Die Eisenbahn im Verteidigungsfall

In der Ukraine leistet die Schiene im Kriegseinsatz großartige Arbeit. Mit Henning Otte, MdB und stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, sprach das Privatbahn Magazin über die deutsche Schiene im Verteidigungsfall und die Verzahnung mit der Bundeswehr. Auch in Friedenszeiten ist die Bahn wichtig für das Militär.

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Foto: Michael M. Mey

Staatssekretär Theurer: Verfahrensabläufe deutlich verkürzen

Wie will das Bundesverkehrsministerium den Personen- und Güterverkehr auf der Schiene in den kommenden Jahren ausbauen? Wo liegen die verkehrspolitischen Schwerpunkte der Ampelkoalition in Berlin? Und: Was kostet dieser Paradigmenwechsel? Diese und mehr Fragen beantwortet der Parlamentarische Staatssekretär Michael Theurer im Privatbahn Magazin-Interview.

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Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler

PriMa 3/22 erschienen!

Das neue PriMa ist da! Im Titel geht es um die dringend nötige Verkehrwende und die Frage, wie diese angesichts der aktuellen Zeitenwende gelingen kann.

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Track to the Future – iaf 2022 öffnet in zwei Wochen ihre Tore

Unter dem Leitmotto „Track to the Future” findet von 31. Mai bis 2. Juni 2022 in Münster die 28. Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik (iaf) statt. Mehr als 120 internationale Aussteller werden neue und innovative Produkte und Dienstleistungen Tausenden Besucher/-innen aus über 60 Ländern präsentieren. Als besonderes Highlight begrüßen die Organisatoren in diesem Jahr Polen als Gastland. Damit würdigt der Verband die positive Entwicklung der polnischen Eisenbahninfrastruktur und die geplanten Modernisierungsschritte in den kommenden Jahren.

Die Messe findet unter der Schirmherrschaft des deutschen Bundesministers für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, statt. In seinem Grußwort betont Wissing die Rolle der Bahn als das Verkehrsmittel der Zukunft, dem eine entscheidende Rolle in der Erreichung der ambitionierten Klimaziele zukommt. So sollen die Fahrgastzahlen erhöht und der Anteil des über die Schiene abgewickelten Güterverkehrs deutlich gesteigert werden. Dies könne aber nur gelingen, wenn das System Schiene fortlaufend modernisiert und attraktiver gestaltet werde. Deshalb werde die öffentliche Hand in den nächsten Jahren massiv investieren und eine moderne, leistungsstarke Infrastruktur schaffen.

Dieiaf genießt in der Bahnbaubranche seit Jahrzehnten einen ausgezeichneten Ruf. Viele Aussteller freuen sich darauf, ihre Maschinen und Produkte unter realistischen Bedingungen präsentieren zu können: direkt am Gleis im Schotterbett. Mit 10.000 m2 Hallenfläche, 6.000 m2 Freifläche und mehr als 3.000 m Gleis bietet die iafeinen repräsentativen Überblick über die Branche wie keine andere.

iaf zeigt die Technologie der Zukunft

Wie schon in der Vergangenheit wird die iaf auch in diesem Jahr ihrer Rolle als weltweit führende Messe für Fahrwegtechnik gerecht. Dr. Siegfried Krause, iaf-Messechef und Geschäftsführer der VDEI Service GmbH, erwartet eine spannende 28. Auflage der Messe: „Wir freuen uns sehr, dass so viele Aussteller unserer Messe die Treue halten und auch in diesem Jahr ihre Lösungen für die drängendsten Herausforderungen unserer Branche präsentieren werden. Dazu zählen der Fachkräftemangel, die Notwendigkeit zur CO2-Reduzierung angesichts des Klimawandels und natürlich die Digitalisierung. Und auch dieses Mal werden einige absolute Weltpremieren zu sehen sein.“

Diese Weltpremieren umfassen vor allem Maschinen mit einem höheren Maß an Automation, alternativen Antrieben und dem Einsatz digitaler Technologien. Diese Innovationen verdeutlichen, wie sehr die Industrie bereit ist, die von Bundesminister Wissing skizzierten Entwicklungen zu unterstützen.

Eröffnung & Rundgang

Der Verband Deutscher Eisenbahningenieure e.V. (VDEI) freut sich, mit Frank Sennhenn den Vorstandsvorsitzenden der DB Netz AG für die Eröffnung der Messe gewonnen zu haben. Sennhenn wird im Rahmen der Eröffnung am 31. Mai 2022 einen Impulsvortrag zu aktuellen Themen der Fahrwegtechnik halten.

