VPI-Symposium 2022

Das 12. VPI-Symposium am 11. Januar 2022 stellt den aktuellen Stand der Entwicklung rund um die Digitale Automatische Kupplung in den Mittelpunkt. Wo stehen wir bei diesem Jahrhundertprojekt für Automatisierung, Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Schienengüterverkehr? Das digitale Symposium gibt ein Update zu den Entwicklungen des letzten Jahres. Was bewegt Wagenhalter, Verlader, EVU, Werkstätten beim Thema? Der VPI hat die unterschiedlichen Stakeholder befragt. ExpertInnen werden Rede und Antwort stehen zu den Themenfeldern Technik, Migration, Kosten/Nutzen und Finanzierung.

Veranstaltungsprogramm und Livestream finden sich hier.

Das Symposium wird erstmals simultan ins Englische übersetzt. Der VPI möchte damit auch internationalen InteressentInnen die Teilnahme ermöglichen.

Quelle/Grafik: VPI

Lineas: Partnerschaft mit Beacon und Ermewa

Lineas hat heute den Abschluss einer langfristigen Partnerschaft mit dem britischen Unternehmen Beacon Rail und der französischen Ermewa Group bekannt gegeben. Die von den Parteien getroffene Vereinbarung umfasst den schrittweisen Sale-and-lease-back von 109 Diesellokomotiven des Typs T77 über den Zeitraum 2021–2023 sowie von rund 4.000 Güterwaggons im Jahr 2021.

Jan De Raeymaeker, CFO von Lineas, äußerte sich zufrieden: „Dieses Sale-and-lease-back-Geschäft ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem ,Asset light‘-Unternehmen, das sich den langfristigen Zugang zu den strategischen Vermögenswerten bewahrt und gleichzeitig die Flexibilität erhöht, in einem sich ständig verändernden Marktumfeld nach oben und unten skalieren zu können. Die Transaktion ermöglicht es, unsere finanziellen Puffer zu stärken und unsere ausstehenden Bankverbindlichkeiten vollständig zurückzuzahlen. Das frei werdende Kapital werden wir auch dazu verwenden, unsere Transformations- und europäische Wachstumsstrategie zu beschleunigen.“

Kurt Coffyn, COO von Lineas, kommentierte: „Mit Beacon Rail und Ermewa gewinnt Lineas starke Partner, die über das notwendige Know-how verfügen, um eine zukunftsfähige Flotte auf europäischer Ebene aufzubauen. Mit diesem Geschäft bündeln wir unsere Kräfte bei der Entwicklung neuer Technologien wie der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) und dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS. Diese Innovationen sind von entscheidender Bedeutung, um unser Bahnangebot noch umweltfreundlicher und leistungsstärker zu machen und damit die Verkehrsverlagerung voranzutreiben und einen Beitrag zu den europäischen Nachhaltigkeitszielen zu leisten.“

Rob Dee, CCO von Beacon, sagte: „Beacon ist sehr glücklich darüber, diese langfristige Partnerschaft mit Lineas im Rahmen eines Sale-and-lease-back-Geschäfts von 109 T77-Lokomotiven einzugehen. Wir freuen uns darauf, Lineas durch Optimierung dieser Assets und künftige Wachstumsmöglichkeiten in dem Anliegen zu unterstützen, den Modal Shift auf dem europäischen Schienennetz voranzutreiben.“

David Zindo, Präsident der Ermewa Group, erklärte: „Wir fühlen uns geehrt und sind stolz darauf, von Lineas für diese Sale-and-lease-back-Transaktion ausgewählt worden zu sein, die es dem Unternehmen ermöglicht, Wachstums- und Transformationsprojekte voranzutreiben. Lineas und Ermewa sind als wichtige Akteure im europäischen Schienengüterverkehr gemeinsam dafür verantwortlich, die Verlagerung von Transporten auf die Schiene im Schienengüterverkehr so attraktiv wie möglich zu gestalten. Wir freuen uns darauf, mit Lineas an neuen Waggonkonzepten, Innovationen und zukunftsweisenden Technologien zu arbeiten, um dieser Verantwortung gerecht zu werden.“

Im Rahmen des Vertrags wird Lineas die Assets weiterhin im Tagesgeschäft nutzen und für deren Instandhaltung zuständig bleiben.

Lineas wurde bei dieser Geschäftshandlung von Apex Rail und Allen & Overy LLP beraten.

