Michael Theurer ist neuer Schienen-Beauftragter

Das Bundeskabinett hat heute der von Bundesminister Volker Wissing vorgeschlagenen Ernennung des Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr sowie des Koordinators der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik zugestimmt.

Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ist neuer Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr. Der Beauftragte ist u.a. für die Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts für die Schiene zuständig. Er ist Schnittstelle für die Abstimmung mit den Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung und soll sich innerhalb und außerhalb der Bundesregierung für die Belange des Schienenverkehrs einsetzen.

„Das Amt des Schienenverkehrsbeauftragten der Bundesregierung ist für mich Verpflichtung und Ehre zugleich. Ich möchte damit einen Beitrag zur Verwirklichung der ambitionierten Ziele des Koalitionsvertrages in der Bahnpolitik als Kernelement einer klimaschonenden Mobilität leisten. Mit dem Zukunftsbündnis Schiene werde ich zeitnah die schnelle Umsetzung der Maßnahmen des Masterplans Schienenverkehr erörtern. Kapazität, Qualität und Kundenorientierung sind die Schlüsselelemente für einen attraktiveren Schienenverkehr. Die Umsetzung des Deutschlandtakts und ein darauf basierendes Programm zur schnellen Kapazitätserweiterung sind dafür die entscheidenden Instrumente. Die Potenziale der Digitalisierung von Bahnbetrieb und Infrastruktur wollen wir dazu zügig nutzen. Gleichzeitig werde ich auch darauf achten, dass effizientere und transparentere Strukturen der DB AG die richtige Balance zwischen gemeinwirtschaftlich orientierter Infrastruktur und wettbewerblichen Verkehrsangeboten schaffen, damit wir alle noch größeren Nutzen aus der Schiene ziehen können.“

Michael Theurer

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ist neuer Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik. Der Koordinator ist zentraler Ansprechpartner der Bundesregierung für die deutsche Logistikbranche und setzt sich für deren Belange ein.

„Eine leistungsstarke Logistik ist sowohl Rückgrat unserer Wirtschaft als auch Grundlage der Versorgungssicherheit. Das trifft gerade auf Deutschland als Exportnation im Herzen Europas zu. Gemeinsam mit der gesamten Branche werde ich mich daher für eine moderne, wettbewerbsfähige Transportwirtschaft einsetzen. Mein Ziel ist, Digitalisierung und Intermodalität der Logistik voranzubringen. Zudem setze ich auf eine Politik, die Klimaschutz, technische Innovation und wirtschaftlichen Erfolg verbindet.“

Oliver Luksic

Die Personalien wurden heute im Kabinett bestätigt.

Bundesminister Volker Wissing hat darüber hinaus im Bundesministerium für Digitales und Verkehr erstmals eine Beauftragte für Ladesäuleninfrastruktur eingesetzt. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr Daniela Kluckert soll den Ausbau der Ladeinfrastruktur im BMDV koordinieren und prioritär vorantreiben.

„Die Zukunft des Individualverkehrs liegt in der Elektromobilität. Um die Menschen von der Attraktivität der Elektromobilität zu überzeugen, muss das Laden von E-Autos einfacher und schneller werden – so wie bei herkömmlichen Verbrennern muss das Tanken in kurzer Zeit flächendeckend, überall und barrierefrei möglich sein. Hier müssen und wollen wir vorankommen – um die eigenen Klimaschutzziele zu erreichen und damit unsere Unternehmen einen starken Heimatmarkt haben. Nur so bleiben wir Mobilitätsweltmeister und nur so können wir bezahlbare Mobilität für alle auch zukünftig sichern. Dafür möchte ich mich mit voller Kraft einsetzen.“

Daniela Kluckert

Quelle: BMDV; Fotos: Michael Theurer/Laurence Chaperon, Oliver Luksic, Daniela Kluckert

CargoBeamer fügt neue Route hinzu

Der Logistikdienstleister CargoBeamer nimmt eine neue Verkehrsverbindung in sein Programm auf. Zwischen Calais in Frankreich und Domodossola in Italien werden ab dem 04. Oktober wöchentlich vier Rundläufe angeboten. Ab Dezember erhöht sich die Frequenz auf sechs Fahrten pro Woche in beide Richtungen, womit auf der Strecke in Summe täglich mindestens ein Zug verkehrt. Wie auf allen Routen von CargoBeamer können sowohl kranbare als auch nicht kranbare Sattelauflieger sowie Container, Gefahrgut, P400-, Kühl- und Siloaufliegerklimaschonend über die Schiene transportiert werden. Insgesamt ist es die dritte neue Relation, welche das Unternehmenseit Jahresanfang zum eigenen Routennetzwerk hinzufügt.

