Hessen flächendeckend bei Mobility inside

„Wir freuen uns, mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund und der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft nun bereits 13 Gesellschafter dabei zu haben. Hessen ist jetzt sogar als erstes Bundesland komplett im Projekt eingebunden: In Mittel- und Nordhessen über die Gesellschafter RMV und NVV, und in Südhessen fließt der VRN-Tarif über die Gesellschafter rnv und DB Regio Rhein-Neckar ein“, so Britta Salzmann, Geschäftsführerin von Mobility inside. „Der erste Schritt ist eine White-Label App für alle Partner, gefolgt von Schnittstellenanbindungen, die die Funktionen von Mobility inside in den bestehenden Partner-Apps verfügbar machen.“ Jörg Puzicha, ebenfalls Geschäftsführer von Mobility inside, ergänzt: „Mit Mobility inside schaffen wir nicht nur eine gemeinsame Plattform für Auskünfte und Vertrieb für Bus und Bahn; das Projekt will auch den Durchbruch weiterer innovativer Angebote beschleunigen. Ein Beispiel sind technische Komponenten bei der On-Demand-Mobilität. So kann Mobility inside einen unverzichtbaren Beitrag leisten, dass die Branche schneller neue Angebote zur Mobilitätswende umsetzen kann.“

Erste Version von Mobility inside 2022

Die erste Version von Mobility inside wird im Frühjahr 2022 als White-Label App für die Gesellschafter stufenweise in die App-Stores gestellt. Sie wird Fahrten zum Regeltarif im ÖPNV der teilnehmenden Regionen anbieten und wird zudem ein multimodales Routing mit Bike-, Scooter- und Car-Sharing umfassen. Schrittweise wird diese Version um Funktionen und Partner (darunter die Nah- und Fernverkehrstarife der Deutschen Bahn) erweitert und schließlich auf die komplette ÖPNV- und Mobilitätsbranche ausgerollt.

„Digitalen Angeboten gehört die Zukunft“, so Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds und zugleich Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Mobility inside. „Im RMV haben wir kürzlich erfolgreich den rein digitalen PrepaidRabatt eingeführt und bieten in unserer App jetzt schon Fahrkarten in andere Regionen wie Unterfranken ebenso wie für den DB-Fernverkehr. Wir werden bei der Digitalisierung weiterhin vorne dabei sein und planen, noch im nächsten Jahr die bundesweiten Vernetzungs-Funktionen von Mobility inside in die RMV-App zu integrieren.“

Viele unserer Fahrgäste nutzen nicht nur das Angebot von Bus und Bahn in Nordhessen, sondern darüber hinaus. Oft werden diese Wege mit Leihrädern oder Carsharing kombiniert. Das alles bietet dann zukünftig Mobility Inside aus einer Hand – in einer App. Mit dem Beitritt des NVV als Gesellschafter von Mobility Inside verbessern wir für unsere Kunden den Service durch die bundesweite Vernetzung ab Frühjahr 2022, denn dann wird es auch in Nordhessen an den Start gehen“, so Steffen Müller, Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbunds.

Volkhard Malik, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar, ergänzt: „Gerade unsere Tarifreform zum 1.1.2022 stärkt den digitalen Weg für unsere Kunden, nicht nur mit VRN-Fahrkarten, sondern durch Mobility inside darüber hinaus deutschlandweit bei den teilnehmenden Partnern und in deren Verbundgebiet mobil zu sein.“

Über Mobility inside

Nur eine einzige App für alle Reisen mit Bus, Bahn und Sharing-Angeboten – und das deutschlandweit. Das ist das Ziel des branchenweiten Vernetzungsprojekts Mobility inside. Eine digitale Plattform verknüpft Fahrplaninformationen, Tarife und die Abrechnung. Fahrgäste profitieren dann von „Informieren, Buchen und Bezahlen“ aus einer Hand. Rund 200 Akteure, vom privaten und öffentlichen Verkehrsunternehmen bis hin zu Bürgerbusvereinen, haben im Vorfeld ihr Interesse an einer Partizipation bekundet. Im Herbst 2019 wurde Mobility inside als Gesellschaft gegründet und ein mehr als einjähriger Test eines App-Piloten mit rund 2.000 Fahrgästen gestartet.

