Siemens: 20 Vectron-Lokomotiven für Akiem

Akiem, die Leasing-Gesellschaft für Schienenfahrzeuge, und Siemens Mobility geben die verbindliche Bestellung von 20 Vectron-Lokomotiven durch Akiem bekannt. Dieser Auftrag wurde im Rahmen einer im August 2021 unterzeichneten Rahmenvereinbarung über den Kauf von Lokomotiven, Zusatzausrüstung und Services erteilt. Mit diesem Vertrag untermauert Akiem nicht nur seine führende Position auf dem europäischen Leasingmarkt, sondern auch das Ziel, die europäischen Schienengüter- und Personenverkehrsunternehmen mit geeigneten, effizienten Schienenfahrzeugen zu versorgen.

Effiziente, sichere und zuverlässige Schienenfahrzeuge
Fabien Rochefort, CEO der Akiem Gruppe, erklärt: “Wir sind stolz, mit Siemens eine neue Partnerschaft aufzubauen und unser Flottenportfolio vielfältiger zu gestalten. Wir bei Akiem sind bestrebt, unseren Kunden in ganz Europa Lokomotiven anzubieten, mit denen sie ihren grenzüberschreitenden Betrieb sichern und ausbauen können. So stärken wir unsere Fähigkeit, zuverlässige, wirtschaftliche, sichere und kosteneffiziente Traktions-Services anzubieten, die sowohl von den Personen- wie von den Güterverkehrsunternehmen erwartet werden. Die neu angeschafften Fahrzeuge verfügen über eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h und werden einen wichtigen Beitrag zur weiteren Entwicklung unserer Aktivitäten im Personenverkehr leisten. Wir freuen uns, unsere Kunden auch in Zukunft mit hochmodernen Lokomotiven zu beliefern, die auf den Korridoren nach Skandinavien, zur italienischen Halbinsel sowie in Mittel- und Südosteuropa verkehren.”

“Wir freuen uns sehr, Akiem als neuen Vectron-Kunden gewonnen zu haben. Unser Vectron ist eine sehr zuverlässige, umweltfreundliche und leistungsstarke Lokomotive, die die Anforderungen des europäischen Verkehrs erfüllt und unseren Kunden höchste Flexibilität bietet”, sagt Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility.

Die bestellten Mehrsystemlokomotiven haben eine maximale Leistung von 6,4 Megawatt und eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Sie sind mit dem erforderlichen nationalen Zugsicherungssystem sowie wie mit dem europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgestattet.  

Bis heute hat Siemens Mobility 1.156 Vectron-Lokomotiven an 58 Kunden in 16 Ländern verkauft, darunter 767 Fahrzeuge vom Typ Vectron MS. Die Vectron-Flotte hat bisher über 500 Millionen Flottenkilometer absolviert. Die Lokomotiven sind in  20 europäischen Ländern zugelassen.

Quelle: Akiem; Foto: Siemens AG

Northrail: 7 neue Siemens Vectron vermietet

Die Northrail GmbH (Northrail) meldet die erfolgreiche Vermietung von sieben neuen Lokomotiven des Typs Vectron Dual Mode. Die modernen Zweikraftlokomotiven des Herstellers Siemens vereinen die Vorteile einer vollwertigen Diesellokomotive mit denen einer elektrischen Lokomotive. „Der Typ Vectron Dual Mode ist Teil einer Lokomotiven-Generation, die für eine nachhaltige Zukunft des Schienengüterverkehrs steht. Mit ihren zwei Antriebsarten spart die Lokomotive auf elektrifizierten Streckenabschnitten Kraftstoff und Emissionen ein und reduziert Instandhaltungskosten. Zugleich bietet sie unseren Mietern ein Maximum an Einsatzflexibilität und Betriebssicherheit, da diese Baureihe auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten ihre Fahrt ohne Lokwechsel im Dieselbetrieb fortsetzen kann“, erklärt Dr. Volker Simmering, geschäftsführender Gesellschafter der Paribus Rail Investment Management GmbH und der Northrail GmbH.

Die vierachsige Lokomotive basiert auf dem bewährten Konzept der Siemens Vectron-Baureihe. Sie ist für den Einsatz im deutschen Streckennetz vorgesehen. Bereits erprobte Vectron-Komponenten wie der Führerstand und das Fahrerpult gewährleisten eine hohe Bediensicherheit. Zum Umfang der Vermietung gehört auch ein 24/7-Full-Service des Herstellers Siemens Mobility GmbH, der für die Überwachung von Fristen und Intervallen für die Wartung sowie sämtliche Instandhaltungsleistungen verantwortlich ist.

