PriMa Express 15/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Infrastruktur: Sturzfluten zerstören sieben Regionalstrecken im Westen
  • Nahverkehr: Besserverdiener wenden sich vom ÖPNV ab
  • Lärmschutz: Bund will Lärmsanierung beschleunigen
  • Bahnpolitik: Bahnreform 3.0 ohne Bahnreform II?
  • Alternative Antriebe: BRB will Wasserstoffzug testen

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Paribus: „Schleswig-Holstein XMU II“ ausgezeichnet

Die von Paribus erfolgreich umgesetzte Transaktion „Schleswig-Holstein XMU II“ erhält den IJGlobal Award 2020 in der Kategorie „European Transport Mass Transit“. Mit diesem internationalen Award zeichnet das Fachmagazin IJGlobal alljährlich herausragende Transaktionen aus, die im jeweils vorausgehenden Kalenderjahr am internationalen Infrastruktur- und Energiemarkt abgeschlossen wurden. Ein Kernstück der Transaktion ist die langfristige Projektfinanzierung durch Namensschuldverschreibungen, die von Investoren der Allianz Global Investors gezeichnet wurden.

„Die Auszeichnung mit dem IJGlobal Award 2020 für das gemeinsam mit unseren Partnern realisierte XMU-Projekt würdigt dessen Beitrag, den Bahnverkehr noch umweltfreundlicher und attraktiver zu machen und zeigt, dass unsere Expertise in dem Erwerb, der Finanzierung und der Vermietung der mit innovativer Technik ausgestatteten Züge breite Anerkennung findet. Wir möchten allen beteiligten Partnern für die kooperative und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei diesem anspruchsvollen und zugleich wegweisenden Projekt für die Finanzierung und Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs auf der Schiene danken.“

Dr. Volker Simmering, geschäftsführender Gesellschafter in der Paribus-Gruppe

Zum Projekt
Paribus hatte im Frühjahr 2020 im öffentlichen Vergabeverfahren „XMU II“ des Landes Schleswig-Holstein, vertreten durch die NAH.SH, den Zuschlag für den Erwerb von insgesamt 55 umweltfreundlichen Akku-Triebzügen erhalten, die über 30 Jahre hinweg an verschiedene vom Land auszuwählende Eisenbahnverkehrsunternehmen vermietet werden sollen.

Zur Finanzierung hat die dafür gegründete Projektgesellschaft Paribus-XMU-Fahrzeugvorhaltegesellschaft mbH Namensschuldverschreibungen begeben, die von Investoren der Allianz Global Investors gezeichnet wurden. Darüber hinaus ist die Société Générale als weiterer Finanzierungspartner beteiligt. Die Finanzierung der Fahrzeuge wird vom Land Schleswig-Holstein durch das Bereitstellen einer Kapitaldienstgarantie unterstützt. Gebaut und geliefert werden die neuen Triebzüge vom Schienenfahrzeughersteller Stadler. Als Beratungsunternehmen waren die Rechtsanwaltskanzleien K&L Gates und Ashurst sowie die Wirtschaftsprüfergesellschaft Mazars an diesem Projekt beteiligt.

Northrail begleitet das Projekt bereits im Herstellungsprozess
Die neuen Züge vom Typ „Flirt Akku“ sollen beginnend ab Ende 2022 bis Mitte 2024 ausgeliefert werden. Im Sinne eines nachhaltigen Verkehrs auf der Schiene werden die Akku-Triebzüge vor allem die bisher eingesetzten Dieselfahrzeuge ersetzen. Die neuen Züge haben rein elektrische Antriebe und können aufgrund ihrer Ausstattung mit entsprechenden Batterien auch Streckenabschnitte befahren, die nicht über eine elektrische Oberleitung verfügen.

Die zur Paribus-Gruppe gehörende Northrail GmbH (Northrail) begleitet das Projekt über die gesamte Laufzeit bis zum Jahr 2052. Dazu gehört zunächst das intensive Monitoring des Herstellungsprozesses der Züge. Nach erfolgter Auslieferung der neuen Züge übernimmt Northrail zudem das laufende technische und kaufmännische Assetmanagement.

