Am 15.6. ist die Entscheidung im Straßburger Parlament gefallen: Trotz deutscher Gegenwehr verordnet die EU die Einrichtung von drei Güterverkehr-Korridoren auf der Schiene. Dem Güterverkehr wird Vorrang eingeräumt. Die Deutsche Bahn befürchtet als Folge drastische Auswirkungen auf den Personenverkehr. Die EU-Entscheidung könnte hier zu Lande höhere Preise und Fahrplanchaos nach sich ziehen. „Die Verordnung ist für den Personenverkehr der Deutschen Bahn fatal,“ sagte Grube. Die EU-Mitgliedstaaten müssen in Zukunft Schienenkorridore einrichten, auf denen der Güterverkehr zwischen zwei Ländern Vorfahrt vor dem Nah- und Fernverkehr hat. Die EU will so den Gütertransport auf der Schiene fördern. Bisher werden rund 75 Prozent aller Güter auf der Straße transportiert. Die Koordination der Korridore soll künftig von einer zentralen europäischen Behörde übernommen werden.