Vor einer Woche haben wir gefragt, ob Sie dem von CDU-Chef Friedrich Merz geäußerten Vorschlag, den DB-Konzern zu zerschlagen und Netz und Betrieb des deutschen Schienennetzes zu trennen, zustimmen. 58 Prozent haben hier auf „Ja“ geklickt, je 20 Prozent waren dagegen sowie unentschlossen.

 

DB-nahe Personen dagegen
Die Gegner der Trennung kamen dabei überwiegend aus dem DB-Konzern oder standen ihm nahe. Sogenannte DBplus-Partner eingerechnet kamen 75 Prozent der „Nein“-Stimmen von der DB. Dazu kam der Hinweis – nicht aus der DB selbst – dass die einzelnen Unternehmen des Konzerns jetzt schon nicht genügend miteinander kommunizierten. Das sei Ursache für viele der aktuellen Probleme. Die tatsächliche Zerschlagung würde zu noch größeren Problemen führen.

Nicht sicher waren sich unter anderem Betriebsleiter, Softwareengineure, Riskmanager und namhafte Consulter. Obwohl gleich viele Stimmen, wählten keine Personen aus dem DB-Konzern diese Option. Ebenfalls uneindeutig im Sinne der Abstimmung war der Einwand, dass Merz‘ Vorschlag „Wahlkampfgeplänkel“ gewesen sei. Immerhin habe die CDU/CSU lange den Verkehrsminister gestellt.

 

Mehrheit für Trennung von Netz und Betrieb
Die Trennung von Netz und Betrieb für Notwendig erachteten derweil unter anderem bekannte Consulter, Juristen, Verkehrsplaner und Finanzierer. Darunter sind auch Personen aus dem DB-Konzern. Statistisch auffällig sind hier die Personen in leitenden Positionen diverser privater Verkehrsunternehmen: Sie stellen fast 40 Prozent der „Ja“-Stimmen.

Foto: Deutsche Bahn AG/Pablo Castagnola