Quelle/Foto/Grafik: Paribus

Fit for 55: Ein guter erster Schritt

Die Europäische Kommission hat das so genannte „Fit for 55“-Paket vorgestellt. Darin macht sie 13 Vorschläge, um das verschärfte EU-Klimaschutzziel bis 2030 zu erreichen. Auch der Verkehrssektor spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Betreiber von Bus und Bahn, denen eine wichtige Funktion bei der Erreichung der Ziele im Verkehrssektor zukommt, könnten an mehreren Stellen von den Vorschlägen profitieren. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) unterstützt die Initiativen im Rahmen des Pakets. Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) ist derweil der Meinung, das Paket geht nicht weit genug.

VDV-Präsident Ingo Wortmann: „Das nun vorliegende Gesetzespaket der EU-Kommission begrüßen wir, da es aus Sicht unserer Branche an den richtigen Stellschrauben ansetzt, um gemeinsam in der EU bis 2030 die verschärften Klimaschutzziele zu erreichen. Nur wenn Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam und mit der nötigen Konsequenz an der Umsetzung des Klimaschutzes mitwirken, können wir die notwendige Reduktion von Treibhausgasen in diesem kurzen Zeitraum noch schaffen. Das „Fit for 55“-Paket der EU-Kommission leistet dazu einen wichtigen Beitrag und die darin enthaltenen Gesetzgebungsinitiativen werden auch im Verkehrssektor zur Emissionsreduzierung beitragen.“

Positive Entwicklungen bei Energiebesteuerung und Ladeinfrastruktur
Bei den Änderungsvorschlägen zu zwei zentralen Richtlinien im Gesetzespaket der EU-Kommission sehen der VDV und seine Mitgliedsunternehmen positive Ergebnisse für die Branche. Zum einen werden ÖPNV und Schiene im Rahmen der „Energiebesteuerungsrichtlinie (2003/96/EG)“ als wichtige Dienste anerkannt. Damit können die Mitgliedstaaten auch weiterhin reduzierte Steuersätze bei der Energiebesteuerung anwenden. „Das ist mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Schiene und mit Blick auf die künftigen Betriebskosten im ÖPNV ein entscheidender Punkt. Denn unsere Angebote werden nicht nur auf der Schiene, sondern auch beim Bus immer häufiger elektrisch betrieben. Eine reduzierte Besteuerung, etwa auf den Fahrstrom, ist daher unbedingt notwendig, um bei zunehmender Elektrifizierung der Branche weiterhin wirtschaftlich fahren zu können“, so VDV-Präsident Wortmann.

Eine zweite wichtige Entscheidung der Kommission findet sich aus Branchensicht in der „Richtlinie über den Aufbau der Infrastuktur für alternative Kraftstoffe (2014/94/EU)“: Die Mitgliedstaaten sollen künftig den öffentlichen und nicht-öffentlichen Aufbau von ÖPNV-Infrastruktur für alternative Kraftstoffe – also zum Beispiel Ladeinfrastruktur für E-Busse auf den Betriebshöfen – mit in ihre nationalen Strategien aufnehmen. Zudem bleibt die Definition von „alternativen Kraftstoffen“ im bisherigen Sinne nahezu erhalten. Dadurch wird Rechtssicherheit bei der Umsetzung der Clean Vehicles Richtlinie gewährleistet, die sich für ihre Definition eines „sauberen Busses“ auf die Liste der Technologien stützt. Bei bereits geplanten und getätigten Investitionen, etwa in entsprechende Fahrzeuge seitens der Verkehrsunternehmen, sind damit keine weiteren Anpassungen nötig. Aus dieser bisherigen Richtlinie soll außerdem künftig eine Verordnung werden, die damit unmittelbar in den EU-Mitgliedsstaaten gilt und nicht erst in nationales Recht umgesetzt werden muss.

„Insgesamt zeigt die EU-Kommission, dass sie mit diesen Vorschlägen und Verbesserungen erkannt hat, dass der Aufbau und die Investitionen in alternative Antriebe und in den Öffentlichen Verkehr insgesamt ein Schlüssel sind, um die europäischen Klimaschutzziele bis 2030 im Verkehrssektor zu erreichen. Nun müssen die einzelnen Initiativen schnellstmöglich von EU-Parlament und Ministerrat beschlossen werden, damit sie zeitnah umgesetzt werden können“, so Wortmann abschließend.