Zweite Verbindung für Terminal in Calais
In Calais hat CargoBeamer im Juni das erste Terminal eröffnet, welches vollständig auf die unternehmenseigene CargoBeamer-Technologie verfügt. Hierbei werden Sattelauflieger horizontal und parallel verladen, wobei ein gesamter intermodaler Zug vollautomatisiert und binnen 20 Minuten umgeschlagen werden kann. Zusätzlich zur im Juli hinzugefügten innerfranzösischen Relation zwischen Calais und Perpignan wird nun mit der Verbindung nach Domodossola die erste internationale Route ins Portfolio des Standortsaufgenommen.

Matthias Schadler, Geschäftsführer der CargoBeamer intermodal operations GmbH, erklärt: „Wir bei CargoBeamer freuen uns sehr, unseren Kunden ab Oktober eine weitere Relation zwischen zwei hochattraktiven Logistikstandorten anbieten zu können. Rund um das kürzlich eröffnete Terminal in Calais bauen wir unser Angebot an Streckenverbindungen kontinuierlich aus, wofür die Aufnahme einer Route nach Domodossola von Beginn an eine feste Rolle inden Planungen gespielt hat. Gleichzeitig werden wir unser gesamtes Strecken- und Terminalnetz in den kommenden Jahren noch deutlich erweitern, um bald in ganz Europa Güter umweltfreundlich mit CargoBeamer-Zügen zu transportieren.“

Quelle/Foto: CargoBeamer AG

Ermewa und ORLEN Unipetrol bauen Kooperation aus

Die ORLEN Unipetrol Group investiert in die Modernisierung seines Schienentransports: Das Petrochemie-Unternehmen hat bei Wagenhalter Ermewa 81 neue LPG Safety ++ Kesselwagen angemietet. Mitte des Jahres ist die letzte Tranche der Lieferung bei ORLEN Unipetrol Doprava in Litvinov eingetroffen und jetzt im Einsatz für den Flüssiggastransport in Osteuropa. Die Kooperation umfasst auch die regelmäßige betriebliche Wartung durch Ermewa.

„Ich freue mich, dass der Vertrag mit Ermewa zur Modernisierung der Flotte unserer Tochtergesellschaft ORLEN Unipetrol Doprava für nationale und internationale Transporte beiträgt“, sagt Ryszard Pilch, Vorstandsmitglied der ORLEN Unipetrol Group und verantwortlich für Logistik und Transport von Kraftstoffen und Produkten. „Die neuen Kesselwagen aus Feinkornstahl erfüllen alle Sicherheitsstandards und -anforderungen und ermöglichen uns den Transport größerer Frachtmengen in einem Zug, was die Transporteffizienz erhöht“, betont Pilch. Mit der Unterzeichnung der Leasingverträge haben die beiden Unternehmen ihre bewährte Zusammenarbeit weiter gefestigt. ORLEN Unipetrol fährt seit 26 Jahren mit Wagenmaterial von Ermewa.

Der gemeinsam von Ermewa und dem polnischen Waggonbauer Chemet neu konzipierte LPG Safety++ bringt eine Vielzahl modernster Sicherheitsfeatures und ein zukunftsoffenes technisches Design aufs Gleis. Highlights der Ausstattung sind unter anderem das leichte Drehgestell mit integrierter Kompakt-Bremse, ein besonders widerstandsfähiges Schutzschild und das eingesetzte Steuerventil „KEf“ von Knorr-Bremse mit vorgefertigten Schnittstellen für Telematik-Sensoren zur Bremsüberwachung. Das reduzierte Eigengewicht des 117 m3 -Wagens erlaubt eine erhöhte Zuladung und verbessert die Wirtschaftlichkeit im täglichen Einsatz.