Typ Vectron Dual Mode überzeugt künftige Mieter durch Testbetrieb und reduzierten CO2-Ausstoß
Die sieben neuen Lokomotiven sind jeweils über zwei Jahre oder länger vermietet und werden seit Oktober 2021 ausgeliefert. Drei Lokomotiven gehen an das Eisenbahnverkehrsunternehmen Rheincargo GmbH & Co. KG (Auslieferung Dezember 2021), zwei weitere an die LOCON Logistik & Consulting AG (Oktober und November 2021) sowie jeweils eine Lokomotive an die BM Bahndienste GmbH (Oktober 2021) und die TRIANGULA Logistik GmbH (Dezember 2021). „Wir haben den Typ Vectron Dual Mode ausgiebig getestet. Nachdem die Lokomotive uns überzeugt hat, freuen wir uns auf die Auslieferung und die Erweiterung und Modernisierung unseres Fahrzeugparkes“, erklärt Martin Weidlich, Geschäftsführer der TRIANGULA Logistik GmbH. Daniel Jacobs, Leiter des RheinCargo-Fahrzeugmanagements der Eisenbahn-Sparte der RheinCargo GmbH & Co. KG, ergänzt: „Durch den Einsatz der modernen Dual Mode Lokomotiven können wir den CO²-Ausstoß der Verkehre gegenüber einer durchgehenden Dieseltraktion um über 90 Prozent reduzieren. Der Dieselmotor wird nur noch auf der letzten Meile für wenige Kilometer im Terminal benötigt. Der Löwenanteil der Strecke wird mit 100 Prozent Ökostrom emissionsfrei zurückgelegt.“

„Das duale Antriebskonzept des Typs Vectron Dual Mode in Kombination mit einem umfassenden Full-Service-Paket überzeugt sowohl bestehende als auch neue Mietkunden von Northrail. Wir sind uns sicher, dass dieser Lokomotiven-Typ mit seinem flexiblen und zugleich nachhaltigen Antriebskonzept künftig seinen festen Platz in den modernen Fahrzeugflotten unserer Kunden haben wird. Durch den aktuellen Abruf der nächsten Lokomotiven können wir bereits weitere drei Loks zur Vermietung anbieten“, so Juliane Storm-Ohm, Geschäftsführerin der Northrail GmbH.

Northrail baut Flotte mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen weiter aus
Die Auslieferung der ersten Lokomotiven vom Typ Vectron Dual Mode ist für Northrail ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau seiner Flotte mit leistungsstarken, energieeffizienten Hybridfahrzeugen. Weitere Hybridfahrzeuge im Management bei Northrail sind neu entwickelte batterieelektrische DM20-EBB Rangier- und Mittelstreckenlokomotiven des zu CRRC-ZELC gehörenden Herstellers Vossloh Locomotives (Auslieferung ab 2024), batterieelektrische Flirt-Regionalzüge des Herstellers Stadler (Auslieferung ab 2022) sowie Dieselbatterie-Loks vom Typ Alstom H3. Darüber hinaus hat Northrail in den vergangenen Monaten bereits 17 moderne Siemens-Smartron Elektrostreckenlokomotiven aus einem bestehenden Rahmenkaufvertrag über 25 Lokomotiven ins Management übernommen.

„Der Schiene kommt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung hin zu einem klimafreundlichen Schienenverkehr zu. Mit unserem leistungsstarken Portfolio an modernen Mietlokomotiven für die unterschiedlichsten Anforderungen und Einsatzgebiete leisten wir gemeinsam mit unseren Kunden einen wichtigen Beitrag dazu, Klimaschutz und Wirtschaft in Einklang zu bringen“, erklärt Storm-Ohm.

Quelle/Foto: Northrail GmbH

Lade- und Depotmanagement für Leipzigs Elektrobusse

Insgesamt 21 Elektrobusse sollen auf drei Linien bei den Leipziger Verkehrsbetrieben noch in diesem Jahr an den Start gehen. Damit die neuen vollelektrischen Busseeffizient und kostengünstig geladen werden, setzen die LVB auf das Lademanagementsystem des INIT Tochterunternehmens CarMedialab. Von der INIT Mobility Software Solutions GmbH, einem weiteren Unternehmen der INIT, stammt das Depotmanagementsystem, das jetzt mit der Umstellung auf Elektrobusse ein Update erfährt und mit dem Lademanagement vernetzt wird. Anwendung findet dabei die neue Schnittstelle VDV463 für den Datenaustausch zwischen Lademanagement, Depotmanagement und Leitsystem, die unter Mitarbeit von CarMedialab entwickelt und erst im Juni veröffentlicht wurde.

