Mecklenburg-Vorpommern kündigt Ausschreibung für „Netz Ost-West“ an

Die Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) hat für das Land Mecklenburg-Vorpommern die Ausschreibung des „Netz Ost-West“ angekündigt. Darin sind acht Strecken enthalten, auf denen ab Ende 2014 jährlich rund 5,7 Millionen Zugkilometer zu erbringen sind. Bislang verkehren hier neben DB Regio auch die Ostseeland Verkehr (Veolia/NVS Schwerin) und die Ostdeutsche Eisenbahn (Arriva/BeNEX), deren Strecken damit in die zweite Ausschreibungsrunde gehen.
Für einzelne Bestandteile wie saisonale Verkehre nach Plau am See besteht noch Prüfungsbedarf, zudem könnte die Ausschreibung in den zwei Losen „Güstrow“ und „Parchim“ erfolgen. Neben Infrastruktur von DB Netze wird auch auf Strecken der Prignitzer Eisenbahn GmbH und der Torsten Meincke Eisenbahn GmbH gefahren. (PM ÖPNV Wettbwerb)

Ausschreibung Kölner Dieselnetz gescheitert

Die Ausschreibung des Kölner Dieselnetzes (09ANW03) wird aufgehoben. Auf die Ausschreibung sind nur zwei Angebote von DB Regio und TransRegio [Transdev/RATP] eingegangen, die beide jenseits der Preisvorstellungen des Aufgabenträgers Nahverkehr Rheinland (NVR) lagen. Zudem entsprechen die angebotenen Triebfahrzeuge nicht den Vorstellungen des NVR. Wie das Webmagazin Zughalt.de berichtet, hatten die Eisenbahnunternehmen die Ausschreibungsbedingungen kritisiert, so sei eine in diesem Netz nicht erreichbare Pünktlichkeitsquote gefordert worden, zudem seien die geforderten Fahrzeuge derzeit nicht auf dem Markt. Das mit der Ausschreibung beauftragte Büro habe zudem die Fragen der Bieter größtenteils nicht beantworten können. Ob es eine neue Ausschreibung geben wird, ist noch unklar, die Verzögerungen betreffen auch den 2015 geplanten Start des neuen Fahrplankonzeptes in Rheinland-Pfalz. (ÖPNV Wettbewerb)

Sachsen-Anhalt vergibt Elektro-Netz Nord direkt an DB Regio

Das Land Sachsen-Anhalt hat die Direktvergabe des Elektro-Netz Nord an die DB Regio AG angekündigt. Darin enthalten sind die drei Magdeburger S-Bahn Linien S11/S12 Schönebeck-Salzelmen – Magdeburg – Zielitz / – Wittenberge und S20 Braunschweig – Magdeburg – Genthin, die Regionalbahn-Strecken RB29 Stendal – Salzwedel – Uelzen und RB43 Magdeburg – Köthen – Halle sowie die Regionalexpress-Linie RE20 Magdeburg – Stendal – Uelzen / – Wittenberge. Das Leistungsvolumen wird mit 6,3 Millionen Zugkilometern jährlich angegeben. Mit der Direktvergabe sollen unter anderem neue Fahrzeuge, die Besetzung aller Züge mit Kundenbetreuern und der Fahrkartenverkauf im Zug vorgegeben werden. Die beiden weiteren zwischen 2015 und 2017 auslaufenden Verkehrsverträge sollen in Wettbewerbsverfahren vergeben werden. Die Ausschreibungen für das Netz Anhalt-Wittenberg und das Netz Saale-Thüringen-Südharz werden derzeit mit den benachbarten Aufgabenträgern vorbereitet. (PM ÖPNV Wettbewerb)

Verkehrsvertrag zum „Netz Stadtbahn“ unterzeichnet

Auf der InnoTrans, der internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik, wurde heute der Verkehrsvertrag für das so genannte „Netz Stadtbahn“ zwischen dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, der DB Regio AG und der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (ODEG) unterzeichnet. Das „Netz Stadtbahn“ umfasst Regionalverkehrslinien in den Ländern Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, mit einem Gesamtleistungsvolumen von rund 23 Millionen Zugkilometern pro Jahr. Die DB Regio AG erhielt den Zuschlag für rund 16 Millionen Zugkilometern des „Netzes Stadtbahn“. Den Zuschlag für die übrigen Verkehre erhielt die ODEG, einem Joint-Venture zwischen Benex und Prignitzer Eisenbahn (PEG). Ende 2011 werden die ersten Verkehre aufgenommen. Die übrigen RE-Linien folgen im Ende 2012. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis zum Ende 2022.