„Unser neuer LPG Safety ++ entwickelt sich zu einem Erfolgsmodell,“ freut sich Cyrille Guyon, Regional General Manager Eastern Europe von Ermewa. Die Nachfrage nach den neuen Wagen in Polen, Italien und anderen europäischen Ländern ist groß. Ermewa hat deshalb zu den bereits 2020 in Auftrag gegeben 240 Wagen jetzt weitere 150 Wagen bei Waggonbauer Chemet geordert.

ORLEN Unipetrol Group
Die ORLEN Unipetrol Group ist das größte Raffinerie- und Petrochemieunternehmen in der Tschechischen Republik. Sie konzentriert sich auf die Rohölverarbeitung sowie auf die Produktion, den Vertrieb und den Verkauf von Fahrzeugkraftstoffen und petrochemischen Produkten, insbesondere Kunststoffe und Düngemittel. ORLEN Unipetrol beschäftigt derzeit mehr als 4.800 Mitarbeiter. Im Jahr 2005 wurde ORLEN Unipetrol ein Mitglied der ORLEN Group, dem größten Rohölverarbeiter in Mitteleuropa.

Ermewa SA
Ermewa SA ist ein führendes europäisches Unternehmen in der Vermietung von Schienenfahrzeugen mit aktuell 40.000 Waggons und einer breiten Palette von mehr als120 verschiedene Waggontypen. Mit seinem Netzwerk von mehr als 220 Experten in 17 europäischen Niederlassungen bietet Ermewa Industrieunternehmen, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Spediteuren verlässlichen Rundum-Service. Ermewa SA ist Teil der Ermewa Group, zu der auch Eurotainer sowie Raffles Lease und Demi gehören, die Verwaltung und Vermietung von ISO-Tankcontainern an Unternehmen anbieten. Die INVEHO-Werkstätten runden das Portfolio der Ermewa Group ab. Ihr Leistungsspektrum umfasst den Bau, die Wartung und Reparatur von Schienenfahrzeugen.

Quelle/Foto: Ermewa

Cargobeamer erweitert Routennetzwerk

Der Leipziger Logistikdienstleister Cargobeamer bringt zwei neue Routen an den Start. Ab Juni können Kunden auf den intermodalen Verbindungen zwischen Duisburg und Poznan sowie Calais und Perpignan Sattelauflieger umweltfreundlich über die Schiene transportieren lassen. Die bestehende Route des Unternehmens zwischen Kaldenkirchen und Domodossola bleibt davon unberührt und wird weiterhin in der bekannten Frequenz betrieben.

Drei Rundläufe pro Woche wird es künftig zwischen dem Duisburger Hafen in Nordrhein-Westfalen und dem polnischen Poznan geben. Betrieben wird die Route gemeinsam mit der Duisport-Gruppe, mit welcher Cargobeamer jüngst eine strategische Partnerschaft vereinbart hatte. Starttermin für die ersten Züge ist Anfang Juni. Neben gängigen Sattelauflieger-Arten könnenauch P400-Trailer, Container, Silo-Auflieger, Kühltrailer oder Gefahrgut transportiert werden.

Startdesersten Cargobeamer-Terminals in Calais
Als zweite neue Verbindung des KV-Unternehmens kommt die Strecke zwischen Calais und Perpignan in Frankreich hinzu. Damit stellt die Route den Start des ersten vollumfänglichen Cargobeamer-Terminals am Markt dar, welches gegenwärtig in Calais kurz vor der Vollendung steht. Mittelfristig soll der Standort in Nordfrankreich zu eineminternationalen Logistik-Hub heranreifen, um als Knotenpunkt die intermodalen Verkehre zwischen den britischen Inseln sowie Süd- und Osteuropa zu verbinden. Angeboten wird die innerfranzösische Route ab dem 14. Juni, zunächst mit zwei wöchentlichen Rundläufen. Ab 05. Juli wird die Frequenz auf vier Rundläufe pro Woche angehoben.

