Tarifverhandlungen: DB und EVG nähern sich an

Die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind in ihren Tarifverhandlungen ein gutes Stück vorangekommen. Zu vielen EVG-Forderungen seien Ergebnisse erzielt worden, teilt die DB mit.

So haben sich DB und EVG auf ein umfangreiches Paket, etwa auf einen Tarifvertrag „Arbeit 4.0“, geeinigt, um die Veränderungen der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung gemeinsam und aktiv zu gestalten. Einvernehmen bestehe auch über die Einführung eines neuen flexibleren Vergütungssystems. Zudem sollen die Arbeitszeit- und Langzeitkonten überarbeitet werden, um die Belastung zu reduzieren und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Auch zu den Lohnforderungen der EVG hat die DB neue Angebote vorgelegt, zu denen es noch intensiven Gesprächsbedarf gibt.

Beide Seiten verständigten sich darauf, die Verhandlungen am Mittwoch in Berlin fortzusetzen.

(DB)

HKX jetzt mit Betriebsrat

Bei der Hamburg-Köln-Express (HKX) GmbH gibt es seit gestern eine von den Mitarbeitern gewählte Interessenvertretung. Gestern hatte der Wahlvorstand zur konstituierenden Sitzung des neu gewählten Betriebsrats eingeladen. Zum Vorsitzenden des neuen Betriebsrats wurde Thomas Hinzmann gewählt. Dieser hatte die Wahl des Betriebsrats mit Unterstützung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG initiiert.

(HKX)

National Express: Kritik ist „nicht nachvollziehbar“

Prominente Vertreter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) haben die Vergabe der Nürnberger S-Bahn-Verkehre an National Express kritisiert. EVG-Vizechef Martin Burkert, zugleich Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, und GDL-Vize Uwe Böhm sehen laut Medienberichten die Gefahr gegeben, dass das britische Unternehmen bei den Mitarbeitern Sozialdumping betreiben werde.

Die Kritik weist der Geschäftsführer der deutschen National Express-Tochter, Tobias Richter, als „nicht nachvollziehbar“ zurück. National Express halte sich in jedem Land an das dort geltende Recht – auch an die Tarifverträge. „Schließlich verdienen wir unser Geld mit den Steuergeldern und den Fahrgeldeinnahmen unserer Fahrgäste. Sowohl unser Vertragspartner, die BEG, als auch alle Gebietskörperschaften haben einen Anspruch darauf, dass wir damit sehr sorgfältig umgehen und eine gute Qualität liefern“, erklärte Richter in einer Mitteilung.

Für Anfang März hat National Express mit EVG und GDL Gesprächstermine für Tarifverhandlungen vereinbart.

Zum Hintergrund: National Express soll von der BEG den Zuschlag erhalten, die S-Bahnen in Nürnberg zwölf Jahre lang betreiben zu dürfen. In der Ausschreibung war die Deutsche Bahn, für deren Angestellte die beiden Gewerkschaften eintreten, dem britischen Unternehmen unterlegen.

(National Express)

Bahn-Ultimatum der EVG läuft heute ab

Die Ankündigung der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ab Montag nächster Woche in Streik zu treten, könnte Realität werden – denn heute um 16 Uhr läuft das Ultimatum, dass die EVG der Deutschen Bahn nach dem Scheitern der letzten Tarifverhandlungen gestellt hat, ab.

Am Dienstag hatte die EVG die Bahn „ultimativ“ aufgefordert, ihren Mitgliedern für jeden Monat seit Auslaufen der Tarifverträge eine Abschlagszahlung in Höhe von 100 Euro zu zahlen. „Darüber werden wir nicht mehr diskutieren. Die DB AG muss sich bis Ende des Monats erklären. Bei einem Nein werden Warnstreiks nicht mehr zu verhindern sein“, hatte es in einer Mitteilung der Gewerkschaft geheißen.

