DIE GÜTERBAHNEN nehmen weiter Fahrt auf

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen hat heute in Berlin das Bündnis DIE GÜTERBAHNEN vorgestellt. Gut 20 Jahre nach Gründung des Verbands und einer beispiellosen Erfolgsgeschichte der privaten Güterbahnen wollen die fast 100 Mitglieder mit einem starken Signal das 25 %-Ziel der Bundesregierung als ihre Mission vorantreiben und die dafür notwendigen Maßnahmen stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen. Unterstützung signalisieren Bund und Länder.

DIE GÜTERBAHNEN starteten heute selbstbewusst: Ein Marktanteil der Schiene im Güterverkehr von 25 % im Jahr 2030 oder umgerechnet etwa 210 Milliarden Tonnenkilometer Verkehrsleistung sind für DIE GÜTERBAHNEN leistbar. „Wir wollen das und noch wichtiger: Wir können das. DIE GÜTERBAHNEN brennen darauf, für dieses Ziel und noch mehr ihre geballte Zugkraft aufzubringen und mit klimafreundlichem Güterverkehr auf der Schiene die Verkehrswende zu meistern. Wir hoffen, mit unserem neuen Bündnis die Politik als unseren Partner, der mit den richtigen Rahmenbedingungen seine Ziele verfolgt, zu gewinnen. Denn wer schwimmen will, muss auch nass werden wollen“, sagte Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des NEE, heute auf der ersten Veranstaltung der GÜTERBAHNEN in Berlin.

Der Schienengüterverkehrs-Markt war in den vergangenen Jahren sehr dynamisch und schon heute werden annähernd 60 % der Leistung von den privaten Güterbahnen erbracht. Dies spricht für einen selbstbewussten neuen Auftritt der Branche in der Öffentlichkeit. Zu diesem Zweck hat das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen heute in Berlin sein neues Bündnis DIE GÜTERBAHNEN vorgestellt. Der Clou: Das Bündnis sieht sich als Marktführer und will mit einem starken neuen Auftritt mit Politik und Öffentlichkeit stärker ins Gespräch kommen. „Wer mit umweltfreundlichem Transport das Klima schützen will, kommt an uns nicht vorbei. Innovativ und flexibel haben DIE GÜTERBAHNEN in den letzten Jahren den Schienengüterverkehr getragen. Unsere Botschaft an die Politik: Lasst uns gemeinsam erfolgreich sein“, so Kerkeling.

Es geht um neue Dimensionen. Eine Leistung im Schienengüterverkehr von 210 Milliarden Tonnenkilometern muss 2030 mindestens erbracht werden, wenn das politische Ziel erreicht werden soll, 2030 ein Viertel des gesamten Güterverkehrs klimafreundlich auf der Schiene zu transportieren. Das sind fast 60 % mehr als zuletzt. Kerkeling ergänzte: „Eine ambitionierte und europäisch angelegte Verkehrsverlagerungspolitik kann Straßen und Umwelt über 2030 hinaus sogar noch stärker entlasten. Die Güterbahnen halten bis 2035 eine Verkehrsleistung von mehr als 260 Milliarden Tonnenkilometer für erreichbar.“

Unterstützung signalisierten den GÜTERBAHNEN heute in Berlin die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Susanne Henckel, und die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz und Bremer Verkehrssenatorin Dr. Maike Schaefer. „DIE GÜTERBAHNEN beweisen mit ihrem neuen Bündnis, wie wir gemeinsam mehr Güter auf die Schiene bringen. Zusammen werden wir die Verkehrswende meistern und den Klimaschutz in unserem Land weiter vorantreiben“, begrüßte Henckel die Initiative. „Es ist unbedingt notwendig, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Das ist ein ganz wichtiger Baustein innerhalb der Verkehrswende und damit unserer Anstrengungen, der Klimakrise etwas entgegenzusetzen. Wir brauchen DIE GÜTERBAHNEN – auch zur Anbindung unserer wichtigen Seehäfen“, fügte Verkehrssenatorin Dr. Schaefer hinzu.