„Die neuen Verbindungen zwischen Duisburg und Poznan sowie Calais und Perpignan sind unser nächsterwichtiger Schritt hin zu dem europaweiten Netzwerk an intermodalen Cargobeamer-Zügen, an dem wir seit Jahren arbeiten. Gemeinsam mit unserem Partner Duisport freuen wir uns sehr, von Duisburg aus erstmals den osteuropäischen Markt zu adressieren. Diesen wollen wir in Zukunft noch stärker ins Auge fassen“, erläutert Nicolas Albrecht, Chief Business Development Officer und Teil des dreiköpfigen Vorstandsteams bei Cargobeamer. „Zudem legen wir mit der Route Calais – Perpignan den Grundstein für die innerfranzösische Verkehre zwischen Ärmelkanal und Mittelmeer sowie auf die iberische Halbinsel. Gleichzeitig blicken wir sehr gespannt auf unser erstes vollumfängliches Terminal in Calais, mit welchem Cargobeamer der Transportwelt die Vorzüge seiner Technologie amregulären Markt präsentieren wird. Mittelfristig werden wir hier zwischen sechs und zwölf Zugpaare pro Tag in Rekordzeit umschlagen können, ein Meilenstein auf dem Weg hin zu mehr umweltfreundlichen Gütertransporten über die Schiene.“

Quelle/Foto: CargoBeamer

VPI: Vorsitzender Malte Lawrenz im Amt bestätigt

Die Delegierten der digitalen Mitgliederversammlung des Verbandes der Güterwagenhalter in Deutschland e.V. bestätigten einstimmig Malte Lawrenz für weitere drei Jahre im Amt des Vorsitzenden. „Ich freue mich, den Verband in einer Zeit zu führen, in der der Sektor allseits politischen Rückenwind spürt. Wir werden weiter engagiert daran arbeiten, Innovation und Effizienz auf die Schiene zu bringen“, sagte Malte Lawrenz vor den Delegierten. Im Fokus stünde, Projekte wie die Digitale Automatische Kupplung mit Nachdruck voranzutreiben, so Lawrenz. Aber auch mit Serviceangeboten wie dem VPI European Maintenance Guide und seinem Modul zum Datenaustausch zwischen Wagenhaltern und Werkstätten wolle der Verband die Digitalisierung der Instandhaltungsaufgaben europaweit forcieren. „Politische Interessenvertretung und gute Serviceleistungen für unsere Mitgliedsunternehmen bleiben auch künftig die beiden Säulen des Verbandes“, unterstrich Lawrenz.

Ebenfalls zur Wahl standen auf der Mitgliederversammlung die 16 Mitglieder des Beirats des VPI. Jürgen Hüllen, ehemals VTG AG und heute als Berater tätig, scheidet turnusgemäß aus dem Gremium aus. Die Delegierten bestätigten anschließend den Beirat in seiner aktuellen Zusammensetzung, der nun 15 Mitglieder sowie fünf ständige Gäste umfasst. Hüllen beendet damit seine über 20 Jahre währende aktive Zeit im VPI, dem er von 2003 bis 2012 vorstand. Er prägte in diesen Jahren die Entwicklung des Verbandes entscheidend mit. In seine Amtszeit als Vorsitzender fiel unter anderem der Aufbau und die Entwicklung des VPI Instandhaltungsleitfadens, der zum europäischen Standard für hochwertige Instandhaltung avanciert ist. Hüllen wird sich weiter im Technischen Innovationskreis Schienengüterverkehr TIS, der Practice Group des Sektors, engagieren.

Infos zur Zusammensetzung des Beirats finden Sie im aktuellen Jahresbericht 2020/21.

