Streik könnte nächste Woche beginnen

In der kommenden Woche sollen die Warnstreiks der Lokführer beginnen. Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung” müssen Bahnkunden im Fern-, Nah- und Güterverkehr ab kommenden Montag mit einem Arbeitskampf rechnen. Bisher hatte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Warnstreiks bereits ab Mittwoch angekündigt. Das Blatt schreibt, mit der Verschiebung auf kommende Woche solle dem Vernehmen nach vermieden werden, die Ski-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen zu beeinträchtigen und damit die Münchner Olympia-Bewerbung zu beschädigen. Darüber hinaus rufe die GDL ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung auf, um damit im März unbefristete Streiks zu ermöglichen, berichtet die Zeitung. Die GDL fordert für die rund 26.000 Lokführer im Fern-, Nah- und Güterverkehr einen einheitlichen Tarifvertrag. Den im Januar zwischen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), der Deutschen Bahn und den sechs größten privaten Eisenbahnunternehmen ausgehandelten Branchentarifvertrag lehnt die GDL als unzureichend ab.

Keine Warnstreiks bei metronom

Die metronom Züge sind nicht von den für diese Woche angekündigten Warnstreiks betroffen und fahren regulär nach Fahrplan. Hintergrund ist, dass die Warnstreiks im Zuge der Verhandlungen zu einem Branchentarifvertrag durch die Bahngewerkschaften Transnet und GDBA angekündigt wurden. Die metronom Eisenbahngesellschaft aus Uelzen ist von diesen nicht betroffen, da der Großteil der Belegschaft in der GDL organisiert ist. Die GDL ist an den Warnstreiks nicht beteiligt. (PM Metronom)

GDL fordert fünf Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert auf Basis des Lokführer Tarifvertrages mit der Deutschen Bahn AG eine Tarifsteigerung von fünf Prozent für die Lokführer. Zusätzlich soll ein einheitlicher Bundesrahmen-Lokomotivführer-Tarifvertrag mit der DB und andern Unternehmen im Schienenverkehr abgeschlossen werden. Damit verfolgt die GDL das Ziel, ein einheitliches Vergütungsniveau für alle Lokführer in Deutschland zu schaffen. Auch Transnet/GDBA wollen ein Lohndumping im Regionalverkehr vermeiden und verhandeln bereits über einen Branchentarifvertrag. Sollten die Arbeitgeber sich nicht bewegen, drohen beide Gewerkschaften mit Streikmaßnahmen noch in diesem Sommer.

Schell übergibt an Fraile

Manfred Schell, Ehrenvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Präsidentschaft der Autonomen Lokomotivführer-Gewerkschaften (ALE) an Jesus Garcia Fraile abgegeben. Schell, der dieses Amt seit der Gründung 1989 inne hatte, ist nun Ehrenpräsident der ALE. Claus Weselsky, GDL-Bundesvorsitzender und der Vorsitzende der polnischen Lokomotivführergewerkschaft ZZM Leszek Mietek, sind die Vertreter Frailes.