Mit einer frisch mit dem GÜTERBAHNEN-Logo folierten Lok wurden die beiden Politikerinnen zum Veranstaltungsort gebracht und konnten für eine dreiviertel Stunde die Welt aus der Perspektive der Praktiker:innen systemrelevanter Verkehre auf dem Lokführerstand betrachten. Auf der Veranstaltung signalisierten DIE GÜTERBAHNEN und die zahlreich anwesenden Mitglieder ihre Leistungsfähigkeit, die politischen Ziele als Bündnis gemeinsam umzusetzen. „Es ist leicht: Wer das Klima schützen will, braucht schnell mehr Eisenbahn für den Gütertransport. Wer Gütertransport will, braucht DIE GÜTERBAHNEN. Von der deutschen und europäischen Politik erwarten wir nun, den Ball aufzugreifen und die Rahmenbedingungen und die Schieneninfrastruktur zielgerichtet neu zu gestalten, so dass die Unternehmen ihre Versprechen einlösen können. Packen wir es an“, so der leidenschaftliche Appell von Kerkeling und den vier Botschafter:innen der Mitglieder der GÜTERBAHNEN, die auf der Veranstaltung stellvertretend für alle Unternehmen des Schienengüterverkehrs gesprochen haben.

DIE GÜTERBAHNEN haben ein neues, moderneres Corporate Design. Die Farben verbinden DIE GÜTERBAHNEN und das NEE als Träger miteinander. Zum Logo, das einen fahrenden Güterzug zeigt, gehört der bereits seit 2019 eingesetzte Claim „Weil Gut auf der Schiene besser ist“. Eine Animation [Link] veranschaulicht die Idee des Logos, zu dem ein auditives Signal gehört, das den GÜTERBAHNEN auch akustisch einen neuen Wiedererkennungswert verleiht. Auf Social Media (Twitter, Instagram und LinkedIn) sind DIE GÜTERBAHNEN ebenfalls vertreten (@DIEGÜTERBAHNEN). Die Domain www.die-gueterbahnen.com führt auf den gleichen, modernisierten Auftritt wie netzwerk-bahnen.de.

CargoBeamer mit eigener Waggonproduktion

CargoBeamer, der europaweit führende Logistikdienstleister für den intermodalen Transport nicht-kranbarer Sattelauflieger, steigt in die Fertigung von Güterwagen ein. In Erfurt in Mitteldeutschland wird das Unternehmen im Laufe des Jahres ein Werk für die Produktion der proprietären CargoBeamer-Waggons in Betrieb nehmen.

In einem bestehenden Werksgelände, welches im 20. Jahrhundert zur Lokomotivherstellung genutzt wurde, wird künftig die Endmontage der Güterwagen stattfinden. Nach einer kurzen Hochlaufphase werden ab Anfang 2023 rund 500 Waggoneinheiten jährlich produziert.

Bis zum Beginn der Fertigungsarbeiten wird das 3000 Quadratmeter umfassende Werk modernisiert, wobei das Dach energieeffizient renoviert und ein bestehender Gleisanschluss reaktiviert wird. Zunächst werden in Erfurt rund 15 Mitarbeitende beschäftigt, wobei die Belegschaft mittelfristig auf mehr als 50 Personen anwachsen soll.

Bei den unternehmenseigenen Waggons handelt es sich um Güterwagen, welche eigens für den intermodalen Transport von Sattelaufliegern aller Bauarten und weiterer Ladeeinheiten auf der Schiene konstruiert sind. Jeder Wagen verfügt über einen aufliegenden Waggonaufsatz, welcher die horizontale, parallele und automatisierte Be- und Entladung jeglicher Ladeeinheiten in einem CargoBeamer-Terminal ermöglicht.

Während für den Kunden keine Umbauten an den Aufliegern nötig sind, ermöglicht ein Transport auf der Schiene eine Verringerung der CO2-Emissionen von etwa 80% gegenüber der Straße. Zudem können dank des kranbaren Waggonaufsatzes CargoBeamer-Züge auch in konventionellen Kranterminals umgeschlagen werden, wobei der Waggonaufsatz mitsamt Ladeeinheit auf den Zug gehoben wird.