Generell wird Interoperabilität im System der LVB großgeschrieben. So kommt für die Vorkonditionierung der Elektrobusse die Schnittstelle VDV 261 zum Einsatz und für die Kommunikation mit der von Siemens gelieferten Ladeinfrastruktur das Open Charge Point Protocol (OCCP) in der Version 1.6 und zukünftig auch 2.0.1.

Bis zum Jahresende ist der vollständige Einsatz der Elektrobusse auf drei Linien geplant. Für 2022 ist eine weitere Linie in der Planung. Dafür beschaffen die LVB weitere zehn Gelenkbusse. Zum Laden und Abstellen errichtendie LVB ein neues Busdepot auf dem Betriebshof Lindenau im Leipziger Westen mit Ladestellen aus. Weitere Lademöglichkeiten entstehen an Endhaltestellen, an denen die Akkus auf dem Dach während der Wendezeit in rund sechs bis achtMinuten nachgeladen werden können.

Kosteneffiziente Ladevorgänge
Zunächst circa 40 Ladepunkte im Depot und auf der Streckewerden künftig eingesetzt, die es zu koordinieren gilt. Alle Ladepunkte werden vom Lademanagementsystem MOBILEcharge in Bezug auf ihre Verfügbarkeit und Funktionstüchtigkeit überwacht. Darüber hinaus steuert MOBILEcharge sämtliche Ladevorgänge. Die Vernetzung mit dem Depotmanagement ermöglicht es, mit weniger Energie und damit batterieschonender zu laden, da die Informationen über die Standzeiten vorliegen und somit der gesamte Zeitraum für den Ladevorgang genutzt werden kann. In der Zukunft soll die Berücksichtigung tageszeitabhängiger Energietarife dafür sorgen, dass kosteneffizient geladen werden kann, und zwar genau so viel, wie für den nächsten Umlauf benötigt wird.Dadurch mindert MOBILEcharge zudem den Gesamtenergiebedarf.

Die erforderlichen Informationen über den Rest-Ladezustand erhält MOBILEcharge in Echtzeit ebenfalls über die Schnittstelle VDV 463 von einem Dritt-ITCS.

Optimierte Umlaufzuteilung
Den Ladeplan, also die Information, welcher Bus wann mit welchem Ladezustand das Depot verlassen muss, erhält MOBILEcharge vom Depotmanagement eMOBILE-DMS der INIT Mobility Software Solutions GmbH (ehemals initperdis), das sich in Leipzig bereits für die Disposition der 165 Dieselbusse und Straßenbahnen bewährt hat und nun um Funktionalitäten rund um E-Mobilität erweitert wird. Dazu gehört die automatische Fahrzeugzuteilung, die nun nicht nur die Stellplätze und die allgemeine Fahrzeugqualifikation berücksichtigt, sondern auch Reichweiten und Ladekapazitäten der neuen E-Busse. Dabei kann in Echtzeit auf unvorhergesehene Ereignisse, beispielsweise Ladeabbrüche, reagiert und die Einsatzplanung dementsprechend angepasst werden.

„Wir freuen uns, dass wir unseren langjährigen KundenLeipziger Verkehrsbetriebe nun auch bei der Technologie-Einführung der Elektromobilität im Busbereich mit unserer Expertise unterstützen dürfen. Mit den Systemen für Lade- und Depotmanagement verfügen die LVB bereits über zwei wichtige Systeme aus unserer Gesamtlösung für E-Mobilität, die ihnen die Einführung der neuen Fahrzeuge erleichtern werden“, erläutertder Geschäftsführer der INIT Mobility Software Solutions GmbH Ulrich Schmidt.