Kritik vom NEE
Vom Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) kommen derweil Laute anderer Tonart. Für die Schienen-EVU geht die EU-Kommission keinesfalls weit genug in Sachen Klimaschutz. Geschäftsführer Peter Westenberger, hält fest: „Wir bedauern, dass die EU-Kommission die Chance nicht nutzt, die Abschaffung von Dieselsteuerprivilegien und Tanktourismus vorzuschlagen. Die vorgeschlagene neue Mindeststeuer läge deutlich zu niedrig. Damit würde sich kurzfristig an den Wettbewerbsverzerrungen zwischen Lkw und Schiene und zwischen Mitgliedsstaaten nichts ändern. Ein funktionierender Emissionshandel im Verkehr ist ebenso Zukunftsmusik wie die von Verkehrskommissarin Valean beschworenen CO2-neutralen schweren Lkw.
Im gesamten Paket spielt die existierende Alternative der Schiene eine viel zu geringe Rolle. Dabei ist gerade sie die Grundlage im Verkehrsbereich, denn sie bietet momentan die einzige Aussicht, schnell den Verkehrssektor klimafreundlich zu machen. Für Subventionen in Abermilliarden-Euro-Höhe, die klimafreundlichere Antriebe gegenüber fossilen Kraftstoffen konkurrenzfähig machen sollen, wird absehbar staatliches Geld fehlen. Hier würde Unterstützung an die falsche Stelle gelenkt. Sie sollte doch in erster Linie dorthin gehen, wo auch künftig am energieeffizientesten und klimafreundlichsten transportiert werden kann.“

Quellen: VDV, NEE; Foto: Jeyaratnam Caniceus auf Pixabay

PriMa Express 14/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Personennahverkehr: Abellio begibt sich ins Schutzschirmverfahren
  • Güterverkehr:  Datendrehscheibe für mehr Transparenz im KV
  • Alternative Antriebe: Oberleitung bleibt Königsweg
  • Infrastruktur: Elektrifizierung Dresden-Görlitz wieder auf Eis
  • Bahnlärm: BMVI will dem Störfaktor Flachstellen nachgehen

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PriMa Express 12/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Güterverkehr: BMVI will verpflichtende Kranbarkeit von Sattelaufliegern untersuchen
  • Nahverkehr: Triebzüge sollen untereinander kuppelbar werden
  • Güterverkehr: VTG führt laufleistungsabhängige Instandhaltung ein
  • Infrastruktur: NEE und mofair hadern mit Baustellenmanagement
  • Nahverkehr: Abruf der GVFG-Mittel stockt

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NEE/mofair: Baustellen behindern Eisenbahnverkehr

Die Eisenbahnverbände NEE und mofair sind mit dem aktuellen Umsetzungsstand der vor drei Jahren vorgestellten Verabredungen des „Runden Tisches Baustellenmanagement“ nicht zufrieden. Sie drängen darauf, dass vor allem die DB Netz als Infrastrukturverantwortliche ihre Zusagen einhält.

Um eine weitere Alterung des deutschen Schienennetzes zu verhindern, wird es noch einige Jahre eine hohe Zahl von Baustellen im deutschen Schienennetz geben müssen.

Der Wettbewerbsbeauftragte des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE) e.V., Wolfgang Groß, sagte dazu: „Wegen mancher Baustellen müssen Güterbahnen planmäßig hunderte Kilometer Umweg fahren oder Transporte kurzfristig absagen. Wenn weder Bund noch die DB Netz die entstehenden Umsatzausfälle und Mehrkosten übernehmen, erwarten wir, dass DB Netz wenigstens das Menschenmögliche zur Minimierung der Auswirkungen tut.“

mofair-Geschäftsführer Matthias Stoffregen: „Dass gerade die seit Jahren zugesagte IT-Kommunikationsplattform bei DB Netz ein Opfer der Corona-Sparmaßnahmen geworden ist, ist Fahrgästen und Verladern kaum zu erklären.“ Mit Blick auf die Verkehrsverträge im SPNV fährt er fort: „Und noch immer tragen die Eisenbahnverkehrsunternehmen zu viele Risiken aus Baustellen, die sie nicht kalkulieren können. Anders als vor drei Jahren vereinbart, federn die Aufgabenträger kaum etwas ab. Das muss sich ändern.“

Kapazitätsschonendes Bauen war das Schlüsselwort, das vor exakt drei Jahren im Mittelpunkt der Vorstellung der Ergebnisse des „Runden Tisches Baustellenmanagement“ im Beisein von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stand. Der RTBM war als Brancheninitiative im Herbst 2016 eingerichtet worden, um ungewollten Nebenwirkungen der steigenden Zahl von Baustellen im deutschen Schienennetz entgegenzuwirken.

