Aktuelle Ausgabe

Privatbahn Magazin November / Dezember 2020

Werfen Sie einen exklusiven Blick auf unsere aktuelle Titelstory.

Titelstory

Corona-Krise – Solidarität und Fairness, bitte!

Ein Demonstrations-Zug – wortwörtlich – und ein starkes Symbol: Mit der Aktion „Hör das Signal, Berlin!“ hat der Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e. V. (NEE), der Anfang November sein 20-jähriges Bestehen feierte, aufmerksamkeitsstark protestiert. Laut und bunt zog der 400 Meter lange Güterzug immer wieder tutend durch Berlin. 100.000 Kilowatt Leistung symbolisierten die geballte Kraft der privaten Güterbahnen. Denn längst sind sie für rund die Hälfte des auf der Schiene transportierten Volumens verantwortlich. Der freie Wettbewerb hat dabei nicht nur ein erfreuliches Wachstum ‧ermöglicht, sondern seit der Bahn‧reform auch diverse Innovationen ‧angeschoben.
Umso bedauerlicher, dass Bund und Deutsche Bahn AG (DB) diesen Wettbewerb verzerren, meint das NEE. Die Privaten fragen sich angesichts der Zuwendungen in Milliardenhöhe an die DB zu Recht: Was ist mit uns?

Besonders die Erhöhung des DB-Eigenkapitals um 5 Milliarden Euro stößt bitter auf. Daher haben sich die Wettbewerber zusammengeschlossen, um unter dem Motto „100 % Engagement – 50 % Marktanteil – 0 % Corona-Hilfe“ zu protestieren – leider mit ernüchterndem Ergebnis. Das erhoffte Umdenken und -schwenken der Politik blieb bisher aus.
Dabei wäre es geboten, gerade in der Krisenzeit den Wettbewerb zu erhalten und die Vielfalt des Marktes zu stärken. Und dafür gäbe es gute Maßnahmen. So schlägt etwa Rechtsanwalt Stefan Buske vor, einen Fonds für alle Güterbahnen einzurichten. Die Privatbahnen wenden sich derzeit hilfesuchend nach Brüssel, denn die EU-Kommission könnte die Eigenkapitalerhöhung noch verhindern.dt

Foto: hendrik Bloem, www.Hendrikbloem.de

 

Den kompletten Artikel zum finden Sie im Privatbahn Magazin 06/2020 ab Seite 14.