Quelle/Foto: INIT Mobility Software Solutions GmbH

Alpha Trains erweitert ODEG-Regionalzüge

Siemens Mobility hat im Auftrag von Alpha Trains, Kontinentaleuropas größtem Leasinggeber für Lokomotiven und Züge, die an die ODEG – Ostdeutsche Eisenbahn GmbH vermieteten Triebzüge von Drei- zu Vierteilern umgebaut. Mit dem Umbau hat Siemens für die Alpha Trains-Züge vom Typ Desiro ML das Zulassungsverfahren für die Kapazitätserweiterung erstmals auf europäischer Ebene durchlaufen. Laut den Vorgaben nach dem viertem Eisenbahnpaket muss eine Erweiterung von Drei- auf Vierteiler von der ERA (European Union Agency for Railways) unter der Beteiligung der nationalen Aufsichtsbehörden zugelassen werden.

Die geplante Kapazitätserweiterung der Triebzüge wird durch das flexible Einzelwagenzugkonzept der Desiro ML Plattform ermöglicht, welches das problemlose Einstellen eines weiteren Wagens erlaubt. Durch die optimale Nutzung der gesamten Zuglänge für Sitzplätze stehen den Fahrgästen somit über 90 Prozent der Zuglänge zur Verfügung.

„Insbesondere als ursprünglicher Erstkunde der Siemens Desiro ML Baureihe sind wir stolz, auch bei der Erweiterung der Züge Vorreiter zu sein. Mit unserem Know-how und unserer langjährigen Erfahrung konnten wir eine flexible und schnelle Lösung anbieten, die sowohl unsere Kunden als auch die Fahrgäste zufriedener macht. Wir hoffen, damit die Eisenbahn als nachhaltiges und zukunftsfähiges Transportmittel noch attraktiver zu machen“, so Shaun Mills, CEO der Alpha Trains Group

„Die geplante Kapazitätserweiterung der Desiro ML Züge wird durch das flexible Einzelwagenzugkonzept unserer Plattform ermöglicht, welches das problemlose Einstellen eines weiteren Wagens erlaubt. Mit dem Umbau der Desiro ML Züge für Alpha Trains hat Siemens Mobility das Zulassungsverfahren für die Kapazitätserweiterung erstmalig auf europäischer Ebene durchlaufen. Wir sind stolz, dass wir diese Kapazitätserweiterung, auch unter Pandemiebedingung, fristgerecht ermöglicht haben“, sagt Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock von Siemens Mobility.

Stefan Neubert, Geschäftsführer der ODEG: „Wir freuen uns, dass wir es mit unseren Partnern Siemens und Alpha Trains in kurzer Zeit geschafft haben, unseren Fahrgästen an der Ostseeküste zukünftig ein noch größeres Platzangebot in unseren Zügen bieten zu können. Die Urlaubsregion erfreut sich zunehmender Beliebtheit und wir sind stolz, unseren Teil dazu beitragen zu können, dass diese von immer mehr Menschen umweltfreundlich und entspannt in unseren modernen und komfortablen Zügen erreicht werden kann.“

Berthold Witting, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH: „Wir begrüßen die verlängerten Regionalzüge und können unseren Fahrgästen entlang der Hansestädte Rostock, Stralsund und der Insel Rügen 68 Sitzplätze und eine 1. Klasse zusätzlich anbieten. Besonders kommt die Erweiterung zum Vierteiler der beliebten Tourismusstrecke nach Rügen zugute. Die größte Insel Deutschlands mit ihren Erholungsorten Bergen, Sassnitz und dem Ostseebad Binz ist ein bevorzugtes Reiseziel und damit in der Saison regelmäßig ausgelastet. Die Kapazitätserweiterung der Regionalzüge entlang der Ostsee ist ein weiterer Schritt für ein klimafreundliches und bequemes Reisen. Steigen Sie ein und entdecken Sie die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns!“

Hintergrund
Ende 2018 hat Alpha Trains sieben dreiteilige Regionaltriebzüge vom Typ Desiro Mainline (ML) – samt späterer Erweiterung durch Einbringen eines vierten Wagenteils – bei Siemens Mobility bestellt. Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) mietet die Fahrzeuge für den Einsatz im Ostseeküste-Teilnetz-II, das die ODEG seit Dezember 2019 im Auftrag der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (VMV) betreibt. Die Züge wurden in der dreiteiligen Ausführung geliefert und sind auf den Linien des RE9 (Rostock – Stralsund – Binz/Sassnitz) und RE10 (Rostock – Stralsund – Züssow) im Einsatz.

Quelle/Foto: AlphaTrains

Deutscher Mobilitätspreis 2021 startet

Der Deutsche Mobilitätspreis geht in die neue Runde. Unter dem Motto „intelligent unterwegs: Daten machen mobil“ suchen die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ab sofort innovative Leuchtturmprojekte und kreative Ideen, die das Potenzial von Daten, Datentausch und Datenveredelung für die Mobilität von morgen nutzen.

