Alpha Trains: Neues Kundenportal „AlphaNOW“

Ab sofort können sich die Kunden von Alpha Trains bei „AlphaNOW“, dem neuen Kundenportal und Online-Buchungssystem, registrieren. Mit dem Launch von AlphaNOW baut Alpha Trains ihr digitales Angebot aus und steigert das Kundenerlebnis sichtbar.

AlphaNOW bietet seinen Nutzern sowohl einen direkten Zugriff auf Profildaten als auch transparente Informationen über das Leasing-Portfolio. Darüber hinaus können die registrierten Nutzer ganz einfach nach Lokomotiven suchen, die in den nächsten sechs Monaten verfügbar sind. Außerdem sind alle Lokomotiven aus dem Alpha Trains‘ Full-Flex-Leasing-Angebot direkt über AlphaNOW buchbar.

„Wir haben AlphaNOW entwickelt, um die Beziehung zu unseren Kunden noch weiter zu verbessern. Das Portal bietet direkten Zugang zu Vertragsdetails und Informationen über die Verfügbarkeit von Lokomotiven. AlphaNOW vereinfacht die Erstkommunikation auf effiziente Weise und schafft damit mehr Zeit für das Wesentliche: den direkten Austausch zwischen unseren Kunden und ihrem Commercial-Ansprechpartner,“ sagt Guus de Boer, Commercial Director bei Alpha Trains Locomotives.

Mit der Freischaltung des Portals ist die erste Rollout-Phase von AlphaNOW abgeschlossen. Weitere Funktionen, wie etwa die gemeinsame Dokumentennutzung und eine Online-Rechnungsstellung, sind für zukünftige Phasen geplant.

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Bundesnetzagentur: Klaus Müller ist neuer Präsident

Klaus Müller trat am 1. März das Amt als Präsident der Bundesnetzagentur an.

„Als Präsident der Bundesnetzagentur werde ich alles tun, damit die Energiewende ein Erfolg wird. Wir wollen bei der Genehmigung der großen Stromleitungen weiter Tempo machen. Wir werden unseren Beitrag leisten, dass der Ausbau der Erneuerbaren schnell vorankommt“; sagt Klaus Müller. „Deutschland muss auch bei der Digitalisierung schneller werden. Dafür schaffen wir klare Rahmenbedingungen für den Ausbau von Glasfasernetzen. Wir werden den weiteren Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland mit Nachdruck vorantreiben.“
Müller ergänzt: „Wir wollen den Wettbewerb in den Bereichen Telekommunikation, Energie, Post und Eisenbahn weiter stärken, damit Verbraucherinnen und Verbraucher genauso wie viele Unternehmen von günstigen Preisen profitieren. Die Schlichtungsangebote der Bundesnetzagentur wollen wir optimieren und unseren Beitrag zur mehr Datentransparenz leisten.“

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Habeck: „Die Bundesnetzagentur spielt als Regulierungsbehörde eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit in Deutschland und die Umsetzung der Energiewende, sei es beim Netzausbau oder bei der Netzregulierung. Ich bin froh, diese wichtigen, verantwortungsvollen Aufgaben bei Klaus Müller als erfahrenem Behördenleiter, Politiker und Verbraucherschützer in guten Händen zu wissen. Ich wünsche Klaus Müller als Präsident der Bundesnetzagentur viel Erfolg und alles Gute. Seinem Amtsvorgänger, Jochen Homann, der die Bundesnetzagentur 10 Jahre lang erfolgreich geführt hat, danke ich herzlich für seine Arbeit und seinen Einsatz in den vergangenen Jahren.“

Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse sagte Klaus Müller: „Die Bundesnetzagentur überwacht die Energieversorgung in Deutschland sehr genau. Wir stehen in engem Kontakt mit der Energiewirtschaft. Wir werden alles Erforderliche tun, um die sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Nach unserer Einschätzung treffen die Unternehmen die erforderlichen Maßnahmen, um auf alle Szenarien bestmöglich vorbereitet zu sein. Eine unmittelbare Gefährdung der sicheren Strom- und Gasversorgung liegt nicht vor.“

Lebenslauf von Klaus Müller

  • geboren 1971 in Wuppertal-Elberfeld
  • Studium: Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität Kiel
  • 1998 Angestellter bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein, Kiel
  • 1998 – 2000 Mitglied des Deutschen Bundestages, Bonn/Berlin
  • 2000 – 2003 Minister für Umwelt, Natur und Forsten des Landes Schleswig-Holstein, Kiel
  • 2003 – 2005 Minister für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft des Landes Schleswig-Holstein, Kiel
  • 2005 – 2006 Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages, Kiel
  • 2006 – 2014 Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V., Düsseldorf
  • 2014 – 2022 Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V.