Quelle/Foto: VPI

-Promotion- TRANSWAGGON übergibt letzte Tranche von insgesamt 156 Waggons an Mercer Holz

TRANSWAGGON, flexibelster Logistikpartner im Schienengüterverkehr, hat die Auslieferung von insgesamt 156 Wagen zum Transport von Holzhackschnitzeln an Mercer Holz abgeschlossen. Die letzten 27 Wagen mit 81 Containern erreichten am 11. Mai Stendal (Sachsen-Anhalt) und wurden dort von Carsten Schiering, Geschäftsführer von TRANSWAGGON Deutschland, an Wolfgang Beck, Geschäftsführer von Mercer Holz, übergeben. Mit dieser Übergabe setzt sich die nun schon nahezu zwei Jahrzehnte dauernde, erfolgreiche Partnerschaft von TRANSWAGGON und Mercer Holz fort.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Quelle/Foto: TRANSWAGGON

Neue Leitung des Bereichs Western Hemisphere bei VTG Project Logistics

Sascha Bengel, bislang Teamleiter Project Logistics am Standort Berlin, hat zum 1. April 2021 die Leitung des Bereichs Western Hemisphere (SW) im Geschäftsbereich Silk Road & Project Logistics übernommen. Damit löst er Klaus Lutze ab, der bis zum Jahresende das Projektgeschäft weiter unterstützen und dann auf eigenen Wunsch in den Vorruhestand eintreten wird. 

In seiner neuen Position liegt Sascha Bengel vor allem eine stärkere Vernetzung mit anderen Bereichen von VTG am Herzen. „Die anstehende Transformation unserer Branche hin zu eLogistics erfordert eine höhere Transparenz der gesamten Lieferkette, zum Beispiel durch moderne verkehrsträgerübergreifende Tracking-Plattformen. Um dafür gerüstet zu sein, müssen wir uns stärker vernetzen und vorhandene Synergien besser nutzen“, sagt Bengel.

Sascha Bengel verfügt über rund 15 Jahre Berufserfahrung im Logistikbereich. Von 2006 bis 2013 verantwortete er den Bereich Spezialtransporte bei Kühne + Nagel Rail Chemnitz und wechselte im Rahmen des Joint Venture von VTG und Kühne + Nagel 2013 in das neue Unternehmen VTG Rail Logistics.

Quelle/Foto: VTG AG

Schiene-Schiene-Umschlag im MegaHub

Mit vier nationalen Verbindungen hat die Kombiverkehr KG gestern Abend ihr neues Verkehrssystem von und nach Hannover Lehrte gestartet. Damit ist die neue Schnellumschlaganlage in das nationale und internationale Netzwerk des Operateurs integriert. Nach heutiger Ankunft der ersten Züge aus Duisburg und Ludwigshafen wurden die eingehenden Ladeeinheiten in der Anlage zwischen 3 Uhr und 5 Uhr für ihre Zieldestinationen Lübeck Dänischburg CTL und Lübeck Skandinavienkai neu zugeordnet und auf die zielreinen Ausgangszüge verladen, die das MegaHub gegen 6:30 Uhr verlassen haben. „Zusammen mit DB Cargo und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Umschlaganlage haben wir den Schiene-Schiene-Umschlag in Hannover Lehrte und damit die grundlegende Systemidee des MegaHubs Wirklichkeit werden lassen. Der einzigartige Vorteil der Anlage – der schnelle Wechsel der Ladeeinheiten zwischen den Zügen in besonders kurzer Zeit – wird jetzt sichtbar“, kommentiert Armin Riedl, Geschäftsführer von Kombiverkehr, die Verkehrsaufnahme.

