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Die Eisenbahn im Verteidigungsfall

In der Ukraine leistet die Schiene im Kriegseinsatz großartige Arbeit. Mit Henning Otte, MdB und stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, sprach das Privatbahn Magazin über die deutsche Schiene im Verteidigungsfall und die Verzahnung mit der Bundeswehr. Auch in Friedenszeiten ist die Bahn wichtig für das Militär.

MdB Henning Otte sieht die Eisenbahn als wichtigen Aspekt der Landesverteidigung.
Foto: MICHAEL M. MEY

„Die Bundeswehr hat schon immer große Truppenbewegungen per Bahn vorgenommen“, erklärt Henning Otte gegenüber dem Privatbahn Magazin. Auch heute fänden umfangreiche Truppenverlegungen durch Deutschland sowie von alliierten Streitkräften – insbesondere an die Ostflanke des Bündnisgebietes – auf der Schiene statt.

„Die kurzfristige Verstärkung unserer Kräfte in Litauen, die die Bahn dorthin transportiert hat, hat die gute Zusammenarbeit erneut unter Beweis gestellt“, so Otte weiter. Auch komme die europäische Vernetzung per Gleis dem Militär zugute. Zum Beispiel auch US-amerikanischen Truppen- und Materialverlegungen, die beispielsweise in Belgien mit Schiffen anlanden und dann per Bahn quer durch Europa bis nach Polen transportiert werden. Gerade die aktuellen Verlegungen aufgrund der Verstärkung der NATO-Ostflanke profitieren von dieser Vernetzung.

Zur Koordination der Verlegungen hat die NATO kürzlich das Joint Support and Enabling Command (JSEC) in Ulm auf deutsche Initiative hin aufgestellt. Dieses kann dann die Verlegungen und auch deren Schutz in Abstimmung mit den Partnernationen koordinieren. Für die Koordinierung in Deutschland steht die Logistik der Bundeswehr zur Verfügung. Das Logistikzentrum der Bundeswehr koordiniert alle militärischen Verlegungen – auch in enger Abstimmung mit der Bahn.

Die Eisenbahn kann schnell und zuverlässig große Mengen an Material transportieren. So wird das Straßennetz nicht belastet und ein riesiger Aufwand zur Koordination von Schwertransporten durch die kommunalen und Länderzuständigkeiten entfällt. Dennoch spielt die Straße weiterhin eine Rolle, auch mit Blick auf möglicherweise sabotierte Gleise im Ernstfall.

Lesen Sie das gesamte Interview im Privatbahn Magazin 3/2022.

Und das meint…

Christian Stavermann
Geschäftsführer
egoo Eisenbahngesellschaft Ostfriesland-Oldenburg mbH

 

 

Ich schätze die stetige Aktualität und die zuverlässige Berichtserstattung, auch bei kritischen Themen. Gerne so weiter

Aktuelle Ausgabe

HEFT-NR. 3 | AUSGABE Mai Juni 2022

Verkehrswende triffta auf Zeitenwende

Der russische Überfall auf die Ukraine und die Sanktionen der übrigen Welt gegen Russland haben die Transportbeziehungen in ganz Europa durcheinandergewirbelt – und werden es wohl noch längere Zeit tun, denn ein „Zurück“ zum Stand vor dem 24. Februar ist derzeit nicht absehbar.

Der Eisenbahnsektor bleibt davon nicht unberührt. Im Gegenteil, der Verkehrsträger Schiene stellt in diesen Tagen seine Unentbehrlichkeit unter Beweis. Ohne die „großen Gefäße“, die nur die Eisenbahn stellen kann, wäre die schnelle Evakuierung von Millionen Menschen aus den Kampfgebieten unmöglich gewesen. Und ohne die „großen Gefäße“ des Güterverkehrs, die an Checkpoints, zerstörten oder verminten Straßenbrücken einfach vorbeifahren, würden auch viele humanitäre Hilfsgüter sehr viel später ankommen.

Langfristig kommt auf die Eisenbahn in der Ukraine eine weitere Aufgabe zu – sie wird einen großen Teil des Warenexports übernehmen müssen. Derzeit sind die Seehäfen, über die ein Großteil der Agrargüter in alle Welt verschifft wurde, durch die faktische russische Seeblockade nicht nutzbar. Für Seidenstraßen-Verkehre, die in den vergangenen Jahren so hoffnungsvoll gewachsen waren, bedeutet die internationale Isolation von Russland und Weißrussland das Aus. Selbst wenn sie formal noch erlaubt wären, findet sich kaum noch ein Versicherer.

Kaum einzuschätzen sind die Auswirkungen auf die Seehafen-Hinterlandverkehre. Der Handel der westlichen Welt mit Russland ist zum Erliegen gekommen. Vielen Sendungen, die durch die Seehäfen gegangen sind, war aber nicht anzusehen, dass sie von oder nach Russland unterwegs waren.

Ganz unmittelbar zu spüren sind aber die Folgen bei den Energiepreisen. Der Höhenflug des Ölpreises an den Weltmärkten hat den Diesel-Preis mitgerissen. Und ein eventuelles EU-Gasembargo würde auch die Stromerzeugung in Deutschland verteuern.

Den kompletten Artikel finden Sie im Privatbahn Magazin 03/2022 ab Seite 22.

Innovationspreis

Für Bahntechnik 2018/2019

Am 2. April 2019 wurde erstmals der Innovationspreis des Privatbahn Magazins im Rahmen der HANNOVER MESSE verliehen. Dabei standen die ausgezeichneten Produkte ganz im Zeichen von Recycling, Lärmschutz und effizienter Nutzung von Energie.