Innerhalb des Projekts verantworten die Stadtwerke München insbesondere das Routing, also die Fahrtenbildung. Der RMV stellt das Hintergrundsystem für die Ausgabe von Fahrkarten und deren Abrechnung zur Verfügung, und die DB-Tochter Mobimeo bringt ihr Know-how zur Gestaltung des Frontends der Apps sowie der Schnittstellentechnik ein.

Die 13 Mobility inside-Gesellschafter

Aktiv Bus Flensburg, Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), Bentheimer Eisenbahn, Bochum Gelsenkirchener Straßenbahnen (BOGESTRA), Deutsche Bahn, Dortmunder Stadtwerke (DSW 21), Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), Mainzer Verkehrsgesellschaft (Mainzer Mobilität), Nordhessischer Verkehrsverbund (NVV), Rhein-Neckar Verkehr (rnv), Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), Stadtwerke München (SWM), Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG).

Klage gegen Ausschreibungen in NRW

Erstmals klagen Beschäftigte von Verkehrsunternehmen gegen einen Aufgabenträger des Schienenpersonen-Nahverkehrs. Sie wollen erreichen, dass die Verpflichtung zur Übernahme des Personals durch einen neuen Betreiber in ein aktuelles Vergabeverfahren aufgenommen wird. Die Klage wird ebenso von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und dem Verein mobifair getragen.

Dabei geht es um die laufende Ausschreibung des Niederrhein-Münsterland-Netzes in Nordrhein-Westfalen. Die betroffenen Linien werden derzeit von DB Regio und der NordWestBahn betrieben. Insgesamt fünf Beschäftigte dieser Unternehmen haben jetzt Klage gegen die Zweckverbände VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) und NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe) eingereicht. Sie beziehen sich auf den § 131 Absatz 3 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB). Demnach „sollen“ die Aufgabenträger im SPNV einen solchen Personalübergang „verlangen“.  Der VRR hat dies bisher nicht angewendet. 

„Wir freuen uns, dass betroffene Beschäftigte selbst die Initiative ergreifen, damit die Ausschreibungen in Nordrhein-Westfalen sozialer und gerechter werden“, sagt der Stellvertretende EVG-Vorsitzende Martin Burkert. „Die bisherige Weigerung des VRR, die Beschäftigten im Ausschreibungswettbewerb abzusichern, ist unsozial und absolut nicht nachvollziehbar.“ Burkert wies darauf hin, dass betroffene Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren können oder im Falle einer Neueinstellung erhebliche Einbußen beim Gehalt oder sozialen Ansprüchen hinnehmen müssten. „Das ist die klare Konsequenz der Ausschreibungspolitik des VRR. Ein Urteil in dieser Sache hat auch eine große Ausstrahlung weit über NRW hinaus.“ 

Scharfe Kritik an der bisherigen Praxis übte auch mobifair-Vorstand Dirk Schlömer. „In Nordrhein-Westfalen fallen täglich Züge aus oder kommen zu spät, weil es an Personal fehlt. Und die Aufgabenträger lernen nichts daraus, denn sie weigern sich schlichtweg, einen geregelten Personalübergang sicherzustellen.“ Schlömer wertete die Ausschreibungen ohne Personalübergang „als klaren Rechtsbruch – denn es gibt ein Bundesgesetz und das wird einfach nicht angewendet. Wir sind sicher, dass die Gerichte diese rechtswidrige Praxis beenden werden.“

Quelle: EVG; Grafik: Pixabay.com

Eisenbahnknoten Köthen wieder in Betrieb

Die Deutsche Bahn hat die Elektronischen Stellwerke Köthen und Stumsdorf sowie die neu gebauten Anlagen wie Gleise, Oberleitungen, Bahnübergänge, Signal-, Leit- und Sicherungstechnik in Betrieb genommen.