BEG kürzt Zahlungen an DB Regio

In den letzten Monaten haben die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) zum Donau-Isar-Express, zum Fugger-Express und zur Main-Spessart-Bahn vermehrt Beschwerden von Mandatsträgern und Fahrgästen erreicht.

Von den Qualitätsproblemen betroffen seien vor allem die Wettbewerbsnetze, auf denen Fahrzeuge des Typs ET 440 fahren. Reduzierte Wagenumläufe, Probleme mit der Funktionalität der Fahrzeuge, zu geringe Sitzplatzkapazitäten und unbefriedigenden Pünktlichkeit sorgen bei Fahrgästen für Unmut. Die BEG fordert im Rahmen des bestehenden bayernweiten Verkehrsdurchführungsvertrags mit DB Regio funktionierende Züge und ausreichende Sitzplatzkapazitäten. „Der Wagenpark entspricht derzeit keineswegs den von uns bestellten Leistungen“, so Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG. Deshalb würden die Zahlungen an DB Regio gekürzt. Mitte September soll DB Regio nun Stellung beziehen und Maßnahmen vorstellen, um die Probleme schnellstmöglich und nachhaltig zu lösen.

Bundesnetzagentur erwirkt einheitliche Preise für Nutzer von Werkstätten der DB Regio AG

Die Bundesnetzagentur hat jetzt die Einführung von diskriminierungsfreien Entgeltregelungen für Instandhaltungsleistungen in den Werkstätten der DB Regio AG erwirkt. Ab dem 1. Oktober 2010 können alle Nutzer der von der DB Regio AG betriebenen Werkstätten zu den gleichen Konditionen ihre Fahrzeuge und Reisezugwagen warten lassen.

„Werkstattleistungen sind neben der Nutzung von Trassen und Stationen ein entscheidender Faktor für das Erbringen von Schienenverkehrsleistungen“, sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. „Bislang war ein fairer Zugang zur Fahrzeuginstandhaltung nicht sichergestellt. Dies ist insbesondere auf eine mangelnde Transparenz in den Nutzungsbedingungen sowie bei den Entgelthöhen zurückzuführen. Mit dem nun in Kraft tretenden Preismodell, das allen Unternehmen zu gleichen Bedingungen die Nutzung von Werkstätten ermöglicht, hat die Bundesnetzagentur den Markt für die Fahrzeuginstandhaltung weiter geöffnet.“ (PM Bundesnetzagentur)

DB Regio zieht Nachprüfungsantrag zurück

Einer Meldung der Thüringer Allgemeine zufolge hat DB Regio den Nachprüfungsantrag gegen die Vergabe des Dieselnetzes Ostthüringen zurückgezogen. Den Zuschlag hatte die Erfurter Bahn erhalten, die die auf dieser Strecke betroffenen Mitarbeiter übernehmen möchte. Start ist im Juni 2012.

Nahverkehr: Schon bald europaweite Ausschreibung Pflicht?

Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf will am 21. Juli über mögliche Kippung der sogenannten „Direktvergabe“ entscheiden. Das OLG hatte im Vorfeld Zweifel an der in Europa üblichen Praxis angemeldet, Bahnleistungen im Nahverkehr ohne europaweite Ausschreibung zu bestellen.
In Deutschland wäre DB Regio im Falle der Neuordnung stark betroffen, da sie im Moment noch 80 Prozent Marktanteil hält und in Zukunft mit starker europäischer Konkurrenz rechnen müsste. In den kommenden Jahren wird in Deutschland etwa die Hälfte aller Regionalstrecken neu vergeben.

Baden-Württemberg: Ausschreibungen im SPNV geplant

Verkehrsministerin Tanja Gönner teilt mit, dass in den kommenden Jahren das Land Baden-Württemberg mehrere Ausschreibungen im Schienen-Personen-Nahverkehr (SPNV) plant. 16 Netze sollen herausgebildet werden und aus dem aktuellen Verkehrsvertrag mit DB Regio, der noch bis 2016 läuft, herausgelöst werden. In Wettbewerbsverfahren sollen die Strecken vergeben werden und durch die Aufteilung der Netze soll auch kleineren Verkehrsunternehmen die Chance gegeben werden, ein Angebot abzugeben.

VVO: Vertragsverlängerung mit DB Regio für 15 Strecken

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat beschlossen, den Verkehrsvertrag für 15 Linien ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 mit der DB Regio AG weiter zu führen. Im VVO gibt es insgesamt 17 verbundraumübergreifende Linien im Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Für die Vertragsverlängerung kam nur DB Regio in Frage, da die betreffenden Linien im Gebiet der benachbarten Verkehrsverbünde und Länder beim Unternehmen gebunden sind. (PM VVO)