Philipp Aubert, Geschäftsführer der CargoBeamer Rolling Stock GmbH, erklärt: „Für die Erreichung unserer hoch gesteckten Wachstumsziele ist die Anzahl der Waggons – neben einem engen Netz aus Routen und Terminals – der entscheidende Indikator, um mehr Transporte auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern. Wir haben in den vergangenen Monaten festgestellt, dassdie verfügbaren Produktionskapazitäten für Güterwagen in Europa für unsereVorhaben nicht mehr ausreichen und uns daher entschlossen, die Endmontage unserer Waggons künftig selbst vorzunehmen. Für CargoBeamer ist es für den Hintergrund schnellen internationalen Wachstums mit europaweit verteilten Standorten und Mitarbeitenden eine besondere Freude, Teile der Waggonproduktion zurück nach Deutschland zu holen und mit der Eröffnung eines Werks in Erfurt auch die regionale Wirtschaftskraft in Mitteldeutschland zu stärken. Gleichzeig erweitern wir durch eine eigene Fertigungslinie unser Know-how, können Marktschwankungen und Kapazitätsengpässen im Produktionssektor aktiv entgegenwirken und damit die Erreichung unserer Wachstumsziele für die kommenden Jahre sicherstellen.“

RheinCargo übernimmt Werksbahn

Der Logistikdienstleister RheinCargo und der Kunststoff- und Chemiekonzern Lyondellbasell haben sich auf eine langfristige Zusammenarbeit am Standort Münchsmünster in Bayern verständigt. RheinCargo konnte die Ausschreibung für die Übernahme der dortigen Werksbahn gewinnen. Damit wächst der RheinCargo-Bereich „Werks- und Industriebahnen“ weiter an.

Auf dem etwa zehn Kilometer langen Gleisnetz rund um das Werk zur Herstellung von hochdichtem Polyethylen wird seit Beginn des Jahres 2022 von RheinCargo der Rangierbetrieb mit zwei Lokomotiven an sieben Tagen in der Woche abgewickelt. „Herausfordernd war zunächst, kurzfristig das erforderliche Personal zu rekrutieren. Das ist uns gut gelungen, so dass wir alle logistischen Dienstleistungen in der von uns gewohnten Qualität abliefern können“, erklärt RC-Bereichsleiter Peter Jacobs, der vor Ort auch die Position des Eisenbahnbetriebsleiters über-nommen hat.

„Die erneute Zusammenarbeit mit einem Weltkonzern zeigt, wie geschätzt die Produkte von RheinCargo sind. Wir sind optimistisch, dass wir in der Region weitere Projekte entwickeln können“, freut sich Wolfgang Birlin, für den Eisenbahnbereich zuständiger Geschäftsführer der RheinCargo.

Quelle/Foto: RheinCargo

Luksic: Logisitkbranche leidet unter Krieg

Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland haben massive Auswirkungen auf die Transport- und Logistikbranche in Deutschland. Darauf wies der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, Oliver Luksic (FDP), am Mittwoch vor dem Verkehrsausschuss hin. Die Lage für die Branche sei gefährlich, sagte Luksic. Die Bundesregierung stehe in einem engen Dialog mit der Branche, um kurzfristige und mittelfristige Lösungen zu finden. Luksic informierte den Ausschuss über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf den Verkehrssektor insgesamt und stellte sich den Fragen der Abgeordneten.

Die Transport- und Logistikbranche sei zum einen stark durch die gestiegenen Kraftstoffpreise betroffen, führte Luksic aus. Derzeit seien viele Fahrten ein Minusgeschäft, da die gestiegenen Preise noch nicht in den laufenden Verträgen abgebildet seien. Zum anderen sei bereits jetzt ein Mangel an Lkw-Fahrern zu beobachten, da viele der in Deutschland beschäftigten Fahrer aus der Ukraine, Weißrussland und Russland stammten. Die Situation könne sich weiter verschärfen, wenn Polen verstärkt Reservisten einberufen sollte. Dann könne weiteres Personal ausfallen, sagte Luksic. Insgesamt sei Warenverkehr zwischen der Europäischen Union und den Ländern Asiens durch die Sperrung des russischen Luftraums und die Unterbrechung des Schienenverkehrs belastet. Die Versorgung von Supermärkten mit Lebensmitteln sei derzeit aber gesichert.

Die Sanktionen gegen Russland treffen den Verkehrssektor in Deutschland nach den Ausführungen Luksic aber auch in anderen Bereichen. So sei die Automobilindustrie beispielsweise durch die längeren Lieferwege für Chips von den asiatischen Märkten betroffen. Zudem sei die Ukraine ein wichtiger Zulieferer von Kabelbäumen. Russland sei wiederum ein wichtiger Zulieferer von Stahl und Bitumen. Dies habe Auswirkungen auf die dringende Sanierung von Brücken in Deutschland.