Hintergrund
Das Bundeskabinett hatte am 23. Februar dem Vorschlag des Beirats der Bundesnetzagentur zugestimmt, Klaus Müller als neuen Präsident der Bundesnetzagentur zu benennen. Die Ernennung durch den Bundespräsidenten erfolgte am 28. Februar 2022. Klaus Müller folgt auf Jochen Homann, der nach zehn Jahren an der Spitze der Bundesnetzagentur Ende Februar in den Ruhestand tritt.

Klaus Müller (51) ist Diplom-Volkswirt, war seit dem Jahr 2014 Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Zuvor war Müller von 2006 bis 2014 Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, von 2005 – 2006 Mitglied des schleswig-holsteinischen Landtages, von 2000 bis 2005 Umweltminister in Schleswig-Holstein und von 1998 bis 2000 Mitglied des Deutschen Bundestags.

Quelle/Foto: Bundesnetzagentur

PriMa Express 4/2022 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Nahverkehr: Länder fordern mehr Geld / Reformkommission eingesetzt
  • Bahnpolitik: Kontinuität bei Bahn-Dialogformaten
  • Nahverkehr: RDC übernimmt Mehrheit bei NEG
  • Infrastruktur: EVU unzufrieden mit Sturm-Management im DB-Netz
  • Digitalisierung: Arvato geht bei Nexxiot an Bord

Wir wünschen angenehme Lektüre und ein schönes Wochenende!

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Swissrail: Andreas Haas ist neuer Geschäftsführer

Swissrail Industry Association erhält einen neuen Geschäftsführer: Es ist Andreas Haas, der zurzeit bei Stadler Signalling tätig ist. Der Vorstand des Verbandes hat sich nach einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren für den erfahrenen Bahnexperten entschieden. „Mit Andreas Haas konnten wir eine Persönlichkeit als Geschäftsführer gewinnen, die nebst breitem branchenspezifischem Fachwissen ein enormes nationales und internationales Netzwerk mitbringt“, sagt Peter Jenelten, der Präsident von Swissrail. Andreas Haas möchte die Tätigkeiten des Verbandes in den nächsten Jahren weiter ausbauen, ein besonderes Augenmerk legt er auf die Digitalisierung: „In einem Land, in dem es kaum mehr Platz für neue Schienen gibt, können wir das Angebot nur durch neue Technologien ausbauen“, ist er überzeugt. „Die Zukunft der Mobilität ist intermodal, ein Trend den wir als Bahnindustrie nicht verschlafen dürfen. Als Verband können wir Diskussionen anregen und unsere Mitglieder bei Innovationen unterstützen“.

Andreas Haas ist bei Swissrail kein unbekanntes Gesicht: Seit Herbst 2020 ist der Inhaber eines MBA, Mitglied im Vorstand des Verbandes und leitet die Produktgruppe „Mobilität & Digitalisierung“. In seiner bisherigen beruflichen Laufbahn war der ausgebildete Elektroingenieur HTL unter anderem bei den Swissrail-Mitgliedern ABB, Sécheron und Haslerrail tätig, zuletzt bei Stadler Signalling als Head of Sales & Marketing. Daneben ist er Dozent für Marketing im MBA-Studiengang der PHW Bern.