Im Abschlussbericht waren 17 Einzelmaßnahmen in den folgenden vier Bausteinen festgehalten worden:

  • 1. zusätzliche Bundesmittel für kundenorientierte Gestaltung der Baumaßnahmen
  • 2. Anreizsystem zur Verbesserung von Qualität und Prozesstreue
  • 3. angemessene Risikoverteilung zwischen Aufgabenträgern und Bahnen im Nahverkehr
  • 4. Verbesserung der Bauplanung und -kommunikation

Während das Anreizsystem (Baustein 2) immerhin gestartet ist und der Bund im Rahmen der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III (LuFV III) mittlerweile jährlich 100 Mio. Euro für Mehrkosten der kundenfreundlicheren Ausführung von Baumaßnahmen bereitstellt (Baustein 1), gibt es ausgerechnet bei den beiden wichtigsten Punkten noch immer keinen Durchbruch.

Wolfgang Groß: „Bei der Planung und Vorabstimmung von Baumaßnahmen sehen unsere Unternehmen keinen Fortschritt gegenüber der Zeit vor dem Runden Tisch. Immer wieder wird auf einer Strecke und ihrer Umleitungsstrecke gleichzeitig gebaut. Die Bahnunternehmen werden oft zu spät in die Planungen eingebunden, und ihre Bedenken und Alternativvorschläge werden oft nicht ernst genommen.“

Schon 2017 hatte die DB Netz am Runden Tisch die Einführung einer neuen IT-Lösung für die komplexe Planung und Abstimmung der Baustellen angekündigt – und um Verständnis gebeten, dass diese nicht im gleichen Jahr einsetzbar wäre. Doch auch 2021 gibt es sie noch nicht, und es gibt auch keinen verbindlichen Einführungstermin.

Während im Güterverkehr das Anreizsystem – anders als gesetzlich gefordert – ohne das Einvernehmen mit den Güterbahnen ausgestaltet wurde und die Branche deswegen vor Gericht zog, ist im Schienenpersonennahverkehr die Lastenverteilung der Baustellenschäden nicht weiter vorangekommen. Dazu Matthias Stoffregen: „Wir erwarten, dass sich die Aufgabenträger an ihre Zusagen zur Überprüfung der Verträge mit unseren Unternehmen erinnern. In Neuausschreibungen sollten die baustellenbedingten Remanenzkosten von den Aufgabenträgern übernommen, Schienenersatzverkehre vergütet und die Vertragsstrafen bei baustellenbedingten Verspätungen begrenzt werden. Bisher ist das, wenn überhaupt, nur in Ansätzen geschehen.“

Groß erinnerte abschließend daran, dass auch wichtige Details der beiden teilumgesetzten Bausteine noch offen sind. Im Anreizsystem des Personenverkehrs bezweifeln die Bahnen eine echte Anreizwirkung durch die bisher von der DB Netz zu zahlenden Qualitätsmangel-Pönalen, etwa wenn Weichen und Signale viel zu häufig gestört sind. Bei der Auswahl und der Priorisierung der vom Bund zusätzlich finanzierten „kundenfreundlichen“ (d. h. kapazitätsschonenden) Baumaßnahmen werden weder Güter- noch Personenbahnen bisher systematisch einbezogen, obwohl dies in der LuFV III vertraglich fixiert ist.

Quelle/Grafik: NEE/mofair

PriMa Express 11/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Infrastruktur: Sonderwünsche für Lärmschutz gefährden Gesamtprojekt Alpha-E
  • Großbritannien: Weißbuch für eine zweite Bahnreform
  • Güterverkehr: Keine rückwirkende Trassenpreissenkung
  • Wartung: Finnische VR scannt Züge mit künstlicher Intelligenz
  • Fernverkehr: Kein höheres Corona-Risiko für Zugbegleiter

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Sweco plant Neubau von Bahnhaltepunkten

Ausgehend vom Raum Ulm/Neu-Ulm soll auf den vorhandenen Eisenbahnstrecken mit dem Projekt „Regio-S-Bahn Donau-Iller“ (RSB-DI) ein attraktives Nahverkehrsangebot aufgebaut werden. Der Verein Regio-S-Bahn Donau-Iller e. V. wurde von den Landkreisen und Kommunen mit der Planung und Umsetzung der Regio-S-Bahn beauftragt. Mit der SWU Verkehr GmbH wurde ein lokal verankerter Partner gefunden, durch den eine zeitnahe Umsetzung möglich wird. Damit übernimmt das kommunale Verkehrs- und zugelassene Eisenbahninfrastrukturunternehmen, das bislang hauptsächlich den städtischen (Schienen-) Nahverkehr verantwortet, derzeit die Leistungsphasen 1 und 2 der Planungen für die Memminger Halte.