Quelle/Foto: Lineas

VTG: Modulares Angebot

Mit einer neuen Wagenarchitektur macht VTG den Schienengüterverkehr flexibler als je zuvor: Durch die Trennung von Aufbau und Unterbau sowie die baukastenartige Modifizierbarkeit der m²-Plattform wird der Güterwagen multifunktional für verschiedenste Anwendungsfälle. Da der Aufbau austauschbar ist, dient ein Wagen so nicht mehr nur einem einzigen Transportzweck. Je nach individuellem Bedarf können die jeweiligen Bausteine vielfältig miteinander verknüpft werden. Die modulare Bauweise macht die Logistik insgesamt flexibler, verbessert aber auch die Nutzbarkeit und Auslastung des Rollmaterials über den gesamten Lebenszyklus. „Standard war gestern“, sagt Sven Wellbrock, Chief Operating Officer Europe & Chief Safety Officer der VTG AG. „Wir wollen unseren Kunden integrierte und vor allem individuelle Lösungen aus Assets, Logistikdienstleistungen und digitalen Services anbieten. Mit modularen Lösungen wird der Schienengüterverkehr ein integraler Bestandteil der Supply Chain.“

Modularisierung des Güterverkehrs
Mit dem neuen Transportkonzept „Modular Solutions“ hat VTG ein nachhaltiges und gleichzeitig flexibles Geschäftsmodell geschaffen, das gänzlich auf den Kunden ausgerichtet ist. „Unsere Aufgabe ist es, den Güterwagen komplett neu zu denken – einschließlich aller Dienstleistungen und Geschäftsmodelle“, so Torben Jaeger, Head of VTG Europe Solutions. „Der Großteil der Waggons im Schienengüterverkehr ist für einen bestimmten Zweck gebaut und zugelassen worden. Vor dem Hintergrund eines immer agileren Marktes, ist dies aber nicht mehr in jedem Fall zeitgemäß. Wir denken nicht mehr nur in Wagen oder Produkten, sondern in Lösungen.“ Die individuelle Kombination von modularen Aufbauten mit allen gängigen Intermodalwagen maximiert nicht nur die Einsatzmöglichkeiten, die Assets können zudem noch schneller verfügbar gemacht werden. Wagen, die beispielsweise nur saisonal zum Einsatz kommen, müssen nicht für den Rest des Jahres im Depot stehen. Letztlich machen modulare Wagen auch Reparaturen effizienter: Wenn ein Behälter defekt ist, muss nicht mehr zwingend der ganze Wagen in die Werkstatt, stattdessen kann ein intakter Behälter auf die Plattform gesetzt werden. Gleiches gilt für einen defekten Wagen. Hier kann der Behälter umgesetzt werden und weiterfahren. So können Standzeiten generell reduziert werden.
Das Wagenkonzept m2, das VTG und DB Cargo gemeinsam entwickelt haben, geht noch weiter. „Mit m2 sind wir auch im Unterbau modular und können den Wagen auf jede beliebige Länge bringen“, sagt Dr. Hanno Schell, Head of Technical Innovations der VTG AG. Im Vordergrund steht dabei die größtmögliche Anpassungsfähigkeit. Dank der modularen Bauweise kann der Tragwagen immer wieder neu auf aktuelle Wünsche und Gegebenheiten angepasst werden – Länge, Drehgestelle und Bremskonfiguration können individuell und nach Bedarf ausgewählt und modifiziert werden.

Breites modulares Angebot
Die maßgeschneiderten modularen Lösungen stehen bereits jetzt für eine Vielzahl an Industrien zur Verfügung. So können Kunden aus Plattform- und Aufbau-Lösungen für verschiedene Transportgüter wählen, darunter Stahlerzeugnisse, Holzerzeugnisse oder Schüttgüter. Für flüssige und gasförmige Produkte besteht eine große Auswahl an verschiedensten Tankcontainern.

Quelle/Foto: VTG AG

OTIF-Konsultation bis 16.9.

Das Sekretariat der OTIF leitet eine Konsultation zwischen Zoll- und Verkehrsvorschriften mit allen OTIF-Mitgliedern und allen interessierten Parteien aus dem Eisenbahn-, Verkehrs- und Zollsektor ein.

Ziel der Konsultation ist es, Informationen und Meinungen über die Notwendigkeit einer Änderung der Zollbestimmungen in den Einheitlichen Rechtsvorschriften für den Vertrag über die internationale Eisenbahnbeförderung von Gütern, den ER CIM, einzuholen.

Die Konsultation läuft bis zum 16. September 2021. Ihre Antworten sind wichtig. Der Fragebogen kann hier online beantwortet werden.

