In einem dpa-Beitrag hat Jörg Sandvoß, der Chef der DB Regio AG, am 17. Mai 2017 zum Angriff geblasen. Man habe hart gearbeitet, um wettbewerbsfähiger zu werden. Nun werde die DB Regio die Regionalverkehre zurückerobern. Hintergrund: Derzeit hält die DB Regio nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienenpersonennahverkehr (BAG SPNV) 67 Prozent Marktanteil. Massiv verloren hat der „rote Riese“ zuletzt in Nordrhein-Westfalen. Allerdings ist das Unternehmen mit Abstand noch deutlich führend. Transdev, derzeit zweitgrößter Auftragnehmer, kommt gerade einmal auf sieben Prozent, gefolgt von Netinera mit 5 Prozent. „In Deutschland erbringen mittlerweile über 60 Eisenbahnverkehrsunternehmen die von den Aufgabenträgern bestellten Verkehre. Damit können wir feststellen, dass der Wettbewerb in Deutschland nicht nur angekommen, sondern umgesetzt ist.“, so Dr. Thomas Geyer, Präsident der BAG-SPNV, bei der Kommentierung der aktuellen Zahlen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)  im März 2017.

 

 

Diesen Trend will die DB Regio umkehren: Laut Sandvoß werden bis 2021 rund 360 Millionen gefahrene Zugkilometer erneut vergeben, mehr als die Hälfte der insgesamt rund 670 Millionen Zugkilometer (pro Jahr). Er verweist in dem Beitrag darauf, dass 2016 zirka 60 Prozent der ausgeschriebenen Verkehrsleistung von der DB Regio gewonnen wurden und sich die Tendenz in diesem Jahr fortsetze.

Seine Hoffnung: Mittlerweile kämen vermehrt auch Netze auf den Markt, die aktuell von Wettbewerbern gefahren werden. Damit habe die DB Regio die Chance, Netze wieder zurückzugewinnen. Neben einer besseren Kostenstruktur will die Bahn auch mit zusätzlichen Angeboten für Fahrgäste punkten, etwa einem Wlan-Angebot in den Nahverkehrszügen.

Grafik: BAG SPNV