Im Rahmen der Eröffnung wird zudem der mit 3.000 € dotierte Förderpreis des Verbandes für herausragende Arbeiten junger Ingenieurinnen und Ingenieure aus dem Bahnsektor überreicht. Unter den Einreichungen sind acht Hochschulen bzw. Universitäten sowie drei Studienrichtungen vertreten.

Im Anschluss findet der offizielle Messerundgang statt, bei dem die Ehrengäste traditionell in Begleitung des Verbandes das Messegelände und insbesondere die auf der iaf vertretenen Weltpremieren besichtigen, die von den jeweiligen Unternehmensvertretern vorgestellt werden.

Kostenlose Besucherregistrierung

Die iaf bietet interessierten Besucher/-innen die Möglichkeit, sich kostenlos vorab zu registrieren. Wer die Messe besuchen möchte, kann dies unter folgender Web-Adresse machen:
www.iaf-messe.com/de/besucheranmeldung

Sicherer Messebesuch durch 3-G-Regeln und Testzentrum

Um einen sicheren Messebesuch zu gewährleisten, wird die Messe nach den geltenden Sicherheitsbestimmungen durchgeführt, derzeit sind dies die 3-G-Regeln. Besucherausweise werden personalisiert, relevante Zertifikate können online hinterlegt und mit dem jeweiligen Ausweis verknüpft werden. So kann die laufende Kontrolle beim Zutritt auf das Messegelände beschleunigt werden. Während der gesamten Messedauer wird in Eingangsnähe ein Testzentrum eingerichtet, in dem sich Personen, die über kein aktuelles Zertifikat verfügen, testen lassen und mit einem negativen Ergebnis Zutritt zum Messegelände erhalten können.

Quelle/Foto: VDEI Service GmbH

Thema der Woche: 100 Jahre UIC

100 Jahre besteht die UIC nun schon. Der Feier stehen die akuten Herausforderungen gegenüber: Reduzierung der Emissionen weltweit bis 2030, Dekarbonisierung, Förderung von Verkehrsverlagerungen und zielführende Zusammenarbeit mit anderen maßgeblichen Verkehrsträgern.

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Foto: pixabay.com/fotolehrling

Europa auf der Schiene entdecken

2022 ist das Europäische Jahr der Jugend. Aus diesem Anlass verlost die EU-Kommission 70.000 Interrail-Tickets, mit denen junge Europäerinnen und Europäer ihren Kontinent entdecken sollen, wie EU-Jugend-Kommissarin Mariya Gabriel bekannt gab. Damit werden im Rahmen des Programms „DiscoverEU“, das seit 2018 läuft, 10.000 Tickets mehr verlost als sonst.

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Umfrage: Mehrheit hat Zweifel, dass Klimaziel im Verkehr erreicht wird

Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung bezweifelt, dass das 2030-Ziel im Klimaschutzgesetz für den Verkehrssektor unter den gegebenen Voraussetzungen erreichbar ist. Diese Einschätzung weist auf einen großen Handlungsdruck bei den Maßnahmen und politischen Regelungen hin.

Das Deutsche Verkehrsforum hat das Meinungsforschungsinstitut Civey mit einer repräsentativen Umfrage beauftragt. Auf die Frage „Glauben Sie, dass das nach dem Klimaschutzgesetz nötige Ziel, die CO2-Emissionen im Verkehr in acht Jahren zu halbieren, erreicht wird?“ antworteten 77,9 Prozent mit nein, 11,3 Prozent mit ja und knapp 11 Prozent waren unentschieden.

Für DVF-Geschäftsführerin Dr. Heike van Hoorn sind diese Ergebnisse umso mehr ein Grund zum entschlossenen Handeln: „Die Umfrageergebnisse sollten aufrütteln. Offensichtlich glaubt eine große Mehrheit nicht an das Erreichen der von der Politik gesetzten Klimaziele in den nächsten acht Jahren und damit auch nicht an eine Verkehrswende. Erste Schritte der Bundesregierung wurden mit dem „Osterpaket“ getan, aber das reicht für diese gewaltige Herausforderung bei weitem nicht aus. Wir brauchen deutlich mehr Tempo bei den Rahmenbedingungen, damit Deutschland die Transformation des Mobilitätssektors schafft.“

  • Planungsbeschleunigung auch für die Verkehrsinfrastruktur, für Schienenwege, ÖPNV, Wasserstraße und Radwege
  • Flächendeckende Digitalisierung der Verkehrsinfrastruktur, aber auch der Behörden und Verwaltungen
    Aufbau eines Netzkatasters
  • Einführung einer Stichtagsregelung und eines juristischen Redaktionsschlusses
  • Bechleunigung, Entbürokratisierung und Harmonisierung der Regelungen für den Ladeinfrastrukturausbau, etwa beim Eichrecht
  • Ladegipfel mit Bund, Ländern, Kommunen, Herstellern, Energie- und Infrastrukturbranche, Nutzerverbänden und Transportwirtschaft
  • Förderung und schnellerer Aufbau von E-Fuels und Wasserstoffwirtschaft

