20 Jahre CFL cargo: Vom Defizitbringer zum europäischen Güterbahn-Player
Mit einer Feier auf der Multimodalplattform Bettembourg-Dudelange hat CFL cargo am 23. Oktober 2026 sein 20-jähriges Bestehen begangen. Rund 100 Gäste aus Unternehmen, Politik und Kommunen waren dabei.
CFL cargo war am 17. Oktober 2006 entstanden. Damals wurden die Güterverkehrssparte der Luxemburger Staatsbahn CFL und der interne Schienentransport der luxemburgischen ArcelorMittal-Werke zusammengeführt – mitten in der Liberalisierung des europäischen Schienengüterverkehrs. CFL-Generaldirektor Marc Wengler erinnerte an die Ausgangslage: Vor der Marktöffnung habe der Güterverkehr strukturelle Verluste von mehr als 30 Mio. Euro pro Jahr geschrieben. Eine Neuaufstellung mit modernisierter Produktion, gezielter Qualifizierung der Mitarbeitenden und einem neuen Geschäftsmodell habe die Wende gebracht.
Heute beschäftigt CFL cargo rund 780 Menschen an Standorten in Luxemburg, Frankreich, Deutschland und Belgien. Zur Flotte zählen mehr als 60 Lokomotiven und etwa 3.000 Wagen. Pro Woche fährt das Unternehmen über 210 konventionelle Züge; im Rangierbahnhof Bettembourg werden wöchentlich rund 1.400 Wagen behandelt. Mit Mehrsystemloks vom Typ Traxx MS3 und Euro 6000 bedient CFL cargo internationale Relationen von Polen bis Spanien über Deutschland, Frankreich und Belgien. Zur Fret-Gruppe gehören außerdem CFL multimodal, Lorry Rail und der 2023 übernommene Hafenbetreiber Luxport.
Für CEO Sébastien Hoffmann ist das Jubiläum vor allem Anlass, nach vorn zu blicken. Mobilitätsministerin Yuriko Backes betonte in einer Videobotschaft die Rolle der Schiene für nachhaltige Mobilität und widerstandsfähige Lieferketten: „In die Schiene zu investieren heißt, in die Zukunft zu investieren.“ Zum Abschluss enthüllte das Unternehmen eine Jubiläumslok in grünem Waldmotiv mit einem Hirsch – dem neuen Wappentier von CFL cargo – und dem Slogan „20 Years of Ecologistics“.
Quelle/Foto: CFL Multimodal
