Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ihren 60-Stunden-Streik bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen um 2.00 Uhr beendet. Die Gewerkschaft hatte seit Montag die Konkurrenten der Deutsche Bahn (DB) bestreikt. Es war der bisher längste Streik im aktuellen Tarifkonflikt. Die GDL will für alle Lokführer in Deutschland einen Rahmentarifvertrag durchsetzen. Noch während des 60-Stunden-Ausstandes hatte die GDL angekündigt, den Arbeitskampf bis mindestens Ende April auszusetzen. „Die Streikpause gibt allen Beteiligten Gelegenheit, eine Lösung des Konflikts aufzugreifen“, schreibt die Gewerkschaft auf ihrer Internetseite. Veolia wirft der Gewerkschaft unterdessen vor, die Öffentlichkeit mit „klassenkämpferischen Parolen“ für sich einnehmen zu wollen. Außerdem gehe sie in manchen Betrieben „mit unlauteren Mitteln“ gegen Lokführer vor und versuche, diese einzuschüchtern. Ulrike Haber-Schilling (Leiterin Personal bei Veolia) erklärt, die Gewerkschaft schüre „mit falschen Behauptungen Neid und Missgunst unter den Beschäftigten“. Außerdem würde die GDL in der Öffentlichkeit zudem gezielt Falschmeldungen verbreiten.

Der am Freitag zwischen GDL und DB ausgehandelte Tarifvertrag ist dagegen besiegelt. Die Tarifkommission der GDL gab dem Vertragspaket ihre Zustimmung.