Quelle/Screenshot: OTIF

Ermewa und ORLEN Unipetrol bauen Kooperation aus

Die ORLEN Unipetrol Group investiert in die Modernisierung seines Schienentransports: Das Petrochemie-Unternehmen hat bei Wagenhalter Ermewa 81 neue LPG Safety ++ Kesselwagen angemietet. Mitte des Jahres ist die letzte Tranche der Lieferung bei ORLEN Unipetrol Doprava in Litvinov eingetroffen und jetzt im Einsatz für den Flüssiggastransport in Osteuropa. Die Kooperation umfasst auch die regelmäßige betriebliche Wartung durch Ermewa.

„Ich freue mich, dass der Vertrag mit Ermewa zur Modernisierung der Flotte unserer Tochtergesellschaft ORLEN Unipetrol Doprava für nationale und internationale Transporte beiträgt“, sagt Ryszard Pilch, Vorstandsmitglied der ORLEN Unipetrol Group und verantwortlich für Logistik und Transport von Kraftstoffen und Produkten. „Die neuen Kesselwagen aus Feinkornstahl erfüllen alle Sicherheitsstandards und -anforderungen und ermöglichen uns den Transport größerer Frachtmengen in einem Zug, was die Transporteffizienz erhöht“, betont Pilch. Mit der Unterzeichnung der Leasingverträge haben die beiden Unternehmen ihre bewährte Zusammenarbeit weiter gefestigt. ORLEN Unipetrol fährt seit 26 Jahren mit Wagenmaterial von Ermewa.

Der gemeinsam von Ermewa und dem polnischen Waggonbauer Chemet neu konzipierte LPG Safety++ bringt eine Vielzahl modernster Sicherheitsfeatures und ein zukunftsoffenes technisches Design aufs Gleis. Highlights der Ausstattung sind unter anderem das leichte Drehgestell mit integrierter Kompakt-Bremse, ein besonders widerstandsfähiges Schutzschild und das eingesetzte Steuerventil „KEf“ von Knorr-Bremse mit vorgefertigten Schnittstellen für Telematik-Sensoren zur Bremsüberwachung. Das reduzierte Eigengewicht des 117 m3 -Wagens erlaubt eine erhöhte Zuladung und verbessert die Wirtschaftlichkeit im täglichen Einsatz.

„Unser neuer LPG Safety ++ entwickelt sich zu einem Erfolgsmodell,“ freut sich Cyrille Guyon, Regional General Manager Eastern Europe von Ermewa. Die Nachfrage nach den neuen Wagen in Polen, Italien und anderen europäischen Ländern ist groß. Ermewa hat deshalb zu den bereits 2020 in Auftrag gegeben 240 Wagen jetzt weitere 150 Wagen bei Waggonbauer Chemet geordert.

ORLEN Unipetrol Group
Die ORLEN Unipetrol Group ist das größte Raffinerie- und Petrochemieunternehmen in der Tschechischen Republik. Sie konzentriert sich auf die Rohölverarbeitung sowie auf die Produktion, den Vertrieb und den Verkauf von Fahrzeugkraftstoffen und petrochemischen Produkten, insbesondere Kunststoffe und Düngemittel. ORLEN Unipetrol beschäftigt derzeit mehr als 4.800 Mitarbeiter. Im Jahr 2005 wurde ORLEN Unipetrol ein Mitglied der ORLEN Group, dem größten Rohölverarbeiter in Mitteleuropa.

Ermewa SA
Ermewa SA ist ein führendes europäisches Unternehmen in der Vermietung von Schienenfahrzeugen mit aktuell 40.000 Waggons und einer breiten Palette von mehr als120 verschiedene Waggontypen. Mit seinem Netzwerk von mehr als 220 Experten in 17 europäischen Niederlassungen bietet Ermewa Industrieunternehmen, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Spediteuren verlässlichen Rundum-Service. Ermewa SA ist Teil der Ermewa Group, zu der auch Eurotainer sowie Raffles Lease und Demi gehören, die Verwaltung und Vermietung von ISO-Tankcontainern an Unternehmen anbieten. Die INVEHO-Werkstätten runden das Portfolio der Ermewa Group ab. Ihr Leistungsspektrum umfasst den Bau, die Wartung und Reparatur von Schienenfahrzeugen.

Quelle/Foto: Ermewa

PriMa 4/2021 ist erschienen!

