Auf dem Markt für Pendler- und Regionalverkehr auf der Schiene dominieren die großen europäischen Staatsbahnen, die ihren Aktionsradius durch den Erwerb ausländischer Tochterunternehmen erweitern – Deutschland gilt als einer der attraktivsten Märkte in Europa. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Märkte für Pendler- und Regionalverkehre auf der Schiene – Europäische Entwicklungen“ der SCI Verkehr GmbH. Analysiert wird darin der  Markt für Schienenpersonennahverkehr in Europa.

Die Studie zeigt, dass der von der Europäischen Union eingeleitete Prozess zur Öffnung der Märkte für Pendler- und Regionalverkehr auf der Schiene sich weiter fortsetzt. Neben den liberalisierten Märkten Schweden, Großbritannien, Deutschland, Dänemark und Niederlande öffnen sich weitere Länder dem Wettbewerb. So will zum Beispiel Frankreich ab 2014 die gemeinwirtschaftlichen Fern- und Regionalzüge „versuchsweise“ in den Wettbewerb überführen.

Im Pendler- und Regionalverkehr auf der Schiene geht die Bedeutung der rein privaten Betreiber zurück. Vielmehr wird der europäische Pendler- und Regionalverkehr auf der Schiene vom Wettbewerb der europäischen Staatsbahnen bestimmt.  Mit einem Marktvolumen von 9,2 Mrd. EUR ist Deutschland nicht nur der größte Markt für Pendler- und Regionalverkehre auf der Schiene in Europa, sondern auch einer der attraktivsten für die Betreiber. Die im deutschen SPNV erzielten Margen erreichen im europäischen Vergleich ein noch relativ akzeptables Niveau.

Insgesamt wurden 2011 in Deutschland 68 Mio. Zug-km im Wettbewerbsverfahren vergeben. Seit 2010 rollt auf den deutschen SPNV eine Vergabewelle zu, die zwischen 2014 und 2016 ihre Spitze erreichen wird.

(Quelle: SCI)