CER: Europäischer Eisenbahn-Verband sucht neuen Interimschef

Nach dem Rücktritt von Bahn-Chef Grube sucht auch die Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (GEB/CER) nach einem neuen Vorsitzenden. Wie eurailpress.de berichtet, wird bei der Generalversammlung 8. Februar 2017 über eine temporäre entscheiden. Grube war erst im September als Nachfolger von Christian Kern zum CER-Chef gewählt worden.

WESTbahn kehrt CER den Rücken

Dr. Erich Forster, Westbahn-Geschäftsführer

Die WESTbahn hat seinen Austritt aus der CER erklärt. Zur Begründung heißt es aus dem österreichischen Bahnunternehmen, die letzten Monate hätten gezeigt, dass die Grundhaltung und die Methoden der CER nicht den Vorstellungen der WESTbahn von Lobbying und Demokratie entsprechen. Zudem hätten Newcomer keine Chance erhalten, die Orientierung des Bahnsektors wirklich in Richtung Liberalisierung mitzubestimmen.

Die CER wird von den ehemaligen Staatsbahnkonzernen Europas dominiert. Sie hatte sich insbesondere bei den Beratungen über das 4. Eisenbahnpaket im Europäischen Parlament durch offensives Lobbying gegen eine Pflicht zur Trennung von Netz und Betrieb im Schienenverkehr hervorgetan.

 „Die CER steht leider immer mehr der Gesamtvision der EU Kommission abwehrend entgegen und daher kann die WESTbahn nicht mehr in der CER verbleiben“, erklärte WESTbahn-Chef Dr. Erich Forster zum Austritts.

(WESTbahn / red; Foto: WESTbahn)

4. Eisenbahnpaket: mofair und NEE kritisieren ehemalige Staatsbahnen und CER

Die den NE-Bahnen nahestehenden Verbände mofair und Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) kritisieren die Bemühungen der ehemaligen Staatsbahnen um eine Abschwächung der geplanten Regelungen im 4. Eisenbahnpaket. Über ihren Verband CER würden die Bahnkonzerne versuchen, in Brüssel zu erreichen, dass sich das Europarlament am 24./25. Februar 2014 entweder gar nicht mit dem 4. Eisenbahnpaket befasst oder Regelungen beschließt, die hinter die bereits geltende Recast-Richtlinie von 2012 zurückgehen, so der Vorwurf von mofair und NEE.

Trotz der offensichtlichen Vorteile des Wettbewerbs und der Marktöffnung versuchten die Staatsbahnen über ihren Verband CER auf diesem Wege, ihre nach wie vor vorhandene Marktmacht zu zementieren, monieren mofair und NEE. Nach ihrer Auffassung hat der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlamentes im 4. Eisenbahnpaket mit seinem Beschluss vom 17.12.2013 einen akzeptablen Kompromiss zwischen den Interessen der Staatsbahnen und den Wettbewerbern gefunden.

(NEE/mofair/red)

CER-Studie: Anteil von Frauen in Bahnberufen bleibt konstant

Der Anteil weiblicher Arbeitskräfte im Schienensektor liegt konstant bei rund 20 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt ein Studie zur Entwicklung der Berufstätigkeit von Frauen in europäischen Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Studie wurde heute von der Gemeinschaft der Europäischen Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen (CER) und der Europäischen Föderation der Transportarbeiter (ETF) veröffentlicht. Insgesamt sind Frauen in technischen Berufen noch immer unterrepräsentiert.

(CER, red)

CER und Fahrkartenausster starten Initiative für transparente Ticketverkäufe

Die europäischen Eisenbahnverkehrsunternehmen und in Europa tätige Ticketaussteller haben am Sonntag einer gemeinsamen Initiative zugestimmt, um Buchungen bei der Bahn radikal zu verbessern. Das für diesen Zweck entwickelte „Full Service Model“ (FSM) baue auf modernen IT-Entwicklungen auf und werde die Partnerschaft zwischen den Eisenbahnunternehmen und Ticketausstellern stärken, heißt es vom Europäischen Verband der Eisenbahnverkehrsunternehmen und Infrastrukturunternehmen (CER). Das FSM soll dazu genaue und transparente Informationen zu verfügbaren Bahnprodukten liefern und damit den Kunden zugute kommen.

Die Fahrkartenanbieterverbände ETTSA und ECTAA sowie der CER unterschrieben am Sonntag eine Absichtserklärung zum formalen Start des FSM.

(CER)

Christian Kern (ÖBB) wird neuer CER-Präsident

Die Gemeinschaft Europäischer Eisenbahnen und Infrastrukturunternehmen CER hat Christian Kern, CEO der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) für die kommenden zwei Jahre zu ihrem Präsidenten gewählt. Kern folgt damit ab dem 1. Januar 2014 in diesem Amt auf Mauro Moretti, teilte die CER mit. Moretti, CEO der Ferrovie dello Stato Italiane (FS) war seit 2009 Präsident des Verbandes. Weitere Mitglieder des CER-Vorstandes sind 2014 – 2015: Guillaume Pepy (SNCF), Rüdiger Grube (DB), Andreas Meyer (SBB), Jiří KOLÁŘ (SZDC), Mauro Moretti (FSI), Ilona Dàvid (MÁV,), Roger Cobbe (ATOC), Crister Fritzson (ASTOC/SJ), Jakub Karnowski (PKP), Oliver Wolf (VDV), Dušan Mes (SŽ) und Timo Huges (NS).