Das neue PriMa ist da! Im Titelthema geht es um Postsendungen auf der Schiene und der Kehrtwende der Deutschen Post DHL Group. Im Wahl-Spezial stellen sich die sechs Bundestagsfraktionen den Fragen des PriMa, außerdem liegt der Schwerpunkt des Heftes auf dem Schienengüterverkehr:

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Nexxiot und Arkema: Zukunft des Chemietransports

Arkema, der französische Hersteller für Spezialmaterialien, setzt ab sofort auf die Expertise des Schweizer Trade-Tech-Pioniers Nexxiot. Die beiden Unternehmen haben sich zusammengetan, um Arkemas Isotank- (Tankcontainer) und Eisenbahngüterwagenflotte mithilfe der hochmodernen Nexxiot-IoT-Geräte und der intelligenten Cloud-Plattform zu digitalisieren. Arkemas Kunden haben nun Zugriff auf eine Ende-zu-Ende-Transparenz, mit der sie Qualitätsstandards entlang der Lieferkette verbessern können.

Innovative Unternehmen wie Arkema möchten mit neuartigen Lösungen in der Logistik einen Mehrwert für ihre Auftraggeber schaffen. Jean-Marc Viallatte, Vice President Supply Chain Group bei Arkema, kommentiert: „Wir wissen, dass unsere Kunden auf ein Höchstmaß an Effizienz, aber vor allem Sicherheit beim Warentransport vertrauen. Sie erwarten Transparenz von dem Moment, indem sie einen Auftrag erteilen, bis zu der Sekunde, in der die Frachtausgeliefert wird. Wir glauben, dass wir durch die Überwachung des Standorts und anderer kritischer Frachtparameter, darunter Erschütterungsereignisse, Temperatur, Druck und Füllstände, die Anforderungen der Kunden viel besser erfüllen können.“

Die Nexxiot-Technologie wird dabei in umfassendere Digitalisierungsinitiativen integriert und schafft so ein tiefergehendes Verständnis zum Prozessablauf für die Anwender. Arkemas ambitioniertes Vorhaben kombiniert Sensoren einerseits und Business Intelligence andererseits, um weit mehr als eine reine Standortverfolgung zu ermöglichen. „Wir arbeiten an der Bereitstellung von prädiktiven, datenbasierten Diensten, um das Vertrauen, die Sicherheit und den Schutz als Teil unserer gesamten digitalen Transformationsstrategie zu erhöhen“, fügt Jean-Marc Viallatte hinzu.

Stefan Kalmund, CEO von Nexxiot, erklärt dazu: „Ein besserer Transport bedingt einen besseren Service für den Kunden – sei es der Empfänger oder Eigentümer der Fracht. Die Daten werden mit der leistungsstarken Machine-Learning-Software von Nexxiot verarbeitet, um die Ergebnisse entlang der Lieferkette kontinuierlich zu verbessern. So werden die Leerlaufzeiten der Flotte reduziert und das Vorgehen von Transportpartnern wie Spediteuren überwacht. Letztendlich führen diese datenbasierten Möglichkeiten zu qualitativ hochwertigeren Prozessen, attraktiveren Preisen und einer besseren Erfahrung für den Auftraggeber. So überzeugen wir unsere Kunden.“

Für die Chemiebranche ist dies eine große Veränderung. Bisher waren die chemischen Güter nach Verlassen des Werks in der gesamten Transportkette von Drittanbietern abhängig. Mit Nexxiots Globehopper, dem IoT-Gateway-Gerät, und der Integration und Analyse seiner Cloud-Plattform, wird es jetzt möglich, kontinuierliche Verbesserungen und damit auch Wertsteigerungen zu schaffen. Die Kundenerfahrung von Arkema wird erheblich verbessert, ebenso wie die Effizienz und Nachhaltigkeit der Lieferkette.

Quelle/Grafik: Nexxiot

Bundesnetzagentur: Starker Rückgang der Verkehrsleistung

Die Bundesnetzagentur hat einen Sonderbericht über die Entwicklung des Eisenbahnmarktes 2020 in Deutschland unter den Bedingungen der Covid-19-Pandemie veröffentlicht.

Die Verkehrsleistung sank im Jahr 2020 um 38 Prozent im Schienenpersonennahverkehr und um 47 Prozent im Schienenpersonenfernverkehr. Die Verkehre der nicht-bundeseigenen Fernverkehrsanbieter wurden aus wirtschaftlichen Gründen in einigen Monaten komplett eingestellt. Die Nahverkehrsunternehmen sowie die DB Fernverkehr bedienten ihre Verbindungen mit Ausnahme der Monate April und Mai ohne nennenswerte Einschränkungen weiter.

Die Leistungen des Schienengüterverkehrs gingen um 5 Prozent zurück. Vor allem im zweiten Quartal wurde weniger transportiert; im zweiten Halbjahr 2020 blieb der Güterverkehr stabil. Im Schienengüterverkehr haben nicht-bundeseigene Bahnen – ebenso wie im Schienenpersonennahverkehr – Marktanteile gewonnen.