Der Zugverkehr auf der Strecke Magdeburg–Köthen–Halle (Saale) und Aschersleben–Köthen–Dessau rollt. Die Züge des Fernverkehrs (IC-Linie Dresden/Leipzig–Halle (Saale)–Magdeburg–Köln/Norddeich Mole und die Nahverkehrszüge von Abellio und DB Regio steuern den Bahnhof Köthen wieder an. Die ersten Züge von Abellio (Dessau–Köthen–Bernburg–Aschersleben) und DB Regio (Magdeburg–Köthen–Halle) sind bereits gefahren.

Das Bauvorhaben startete im Mai 2019. Der Bahnhof Köthen und der Streckenabschnitt Köthen–Zöberitz erhielt moderne elektronische Stellwerkstechnik, Gleise, Weichen, Oberleitungen und die Bahnübergänge in Weißandt–Gölzau, Stumsdorf und Niemberg wurden erneuert. Die Deutsche Bahn und der Bund investierten dafür rund 120 Millionen Euro.

Damit wurden unter anderem 39 Weichen, 20 Kilometer Kabeltrasse, 3,5 Kilometer Entwässerungsanlagen, 230 Oberleitungsmasten, 20 Kilometer Oberleitung, 80 Signale sowie Ober-/Unterbau/Gleise (Schienen/Schotter/Schwellen) gebaut beziehungsweise erneuert.

Informationen zum Bauvorhaben unter finden sich hier.

Quelle, Foto: DB AG

Bundesweiter Tarif für den Schienennahverkehr

Für einen gemeinsamen Deutschlandtarif mit mehr Transparenz und einem gleichberechtigten Miteinander haben sich die Eisenbahnen und Aufgabenträger ausgesprochen. Künftig soll es eine enge Zusammenarbeit geben, um den Deutschlandtarif voranzutreiben. Darauf haben sich Vertreter aller Beteiligten in einer gemeinsamen Absichtserklärung verständigt. Am Rande der diesjährigen Fachtagung der BAG-SPNV in Fulda wurden die Eckpunkte für den Deutschlandtarifverbund vorgestellt.

Die gemeinsame Absichtserklärung zum Deutschlandtarifverbund hat bereits rund 50 Unterzeichner. Zu diesen gehören viele der sogenannten Nichtbundeseigenen Eisenbahnen (NE), die DB Regio AG und Aufgabenträger sowie der Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Bahnen in Deutschland (TBNE). Stellvertretend erläuterten Dr. Jörg Sandvoß, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG, Dr. Michael Vulpius, Geschäftsführer der BeNEX und Thomas Prechtl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft BEG, die angestrebte Zusammenarbeit vor zahlreichen Gästen der Veranstaltung.

„Die branchenweite Unterstützung für diese strategische Zusammenarbeit freut uns sehr“, sagte Sandvoß, „Es zeigt, dass hier die Signale auf ein gemeinsames und konstruktives Miteinander stehen. Für uns war es wichtig, die Strukturen des heutigen TBNE auf eine neue Basis zu stellen.“ Prechtl betonte: „Es ist das übereinstimmende Ziel der Aufgabenträger und Eisenbahnen, für die Fahrgäste ein attraktives und transparentes Tarifwerk zu entwickeln und zu haben, um den SPNV noch attraktiver zu machen. Dieses Ziel wollen wir jetzt gemeinsam angehen und sehen die Gründung einer Deutschlandtarifgesellschaft als geeignete Plattform.“ Vulpius hob vor allem die Vorteile für den Nahverkehrsmarkt hervor: „Wir müssen gegenüber dem Fahrgast mehr „Branchenkönnen“ zeigen. Wir brauchen nicht nur den einen Tarif für Deutschland. Sondern auch mehr Professionalität, Geschwindigkeit und Effizienz. Da hilft der Deutschlandtarifverbund.“