Übereinstimmend lobten und dankten die Abgeordneten aller Fraktionen sowie Luksic der Arbeit der Deutschen Bahn und der zivilen Hilfsorganisationen beim Transport von Flüchtlingen und von Hilfsgütern. Die Bahn setze Sonderzüge zur Beförderung von Flüchtlingen von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Deutschland ein, führte Luksic aus. Zudem sei die Beförderung von ukrainischen Flüchtlingen in den Zügen der Deutschen Bahn kostenfrei.

Quelle: Deutscher Bundestag; Foto: Pixabay.com/Joa70

Krieg in Europa: Die Schiene hilft

Zum Schrecken des gesamten Kontinents ist der Krieg zurück in Europa. Entrüstung und Solidarität überfluten die Medien. Derweil leistet die Schiene einen Kraftakt: Evakuierungen unter Beschuss, die Verteilung der Millionen Menschen im sicheren Westen, Transport von humanitären Hilfsgütern und nicht zu letzt auch die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Lieferketten findet per Bahn statt.

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Michael Theurer ist neuer Schienen-Beauftragter

Das Bundeskabinett hat heute der von Bundesminister Volker Wissing vorgeschlagenen Ernennung des Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr sowie des Koordinators der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik zugestimmt.

Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ist neuer Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr. Der Beauftragte ist u.a. für die Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts für die Schiene zuständig. Er ist Schnittstelle für die Abstimmung mit den Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung und soll sich innerhalb und außerhalb der Bundesregierung für die Belange des Schienenverkehrs einsetzen.

„Das Amt des Schienenverkehrsbeauftragten der Bundesregierung ist für mich Verpflichtung und Ehre zugleich. Ich möchte damit einen Beitrag zur Verwirklichung der ambitionierten Ziele des Koalitionsvertrages in der Bahnpolitik als Kernelement einer klimaschonenden Mobilität leisten. Mit dem Zukunftsbündnis Schiene werde ich zeitnah die schnelle Umsetzung der Maßnahmen des Masterplans Schienenverkehr erörtern. Kapazität, Qualität und Kundenorientierung sind die Schlüsselelemente für einen attraktiveren Schienenverkehr. Die Umsetzung des Deutschlandtakts und ein darauf basierendes Programm zur schnellen Kapazitätserweiterung sind dafür die entscheidenden Instrumente. Die Potenziale der Digitalisierung von Bahnbetrieb und Infrastruktur wollen wir dazu zügig nutzen. Gleichzeitig werde ich auch darauf achten, dass effizientere und transparentere Strukturen der DB AG die richtige Balance zwischen gemeinwirtschaftlich orientierter Infrastruktur und wettbewerblichen Verkehrsangeboten schaffen, damit wir alle noch größeren Nutzen aus der Schiene ziehen können.“

Michael Theurer

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ist neuer Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik. Der Koordinator ist zentraler Ansprechpartner der Bundesregierung für die deutsche Logistikbranche und setzt sich für deren Belange ein.

„Eine leistungsstarke Logistik ist sowohl Rückgrat unserer Wirtschaft als auch Grundlage der Versorgungssicherheit. Das trifft gerade auf Deutschland als Exportnation im Herzen Europas zu. Gemeinsam mit der gesamten Branche werde ich mich daher für eine moderne, wettbewerbsfähige Transportwirtschaft einsetzen. Mein Ziel ist, Digitalisierung und Intermodalität der Logistik voranzubringen. Zudem setze ich auf eine Politik, die Klimaschutz, technische Innovation und wirtschaftlichen Erfolg verbindet.“

Oliver Luksic

Die Personalien wurden heute im Kabinett bestätigt.

Bundesminister Volker Wissing hat darüber hinaus im Bundesministerium für Digitales und Verkehr erstmals eine Beauftragte für Ladesäuleninfrastruktur eingesetzt. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr Daniela Kluckert soll den Ausbau der Ladeinfrastruktur im BMDV koordinieren und prioritär vorantreiben.

