Der von der DB Vertrieb GmbH geplante Arbeitsplatzabbau in den Reisezentren der Deutschen Bahn AG ist für die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) unverständlich. „Das wäre ein brutaler Kahlschlag, der hier stattfinden soll“, sagt EVG-Vorstand Reiner Bieck. Bis 2016 sollen dem Vernehmen nach rund 700 Stellen bundesweit gestrichen werden. Zwar habe der Verkauf von Tickets über Internet und an Automaten zugenommen, „Aber die Beratung findet eben in den Reisezentren, am Schalter, statt.“ Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Umsätze in den Verkaufsstellen zurückgingen. „Viele Kunden informieren sich in den Reisezentren über die besten Verbindungen, um das Ticket dann, in manchen Fällen kostengünstiger, am Automaten oder über das Internet zu buchen“, so Bieck. Dem Beratungswunsch müsse die DB jedoch nachkommen. Die „undurchschaubare Personalpolitik“ in diesem Bereich führe schon jetzt dazu, „dass die noch vorhandenen Reiseberater in vielen Reisezentren die Kundenschlangen kaum abarbeiten können“. EVG, Betriebsräte und DB Vertrieb seien zurzeit in Gesprächen zu einem Zukunftskonzept für den Bereich Vertrieb.