Neues Systemangebot schafft Flexibilität für Logistiker
In der nun realisierten Startphase hat der Frankfurter Intermodal-Spezialist die Terminals Ludwigshafen KTL, Duisburg Ruhrort Hafen DUSS, Lübeck Dänischburg CTL und das Baltic Rail Gate am Lübecker Skandinavienkai im direkten Zugverkehr mit Hannover Lehrte verbunden. Über das Terminal CTL der Firma Lehmann sind kontinentale Intermodalverkehre mit Kombiverkehr bis nach Stockholm und Gävle möglich. Die Lübecker Kais dienen insbesondere als intermodale Durchgangsstationen für Verkehre von und nach Schweden, Finnland, Norwegen und ins Baltikum via Fähre oder per Bahn über die Öresund-Brücke. Am 26. April werden München-Riem und Verona Interterminal als weitere Versand- und Empfangsbahnhöfe folgen. Über das MegaHub als zentrale Drehscheibe sind alle angebundenen Terminals miteinander verknüpfbar. Die Verbindungen sind so konzipiert, dass die Züge zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens eintreffen und nur kurze Standzeiten haben. Mit dem neuen Systemangebot von Kombiverkehr erhalten Spediteure und Logistikunternehmen bereits heute eine neue Vielfalt in der Erreichbarkeit von wichtigen Wirtschaftsstandorten und Häfen in Europa. „Unsere Speditionskunden profitieren ab sofort von neuen durchgehend buchbaren und schnellen Routings, die wir zukünftig in einer zweiten Ausbaustufe erweitern wollen. Zudem haben wir mit dem nun erfolgten Verkehrsstart die Wirtschaftsregion Hannover an unser Gesamtnetzwerk angeschlossen“, sagt Geschäftsführer Alexander Ochs. Für die Planung des zukünftigen Ausbaus des Verkehrssystems ist das Unternehmen bereits in Gesprächen.

Intermodaler Standortvorteil für die Region Hannover
Straßen- und schienenseitig liegt das MegaHub an einem bedeutenden Verkehrsknotenpunkt in Deutschland und damit in geographisch bester Verkehrslage. Mit dem Anschluss des MegaHubs an die Netzwerke wird der Logistikstandort Hannover nun weiter gestärkt. War bisher nur Verona in Norditalien im Fahrplan enthalten, stehen Industrie, Handel und Logistikunternehmen nun ein bunter Strauß an nationalen und internationalen Verbindungen zur Verlagerung von Straßentransporten auf die klimafreundliche Schiene zur Verfügung. Hannover ist nicht nur mit den direkten Zielterminals verbunden, sondern im Gatewayverkehr auch unter anderem mit Madrid, Triest, Pendik bei Istanbul, Wien, Budapest oder Hallsberg und Stockholm in Schweden.

Spezielles Leitsystem und Automated Guided Vehicles sorgen für schnellen Umschlag
Die Schnellumschlaganlage MegaHub Lehrte, an deren Betreibergesellschaft die Kombiverkehr KG neben der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) zu 16,67 Prozent beteiligt ist, ist nach rund zweijähriger Bauzeit mit dem Güterumschlag zwischen Lkw und Zügen im Juni 2020 gestartet. Seit dem Spatenstich im Mai 2018 wurden auf dem rund 120.000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Lehrte unter anderem sechs, jeweils rund 700 Meter lange Umschlaggleise und drei Portalkräne errichtet. Ein spezielles Betriebsleitsystem steuert das Zusammenspiel zwischen Kran, Längsförderanlage und Ressourcen. Damit wird eine überaus effektive Umschlag-Maximierung mit Berücksichtigung der einzuhaltenden Zeitfenster erreicht. Warte- und Stillstandzeiten werden vermieden, Energieverbrauch und Verschleiß auf ein Minimum reduziert. So genannte Automated Guided Vehicles, führerlose komplett elektrisch betriebene Fahrzeuge, befördern Ladeeinheiten in Längsrichtung zwischen den Portalkranen.

Quelle/Foto: Kombiverkehr KG

DVF: „Verkehr und Logistik sind systemrelevant!“

Vor dem Hintergrund der laufenden Gespräche zwischen Bund und Ländern über eine Corona-Strategie weist das Deutsche Verkehrsforum auf die Systemrelevanz von Verkehr und Logistik für das Funktionieren unserer Volkswirtschaft und kritischen Dienstleistungen hin:

Der Verkehrssektor hält die Lebensadern offen. Gerade in der aktuellen Krisensituation muss der Betrieb aufrechterhalten werden, damit die Unternehmen ihrer systemrelevanten Aufgaben nachkommen können.