Dabei stehen Güter- und Personenverkehr gleichermaßen im Fokus. Wie können geteilte Daten helfen, bedarfsgerechtere Mobilitätsangebote zu schaffen? Wie können wir Daten aus verschiedenen Quellen bündeln, um Lieferketten zu optimieren und die Kapazitäten noch effizienter zu nutzen? Wie können bessere Wettervorhersagen mit KI-Anwendungen zu passgenaueren Verkehrsangeboten beitragen? Welche Änderungen der Verkehrsströme werden aufgrund von Homeoffice dauerhaft bleiben und wie können wir diesen gerecht werden? Bis zum 29. März 2021 können sich Zukunftsmacher hier bewerben.

Bundesminister Andreas Scheuer: „Daten sind der Schlüssel zu einer modernen Mobilität. Intelligent genutzt und verknüpft bieten sie eine Riesenchance: Wir können künftig deutlich effizienter, klimafreundlicher und zugleich komfortabler unterwegs sein. Digitale Kommunikation und Prozesse werden ebenfalls zu einer neuen Form der Mobilität. Mithilfe von Daten entwickeln wir den Personenverkehr weiter – genauso wie die Gütertransporte. Wir können zum Beispiel Leihfahrrad, Straßenbahn und Carsharing perfekt aufeinander abstimmen. Wir können Lieferverkehre optimieren, freie Kapazitäten zusammenlegen, Leerfahrten vermeiden. Und natürlich macht die Digitalisierung vieles möglich, was bis vor kurzem noch undenkbar war. Deshalb suchen wir Euch, Eure Kreativität, Eure Phantasie, Euern Erfindergeist, Eure Tatkraft, Eure Geschicklichkeit – kurz: Eure Ideen und Konzepte. Reicht sie ein beim Deutschen Mobilitätspreis, damit wir gemeinsam Zukunft gestalten – und Mobilität, die begeistert!“

Gesucht werden sowohl Ideen von Profis als auch Ideen von weniger erfahrenen Zukunftmachern. Auf die Idee kommt es an! Für bereits erfolgreich umgesetzte Leuchtturmprojekte und erstellte Prototypen gibt es den Best-Practice-Wettbewerb. Teilnehmen können hierbei Unternehmen, Startups, Städte und Gemeinden, Universitäten oder Forschungsinstitutionen, die ihren Sitz in Deutschland haben.

Der Ideenwettbewerb wendet sich direkt an alle Bürger. Gesucht wer-den kreative Impulse und Visionen zum Wettbewerbsthema. Alle Ideen und Konzepte können eingereicht werden, die zeigen, wie durch den intelligenten Einsatz von Daten Mobilität noch effizienter, ökologischer oder bedarfsgerechter gestaltet werden kann. Die besten drei Ideen werden mit einem Gesamtpreis von insgesamt 6.000 Euro honoriert.

Eine Expertenjury wählt die zehn innovativsten Best-Practice-Leuchtturmprojekte und die drei kreativsten Ideen aus der Bevölkerung aus. Außerdem wird in diesem Jahr zum zweiten Mal ein Sonderpreis in der Kategorie „bürgerschaftliches Engagement im Mobilitätsbereich“ vergeben.

Prof. Dr. Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) und Präsident des Deutschland – Land der Ideen e. V.: „Die Digitalisierung der Mobilität nimmt rasant an Fahrt auf. Das wird besonders während der Corona-Pandemie deutlich. Die intelligente Nutzung von Daten bildet die Grundlage, um diesen Wandel gestaltend voranzutreiben und somit den Standort Deutschland auch weiterhin international wettbewerbsfähig zu halten. Der Deutsche Mobilitätspreis leistet dafür einen wichtigen Beitrag.“

Mit dem Deutschen Mobilitätspreis machen die Initiative „Deutsch-land – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur intelligente Mobilitätslösungen und digitale In-novationen öffentlich sichtbar. Folgende Partner unterstützen den Wettbewerb: Deutsche Bahn, VDV, Siemens Mobility.

Quelle/Foto: BMVI

Innovatives Ansaugrohrsystem für zuverlässige Branddetektion

Die Deutsche Bahn investiert eine Milliarde Euro in ihre Zukunft und setzt dabei auf neue ICE-Züge vom Typ Siemens Velaro. 30 Exemplare wird der Zugbauer in Krefeld in den kommenden Jahren fertigen. Beim Brandschutz verlässt sich Siemens auf Brandfrüherkennung mit TITANUS® von WAGNER Rail mit innovativem Ansaugrohrsystem.

