PriMa Express 15/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Infrastruktur: Sturzfluten zerstören sieben Regionalstrecken im Westen
  • Nahverkehr: Besserverdiener wenden sich vom ÖPNV ab
  • Lärmschutz: Bund will Lärmsanierung beschleunigen
  • Bahnpolitik: Bahnreform 3.0 ohne Bahnreform II?
  • Alternative Antriebe: BRB will Wasserstoffzug testen

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Offenes Digitales Testfeld Cottbus eröffnet

Die Verkehrswende braucht gute Forschung. Ein starkes System Schiene ist nur dann zu erreichen, wenn Forschungsergebnisse praktisch nutzbar gemacht werden.

Gemeinsam mit dem Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Guido Beermann, eröffnete Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, heute in Cottbus das „Offene Digitale Testfeld“ des Deutschen Zentrums für Schienenverkehrsforschung (DZSF) beim Eisenbahn-Bundesamt.

Zur Eröffnung des Testfeldes unterzeichnete Bundesminister Scheuer mit der Deutschen Bahn AG und dem Eisenbahn-Bundesamt ein Memorandum of Understanding, in dem die Grundzüge der zukünftigen Zusammenarbeit skizziert werden. Gezeigt wurde vor Ort ein Kühlcontainer als Demonstrator für das Testfeld, mit dem der Energiebedarf von Kühlcontainern auf der Schiene analysiert und die klimaneutrale Transportkette künftig ermöglicht werden soll.

Auf dem Offenen Digitalen Testfeld werden neue Technologien und Innovationen des Schienenverkehrs unter Realbedingungen erprobt. Insbesondere digitale Innovationen wie digitales Monitoring, innovative Antriebs- und Leittechnik und die Automatisierung von betrieblichen Abläufen stehen im Vordergrund. Ein spezieller Fokus liegt außerdem auf der Erprobung neuer Lärmschutzsysteme. Hierfür wird sukzessive das „LärmLab21“ aufgebaut. Die Zusammenarbeit von Industrie, Forschungseinrichtungen, Infrastrukturbetreibern, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Behörden bei der Entwicklung von innovativen Lösungen für den Schienenverkehr wird langfristig gefördert. Das DZSF arbeitet hierzu mit der Deutschen Bahn AG zusammen.

Das Offene Digitale Testfeld entsteht im Streckennetz zwischen Halle (Saale), Cottbus und Niesky und nutzt ca. 350 km Hauptstrecken der DB Netz AG in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen. Das 2019 als unabhängige, technisch-wissenschaftliche Ressortforschungseinrichtung des Bundes für den Verkehrsträger Schiene gegründete DZSF koordiniert die Forschungsaktivitäten auf dem Testfeld und nutzt es für die eigene Forschung.

Weitere Informationen zum Testfeld finden sich hier.

„Wir schaffen in der Lausitz eine einmalige Forschungsumgebung, in der heute erprobt wird, was morgen Standard ist: der digitalisierte, automatisierte Schienenverkehr. Dieses Mega-Testfeld ist ein weiterer positiver Beitrag für den Strukturwandel im Braunkohlerevier Lausitz. Denn die hier geleisteten Investitionen stärken sowohl die Region als auch die gesamte europäischen Bahnindustrie. So geht Klimaschutz – mit Innovation und Perspektive für die Menschen in den vom Wandel am stärksten betroffenen Regionen.“

Bundesverkehrminister Andreas Scheuer

„Mit dem innovativen Testfeld etabliert sich die Lausitz als Modellre-gion für modernste Schienentechnik und Schienenverkehrsforschung. Mitten im Strukturwandel bekommt die Region so die Chance, zu ei-nem Vorreiter für die Weiterentwicklung des klimafreundlichen Ver-kehrsmittels Bahn zu werden. Für Brandenburg ist das eine bedeuten-de Entwicklung, denn die Einrichtung des Testfelds trägt maßgeblich zur Sicherung von hochqualifizierten Fachkräften und dem Ausbau von Infrastrukturen im Verkehr, der Wissenschaft und der digitalen Netze in der Region bei.“