Busse und Bahnen schaffen eine notwendige Grundmobilität, binden Impfzentren an und sichern die Mobilität von Arbeitskräften – auch in Bereichen wie Pflege, Energieversorgung, Polizei, Paketzentren und Lebensmittelhandel. Die Logistik hält mit den Transportunternehmen auf Straße, Schiene, Wasserstraße und dem Luftweg die Versorgungsketten im In- und Ausland aufrecht und ermöglicht die immer noch laufende Produktion unserer Volkswirtschaft. Verkehr und Logistik sind systemrelevant für das Funktionieren unserer Volkswirtschaft, unserer Gesellschaft und ganz besonders auch der kritischen Dienstleistungen.

Die Unternehmen und ihre MitarbeiterInnen sind sich dieser großen Verantwortung bewusst, sie haben umfassende Schutz- und Hygienemaßnahmen getroffen und ihre Dienstleistungen auch unter den aktuell erschwerten Bedingungen aufrechterhalten.

Die Bundesregierung muss dies honorieren und weiterhin ihren Beitrag leisten, damit die Branche ihre Versorgungsfunktion erfüllen kann. Dazu gehören:

  • Politische Rückendeckung für die Aufrechterhaltung des Betriebes,
  • Pragmatische und praktikable Test- und Quarantäneregelungen für den Transportsektor,
  • Absicherung der Schutzschirmmaßnahmen auch in 2021,
  • Offenhaltung der Grenzen im Sinne der EU-Green Lanes.

Quelle: DVF; Foto: Pixabay.com

Hypermotion 2020 wird rein digitales Event

Die Hypermotion, die vom 10. bis 12. November auf dem Frankfurter Messegelände als erstes hybrides Format der Messe Frankfurt geplant war, wird aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Partnern rein digital stattfinden.

Gespannt sein darf die Community auf zahlreiche Online-Sessions und -Talks in mehreren Konferenzen, denen man über Laptop, Tablet oder Handy von zuhause aus folgen kann. Darüber hinaus präsentieren rund 50 Unternehmen, Sponsoren, Start-ups und Universitäten aus den Bereichen Smart Logistics, Supply Chain und Future Mobility ihre Produkte und Lösungen, teilweise auch live in Form von Pitches und Präsentationen. Live-Streaming, Video-Chat, Speed-Networking sowie KI-gestütztes Matchmaking unterstützen den Austausch aller Teilnehmer. Außerdem präsentieren teilnehmende Unternehmen zusätzliche Inhalte in ihren Unternehmensprofilen.

Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt: „Mit der Ausarbeitung eines umfassenden Schutz- und Hygienekonzepts haben wir alles dafür getan, dass eine hybride Veranstaltung mit Konferenzprogramm und Ausstellung stattfinden kann.“ Bis heute war die Messe mit dem Frankfurter Gesundheitsamt über die Möglichkeiten im Gespräch, Schnell-Tests für alle Teilnehmer durchzuführen. „Am Ende stießen wir gemeinsam mit den Behörden an organisatorische Grenzen. Dazu kommt die aktuelle Entwicklung von über 11.000 Infizierten pro Tag und angekündigte, neue Maßnahmen von Bund und Ländern. Diese beiden Aspekte zusammengenommen machen eine Absage – zumindest für den Onsite-Teil des Events – leider erforderlich“, so Braun weiter.

Zu dem digitalen Event lädt die Messe Frankfurt kostenfrei ein. Alle Vorträge, Sessions und Start-up Pitches stehen bis zum 10. Dezember als Videos on demand zur Verfügung sowie die Möglichkeit, über das intelligente Matchmaking-Tool neue Geschäftskontakte zu knüpfen.
Highlight am ersten Tag: Ein Interview des Journalisten und Autors Mirko Drotschmann mit Edward Snowden zum Thema „Datenschutz in Mobilität und Logistik nach Corona – Wie geht es weiter mit der Infrastruktur unter Datenschutzgesichtspunkten?“
Drotschmann hat sich mit den Inhalten der kommenden Hypermotion schon einmal näher auseinandergesetzt. Mit Animationen und Beispielen aus dem alltäglichen Leben erklärt er auf seine Weise die Kernthemen Digitalisierung, Dekarbonisierung und Disruption.

Quelle/Foto: Messe Frankfurt/Jens Liebchen