100 neue Ermewa-Wagen für Mercitalias Stahltransporte

Ermewa und Mercitalia Rail (Polo Mercitalia – Gruppo FS Italiane) bauen ihre Kooperation aus: Das Tochterunternehmen der italienischen Staatsbahn hat 100 Shimmns-Güterwagen für den Transport von Stahl-Coils bei Ermewa geordert. Die ersten 25 werksneuen Wagen treffen diese Woche in Italien bei Mercitalia Rail ein, die letzten werden im Juni ausgeliefert. Ermewa ist erfreut, Mercitalia bei der Entwicklung ihres wachsenden Stahltransportsegments mit den brandneuen Shimmns-Waggons unterstützen zu können.

Leistungsfähig, sicher und ready für den Schienengüterverkehr 4.0: Die Shimmns-Waggons sind mit einem GPS-Tag sowie einer Kompaktbremse ausgestattet und wurden vorausschauend mit einer Prädisposition für die Digitale Automatische Kupplung (DAK) gebaut. Die 4-achsigen gedeckten 90 T Wagen sind für den Transport von Coils ausgelegt und mit starken Haken ausgestattet, die schwere Lasten und maximale Zugkapazität sicher zulassen. Damit die Ladung leise ans Ziel rollt, fahren die Wagen mit Komposit-Bremssohlen, sogenannten Flüsterbremsen. Die neuen Wagen wurden in den vergangenen Monaten im Auftrag von Ermewa in den Inveho-Werkstätten in Orval, Frankreich gebaut. Weitere Wagen sind gegenwärtig in Arbeit.

Ermewa ist seit über 20 Jahren in Italien präsent. Die italienischen Güterbahnen zählen seit vielen Jahren zu ihren wichtigen Kunden: Mercitalia fährt mit LPG- und Shimmns-Wagen aus der Ermewa-Flotte nationale wie internationale Transporte. Gemeinsam setzen sich beide Unternehmen das Ziel, Wachstum auf die Schiene zu bringen und den umweltfreundlichsten Verkehrsträger nachhaltig zu stärken.

Quelle

Nur Güter rollen: Grenzverkehr durch Covid-19 stark eingeschränkt

Aufgrund des Ausbruchs von Covid-19 und der immensen Verbreitungsgefahr des Coronavirus wurde Italien praktisch abgeriegelt. Seit gestern ist auch der Personenzugverkehr aus Österreich von und nach Italien bis auf Weiteres auf Anordnung der österreichischen Regierung zur Gänze eingestellt worden. Der grenzüberschreitende Verkehr kommt damit quasi zum erliegen. Die Verbindungen Villach–Tarvisio Centrale, Sillian–San Candido/Innichen und Steinach am Brenner–Brennero werden nicht mehr befahren. Bereits zuvor waren die ÖBB-eigenen Nachtzugverbindungen eingestellt worden, auch die ROLA Wörgl–Trento rollt seit heute nicht mehr. Der Betrieb der ROLA-Verbindung Wörgl-Brenner ist aber aufrecht und richtet sich nach der Auslastung seitens der Speditionen und LKW-Fahrer.

Lediglich der Schienengüterverkehr ist noch in Betrieb. Die ÖBB Rail Cargo teilt mit, dass nach aktuellem Stand alle Güterzüge laut Fahrplan und ohne Einschränkungen verkehren, die Kapazität könne sogar jederzeit erhöht werden. Dabei halte sich die ÖBB strikt an die von den zuständigen Behörden erlassenen Maßnahmen, wobei Interventionen an die lokalen nationalen Gegebenheiten und die Entwicklung der Situation angepasst werde. Auch auf den Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter werde geachtet. Nach Grenzüberschreitung wechselt das Bahnpersonal.