Nach einer Ausschreibung erhielt die Sweco GmbH den Zuschlag für die notwendigen Planungsleistungen für die sechs neuen, barrierefreien Bahnhaltepunkte. Diese umfassen die Entwurfsvermessung und die Objektplanung für die Verkehrsanlagen, die Ingenieurbauwerke/Tragwerksplanung und die Technische Ausrüstung.

Das erste gemeinsame Projekt von Sweco und der SWU Verkehr im Eisenbahnbereich war die Reaktivierung der Strecke Senden – Weißenhorn, die heute als Musterbeispiel weit über die Region hinaus gilt. An der aktuellen Planung und Umsetzung der Regio-S-Bahn im Raum Memmingen arbeiten verschiedene Teams der Sweco-Standorte in Augsburg / Ulm, Frankfurt am Main, München, Halle (Saale) und Berlin.

Swecos Fachleute übernehmen auf Grundlage der Entwurfsvermessung für die Haltepunkte und der zugehörigen Park+Ride- bzw. Bike+Ride-Anlagen die Planung nahezu aller Gewerke. Die SWU Verkehr GmbH erhält somit eine Gesamtplanung aus einer Hand. Dazu gehören Bahnsteige, Bahnsteigzuwegungen (Treppen und Rampen), die Entwässerung und an einem der sechs Haltepunkte auch ein zusätzliches Gleis einschließlich Oberleitung. Für eine Bahnsteigzuwegung plant ein Sweco-Team auch eine neue Eisenbahnüberführung, mit der eine neue Fußgänger- und Radfahrverbindung unter-führt wird. Nicht zuletzt müssen alle bestehenden Bahnübergänge, die im betroffenen Bereich um die geplanten Haltepunkte liegen, vor dem Hintergrund künftig höherer Zugzahlen sicherungstechnisch und baulich untersucht und bei Bedarf auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.

„Die neuen Stationen kommen dem gesteigerten Bedarf an nachhaltiger Mobilität auf der Schiene auch außerhalb der klassischen Ballungszentren entgegen. Wir freuen uns, mit unseren Planungen dazu beizutragen, die Mobilität im Raum Memmingen zukunftsfähig zu machen und die Infrastruktur zu stärken“, erzählt Philip Kutschera, Projektleiter bei Sweco in Augsburg. „Besonders wichtig ist es uns deshalb, die jeweiligen Gemeinden sowie die Stadt Memmingen konstruktiv in die Planungen mit einzubinden.“

Die Vorbereitungen für die Entwurfsvermessung laufen und erste Planungen haben bereits begonnen. Ziel ist die Fertigstellung und Inbetriebnahme der sechs neuen Bahnhaltepunkte im Dezember 2025.

Quelle/Foto: Sweco GmbH

PriMa Express 10/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Personennahverkehr: Covid-Infektionsgefahr im ÖPNV nicht höher als im MIV
  • Fernverkehr: Flixtrain baut Streckennetz aus
  • Infrastruktur: DB verbaut auch 2020 nicht alle Bundesmittel
  • Wartung: Go-Ahead und Stadler streiten über Vertrag
  • Nahverkehr: Grünes Licht für neue Rettungsschirm-Milliarde

Wir wünschen angenehme Lektüre und ein schönes Himmelsfahrts-Wochenende!

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PriMa Express 9/2021 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Infrastruktur: Bundestag entschärft Novelle des SGFFG zugunsten der NE-Bahnen
  • Güterverkehr: Ermewa-Verkauf geht in die Schlussphase
  • Ausbildung: NEE treibt einheitliche Funktionsausbildung voran
  • Bahnpolitik: Bund senkt Trassenpreise für Fern- und Güterverkehr
  • Bahnindustrie: Corona-Krise lässt Exportaufträge abstürzen

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