„Die Zukunft des Individualverkehrs liegt in der Elektromobilität. Um die Menschen von der Attraktivität der Elektromobilität zu überzeugen, muss das Laden von E-Autos einfacher und schneller werden – so wie bei herkömmlichen Verbrennern muss das Tanken in kurzer Zeit flächendeckend, überall und barrierefrei möglich sein. Hier müssen und wollen wir vorankommen – um die eigenen Klimaschutzziele zu erreichen und damit unsere Unternehmen einen starken Heimatmarkt haben. Nur so bleiben wir Mobilitätsweltmeister und nur so können wir bezahlbare Mobilität für alle auch zukünftig sichern. Dafür möchte ich mich mit voller Kraft einsetzen.“

Daniela Kluckert

Quelle: BMDV; Fotos: Michael Theurer/Laurence Chaperon, Oliver Luksic, Daniela Kluckert

CargoBeamer fügt neue Route hinzu

Der Logistikdienstleister CargoBeamer nimmt eine neue Verkehrsverbindung in sein Programm auf. Zwischen Calais in Frankreich und Domodossola in Italien werden ab dem 04. Oktober wöchentlich vier Rundläufe angeboten. Ab Dezember erhöht sich die Frequenz auf sechs Fahrten pro Woche in beide Richtungen, womit auf der Strecke in Summe täglich mindestens ein Zug verkehrt. Wie auf allen Routen von CargoBeamer können sowohl kranbare als auch nicht kranbare Sattelauflieger sowie Container, Gefahrgut, P400-, Kühl- und Siloaufliegerklimaschonend über die Schiene transportiert werden. Insgesamt ist es die dritte neue Relation, welche das Unternehmenseit Jahresanfang zum eigenen Routennetzwerk hinzufügt.

Zweite Verbindung für Terminal in Calais
In Calais hat CargoBeamer im Juni das erste Terminal eröffnet, welches vollständig auf die unternehmenseigene CargoBeamer-Technologie verfügt. Hierbei werden Sattelauflieger horizontal und parallel verladen, wobei ein gesamter intermodaler Zug vollautomatisiert und binnen 20 Minuten umgeschlagen werden kann. Zusätzlich zur im Juli hinzugefügten innerfranzösischen Relation zwischen Calais und Perpignan wird nun mit der Verbindung nach Domodossola die erste internationale Route ins Portfolio des Standortsaufgenommen.

Matthias Schadler, Geschäftsführer der CargoBeamer intermodal operations GmbH, erklärt: „Wir bei CargoBeamer freuen uns sehr, unseren Kunden ab Oktober eine weitere Relation zwischen zwei hochattraktiven Logistikstandorten anbieten zu können. Rund um das kürzlich eröffnete Terminal in Calais bauen wir unser Angebot an Streckenverbindungen kontinuierlich aus, wofür die Aufnahme einer Route nach Domodossola von Beginn an eine feste Rolle inden Planungen gespielt hat. Gleichzeitig werden wir unser gesamtes Strecken- und Terminalnetz in den kommenden Jahren noch deutlich erweitern, um bald in ganz Europa Güter umweltfreundlich mit CargoBeamer-Zügen zu transportieren.“

Quelle/Foto: CargoBeamer AG

Ermewa und ORLEN Unipetrol bauen Kooperation aus

Die ORLEN Unipetrol Group investiert in die Modernisierung seines Schienentransports: Das Petrochemie-Unternehmen hat bei Wagenhalter Ermewa 81 neue LPG Safety ++ Kesselwagen angemietet. Mitte des Jahres ist die letzte Tranche der Lieferung bei ORLEN Unipetrol Doprava in Litvinov eingetroffen und jetzt im Einsatz für den Flüssiggastransport in Osteuropa. Die Kooperation umfasst auch die regelmäßige betriebliche Wartung durch Ermewa.

„Ich freue mich, dass der Vertrag mit Ermewa zur Modernisierung der Flotte unserer Tochtergesellschaft ORLEN Unipetrol Doprava für nationale und internationale Transporte beiträgt“, sagt Ryszard Pilch, Vorstandsmitglied der ORLEN Unipetrol Group und verantwortlich für Logistik und Transport von Kraftstoffen und Produkten. „Die neuen Kesselwagen aus Feinkornstahl erfüllen alle Sicherheitsstandards und -anforderungen und ermöglichen uns den Transport größerer Frachtmengen in einem Zug, was die Transporteffizienz erhöht“, betont Pilch. Mit der Unterzeichnung der Leasingverträge haben die beiden Unternehmen ihre bewährte Zusammenarbeit weiter gefestigt. ORLEN Unipetrol fährt seit 26 Jahren mit Wagenmaterial von Ermewa.