Landesminister Guido Beermann

„Mit der Eröffnung des Offenen Digitalen Testfeldes erreichen wir als DZSF einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserer noch jungen Historie. Im Testfeld wird nahezu die gesamte Bandbreite an eisen-bahnbetrieblichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen abge-deckt, so dass wir mit unserer Forschung nun noch mehr in die Praxis gehen können.“

Prof. Corinna Salander, Direktorin des DZSF

„Mit dem Memorandum of Understanding haben wir heute die Basis für ein hochmodernes Testfeld in Cottbus gelegt. Künftig können hier auf unserer Infrastruktur innovative Technologien unter Echtbedin-gungen getestet werden. Das bringt zusätzlichen Schub für neue Ent-wicklungen, die Digitalisierung und noch mehr attraktive Zugverbin-dungen. Von einem starken Streckennetz profitieren die Menschen, die Wirtschaft und die Umwelt nicht nur hier in der Region, sondern in unserem ganzen Land und in Europa.“

Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG
Aufnahme der Eröffnung des Testfeldes.

Quelle/Screenshot: BMVI

PriMa Express 14/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Personennahverkehr: Abellio begibt sich ins Schutzschirmverfahren
  • Güterverkehr:  Datendrehscheibe für mehr Transparenz im KV
  • Alternative Antriebe: Oberleitung bleibt Königsweg
  • Infrastruktur: Elektrifizierung Dresden-Görlitz wieder auf Eis
  • Bahnlärm: BMVI will dem Störfaktor Flachstellen nachgehen

Wir wünschen angenehme Lektüre und ein schönes Wochenende!

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PriMa Express 11/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Infrastruktur: Sonderwünsche für Lärmschutz gefährden Gesamtprojekt Alpha-E
  • Großbritannien: Weißbuch für eine zweite Bahnreform
  • Güterverkehr: Keine rückwirkende Trassenpreissenkung
  • Wartung: Finnische VR scannt Züge mit künstlicher Intelligenz
  • Fernverkehr: Kein höheres Corona-Risiko für Zugbegleiter

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PriMa Express 26/2020 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Flixtrain eröffnet neue Runde im Konflikt um DB-Eigenkapitalerhöhung
  • Verkehrspolitik: Debatte über Bahnrefom II vertagt
  • Schienengüterverkehr: Holpriger Start für Verbot lauter Wagen
  • Regionalverkehr: Gemischte Bilanz für Transdev-Ticketverkauf
  • Bahntechnik: Sensoren sollen dichtere Zugfolge ermöglichen

Wir wünschen angenehme Lektüre und Frohe Festtage!

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VPI: Papiertiger gefährdet Lärmerfolg

Mehr als 60.000 Wagen haben die privaten Güterwagenhalter in den vergangenen Jahren mit Flüsterbremsen ausgestattet. Ihre Flotten fahren pünktlich zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember komplett lärmreduziert auf Deutschlands Schienennetz.

„Die Umstellung der Flotten auf Flüsterbremsen war mit milliardenschweren Investitionen und großem organisatorischen Aufwand unserer Mitgliedsunternehmen verbunden. Wir sind stolz darauf, damit die von unseren Wagen ausgehende Lärmemission halbiert zu haben. Jetzt erwarten wir, dass diese Anstrengungen auch zu einem hörbaren Erfolg für die von Schienenlärm betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner geführt werden“, sagt Malte Lawrenz, Vorsitzender des Wagenhalterverbandes VPI.

Genau das sieht Lawrenz für das kommende Jahr gefährdet.   Aus den im Verband organisierten Unternehmen treffen aktuell Meldungen ein, dass erste Kunden prüfen, moderne leise Wagen abzumieten und stattdessen wieder mit alten lauten Wagen zu fahren. Seit der der Ankündigung des BMVI, die Missachtung des Schienenlärmschutzgesetzes 2021 nicht zu sanktionieren, könnte sich der Einsatz alter, preisgünstiger Wagen wieder lohnen, so die Kalkulation mancher Wagenmieter. „Das führt zu unnötig mehr Lärm auf der Schiene und zu einem Wettbewerbsnachteil für die Halter, die ihre Flotten gesetzeskonform zum diesjährigen Fahrplanwechsel umgerüstet haben“, kritisiert Lawrenz. Halter wie vom Schienenlärm Betroffene hätten zu Recht auf eine konsequente Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben ab 2021 vertraut.