Die Pünktlichkeit im Schienenverkehr hat sich deutlich verbessert. Hierbei half die geringere Auslastung der Züge und des Schienennetzes.

Erhebliche Verluste
Sonderkosten von rund 100 Millionen Euro entstanden den Eisenbahnunternehmen für pandemiebedingte Gesundheits- oder Reinigungsmaßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden. Mit Fokus auf den ÖPNV wurde ein staatlicher Rettungsschirm aufgespannt, der u.a. den Eisenbahnverkehrsunternehmen des Nahverkehrs entgangene Umsätze ausglich.

Dennoch verbleiben bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen erhebliche Verluste, welche durch die Pandemie verursacht sind. Die Bundesnetzagentur schätzt diese in 2020 auf 2,55 Milliarden Euro; wobei auf den Schienenpersonenfernverkehr mit knapp 2 Milliarden Euro der Hauptanteil entfällt. Für den Schienenpersonenfernverkehr und den Schienengüterverkehr ist eine nachträgliche Förderung von Trassenentgelten in Planung, welche die Verluste bei den Unternehmen um ca. 1,1 Milliarden Euro verringern würde.

Quelle: Bundesnetzagentur; Foto: Rudy and Peter Skitterians auf Pixabay

Cargobeamer erweitert Routennetzwerk

Der Leipziger Logistikdienstleister Cargobeamer bringt zwei neue Routen an den Start. Ab Juni können Kunden auf den intermodalen Verbindungen zwischen Duisburg und Poznan sowie Calais und Perpignan Sattelauflieger umweltfreundlich über die Schiene transportieren lassen. Die bestehende Route des Unternehmens zwischen Kaldenkirchen und Domodossola bleibt davon unberührt und wird weiterhin in der bekannten Frequenz betrieben.

Drei Rundläufe pro Woche wird es künftig zwischen dem Duisburger Hafen in Nordrhein-Westfalen und dem polnischen Poznan geben. Betrieben wird die Route gemeinsam mit der Duisport-Gruppe, mit welcher Cargobeamer jüngst eine strategische Partnerschaft vereinbart hatte. Starttermin für die ersten Züge ist Anfang Juni. Neben gängigen Sattelauflieger-Arten könnenauch P400-Trailer, Container, Silo-Auflieger, Kühltrailer oder Gefahrgut transportiert werden.

Startdesersten Cargobeamer-Terminals in Calais
Als zweite neue Verbindung des KV-Unternehmens kommt die Strecke zwischen Calais und Perpignan in Frankreich hinzu. Damit stellt die Route den Start des ersten vollumfänglichen Cargobeamer-Terminals am Markt dar, welches gegenwärtig in Calais kurz vor der Vollendung steht. Mittelfristig soll der Standort in Nordfrankreich zu eineminternationalen Logistik-Hub heranreifen, um als Knotenpunkt die intermodalen Verkehre zwischen den britischen Inseln sowie Süd- und Osteuropa zu verbinden. Angeboten wird die innerfranzösische Route ab dem 14. Juni, zunächst mit zwei wöchentlichen Rundläufen. Ab 05. Juli wird die Frequenz auf vier Rundläufe pro Woche angehoben.

„Die neuen Verbindungen zwischen Duisburg und Poznan sowie Calais und Perpignan sind unser nächsterwichtiger Schritt hin zu dem europaweiten Netzwerk an intermodalen Cargobeamer-Zügen, an dem wir seit Jahren arbeiten. Gemeinsam mit unserem Partner Duisport freuen wir uns sehr, von Duisburg aus erstmals den osteuropäischen Markt zu adressieren. Diesen wollen wir in Zukunft noch stärker ins Auge fassen“, erläutert Nicolas Albrecht, Chief Business Development Officer und Teil des dreiköpfigen Vorstandsteams bei Cargobeamer. „Zudem legen wir mit der Route Calais – Perpignan den Grundstein für die innerfranzösische Verkehre zwischen Ärmelkanal und Mittelmeer sowie auf die iberische Halbinsel. Gleichzeitig blicken wir sehr gespannt auf unser erstes vollumfängliches Terminal in Calais, mit welchem Cargobeamer der Transportwelt die Vorzüge seiner Technologie amregulären Markt präsentieren wird. Mittelfristig werden wir hier zwischen sechs und zwölf Zugpaare pro Tag in Rekordzeit umschlagen können, ein Meilenstein auf dem Weg hin zu mehr umweltfreundlichen Gütertransporten über die Schiene.“

Quelle/Foto: CargoBeamer