm Seehafenhinterlandverkehr steht uns ein Instrument zur Verfügung, mit dem wir in relativ kurzer Zeit klare Kapazitätsverbesserungen erreichen können.“ (PM DB)