Die neue Velaro-Reihe ist schneller als der jetzige ICE (Velaro-3-Baureihe) und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 320 km/h. Auf 440 Sitzplätzen finden Reisende Komfort und verbesserten Mobilfunkempfang. Darüber hinaus befinden sich in jedem Zug als ein weiteres neues Kundenangebot Fahrradstellplätze. Diese Neuheiten im Blick musste auch ein Brandschutzsystem her, das den bestmöglichen Schutz bietet und die geforderten Bahnnormen erfüllt. Somit liefert WAGNER Rail 420 TITANUS® Ansaugrauchmelder vom Typ MICRO•SENS®. Diese kommen nach dem sogenannten Stand-Alone-Prinzip zum Einsatz und kommunizieren mit dem Zugrechner. Die Besonderheit bei diesem Ansaugrauchmeldesystem ist der Einsatz eines speziell für den Bahnbetrieb entwickelten Ansaugrohrsystems. Bei Verwendung dieser Verbindungstechnik sind die Rohr- und Verbindungselemente des Ansaugsystems, auch unter Berücksichtigung der bei der Bahn vorherrschenden Umgebungsbedingungen (Rüttel- und Schüttelbewegungen), zuverlässig dicht, und das bei einer einfachen und zeitsparenden Montage. Aus gleichem Grund liefern die Experten von WAGNER Rail die Haupt-Systemkomponenten (TITANUS MICRO•SENS®, Luftfilter und Serviceadapter) vorgefertigt auf einer Montageplatte.

Ab 2022 sollen die neuen ICE auf den Strecken zwischen Nordrhein-Westfalen und München unterwegs sein. Weitere Zulassungen für die achtteiligen Züge bestehen außerdem für die Niederlande und Belgien.

Über die WAGNER Group
Seit 1976 entwickelt und realisiert die WAGNER Group GmbH technische Brandschutzanlagen und hat sich als innovativer Lösungs- und Systemanbieter international etabliert. Der hohe Qualitätsanspruch und das beständige Bestreben nach Verbesserung und Perfektion sind die erfolgreichen Treiber der eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit, aus der bisher über 700 Patente hervorgegangen sind. Im Bereich der Branderkennung und Brandvermeidung zählt WAGNER zu den Technologieführern weltweit und deckt von der Planung und Projektierung über den Anlagenbau bis hin zum Service das komplette Leistungsportfolio für seine Kunden ab. Die Brandschutzlösungen von WAGNER basieren auf fünf Systemschwerpunkten: Brandmeldeanlagen, Brandfrüherkennung (TITANUS®), Brandvermeidung (OxyReduct®), Brandbekämpfung (FirExting®) und Gefahrenmanagement (VisuLAN®), die auch in Kombination in den Branchen IT, Lager und Logistik, Archive, Museen, Büros/Verwaltungsgebäude, Produktion, Schienenfahrzeuge, Hotels und anderen Bereichen zum Einsatz kommen und kundenspezifische, optimale Brandschutzkonzepte gewährleisten.
Mit mehr als 610 MitarbeiterInnen und einer jährlichen Gesamtleistung in Höhe von rund 107Millionen Euro setzt das Unternehmen mit einem Netzwerk eigener Niederlassungen in Deutschland (Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Langenhagen, Leipzig, Mülheim a. d. Ruhr, Köln, München und Stuttgart) sowie ausländischen Tochtergesellschaften in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Russland, Schweiz, Norwegen, den USA, Singapur und Australien seinen Expansionskurs erfolgreich weiterfort.

Quelle/Foto: WAGNER Group GmbH

Zulassung für Vectron Dual Mode

Die Vectron Dual Mode-Lokomotive von Siemens Mobility hat am 29. Oktober 2020 vom Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die Zulassung für den Betrieb in Deutschland erhalten. Bisher haben Railsystems RP, die Mindener Kreisbahnen und Stern und Hafferl den Vectron Dual Mode bestellt. Ein weiteres Fahrzeug wurde vom Siemens-Mobility Testcenter in Wegberg-Wildenrath für Überführungsfahrten geordert. Auch die von DB Cargo im September bestellten Zweikraftlokomotiven profitieren von der Zulassung.