Um den Deutschlandtarif voranzubringen, wollen die unterzeichnenden Eisenbahnen und Aufgabenträger Mitte 2020 die Deutschlandtarifverbund GmbH gründen. An dieser können sich alle EVU im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und SPNV-Aufgabenträger als Gesellschafter beteiligen. In der Gesellschaft soll der Tarif gestaltet und weiterentwickelt sowie unter anderem die Einnahmeaufteilung neu geregelt werden. Der Deutschlandtarif ist die wettbewerbsneutrale Weiterführung des von den Eisenbahnen heute angewendeten Unternehmenstarifes der Deutschen Bahn AG für den Nahverkehr. Die Deutschlandtarifverbund GmbH tritt damit in die Fußstapfen des TBNE, dessen Aufgaben auf die neue Gesellschaft übergehen sollen.

Quelle: TBNE/BAG-SPNV; Foto: BAG-SPNV

DB: Neue Strecken – keine durchgehenden Fahrkarten

In einer Pressemitteilung kritisiert der Fashrgastverband PRO BAHN, dass seit dem  dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember Fahrkarten für  neu in Betrieb genommenen Strecken nur zum Teil buchbar sind. So wurde mit dem Fahrplanwechsel die Schnellfahrstrecke (München-) Bamberg – Erfurt (-Berlin) mit einem Abzweig nach Coburg eröffnet. Gleichzeitig wurden schnelle Regionalzüge von Coburg nach Bamberg über diese Schnellfahrstrecke bestellt. Weiterhin wurde in Nordrhein-Westfalen die Strecke Meinerzhagen – Brügge (Westfalen) reaktiviert. Beide werden von DB Regio betrieben. Leider hat es die Deutsche Bahn versäumt, die Strecken vollständig in das Internet-Vertriebssystem aufzunehmen. So erhält man bei dem Versuch eine Fahrkarte von Sonneberg(Thüringen) Hauptbahnhof nach Nürnberg Hauptbahnhof zu kaufen „Preisauskunft nicht möglich“, bei dem Versuch von Meinerzhagen über Brügge nach Kassel-Wilhelmshöhe zu fahren „Der angezeigte Preis ist der Preis für den DB-Anteil Ihrer Verbindung. Nicht im Ticketpreis enthaltene Strecke Meinerzhagen – Brügge(Westf.).“

„Es ist aus Fahrgastsicht völlig unverständlich, dass die Deutsche Bahn neue Strecken in Betrieb nimmt, diese aber nicht oder nur unvollständig in die Vertriebssysteme übernimmt“ sagt dazu Jörg Bruchertseifer, stellvertretender Bundesvorsitzender und Tarifexperte des Fahrgastverbandes PRO BAHN und ergänzt „dadurch kann es sein, dass Fahrgäste unfreiwillig zu Schwarzfahrern werden“.

„Denn die Beförderungsbedingungen fordern in der Regel einen Fahrkartenkauf vor dem Einsteigen“ ergänzt Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN „und fordert die Verantwortlichen auf, umgehend für Abhilfe zu sorgen und bis dahin den Fahrgästen keine zusätzlichen Hürden für die Nutzung der Eisenbahn aufzubauen“.

Škoda beliefert DB Regio mit sechs Lokomotiven des Typs Emil Zátopek

Škoda Transportation wird die DB Regio mit sechs neuen Emil Zátopek Lokomotiven für die Strecke Nürnberg-Ingolstadt-München beliefern.