Quelle: VPI; Foto: Deutsche Bahn AG/Pablo Castagnola

Schienenhilfe: „Übernehmt keine lauten Güterwagen aus dem Ausland!“

Die Deutsche Schienenhilfe bittet die Privaten Güterbahnen und die DB Cargo, ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember keine lauten Güterwagen mehr zu übernehmen. Das erklärte ihr Sprecher Jochen Zenthöfer.

Hintergrund ist die Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, das Fahren mit lauten Waggons erst ab Ende 2021 an zu sanktionieren – ein Jahr später als geplant. Damit werden die Sanktionen des Schienenlärmschutzgesetzes faktisch Makulatur. Nebenbei werden die deutschen Güterwagenhalter, die zu 99 Prozent auf leise Sohlen umgerüstet haben, für ihren Lärmschutz benachteiligt.

„Jetzt liegt es in der Hand der privaten Güterbahnen und der DB Cargo“, so Zenthöfer weiter: „Sie sind nicht verpflichtet, an den Landesgrenzen die ausländischen Güterwagen zu übernehmen. Wenn die Waggons noch mit lauten Graugussohlen unterwegs sind, sollten sie an der Grenze stehen bleiben. Die ausländischen Unternehmen hatten jahrelang Zeit, die Waggons umzurüsten. Jetzt darf nicht Corona als Ausrede benutzt werden!“ Eine Ausnahme sollte nur gemacht werden für Waggons, die medizinische
Materialien zur Pandemiebekämpfung transportieren. Diese sollten an den Grenzen übernommen werden, auch wenn sie noch laut sind.

„Jahrelang haben die Bürgerinnen im Rheintal, in Sachsen, im Inntal, an der Mosel, in Nordrhein- Westfalen und an vielen anderen Orten auf das Schienenlärmschutzgesetz gehofft. Jetzt liegt es in der Hand der Privaten Güterbahnen und der DB Cargo, ob diese Hoffnung wenige Tage vor Gesetzesbeginn stirbt“, so die Schienenhilfe. „Die deutschen Güterwagenunternehmen haben umgerüstet und an die lärmgeplagten Bürgerinnen gedacht. Bei aller Kritik, die wir gerne (und oft) äußern: Dafür danken wir!“

Quelle: Deutsche Schienenhilfe; Foto: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

PriMa Express 22/2020 erschienen

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Themen sind u.a.:
– InnoTrans findet erst 2022 statt
– Regionalisierungsmittel: Auch 2017 viel Geld nicht verwendet
– Lärmschutz: Förderrichtline IaTPS bis Mitte 2021 verlänger
– Kombinierter Verkehr: Neuer Gliedertaschenwagen
– Bahindustrie: Sorge wegen Auftragseinbruch im Ausland
– VDV: Trassenpreise auch auf NE-Strecken fördern

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Pssst!

Über 70 Millionen Euro investieren Bund, Länder und Deutsche Bahn in den Lärmschutz im Mittelrheintal. Nach der Unterzeichnung von separaten Finanzierungsvereinbarungen zwischen den Beteiligten ist nun auch formal der Weg frei gemacht worden.

 

Güterzug im Mittelrheintal (Foto: DB AG)
Güterzug im Mittelrheintal (Foto: DB AG)

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„Leiseres Mittelrheintal“: 63 Mio. Euro für lärmmindernde Maßnahmen

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI), die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Deutsche Bahn unterzeichneten bei der Sitzung des Beirates „Leiseres Mittelrheintal“ in Lahnstein eine gemeinsame Absichtserklärung zur Finanzierung von zusätzlichen lärmmindernden Maßnahmen im Mittelrheintal. Insgesamt rund 50 Maßnahmen sollen den Schienenverkehrslärm weiter reduzieren, darunter auch Schienenstegdämpfer und Lärmschutzwände. Die Planungs- und Baukosten belaufen sich auf knapp 63 Mio. Euro.

 

Güterzug im Mittelrheintal. (Foto: DB AG)
Güterzug im Mittelrheintal. (Foto: DB AG)