„Der Vectron Dual Mode ermöglicht unseren Kunden einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Schienengüterverkehr. Als Alternative zur herkömmlichen Diesel-Lok bietet der Vectron Dual Mode das Beste aus zwei Welten: Auf elektrifizierten Streckenabschnitten ist er rein elektrisch unterwegs, um Kraftstoff und Emissionen zu sparen und Wartungskosten zu reduzieren. Auf oberleitungsfreien Streckenabschnitten kann ohne Lokwechsel in den Dieselbetrieb umgeschaltet werden“, sagt Albrecht Neumann, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility. Das deutsche Schienennetz ist heute zu rund 60 Prozent elektrifiziert, mit der Lokomotive von Siemens Mobility können Lücken in der Elektrifizierung ohne Lokwechsel durchfahren werden. Ballungszentren und Großstädte, in denen es häufig ein elektrifiziertes Schienennetz gibt, bleiben gleichzeitig von Emissionen verschont.

Der Vectron Dual Mode basiert auf bewährten Vectron-Komponenten. Die Spurweite des Vectron Dual Mode beträgt 1.435 mm, das Gewicht liegt bei 90 Tonnen. Die Lok ist für das 15 kV AC Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgerüstet. Unabhängig von der Betriebsart beträgt die Leistung am Rad 2.000 kW. Der Dieseltank fasst 2.600 Liter Kraftstoff. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Quelle/Foto: Siemens Mobility GmbH

Knorr-Bremse rüstet U-Bahn-Züge von Siemens Mobility mit Einstiegssystemen in London aus

Knorr-Bremse, Weltmarktführer für Bremssysteme sowie weitere Systeme für Schienen- und Nutzfahrzeuge, hat sich von Siemens Mobility einen Großauftrag über Einstiegssysteme mit einem Wert im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich gesichert. Die Konzerntochter IFE, Weltmarktführer für Einstiegssysteme für Schienenfahrzeuge, wird Türsysteme für Züge der von London Underground betriebenen Piccadilly Line liefern. Da für die Verkehrsnachfrage in den kommenden Jahren ein weiterer Anstieg erwartet wird, leisten Knorr-Bremse und IFE einen entscheidenden Beitrag zu verfügbarer urbaner Mobilität für die Bevölkerung der Megacity.

Der Auftrag beinhaltet 3.760 Türsysteme – bestehend aus 3.760 Türantrieben und 7.144 Türflügeln – für 94 neunteilige Züge des Typs Inspiro von Siemens Mobility. Die Einstiegssysteme von IFE werden ab 2024 im Fahrgastbetrieb auf der dunkelblauen Piccadilly Line zum Einsatz kommen, die sich mit 53 Stationen über eine Gesamtlänge von mehr als 70 Kilometern erstreckt.

IFE wird eng mit Siemens Mobility zusammenarbeiten, um das Angebot an Inhalten und Leistungen im Vereinigten Königreich zu maximieren. IFE plant, sein Angebot und seine lokale Präsenz insbesondere im Großraum London weiter auszubauen, um so die Integration und den reibungslosen Betrieb der Türsysteme in der neuen Zugflotte vor Ort begleiten zu können. Dies unterstützt das Ziel von Siemens Mobility und Transport for London, im Rahmen des Deep Tube Upgrade Programmes (DTUP) zahlreiche neue Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich zu schaffen, was auch den Aufbau eines neuen Fertigungsstandorts von Siemens Mobility beinhaltet.

Beim DTUP sind die außergewöhnlich stark gebogene Form der Türflügel für die engen röhrenförmigen Tunnel – ein Alleinstellungsmerkmal des ältesten U-Bahn-Netzwerks der Welt – und der enge Zeitplan besonders anspruchsvoll. Die Außenschiebetüren und Spindelantriebe sind eine individuelle und kundenspezifisch angepasste Anfertigung, beinhalten aber auch bewährte Komponenten. Generell tragen die Einstiegssysteme entscheidend zu der mit dem Einsatz der neuen Züge angestrebten Erhöhung der Transportkapazität auf den Linien der Londoner Tube bei. Zudem sind die Türflügel auf eine Lebensdauer von mindestens 40 Jahren ausgelegt – ein klarer Beitrag zu ganzheitlichem Lebenszyklus-Management von Schienenfahrzeugen.