In den parallel laufenden Tarifverhandlungen mit der GDL ist die DB bereits einen Schritt weiter. Mittwoch teilte sie mit: In der neunten Tarifverhandlung haben „DB und GDL heute den Tarifvertrag über die Ende Dezember vereinbarte Einmalzahlung“ unterzeichnet.

(EVG / DB)

EVG berät neues Angebot der Deutschen Bahn

Im Tarifkonflikt zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Deutschen Bahn (DB) ist weiterhin keine Einigung in Sicht. Nachdem am Freitag in Frankfurt die sechste Verhandlungsrunde nach sechs Stunden ergebnisoffen verlief, will die EVG nun am Dienstag über das neue Angebot der DB beraten, die Einmalzahlungen für alle Mitarbeiter auf den Januar 2015 auszudehnen und für Auszubildende und Dual Studierende aufzubessern.

In einer Stellungnahme würdigt die EVG zwar, dass der Arbeitgeber mit seinem neuen Angebot auf eine Kernforderung der Gewerkschaft eingegangen ist – sieht aber insgesamt noch großen Verbesserungsbedarf, vor allem was die Gleichbehandlung der Beschäftigen betrifft. „Der Dienstleistungsbereich soll nach wie vor weniger bekommen als alle Anderen, eine Spaltung der Eisenbahnerfamilie wird die EVG jedoch nicht zulassen“, erklärte die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba.

Der EVG-Bundesvorstand und die Tarifkommission wollen in einer gemeinsamen Sitzung am Dienstag über das Angebot beraten und danach die weitere Vorgehensweise abstimmen. Auch ein Streik scheint demnach nicht ausgeschlossen.

(EVG / DB)

EVG droht Bahn mit neuen Streiks

In Frankfurt kommen heute Vertreter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und Vertreter der Deutschen Bahn (DB) zusammen, um die sechste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt einzuläuten. Für den Fall eines Scheiterns der Gespräche hat EVG-Chef Alexander Kirchner der DB bereits Streiks angedroht.

„Wir haben immer gesagt, wenn wir am Verhandlungstisch weiter kommen, bedarf es keines Streiks. Die Ultima Ratio ist dann notwendig, wenn die Gegenseite sich nicht mehr bewegt“, sagte Kirchner laut Medienberichten. Bewegung ist aus Sicht der EVG dringend nötig, denn die bisher von der DB in Aussicht gestellte Einmalzahlung an die Tarifbeschäftigen reicht der Gewerkschaft nicht aus.

„Wir fordern nicht nur eine Erhöhung des Angebots, wir fordern vor allem eine Gleichbehandlung aller Beschäftigten“, sagte die EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba im Vorfeld der Tarifgespräche. Heute hat die Bahn Gelegenheit, ihr Angebot nachzubessern.

(EVG)

DB soll bis 2016 neues Nachtzugkonzept vorlegen

Mehrere Experten haben die Deutsche Bahn (DB) dazu aufgefordert, bis 2016 ein wirtschaftlich zukunftsähiges Konzept für den Nachtzugverkehr zu erarbeiten. Das ist das Ergebnis einer öffentlichen Anhörung des Verkehrausschusses, die am Mittwoch im Bundestag stattfand. Wie der Informationsdienst hib mitteilt, war der Anhörung ein Antrag der Linken vorausgegangen, in dem die DB aufgefordert wird, ihren Rückzug bei Nacht- und Autoreisezügen zu stoppen.

So sieht Alexander Kirchner, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), durch den Wegfall des Nachtzug- und Autozugverkehrs insgesamt rund 1.000 Jobs in Gefahr. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, so Kirchner, würden die Nachtzüge einen „schleichenden Tod“ sterben. Der EVG-Chef verlangte von der DB daher, Nacht- und Autozüge nicht länger als Nischenprodukte zu begreifen.

Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember hatte die DB einige ihrer Nachtzug-Verbindungen gestrichen oder gekürzt. Davon betroffen war neben der Verbindung von Amsterdam, Basel und Prag nach Kopenhagen auch die von Hamburg, Berlin und München nach Paris. Als Grund nannte die Bahn zu geringes Kundeninteresse.

(hib / FAZ)

DB und EVG vertagen Tarifgespräche erneut

Im Tarifkonfilkt zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist weiterhin keine Einigung in Sicht: Die vierstündigen Gespräche zwischen DB und EVG gestern in Frankfurt endeten ohne konkretes Ergebnis – weshalb die sechste Verhandlungsrunde am 23. Januar 2015 fortgesetzt werde, so die DB in einer Mitteilung.

Zum Hintergrund: Die DB hatte der EVG – genauso wie der GDL – zunächst eine Einmalzahlung von 510 Euro für das Jahr 2014 angeboten. In der gestrigen Verhandlung habe die DB nun ihr Angebot konkretisiert und für Mitarbeiter der DB-Unternehmen im Bereich der Dienstleistungen und Fahrwegdienste eine Einmalzahlung von 340 Euro für vier Monate vorgeschlagen. Laut DB soll dieses Angebot auch für Auszubildende und Dual Studierende gelten.

Die EVG wies die Offerte zurück und erhob für die DB „überraschend“ ein Dutzend zusätzlicher Forderungen in den Bereichen Entgeltstruktur, Schichtplanung, Arbeitszeit und Urlaub. Die DB kündigte an, die neuen Forderungen der EVG bis zum nächsten Verhandlungstermin bewerten zu wollen.

(DB)

Tarifverhandlungen: DB legt erweitertes Angebot an EVG vor

In der vierten Verhandlungsrunde haben die Deutsche Bahn und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Fortschritte erzielt, teilt die DB mit. Die DB hat ihr bisheriges Angebot am Freitag nach eigenen Angaben erweitert. Neben einer fünfprozentigen Lohnerhöhung in drei Stufen und mehreren Verbesserungen u.a. für untere Einkommensgruppen schlug die DB eine zusätzliche soziale Komponente vor. Die Tabellenentgelte sollen ab Januar 2015 um mindestens 50 Euro steigen. Fortgesetzt werden die Tarifverhandlungen den Angaben zufolge am 14. Januar 2015 in Frankfurt.

(DB)

Tarifstreit: GDL bietet 3-G-Verhandlungen und Selbstbeschränkungen an

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wiederholte sowohl im gestrigen Spitzengespräch mit der Deutschen Bahn (DB) und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Köln als auch heute ihr Angebot zu Tarifverhandlungen für das Zugpersonal nach dem „3-G-Prinzip“. Das heißt, die DB verhandelt am gleichen Tag und am gleichen Ort sowohl mit der EVG als auch mit der GDL. Eine Absage erteilt die GDL jedoch der Forderung der EVG, schon vor den Verhandlungen, dass zwingend gleiche Tarifabschlüsse beschlossen werden müssen.

Die GDL hat nach eigenen Angaben das Ziel, die Situation zwischen den Bahn-Gewerkschaften zu befrieden. Sie habe deshalb der EVG heute eine Vereinbarung angeboten, teilt die Gewerkschaft mit. Darin erklärt sie zum Einen ihre Bereitschaft, die Tarifverhandlungen nach dem „3-G-Prinzip“ zu führen und zum Anderen ihre Selbstbeschränkung auf die Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) der DB. Die GDL werde nach dieser Erklärung ihren Organisationsbereich dauerhaft auf die EVU beschränken und nicht in den Eisenbahninfrastrukturunternehmen tätig werden.Die GDL biete der EVG eine dauerhafte und verlässliche Beschränkung ihrer gewerkschafts- und tarifpolitischen Tätigkeit ohne Gegenleistung an.

Den Verhandlungstermin mit der Deutschen Bahn AG am 21. November 2014 in Frankfurt bestätigte die GDL.

(GDL)