Andreas Haas folgt auf Michaela Stöckli, die ihre Tätigkeit für Swissrail nach 12 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat. Sein neues Amt wird er im August 2022 aufnehmen. Der Vorstand und das Team der Geschäftsstelle von Swissrail sind überzeugt, dass Andreas Haas den Verband in den nächsten Jahren positiv prägen und voranbringen wird und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Quelle/Foto: Swissrail

PriMa Express 3/2022

Themen sind u.a.:

  • Kombinierter Verkehr: Nikrasa-Technik in 3. Generation
  • Nahverkehr: Ottobahn darf Teststrecke bauen
  • Verkehrspolitik: Rechnungshof will ÖPNV-Finanzierung umstrukturieren
  • Güterverkehr: Neues Geld und neuer CEO für Cargobeamer
  • Digitalisierung: Hitachi Rail darf für DB Stellwerke bauen

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Bahn-Media Verlag fördert die Hamburg Media School

Die Hamburg Media School (HMS) hat mit dem Bahn-Media Verlag (u.a. Herausgeber des PriMa) einen neuen Förderer gewonnen. Der Fachverlag für Bahnthemen unterstützt damit die Förderung und Ausbildung von Nachwuchs- und Führungskräften im Medienbereich.

„Unser Verlag engagiert sich für klimafreundliche Mobilität“, sagt Christian Wiechel-Kramüller, Geschäftsführer des Bahn-Media Verlags. „Unsere Publikationen begleiten die große Transformation, in der wir uns befinden, mit transparentem, kritischem Journalismus. Die Hamburg Media School ist für uns der ideale Partner für unsere nächsten Schritte Richtung Digitalisierung.“

„Wir freuen uns sehr, dass der Bahn-Media Verlag uns dabei unterstützt, jungen Journalistinnen und Führungskräften digitales Know-how zu vermitteln und diese gezielt zu fördern. Die Transformation der Medienbranche gelingt nur mit sehr gut ausgebildeten Journalistinnen, die die Chancen der Digitalisierung für sich und ihr Unternehmen nutzen“, sagt Dr. Katharina Schaefer, Geschäftsführerin der Hamburg Media School.

Die gemeinnützige Hamburg Media School (HMS) bildet seit 2003 Studierende auf höchstem Niveau aus. Neben den drei (teils berufsbegleitenden) Masterstudiengängen Digitaler Journalismus, Digital- und Medienmanagement sowie Film bietet die HMS den Bachelorstudiengang Digital Media sowie ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm an. Fördermitglieder der HMS sind u. a. der Spiegel Verlag, Die Zeit, ZDF und NDR, G+J sowie der Bauer Verlag, Google und Facebook.
Alle Infos unter: www.hamburgmediaschool.com

Der Bahn-Media Verlag mit Sitz in Suhlendorf bei Uelzen, Niedersachsen, wurde 2003 gegründet. Die Schwerpunkte des Fachverlags sind die Themen Mobilität, Logistik und Wirtschaft. Er publiziert das „Privatbahn Magazin“ und betreibt die Berufs- und Karriereplattform „Zukunftsbranche Bahn“.
Alle Infos unter: www.bahn-media.com

https://privatbahn-magazin.de/bprima/http://www.privatbahn-magazin.de/blog/wp-content/upLoads//2022/02/PM-Bahn-Media-Verlag-fordert-HMS.pdf

Michael Theurer ist neuer Schienen-Beauftragter

Das Bundeskabinett hat heute der von Bundesminister Volker Wissing vorgeschlagenen Ernennung des Beauftragten der Bundesregierung für den Schienenverkehr sowie des Koordinators der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik zugestimmt.

Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ist neuer Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr. Der Beauftragte ist u.a. für die Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts für die Schiene zuständig. Er ist Schnittstelle für die Abstimmung mit den Beteiligten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung und soll sich innerhalb und außerhalb der Bundesregierung für die Belange des Schienenverkehrs einsetzen.

„Das Amt des Schienenverkehrsbeauftragten der Bundesregierung ist für mich Verpflichtung und Ehre zugleich. Ich möchte damit einen Beitrag zur Verwirklichung der ambitionierten Ziele des Koalitionsvertrages in der Bahnpolitik als Kernelement einer klimaschonenden Mobilität leisten. Mit dem Zukunftsbündnis Schiene werde ich zeitnah die schnelle Umsetzung der Maßnahmen des Masterplans Schienenverkehr erörtern. Kapazität, Qualität und Kundenorientierung sind die Schlüsselelemente für einen attraktiveren Schienenverkehr. Die Umsetzung des Deutschlandtakts und ein darauf basierendes Programm zur schnellen Kapazitätserweiterung sind dafür die entscheidenden Instrumente. Die Potenziale der Digitalisierung von Bahnbetrieb und Infrastruktur wollen wir dazu zügig nutzen. Gleichzeitig werde ich auch darauf achten, dass effizientere und transparentere Strukturen der DB AG die richtige Balance zwischen gemeinwirtschaftlich orientierter Infrastruktur und wettbewerblichen Verkehrsangeboten schaffen, damit wir alle noch größeren Nutzen aus der Schiene ziehen können.“

Michael Theurer

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ist neuer Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik. Der Koordinator ist zentraler Ansprechpartner der Bundesregierung für die deutsche Logistikbranche und setzt sich für deren Belange ein.