Für die Knorr-Bremse Tochter IFE stellt das Piccadilly Line-Projekt mit einem Auftragswert im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich den größten Auftrag in der Geschichte des Unternehmens dar. Der Vertrag beinhaltet zudem Optionen auf mehr als 9.000 weitere Einstiegssysteme – sowohl für Passagier- als auch für Fahrerstandstüren – für zusätzliche 216 Züge weiterer Linien der Londoner Tube.

(Quelle und Bild: Knorr-Bremse)

Newsletter PriMa-Express 09-2020 erschienen

Am gestrigen 04.05.2020 ist der aktuelle Newsletter „PriMa-Express“ erschienen. Die Themen:

  • Modular und zuverlässig: Siemens Mobility verkauft 1000. Vectron
  • Günzburger Steigtechnik: Innovative Lösungen für Infektionsschutz
  • 50 Prozent Frauenanteil im DB-Cargo-Vorstand

Der PriMa Express steht hier zum Download bereit.

Wir wünschen angenehme Lektüre – bleiben Sie gesund!

Neue Straßenbahn für Bremen

Die erste von insgesamt 77 neuen Straßenbahnen hat am 31. März Bremen erreicht. Vier Nächte lang ist das rund 37 Meter lange, 2,65 Meter breite und fast 48 Tonnen schwere Fahrzeug mit einem Tieflader vom Siemens Mobility-Werk in Wien zur Bremer Straßenbahn AG (BSAG) an den Flughafendamm transportiert worden. In den kommenden Wochen und Monaten wird das moderne Fahrzeug von den Experten der BSAG im Rahmen des anstehenden Zulassungsverfahrens ausgiebig getestet, bevor es voraussichtlich im Sommer 2020 erstmals mit Fahrgästen an Bord durch die Hansestadt fährt.

„Für den Nahverkehr in Bremen beginnt damit eine neue Ära“, betont Hajo Müller, kaufmännischer Vorstand und Vorstandssprecher der BSAG. Im Jahr 2011 war zum letzten Mal eine neue Straßenbahn an die BSAG geliefert worden, damals noch vom Typ Bombardier Flexity Classic. Die 77 neuen Fahrzeuge werden von Siemens in Wien gebaut und basieren auf dem Fahrzeugtyp Avenio, sind aber auf die Bremer Bedürfnisse angepasst worden, insbesondere im Hinblick auf die Barrierefreiheit: Unter anderem ist eine siebte Fahrgasttür eingeplant worden, welche die Erreichbarkeit des zweiten Rollstuhlstellplatzes erleichtert. Natürlich gibt es auch den bekannten Bremer Hublift. Dieser ist auch in den neuen Fahrzeugen verbaut und wie gewohnt an Tür 2 zu finden. Die Bremer Variante des Avenio hat die BSAG auf den Namen „Nordlicht“ getauft.

Bremer Fahrgäste erwartet ein hochmodernes Fahrzeug. Infotainment-Systeme auf Monitoren informieren nicht nur über bevorstehende Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten, sondern auch über das aktuelle Tagesgeschehen. Bei der Konstruktion der neuen Straßenbahn ist auch das veränderte Nutzungsverhalten der Fahrgäste berücksichtigt worden. „Wir haben insgesamt acht sogenannte Mehrfachnutzungsflächen eingeplant, da immer mehr Menschen mit Rollatoren und Kinderwagen unterwegs sind“, erklärt Müller. Dank Klappsitzen können diese Bereiche aber auch zum Sitzen genutzt werden.

Bedeutender Schritt für die Verkehrswende

„Bremen investiert mehr als eine halbe Milliarde Euro in den modernen ÖPNV. Jetzt ist die erste von 77 neuen Straßenbahnen endlich da. Das freut mich sehr. Das bedeutet in Zukunft mehr Passagiere pro Bahn, mehr Komfort für die Fahrgäste und eine deutliche Entlastung für die BSAG“, erklärt Maike Schaefer, Bürgermeisterin sowie Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. Dies sei „ein sehr positiver und bedeutender Schritt, die Verkehrswende in Bremen voran zu treiben. Vor allem, wenn man die neuen Straßenbahnen auch noch zusammenbringt mit den geplanten Verlängerungen der Linie 1 und 8 sowie der Querverbindung Ost und potenziell weiteren Verlängerungen in die Überseestadt, Woltmershausen oder nach Osterholz. Und ein moderner Nahverkehr ist zugleich ein wichtiger Standortfaktor für eine Stadt wie Bremen“, so die Aufsichtsratsvorsitzende der BSAG.

Quelle: Newstix; Foto: BSAG