Quelle: DVF; Grafik: DVF/Civey

Wahl in Frankreich: Ein Sieg für Europa

Emmanuell Macron wurde als Präsident Frankreichs wiedergewählt.Damit haben sich die Franzosen gegen die Herausforderin vom rechten Rand Marie Le Pen gestellt. Macron Wahl sorgt auch in Brüssel für Erleichterung: Die populistische Le Pen hätte der EU und damit dem System Bahn schaden können, wie mancher meint.

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Foto: kremlin.ru

PriMa Express 7/22 erschienen!

Themen sind u.a.:

  • Alternative Antriebe: VRR und NWL besiegeln Kauf von Batterietriebzügen
  • DB-Bilanz: Vorstand optimistisch für 2022
  • Infrastruktur: Mehr Förderung für Hafenbahnen gefordert
  • Personenverkehr: Scotrail seit 1. April in Staatshand
  • Ukraine-Krieg: Vorstandschef führt vom Zug aus

Wir wünschen angenehme Lektüre und ein schönes Wochenende!

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CargoBeamer mit eigener Waggonproduktion

CargoBeamer, der europaweit führende Logistikdienstleister für den intermodalen Transport nicht-kranbarer Sattelauflieger, steigt in die Fertigung von Güterwagen ein. In Erfurt in Mitteldeutschland wird das Unternehmen im Laufe des Jahres ein Werk für die Produktion der proprietären CargoBeamer-Waggons in Betrieb nehmen.

In einem bestehenden Werksgelände, welches im 20. Jahrhundert zur Lokomotivherstellung genutzt wurde, wird künftig die Endmontage der Güterwagen stattfinden. Nach einer kurzen Hochlaufphase werden ab Anfang 2023 rund 500 Waggoneinheiten jährlich produziert.

Bis zum Beginn der Fertigungsarbeiten wird das 3000 Quadratmeter umfassende Werk modernisiert, wobei das Dach energieeffizient renoviert und ein bestehender Gleisanschluss reaktiviert wird. Zunächst werden in Erfurt rund 15 Mitarbeitende beschäftigt, wobei die Belegschaft mittelfristig auf mehr als 50 Personen anwachsen soll.

Bei den unternehmenseigenen Waggons handelt es sich um Güterwagen, welche eigens für den intermodalen Transport von Sattelaufliegern aller Bauarten und weiterer Ladeeinheiten auf der Schiene konstruiert sind. Jeder Wagen verfügt über einen aufliegenden Waggonaufsatz, welcher die horizontale, parallele und automatisierte Be- und Entladung jeglicher Ladeeinheiten in einem CargoBeamer-Terminal ermöglicht.

Während für den Kunden keine Umbauten an den Aufliegern nötig sind, ermöglicht ein Transport auf der Schiene eine Verringerung der CO2-Emissionen von etwa 80% gegenüber der Straße. Zudem können dank des kranbaren Waggonaufsatzes CargoBeamer-Züge auch in konventionellen Kranterminals umgeschlagen werden, wobei der Waggonaufsatz mitsamt Ladeeinheit auf den Zug gehoben wird.

Philipp Aubert, Geschäftsführer der CargoBeamer Rolling Stock GmbH, erklärt: „Für die Erreichung unserer hoch gesteckten Wachstumsziele ist die Anzahl der Waggons – neben einem engen Netz aus Routen und Terminals – der entscheidende Indikator, um mehr Transporte auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern. Wir haben in den vergangenen Monaten festgestellt, dassdie verfügbaren Produktionskapazitäten für Güterwagen in Europa für unsereVorhaben nicht mehr ausreichen und uns daher entschlossen, die Endmontage unserer Waggons künftig selbst vorzunehmen. Für CargoBeamer ist es für den Hintergrund schnellen internationalen Wachstums mit europaweit verteilten Standorten und Mitarbeitenden eine besondere Freude, Teile der Waggonproduktion zurück nach Deutschland zu holen und mit der Eröffnung eines Werks in Erfurt auch die regionale Wirtschaftskraft in Mitteldeutschland zu stärken. Gleichzeig erweitern wir durch eine eigene Fertigungslinie unser Know-how, können Marktschwankungen und Kapazitätsengpässen im Produktionssektor aktiv entgegenwirken und damit die Erreichung unserer Wachstumsziele für die kommenden Jahre sicherstellen.“