Der gemeinsam von Ermewa und dem polnischen Waggonbauer Chemet neu konzipierte LPG Safety++ bringt eine Vielzahl modernster Sicherheitsfeatures und ein zukunftsoffenes technisches Design aufs Gleis. Highlights der Ausstattung sind unter anderem das leichte Drehgestell mit integrierter Kompakt-Bremse, ein besonders widerstandsfähiges Schutzschild und das eingesetzte Steuerventil „KEf“ von Knorr-Bremse mit vorgefertigten Schnittstellen für Telematik-Sensoren zur Bremsüberwachung. Das reduzierte Eigengewicht des 117 m3 -Wagens erlaubt eine erhöhte Zuladung und verbessert die Wirtschaftlichkeit im täglichen Einsatz.

„Unser neuer LPG Safety ++ entwickelt sich zu einem Erfolgsmodell,“ freut sich Cyrille Guyon, Regional General Manager Eastern Europe von Ermewa. Die Nachfrage nach den neuen Wagen in Polen, Italien und anderen europäischen Ländern ist groß. Ermewa hat deshalb zu den bereits 2020 in Auftrag gegeben 240 Wagen jetzt weitere 150 Wagen bei Waggonbauer Chemet geordert.

ORLEN Unipetrol Group
Die ORLEN Unipetrol Group ist das größte Raffinerie- und Petrochemieunternehmen in der Tschechischen Republik. Sie konzentriert sich auf die Rohölverarbeitung sowie auf die Produktion, den Vertrieb und den Verkauf von Fahrzeugkraftstoffen und petrochemischen Produkten, insbesondere Kunststoffe und Düngemittel. ORLEN Unipetrol beschäftigt derzeit mehr als 4.800 Mitarbeiter. Im Jahr 2005 wurde ORLEN Unipetrol ein Mitglied der ORLEN Group, dem größten Rohölverarbeiter in Mitteleuropa.

Ermewa SA
Ermewa SA ist ein führendes europäisches Unternehmen in der Vermietung von Schienenfahrzeugen mit aktuell 40.000 Waggons und einer breiten Palette von mehr als120 verschiedene Waggontypen. Mit seinem Netzwerk von mehr als 220 Experten in 17 europäischen Niederlassungen bietet Ermewa Industrieunternehmen, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Spediteuren verlässlichen Rundum-Service. Ermewa SA ist Teil der Ermewa Group, zu der auch Eurotainer sowie Raffles Lease und Demi gehören, die Verwaltung und Vermietung von ISO-Tankcontainern an Unternehmen anbieten. Die INVEHO-Werkstätten runden das Portfolio der Ermewa Group ab. Ihr Leistungsspektrum umfasst den Bau, die Wartung und Reparatur von Schienenfahrzeugen.

Quelle/Foto: Ermewa

Cargobeamer erweitert Routennetzwerk

Der Leipziger Logistikdienstleister Cargobeamer bringt zwei neue Routen an den Start. Ab Juni können Kunden auf den intermodalen Verbindungen zwischen Duisburg und Poznan sowie Calais und Perpignan Sattelauflieger umweltfreundlich über die Schiene transportieren lassen. Die bestehende Route des Unternehmens zwischen Kaldenkirchen und Domodossola bleibt davon unberührt und wird weiterhin in der bekannten Frequenz betrieben.

Drei Rundläufe pro Woche wird es künftig zwischen dem Duisburger Hafen in Nordrhein-Westfalen und dem polnischen Poznan geben. Betrieben wird die Route gemeinsam mit der Duisport-Gruppe, mit welcher Cargobeamer jüngst eine strategische Partnerschaft vereinbart hatte. Starttermin für die ersten Züge ist Anfang Juni. Neben gängigen Sattelauflieger-Arten könnenauch P400-Trailer, Container, Silo-Auflieger, Kühltrailer oder Gefahrgut transportiert werden.