 

Die Lokomotiven des Typs Emil Zátopek erfüllen auch alle technischen Parameter und die neuesten europäischen TSI Sicherheitsvorschriften. Ihre Maximalgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Die Teile und Rohstoffe der Lokomotive sind zu mehr als 95 Prozent wiederverwertbar. (Foto: Škoda Transportation)
Die Lokomotiven des Typs Emil Zátopek erfüllen auch alle technischen Parameter und die neuesten europäischen TSI Sicherheitsvorschriften. Ihre Maximalgeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Die Teile und Rohstoffe der Lokomotive sind zu mehr als 95 Prozent wiederverwertbar. (Foto: Škoda Transportation)

 

Was liegt näher, als eine Lokomotive nach einem legendären Marathonläufer zu benennen? Der tscheische Leichtathlet Emil Zátopek war zeitlebens (und auch danach noch) bekannt für seine markante Atemtechnik, welche ihm den Spitznamen „die tschechische Lokomotive“ einbrachte. Bereits im Dezember 2006 benannte die tschechische Staatsbahn einen Schnellzug nach ihm. Jetzt hat Škoda Transportation Lokomotive Emil Zátopek vorgestellt, die für den deutschen Betreiber DB REGIO AG bestimmt ist. Derzeit absolvieren die ersten Lokomotiven eine Reihe anspruchsvoller Tests auf der Teststrecke in Velim. Insgesamt wird das Pilsner Unternehmen sechs Stück dieser Universallokomotiven nach Deutschland liefern und dort von auf der Strecke Nürnberg-Ingolstadt-München zum Einsatz kommen.

OLG Karlsruhe bestätigt die Neckartal-Vergabe an Abellio

Das OLG Karlsruhe hat entschieden: Die Abellio Rail Südwest GmbH wird ab Juni 2019 in zeitlich gestaffelter Weise die Schienenpersonennahverkehrsstrecken Stuttgart – Mühlacker – Pforzheim/Bruchsal, Stuttgart – Heilbronn – Mannheim/Osterburken und Stuttgart – Tübingen des Loses 1 (Neckartal) des Stuttgarter Netzes rechtsverbindlich übernehmen.

Logo: Abellio
Logo: Abellio

Beim letztinstanzlichen Beschluss des Vergabesenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe am 29. April 2016 wurde der Ausschluss der DB Regio AG vom Vergabeverfahren Stuttgarter Netz für alle drei Lose bestätigt, wie es bereits am 18. Februar 2016 von der Vergabekammer Baden-Württemberg entschieden worden war. Dazu Abellio-CEO Stephan Krenz: „Wir sind erleichtert über die klare und schnelle Entscheidung des OLG Karlsruhe und werden nach dem offiziellen Zuschlag die Vorbereitungen zur Übernahme des Netzes umgehend starten!“

Die Ankündigung der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), der Abellio Rail Südwest GmbH den Zuschlag für das Los 1 erteilen zu wollen, kann damit umgesetzt werden. Mit Abellio wird eines der führenden Bahnunternehmen in Deutschland mit 43 fabrikneuen Zügen zusammen jährlich 6,8 Mio. Zugkilometer in Baden-Württemberg erbringen.

Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio GmbH, bilanzierte das bereits mehr als ein Jahr währende Vergabeverfahren: „Wir sind erleichtert über die klare und schnelle Entscheidung des OLG Karlsruhe, mit der weitere Verzögerungen verhindert werden konnten. Wir werden mit den Vorbereitungen zur Übernahme des Netzes nach dem offiziellen Zuschlag durch die NVBW starten und dann schnell ein Team vor Ort etablieren, das die Mobilisierung zügig voranbringen wird!“
Abellio setzt vor allem auf Qualität seiner Dienstleistungen und will dies auch in Baden-Württemberg unter Beweis stellen. „Wir sind bereits Qualitätsführer in unseren nordrhein-westfälischen Netzen und freuen uns darauf, zu zeigen, wie komfortabel und kundenorientiert Zugfahren im SPNV sein kann“, sagte Stephan Krenz nach der für Abellio positiven Entscheidung. Baden-Württemberg ist bereits das neunte Bundesland, in dem das aufstrebende Bahnunternehmen an den Start geht.