Unter dem Vorsitz von Christian Kern werde der Verband auf die Verabschiedung des vierten Eisenbahnpaketes hinarbeiten, einen neuen Vorschlag zum Thema Megatrucks machen und die Verabschiedung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmenplans 2014-2020 vorbereiten, heißt es aus dem Verband.

(cer/red)

CER startet europäischen Eisenbahn-Fotowettbewerb

Die CER startet zum ersten Mal einen Fotowettbewerb zur europäischen Eisenbahn.

Züge verbinden Orte und Menschen. Als solche waren sie für Künstler immer ein fasznierendes und inspirierendes Thema. Ziel des CER-Fotowettbewerbs ist es, die Kreativität der Bahnpassagiere anzuregen und das positive Image der Eisenbahnen in Europa zu stärken. Die besten zwölf Fotografien werden prämiert und erscheinen im CER-Kalender 2014.

Weitere Informationen dazu in Englisch auf der Internetseite der CER.

Teilnehmer sollten insbesondere die detaillierten Regeln des Wettbewerbs auf der Internetseite der CER sorgfältig lesen.

(CER)

mofair: Marktöffnung macht Bahnen wettbewerbsfähig

 

Die Eisenbahnen aus Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz forderten in einem Gespräch mit Kommissionsvizepräsident Siim Kallas gleiche Rahmenbedingungen als Voraussetzung für eine Marktöffnung, z.B. eine Entschuldung, wie sie der Deutschen Bahn in den 1990er Jahren zu Teil wurde, und gleiche arbeitsrechtliche Standards. Dazu sagt mofair-Präsident Wolfgang Meyer: „Wollte man die Marktöffnung wirklich davon abhängig machen, dass alle Nationalstaaten zuvor ihre Eisenbahnen entschulden und den Arbeitsmarkt vereinheitlichen, kommt die Marktöffnung am St. Nimmerleinstag.“

Im Gegenteil werde nur eine effektive Marktöffnung den Druck auf die nationalen Eisenbahnstrukturen entfalten, sich im europäischen Eisenbahnmarkt wettbewerbsfähig aufzustellen, argumentiert mofair. Schaffen es die Eisenbahnunternehmen nicht, wettbewerbsfähig zu werden, werden sie vom Markt verschwinden, weil sie von anderen Eisenbahnunternehmen übernommen werden. Dieser Weg werde vor allem in nicht geöffneten Märkten beschritten.

„Wenn die Vertreter der acht Eisenbahnunternehmen den Schulterschluss zum Europäischen Verband der Eisenbahnen und Infrastrukturunternehmen (CER) suchen, sollten sie nicht verkennen, dass sie damit vor allem das Geschäft der großen staatlichen Eisenbahnunternehmen in Europa betreiben,“ sagte Wolfgang Meyer.

Dr. Johannes Nicolin mit European Railway Award ausgezeichnet

Dr. Johannes Nicolin
Dr. Johannes Nicolin

Die Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (CER) und der Verband der europäischen Bahnindustrie (Unife) haben gestern Dr. Johannes Nicolin mit dem European Railway Award 2013 geehrt. Der technische Direktor der AAE Ahaus Alstätter Eisenbahn AG erhält den Preis für die zahlreichen Impulse, die er in der Entwicklung innovativer Güterwagen, insbesondere bei Intermodalwagen, gesetzt hat. Das Preisgeld in Höhe von EUR 10.000 wird Nicolin an das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, spenden. Zu den maßgeblich von ihm angestoßenen Entwicklungen seine Karriere gehören:

  • Taschenwagen, die wahlweise den Transport von Sattelaufliegern, Containern oder Wechselbrücken ermöglichen;
  • das bimodale System Kombirail;  
  • Niederflurwagen, die auch auf dem britischen Streckennetz, das nur Transporte mit geringer Höhe erlaubt, herkömmliche Container transportieren kann, und die auf dem Kontinent High Cube Container befördern;
  • Gummifeder-Drehgestelle mit 25 Tonnen Achslast und für Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h.

Wegweisend war und ist der von Nicolin forcierte Einsatz von Scheibenbremsen im Güterverkehr. „Die Scheibenbremse, die sich im Personenverkehr auf der Schiene und im Straßenverkehr längst etabliert hat, kann auch dem Schienengüterverkehr zu mehr Akzeptanz und höherer Wirtschaftlichkeit verhelfen“, ist Nicolin überzeugt.

[Quelle: AAE Group]

CER und UNIFE verleihen European Railway Award

Die europäischen Eisenbahn-Verbände CER (Community of European Railway and Infrastructure Companies) und UNIFE (Repräsentatin der europäischen Eisenbahnindustrie) haben heute die neue Internetpräsenz für den Europäischen Eisenbahn Preis (European Railway Award) online gestellt. Die fünfte Auflage der Preisverleihung wird am 26. Februar in Brüssel stattfinden. Die Registrierung dafür ist wie immer kostenlos und das Preisgeld wird für wohltätige Zwecke gespendet.

Der European Railway Award ehrt außergewöhnliche politische und technische Errungenschaften in der Entwicklung eines attraktiven, profitablen und nachhaltigen Schienenverkehrs. Mehr Informationen über die diesjährigen Gewinner, die Registrierung zur Veranstaltung und das Abendprogramm gibt es online unter  http://www.europeanrailwayaward.eu.

(PM CER/UNIFE)