Startdesersten Cargobeamer-Terminals in Calais
Als zweite neue Verbindung des KV-Unternehmens kommt die Strecke zwischen Calais und Perpignan in Frankreich hinzu. Damit stellt die Route den Start des ersten vollumfänglichen Cargobeamer-Terminals am Markt dar, welches gegenwärtig in Calais kurz vor der Vollendung steht. Mittelfristig soll der Standort in Nordfrankreich zu eineminternationalen Logistik-Hub heranreifen, um als Knotenpunkt die intermodalen Verkehre zwischen den britischen Inseln sowie Süd- und Osteuropa zu verbinden. Angeboten wird die innerfranzösische Route ab dem 14. Juni, zunächst mit zwei wöchentlichen Rundläufen. Ab 05. Juli wird die Frequenz auf vier Rundläufe pro Woche angehoben.

„Die neuen Verbindungen zwischen Duisburg und Poznan sowie Calais und Perpignan sind unser nächsterwichtiger Schritt hin zu dem europaweiten Netzwerk an intermodalen Cargobeamer-Zügen, an dem wir seit Jahren arbeiten. Gemeinsam mit unserem Partner Duisport freuen wir uns sehr, von Duisburg aus erstmals den osteuropäischen Markt zu adressieren. Diesen wollen wir in Zukunft noch stärker ins Auge fassen“, erläutert Nicolas Albrecht, Chief Business Development Officer und Teil des dreiköpfigen Vorstandsteams bei Cargobeamer. „Zudem legen wir mit der Route Calais – Perpignan den Grundstein für die innerfranzösische Verkehre zwischen Ärmelkanal und Mittelmeer sowie auf die iberische Halbinsel. Gleichzeitig blicken wir sehr gespannt auf unser erstes vollumfängliches Terminal in Calais, mit welchem Cargobeamer der Transportwelt die Vorzüge seiner Technologie amregulären Markt präsentieren wird. Mittelfristig werden wir hier zwischen sechs und zwölf Zugpaare pro Tag in Rekordzeit umschlagen können, ein Meilenstein auf dem Weg hin zu mehr umweltfreundlichen Gütertransporten über die Schiene.“

Quelle/Foto: CargoBeamer

VPI: Vorsitzender Malte Lawrenz im Amt bestätigt

Die Delegierten der digitalen Mitgliederversammlung des Verbandes der Güterwagenhalter in Deutschland e.V. bestätigten einstimmig Malte Lawrenz für weitere drei Jahre im Amt des Vorsitzenden. „Ich freue mich, den Verband in einer Zeit zu führen, in der der Sektor allseits politischen Rückenwind spürt. Wir werden weiter engagiert daran arbeiten, Innovation und Effizienz auf die Schiene zu bringen“, sagte Malte Lawrenz vor den Delegierten. Im Fokus stünde, Projekte wie die Digitale Automatische Kupplung mit Nachdruck voranzutreiben, so Lawrenz. Aber auch mit Serviceangeboten wie dem VPI European Maintenance Guide und seinem Modul zum Datenaustausch zwischen Wagenhaltern und Werkstätten wolle der Verband die Digitalisierung der Instandhaltungsaufgaben europaweit forcieren. „Politische Interessenvertretung und gute Serviceleistungen für unsere Mitgliedsunternehmen bleiben auch künftig die beiden Säulen des Verbandes“, unterstrich Lawrenz.

Ebenfalls zur Wahl standen auf der Mitgliederversammlung die 16 Mitglieder des Beirats des VPI. Jürgen Hüllen, ehemals VTG AG und heute als Berater tätig, scheidet turnusgemäß aus dem Gremium aus. Die Delegierten bestätigten anschließend den Beirat in seiner aktuellen Zusammensetzung, der nun 15 Mitglieder sowie fünf ständige Gäste umfasst. Hüllen beendet damit seine über 20 Jahre währende aktive Zeit im VPI, dem er von 2003 bis 2012 vorstand. Er prägte in diesen Jahren die Entwicklung des Verbandes entscheidend mit. In seine Amtszeit als Vorsitzender fiel unter anderem der Aufbau und die Entwicklung des VPI Instandhaltungsleitfadens, der zum europäischen Standard für hochwertige Instandhaltung avanciert ist. Hüllen wird sich weiter im Technischen Innovationskreis Schienengüterverkehr TIS, der Practice Group des Sektors, engagieren.

Infos zur Zusammensetzung des Beirats finden Sie im aktuellen Jahresbericht 2020/21.

Quelle/Foto: VPI