„Nach dem endgültigen Zuschlag werden wir mit großem Ehrgeiz an die Arbeit gehen und alles dafür tun, die von der Politik, dem Aufgabenträger NVBW und vor allen den Fahrgästen in Baden-Württemberg in uns gesetzten Hoffnungen und Erwartungen zu erfüllen“, sagte Krenz in Berlin.

Eisenbahner mit Herz: Gold für Schönbuchbahn-Lokführer

Die Jury hat entschieden, die Sieger stehen fest: Zwei Lokführer, eine Bistro-Stewardess und ein Regio-Zugbegleiter gewinnen den Titel „Eisenbahner mit Herz 2015“. Gold geht an den Schönbuchbahn-Triebfahrzeugführer Ernst Dast (62), der für die Württembergische Eisenbahngesellschaft WEG unter dem Dach der Transdev arbeitet. Der gebürtige Schwabe begeisterte die Jury durch seinen beherzten Einsatz während eines Unwetters auf der Strecke Böblingen – Dettenhausen bei Stuttgart.

Silber gewann die ICE-Bistro Stewardess Kornelia Scherer (55) aus Hannover. Für ein schwerkrankes Ehepaar aus Großbritannien verwandelte die Eisenbahnerin eine schmerzhafte Reise in ein Erlebnis von Umsorgtsein. Bronze bekam der DB-Regio-Triebfahrzeugführer Axel Schäfer (48) von der S-Bahn Frankfurt, weil er einer Reisenden, die nach einem Ohnmachtsanfall mit dem Kopf gegen den Zug geprallt war, auf die Beine half und sie während der Fahrt weiter versorgte.

Zum fünften Jubiläum des Wettbewerbs „Eisenbahner mit Herz“ vergab die Jury auch einen Sonderpreis: „Kundenliebling“ wird der Zugbegleiter der Schwarzwaldbahn, Herbert Kusche (58): Keinen anderen Eisenbahner hatten die Reisenden seit dem Start des Wettbewerbs so häufig auf den Schild gehoben wie den DB-Regio-Mann aus Singen.

(ApS)

vlexx mit Startschwierigkeiten

Der neue Betreiber des Dieselnetz-Südwest vlexx hat offenbar größere Startschwierigkeiten. Nach Berichten des SWR kam es seit Betriebsaufnahme am vergangenen Wochenende zu erheblichen Verzögerungen und Ausfällen ganzer Züge.

Auf seiner Homepage räumt das Unternehmen ein, dass es trotz umfangreicher Vorplanungen bei der velxx-Betriebsaufnahme nicht gelungen sei, einen stabilen Betriebsablauf herzustellen. Man habe sich dafür entschieden, den Fahrplan bis zum 4. Januar 2015 auszudünnen, um „schnellstmöglich Stabilität in den Fahrplan zu bekommen“. Einzelne Verbindungen wurden den Berichten des SWR zufolge von der DB Regio übernommen.

(red)

DB Regio fährt für 15 Jahre im DINSO I

Ab Sonntag, 14. Dezember gilt der neue Fahrplan, und damit auch der neue Verkehrsvertrag im Dieselnetz Niedersachsen-Südost (DINSO I). Damit werden die Nahverkehrsleistungen in Niedersachen weiter ausgebaut und der steigenden Nachfrage angepasst. Um das neue Angebot kennen zu lernen, lädt die DB Regio Nord alle Interessierten ein, die Fahrzeuge und das Angebot zu testen.

Am 14. Dezember besteht die Möglichkeit, eines der umgebauten Fahrzeuge in der Zeit von 10 Uhr bis 12.30 Uhr in Braunschweig (Gleis 1) und von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr am Bahnhof Schöppenstedt zu besichtigen. Zudem ist die Fahrt an diesem Sonntag in den Zügen der DB zwischen Schöppenstedt und Braunschweig kostenlos. Für die Weiterfahrt in Braunschweig mit anderen Verkehrsmitteln gelten die regulären Fahrpreise des Stadttarifs im VRB.

(DB)