94 Prozent der GDL-Mitglieder wollen Tarifabschluss

Die überwältigende Mehrheit ist dafür: 94 Prozent der befragten GDL-Mitglieder votierten in der zweiten Urabstimmung für den DB-Tarifabschluss. Damit hat die GDL die in der Arbeitskampfordnung geforderten 25 Prozent Zustimmung deutlich übertroffen. Die Rücklaufquote betrug 71 Prozent, teilt die Gewerkschaft mit.

„Das Ergebnis ist absolut überzeugend und der schönste Lohn nach einer sehr harten Tarifauseinandersetzung“, so der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Claus Weselsky. „Es zeigt, dass das Zugpersonal in hohem Maße solidarisch ist und geschlossen hinter der GDL und ihren tarifpolitischen Zielen steht. Klarer könnte das Mandat nicht sein.“

(GDL)

 

Nach 420 Stunden „Arbeitskampf“: GDL und DB einig

Schlichtung wirkt: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat sich am 30. Juni mit der Deutschen Bahn im Ergebnis der Schlichtung in Frankfurt in 14 Tarifverträgen und einer Vereinbarung zur Reduzierung der Belastung des Zugpersonals geeinigt. Damit ist der einjährige Tarifkonflikt mit 420 Stunden „Arbeitskampf“ vorbei, teilte die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer mit. Beide Tarifparteien haben dem Schlichterspruch zugestimmt. Parallel wurden Verhandlungen aufgenommen, so dass die Tarifrunde am späten Abend beendet werden konnte.

Unter dem Vorsitz von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und des ehemaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck habe GDL wesentliche Verbesserungen im Flächentarifvertrag für das Zugpersonal (BuRa-ZugTV) und in den Haustarifverträgen für all ihre Mitglieder des Zugpersonals durchgesetzt, teilt die GDL mit. „Das ist uns nur gelungen, weil unsere Mitglieder trotz aller Widerstände solidarisch zusammengestanden haben“, so GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky, der sich sich für die „professionelle Schlichtung“ bedankte und ergänzte: „Durch ihre geschickte Steuerung der Verhandlungen haben wir das erreicht, was wir eigentlich bereits im Sommer 2014 hätten erzielen können.“

Auch DB-Personalvorstand Ulrich Weber sprach Ramelow und Platzeck seinen Dank aus: „Wir haben intensiv am Schlichter- und Verhandlungstisch gearbeitet und ein faires Kompromisspaket geschnürt. Damit befrieden wir nach harten Monaten endlich die Situation bei der DB. Die Streikgefahr ist gebannt. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und das gesamte Unternehmen. Ich danke beiden Schlichtern ausdrücklich für ihren Beitrag.“

(GDL/DB)

GDL bestreikt ab Mittwochfrüh auch den SPV

Nach dem Güterverkehr ist jetzt der Personenverkehr dran: Ab Mittwochfrüh um 2 Uhr will die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ihren Streik auf Personenzüge ausweiten. Das ist das Ergebnis der gescheiterten Tarifverhandlungen vom Wochenende. Das Ende dieser neunten Streikrunde ist völlig offen. Nach GDL-Ankündigung könnte sich der Streik über die Pfingsfeiertage hinziehen.

Die Deutsche Bahn hat derweil für Zugreisende einen Ersatzfahrplan auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Aktuelle Auskünfte sind zudem kostenlos unter Telefon 08000 996633 erhältlich.

(GDL / div. Medienberichte; Foto: Redaktion)

Deutsche Bahn: Schnell zurück zur Normalität

Die Deutsche Bahn will so schnell wie möglich nach dem für 21 Uhr angekündigten Ende des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Personenverkehr zum regulären Fahrbetrieb zurückzukehren. Nämlich bereits am Freitag. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die Disponenten in den sieben Betriebszentralen und der Verkehrsleitung dafür sorgen, dass bundesweit so viele Fern-, Regional- und S-Bahnzüge wie möglich wieder an den jeweiligen Startbahnhöfen mit dem zugehörigen Zugpersonal den Betrieb aufnehmen können.

Der GDL-Streik im Personenverkehr hat am Mittwoch um 2 Uhr begonnen. Die Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr halten seit Dienstag 15 Uhr an und sollen laut GDL am Freitag um 9 Uhr beendet werden.

(DB)

DB appelliert an GDL: Streikaufruf zurücknehmen

Die Deutsche Bahn hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) aufgefordert, den Aufruf zu Streiks im Personen- und Güterverkehr zurückzunehmen.  Die Streiks seien für niemanden nachzuvollziehen, erklärte DB-Personalvorstand Ulrich Weber. Die GDL schade erneut Bahnkunden und DB. Eine faire Lösung könne es nur am Verhandlungstisch geben.

DB Schenker Rail, der Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn, stellt sich angesichts der Ankündigungen der GDL von 66 Stunden Streik auf erhebliche Beeinträchtigungen ein. Für die Kunden im In- und Ausland bringt der Ausstand Verspätungen und Einschränkungen des Angebots mit sich. Bei DB Schenker Rail setzt man alles daran, die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. So werden in enger Abstimmung mit den Kunden Verkehre priorisiert, damit versorgungsrelevante Züge fahren können.

