Auf Einladung der Schweiz und Deutschlands trafen sich in Leipzig die Verkehrsminister des Korridors Rotterdam-Genua, um über Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Schienengüterverkehrs zu sprechen. Der Gotthard-Basistunnel ermöglicht es, die Fahrzeit zwischen Nord und Süd zu verkürzen und mehr Güter auf der Schiene zu transportieren. Um den vollen Nutzen auszuschöpfen, brauche es gute Angebote der Bahnunternehmen und Logistiker sowie einen engen Austausch zwischen den Behörden, betonte die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard beim Treffen. Die Verkehrsminister waren sich einig, die grenzüberschreitende Planung und Koordination weiter zu verbessern. Das vom Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Doris Leuthard initiierte Treffen diente dazu, den Austausch zu diesen Themen zu fördern und offene Fragen zu besprechen. Eingeladen waren die Verkehrsminister der anderen Korridorländer (Niederlande, Belgien, Italien), Vertreter der EU-Kommission sowie Vertreter von Bahn-, Infrastruktur- und Logistikunternehmen. Das Treffen fand am Rande des traditionellen Internationalen Transportforums in Leipzig statt.

Leuthard betonte in ihren Ausführungen, dass den Investitionen in die Infrastruktur verstärkte Anstrengungen zur Verbesserung des Angebots folgen müssten. „Es ist wichtig, dass die mit der neuen Flachbahn durch die Alpen möglichen Fahrzeitgewinne auch zu einer besseren Transportqualität führen.“ Ausserdem brauche es einheitliche, moderne Zugsicherungssysteme, damit die Lokomotiven ohne nationale Zusatzausrüstungen von Rotterdam bis nach Genua fahren könnten. Die Verkehrsminister waren sich einig, die grenzüberschreitende Planung und Koordination weiter zu verbessern und die Bestrebungen zu unterstützen, den Güterkorridor mitsamt der Zubringerstrecken einheitlich mit dem Zugsicherungssystem ERTMS auszurüsten. Es gelte, nach der „Hardware“ auch die „Software“ zu verbessern.