„Eine leistungsstarke Logistik ist sowohl Rückgrat unserer Wirtschaft als auch Grundlage der Versorgungssicherheit. Das trifft gerade auf Deutschland als Exportnation im Herzen Europas zu. Gemeinsam mit der gesamten Branche werde ich mich daher für eine moderne, wettbewerbsfähige Transportwirtschaft einsetzen. Mein Ziel ist, Digitalisierung und Intermodalität der Logistik voranzubringen. Zudem setze ich auf eine Politik, die Klimaschutz, technische Innovation und wirtschaftlichen Erfolg verbindet.“

Oliver Luksic

Die Personalien wurden heute im Kabinett bestätigt.

Bundesminister Volker Wissing hat darüber hinaus im Bundesministerium für Digitales und Verkehr erstmals eine Beauftragte für Ladesäuleninfrastruktur eingesetzt. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr Daniela Kluckert soll den Ausbau der Ladeinfrastruktur im BMDV koordinieren und prioritär vorantreiben.

„Die Zukunft des Individualverkehrs liegt in der Elektromobilität. Um die Menschen von der Attraktivität der Elektromobilität zu überzeugen, muss das Laden von E-Autos einfacher und schneller werden – so wie bei herkömmlichen Verbrennern muss das Tanken in kurzer Zeit flächendeckend, überall und barrierefrei möglich sein. Hier müssen und wollen wir vorankommen – um die eigenen Klimaschutzziele zu erreichen und damit unsere Unternehmen einen starken Heimatmarkt haben. Nur so bleiben wir Mobilitätsweltmeister und nur so können wir bezahlbare Mobilität für alle auch zukünftig sichern. Dafür möchte ich mich mit voller Kraft einsetzen.“

Daniela Kluckert

Quelle: BMDV; Fotos: Michael Theurer/Laurence Chaperon, Oliver Luksic, Daniela Kluckert

VPI-Symposium 2022

Das 12. VPI-Symposium am 11. Januar 2022 stellt den aktuellen Stand der Entwicklung rund um die Digitale Automatische Kupplung in den Mittelpunkt. Wo stehen wir bei diesem Jahrhundertprojekt für Automatisierung, Digitalisierung und Effizienzsteigerung im Schienengüterverkehr? Das digitale Symposium gibt ein Update zu den Entwicklungen des letzten Jahres. Was bewegt Wagenhalter, Verlader, EVU, Werkstätten beim Thema? Der VPI hat die unterschiedlichen Stakeholder befragt. ExpertInnen werden Rede und Antwort stehen zu den Themenfeldern Technik, Migration, Kosten/Nutzen und Finanzierung.

Veranstaltungsprogramm und Livestream finden sich hier.

Das Symposium wird erstmals simultan ins Englische übersetzt. Der VPI möchte damit auch internationalen InteressentInnen die Teilnahme ermöglichen.

PriMa Express 26/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Nahverkehr: DB Regio, National Express und Vias Rail übernehmen Abellio-Linien
  • Güterverkehr: Wettbewerbsbahnen gleichen Delle von 2020 aus
  • Infrastruktur: Netzbeirat vermisst Kundenfokus bei DB Netz
  • Bahnpolitik: EU will TEN-T-Netze reformieren
  • Digitalisierung: VGF führt „fliegenden Block“ ein

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Neuordnung der Eisenbahner-Ausbildung

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Branchenverband für derzeit 639 Unternehmen des öffentlichen Personen- und des Schienengüterverkehrs, begrüßt den auf seine Initiative und unter seiner Mitarbeit erzielten Abschluss der Arbeiten bei der Neuordnung der dualen Berufsausbildung im Eisenbahnbereich.