(DB)

GDL will wieder streiken

Der Hauptvorstand der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Tarifkommission haben heute in Frankfurt einstimmig für einen Arbeitskampf votiert. Die Blockade der DB-Verhandlungsführung lasse keine andere Schlussfolgerung zu, teilt die Gewerkschaft heute mit. „Die DB nimmt in Kauf, die Kunden zu verärgern und schädigt das Unternehmen in Millionenhöhe und hofft dabei, der GDL medial die Schuld in die Schuhe schieben zu können“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky nach der Gremiensitzung.

Die GDL fordert den DB-Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube und den Eigentümer Bund auf, die Verhandlungsführung zum Einlenken zu bewegen. Beide seien in der Pflicht, die Eskalation abzuwenden, sagte Weselsky. Über den Zeitpunkt und die Dauer des Streiks werde die GDL rechtzeitig informieren.#

(GDL)

GDL erklärt Tarifverhandlungen mit DB für gescheitert

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat der Deutschen Bahn gestern in Berlin erneut das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt. „Die DB hat eine unglaubliche Rolle rückwärts hingelegt“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky. Sie verweigere es erstens, alle GDL-Mitglieder des DB-Zugpersonals in den bereits heute bestehenden Flächentarifvertrag BuRa-LfTV zu integrieren. Zweitens habe sie erneut Abhängigkeiten zu EVG-Tarifabschlüssen zur Bedingung für einen Abschluss mit der GDL gemacht.

Die GDL wird ihrem Hauptvorstand und ihrer Tarifkommission am 18. Februar 2015 vorschlagen, ihre Mitglieder erneut zu Streiks aufzurufen.

(GDL)

Bundesrat winkt Gesetzentwurf zur Tarifeinheit durch

Der Bundesrat hat gegen die Pläne der Bundesregierung zur Einführung der Tarifeinheit in Deutschland keine Bedenken. In seiner Sitzung am 6. Februar 2015 erhob er gegen den vorgelegten Gesetzentwurf keine Einwendungen.

Ziel ist es, Arbeitskämpfe konkurrierender Gewerkschaften im selben Unternehmen – wie zum Beispiel bei der Deutschen Bahn oder der Lufthansa – zu verhindern. Der Gesetzentwurf schreibt daher fest, dass im Streitfall nur der Tarifvertrag der Gewerkschaft mit den meisten Mitgliedern gilt.

Berufsgewerkschaften wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und die Piloten-Vereinigung Cockpit warnen vor einem faktischen Streikverbot für ihre Organisationen. Die GDL hat umgehende Klage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt, sollte das Gesetz vom Bundestag beschlossen werden (das Privatbahn Magazin berichtete ausführlich in Ausgabe 6/2014) . Die Gewerkschaft und Rechtsexperten wie unter anderem Prof. Dr. Wolfgang Däubler sehen darin eine Verletzung des im Grundrechtes der Koalitionsfreiheit.

Die Bundesregierung plant, ihren Gesetzentwurf nun in den Bundestag einbringen.

National Express: Kritik ist „nicht nachvollziehbar“

Prominente Vertreter der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) haben die Vergabe der Nürnberger S-Bahn-Verkehre an National Express kritisiert. EVG-Vizechef Martin Burkert, zugleich Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, und GDL-Vize Uwe Böhm sehen laut Medienberichten die Gefahr gegeben, dass das britische Unternehmen bei den Mitarbeitern Sozialdumping betreiben werde.

Die Kritik weist der Geschäftsführer der deutschen National Express-Tochter, Tobias Richter, als „nicht nachvollziehbar“ zurück. National Express halte sich in jedem Land an das dort geltende Recht – auch an die Tarifverträge. „Schließlich verdienen wir unser Geld mit den Steuergeldern und den Fahrgeldeinnahmen unserer Fahrgäste. Sowohl unser Vertragspartner, die BEG, als auch alle Gebietskörperschaften haben einen Anspruch darauf, dass wir damit sehr sorgfältig umgehen und eine gute Qualität liefern“, erklärte Richter in einer Mitteilung.

Für Anfang März hat National Express mit EVG und GDL Gesprächstermine für Tarifverhandlungen vereinbart.

Zum Hintergrund: National Express soll von der BEG den Zuschlag erhalten, die S-Bahnen in Nürnberg zwölf Jahre lang betreiben zu dürfen. In der Ausschreibung war die Deutsche Bahn, für deren Angestellte die beiden Gewerkschaften eintreten, dem britischen Unternehmen unterlegen.

(National Express)

DB legt GDL ersten Flächentarifvertrag vor

In die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) kommt Bewegung: Heute hat die DB erstmals einen Vorschlag für einen Flächentarifvertrag für das Zugpersonal unterbreitet. Laut DB soll der Vertrag, wie von der GDL gefordert, für Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronome, Lokrangierführer und Disponenten gelten.

Die GDL verbucht den Zugpersonaltarifvertrag als ersten Erfolg und sieht in ihm das Ergebnis der eigenen Beharrlichkeit. Zugleich kritisiert die GDL den Flächentarifvertrag noch als „zu unternehmensspezifisch“, wie es in einer Mitteilung heißt. Die GDL werde sich daher auch weiterhin für „die bewährte Konstruktion Flächentarifvertrag plus Haustarifvertrag“ stark machen.

Bis zum 9. Februar will die Gewerkschaft der DB einen Tarifvorschlag machen, der die Interessen beider Seiten berücksichtige.