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Thema der Woche

Vorzugsvariante für NBS Frankfurt-Mannheim steht fest

Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim soll westlich an Darmstadt vorbeiführen. Das sieht jedenfalls die von der Deutschen Bahn bevorzugte Trassenvariante II.b vor, die am 13. November präsentiert wurde.

Grafik: DB AG
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Zwischen Zeppelinheim und Lorsch verläuft die Strecke entlang der Autobahnen A5 und A67, anschließend zwischen Lorsch und Mannheim weitgehend im Tunnel. Darmstadt wird von Süden mit einer eingleisigen Strecke für den Personenverkehr an die neue Strecke angebunden, von Norden wird eine Verbindungskurve angelegt.

Mit dem Projekt kann die Fahrzeit zwischen Frankfurt und Mannheim im Fernverkehr von 38 auf 29 Minuten reduziert werden, um so den Deutschlandtakt zu ermöglichen. Zugleich kann nachts ein großer Teil des Güterverkehrs auf die neue Strecke verlagert werden. Einer der Vorteile der Trassenvariante ist, dass durch die Bündelung mit den Autobahnen kaum neue Lärmbetroffenheiten entstehen.

Über den besten Verlauf der neuen Gleise hat sich die Deutsche Bahn in den letzten vier Jahren mit der Region ausgetauscht. Mehr als 30 mögliche Streckenführungen wurden gemeinsam besprochen und hinsichtlich ihrer jeweiligen Vor- und Nachteile bewertet. Dabei hat sich die Streckenvariante II.b in Summe aller Bewertungskriterien als beste Variante erwiesen.

Dadurch, dass die bestehenden Gleise der Riedbahn und der Main-Neckar-Bahn vom Fernverkehr entlastet werden, kann auch der Nahverkehr ausgeweitet werden. Darmstadt kann mit der jetzt gefundenen Streckenvariante bereits vor Inbetriebnahme der gesamten Neubaustrecke an den Hessen-Express zwischen Wiesbaden und dem Frankfurter Flughafen angebunden werden. Die Fahrzeit zwischen Frankfurt Flughafen und Darmstadt beträgt dann nur noch 15 Minuten. Nachts werden die Anwohner an den Bestandsstrecken Riedbahn und Main-Neckar-Bahn von Güterverkehr entlastet, da dieser auf die Neubaustrecke geleitet wird.

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Aktuelle Ausgabe

HEFT-NR. 6 | AUSGABE November / Dezember 2020

Titelstory: Corona-Krise – Solidarität und Fairness, bitte!

Ein Demonstrations-Zug – wortwörtlich – und ein starkes Symbol: Mit der Aktion „Hör das Signal, Berlin!“ hat der Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e. V. (NEE), der Anfang November sein 20-jähriges Bestehen feierte, aufmerksamkeitsstark protestiert. Laut und bunt zog der 400 Meter lange Güterzug immer wieder tutend durch Berlin. 100.000 Kilowatt Leistung symbolisierten die geballte Kraft der privaten Güterbahnen. Denn längst sind sie für rund die Hälfte des auf der Schiene transportierten Volumens verantwortlich. Der freie Wettbewerb hat dabei nicht nur ein erfreuliches Wachstum ‧ermöglicht, sondern seit der Bahn‧reform auch diverse Innovationen ‧angeschoben.
Umso bedauerlicher, dass Bund und Deutsche Bahn AG (DB) diesen Wettbewerb verzerren, meint das NEE. Die Privaten fragen sich angesichts der Zuwendungen in Milliardenhöhe an die DB zu Recht: Was ist mit uns?

Besonders die Erhöhung des DB-Eigenkapitals um 5 Milliarden Euro stößt bitter auf. Daher haben sich die Wettbewerber zusammengeschlossen, um unter dem Motto „100 % Engagement – 50 % Marktanteil – 0 % Corona-Hilfe“ zu protestieren – leider mit ernüchterndem Ergebnis. Das erhoffte Umdenken und -schwenken der Politik blieb bisher aus.
Dabei wäre es geboten, gerade in der Krisenzeit den Wettbewerb zu erhalten und die Vielfalt des Marktes zu stärken. Und dafür gäbe es gute Maßnahmen. So schlägt etwa Rechtsanwalt Stefan Buske vor, einen Fonds für alle Güterbahnen einzurichten. Die Privatbahnen wenden sich derzeit hilfesuchend nach Brüssel, denn die EU-Kommission könnte die Eigenkapitalerhöhung noch verhindern.dt

Foto: hendrik Bloem, www.Hendrikbloem.de

 

Den kompletten Artikel zum finden Sie im Privatbahn Magazin 06/2020 ab Seite 14.

 

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Innovationspreis

Für Bahntechnik 2018/2019

Am 2. April 2019 wurde erstmals der Innovationspreis des Privatbahn Magazins im Rahmen der HANNOVER MESSE verliehen. Dabei standen die ausgezeichneten Produkte ganz im Zeichen von Recycling, Lärmschutz und effizienter Nutzung von Energie.

Den größten Beitrag leisten die Lokführer des Regionalverkehrs. Sie sparen durch energieeffiziente Fahrweise jährlich etwa 105 Millionen Kilowattstunden Energie ein. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren jeweils um bis zu vier Prozent angestiegen – auch dank der Trainings, die alle Lokführer regelmäßig durchlaufen. Auch im Fernverkehr konnte die Energieeffizienz durch kluge Bremsvorgänge und Ausrollen weiter gesteigert werden. Die Bremsenergie wird wieder zurück ins Netz eingespeist. Auf einzelnen Strecken sind so Einsparungen von bis zu zehn Prozent möglich.

Neu ist die „Zuglaufregelung Grüne Funktion“, auch „grüne Welle“ genannt. Die Fahrempfehlungen für die Lokführer berücksichtigen jetzt neben dem Streckenprofil auch die aktuelle Betriebslage.

Zunehmend unterstützt moderne Technik das kluge Fahren bei DB Cargo: 60 neue energieeffiziente Mehrsystemloks und 80 neue energieeffiziente Triebfahrzeuge sorgten für weitere Energieeinsparungen.