„Der Branchenverband hat mit seinen Partnern in nur zwölf Monaten erfolgreich bewiesen, dass die Branche den Wandel aktiv begleitet und innovative, zukunftsgerichtete Berufsformate in kürzester Zeit weiterentwickeln kann. Die neugeschaffenen Ausbildungsberufe bei der Eisenbahn bieten Nachwuchskräften abwechslungsreiche Jobperspektiven in der klimafreundlichen Mobilität. Mit der reformierten Berufsausbildung, die zum August 2022 beginnt, können die Auszubildenden ihr Berufsleben mit den Schwerpunkten Lokführer und Transport oder in der Zugverkehrssteuerung starten“, so VDV-Vizepräsident Joachim Berends.

Neben der inhaltlichen Neuausrichtung werden künftig die Digitalisierung und der Einsatz neuer Techniken von größerer Bedeutung sein. Für die Neuordnung wurde die Prüfung durch die Ministerien heute beendet. Der formale Abschluss des Verfahrens wird mit dem Erlass der Verordnung Anfang 2022 erwartet.

Mit der Neuordnung Zahl der Auszubildenden steigern
„Ziel ist es, mit dieser Neuordnung die aktuelle Zahl von 1.557 Auszubildenden branchenweit zu steigern, um dem drängenden Personalbedarf bei den Eisenbahnverkehrs- und -infrastrukturunternehmen erfolgreich zu begegnen. Denn diese Zahl ist nicht ausreichend, gerade mit Blick auf die Zielstellungen, wie sie im Koalitionsvertrag auf Bundesebene für die Schiene formuliert sind“, so Berends. „Die Branche steht hier in der Verantwortung.“ Zu Beginn der dreijährigen Ausbildung erlernen die Auszubildenden zunächst berufsübergreifende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die allgemein für die Tätigkeit im Eisenbahnbereich benötigt werden. Im Anschluss erfolgt die Spezialisierung.

Spezialisierungen für die Lok oder im Stellwerk
„Wir fahren da jetzt zweigleisig: Die Tätigkeitsprofile für Triebfahrzeugführer und im Bereich Fahrweg haben sich auseinanderentwickelt und lassen sich nicht mehr in einem einzigen Ausbildungsberuf darstellen. Mit zwei gesonderten Ausbildungen können die Kenntnisse und Fertigkeiten – etwa bei digitalen Simulationen – künftig zielgerichteter auf die Lernenden und deren Arbeitsgebiete abgestimmt werden“, so der VDV-Vizepräsident. Als Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport (m, w, d) steuern sie künftig Triebfahrzeuge für den Personen-, Güter- und Rangierverkehr. Während ihrer Ausbildung sind sie bereits mitverantwortlich dafür, ob alle Geräte und Instrumente des Zuges reibungslos funktionieren. Zum Einsatz kommen hierbei die neuesten IT-gestützten Techniken in den Fahrzeugen. Die duale Ausbildung als Eisenbahner (m, w, d) in der Zugverkehrssteuerung sorgt für das Rüstzeug für die künftigen sicheren Weichensteller.

Berufsausbildung gegenüber Studium aufwerten
Vom ersten Tag an erlernen die Auszubildenden, wie Gleisanlagen aufgebaut und Bahnübergangssicherungsanlagen bedient werden, wie Züge gebildet werden und welche Voraussetzungen für die Betriebssicherheit vorliegen müssen. Aufgrund der hohen Komplexität im Schienennetz gelangt die modernste Informationstechnologie zum Einsatz. Der Personalbedarf bei den Eisenbahnen ist auch in der Pandemie unverändert hoch. In der aktuellen branchenweiten VDV-Personalumfrage gaben 62 Prozent der teilnehmenden Eisenbahnen an, dass ihr Personalbedarf im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr zugenommen hat, bei 38 Prozent blieb er unverändert; abnehmenden Personalbedarf verzeichnete keine Bahn. „Die Perspektiven der angehenden Eisenbahnerinnen und Eisenbahner sind angesichts des Personalbedarfs glänzend. Auch wenn die Verdienstmöglichkeiten im Branchenvergleich überdurchschnittlich sind, müssen wir diese Ausbildungen stärker wertschätzen. Sie sind entscheidend für unseren Erfolg als Branche“, so Berends abschließend.

Quelle: VDV; Foto: Deutsche Bahn AG/Dominic Dupont