Derweil brauche Südtirol im Rahmen der von Österreich erlassenen Schutzmaßnahmen dringend eine praktikable Lösung für den kleinen Grenzverkehr, fordert Landeshauptmann Arno Kompatscher von der österreichischen Regierung. „Dass auch Österreich Schutzmaßnahmen ergreift, ist durchaus verständlich, nachvollziehbar und richtig“, unterstreicht er. Es sei jedoch wichtig, praktikable Lösungen für den kleinen Grenzverkehr der Berufstätigen zwischen Österreich und Südtirol zu finden. „Hier geht es um gegenseitiges Vertrauen und eine gemeinsame Verantwortung für unsere Bürgerinnen und Bürger.“

Quelle: Autonome Provinz Bozen-Südtirol; ÖBB / Foto: ÖBB

Schweres Eisenbahnunglück in Italien

Es ist erneut passiert. Diesmal in Italien. Auf einer einspurigen Bahnstrecke nahe der Stadt Andria – 50 Kilometer nördlich von Bari – fuhren am 12. Juli 2016 um die Mittagszeit zwei Personenzüge frontal ineinander. Nach bisherigen Angaben sind 27 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Dutzend wurden zum Teil schwer verletzt.

Karte: Daten © OpenStreetMap -Mitwirkende, Grafik: CC-BY-SA 2.0 OpenRailwayMap und OpenStreetMap
Karte: Daten © OpenStreetMap -Mitwirkende, Grafik: CC-BY-SA 2.0 OpenRailwayMap und OpenStreetMap

Laut dem Betreiber Ferrotramviaria waren die Züge mit etwa 100 Kilometern pro Stunde unterwegs, als sie an einer Kurve zusammenprallten. Provinzpräsident Francesco Schittulli forderte über das Fernsehen zur Unterstützung auf: „Viele Verletzte im Krankenhaus von Andria sind in kritischem Zustand. Deshalb die Bitte: Wir brauchen für unsere Krankenhäuser in Andria und Barletta Blutspenden, vor allem der Gruppe Null, aber auch andere. Da gibt es gerade Bedarf.“ Ministerpräsident Matteo Renzi begab sich am Abend an den Unglücksort und hielt später in der Präfektur von Bari mit Provinz- und Regions-Verantwortlichen eine Krisensitzung ab.

Die Untersuchungen zu diesem Unglück laufen. Beteiligt daran ist auch das Nachfolge-Unternehmen der Staatseisenbahnen, das das Gleisnetz managt. Fest steht: Einer der beiden Züge war zum falschen Zeitpunkt auf der eingleisigen Strecke. Ob es am Sicherungssystem gelegen hat oder menschliches Versagen die Ursache ist, werden nun Staatsanwaltschaft, Polizei und die entsprechenden Eisenbahnbehörden zu ermitteln haben. Das private Eisenbahnverkehrsunternehmen Ferrotramviaria betreibt diese Strecke seit 50 Jahren. Bislang gab es keine derartigen Unfälle. Die Sicherheitsmaßnahmen seien nicht geringer als bei der der einstigen Staatsbahn, so das Unternehmen.

Neue Relation: TX Logistik nimmt Kurs auf Verona

TX Logistik (TXL) erweitert ihr intermodales Netzwerk um eine weitere Italien-Relation. Die neue Verbindung zwischen Ludwigshafen und Verona startet nach Angaben von Logistik zum 21. September und verknüpft beide Wirtschaftsmetropolen mit anfänglich vier Rundläufen pro Woche. „Ludwigshafen ist ein wichtiger intermodaler Hub, der in unserem europäischen KV-Netzwerk bisher noch fehlte. Damit schließen wir eine bedeutende Lücke und erhöhen unser Angebot bei den Italien-Verkehren um fast 200 Rundläufe pro Jahr“, erläutert Max Siep, Vertriebsleiter bei TX Logistik. Das neue Schienenangebot ist als Zugsystem konzipiert, das allen Interessenten offen steht und direkt durch TXL vermarktet wird. Die Ladeeinheiten, die das KTL Terminal auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen per Schiene verlassen, werden bereits 24 Stunden später in Verona bereitgestellt. „ Perspektivisch überlegen wir, Ludwigshafen auch mit anderen Verbindungen zu erschließen“, beschreibt Max Siep weitere Möglichkeiten zum Ausbau des Netzwerks.

(TX Logistik)

Erster Spatenstich für Ausbau der Rheintalbahn vollzogen

Mit dem feierlichen ersten Spatenstich begannen gestern die Bauarbeiten für den Ausbau der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Rastatt. Die Rheintalbahn ist das Kernstück der europäischen Gütertrasse Rotterdam-Genua und wird in Etappen für die steigenden Güterverkehre ausgebaut. Für knapp 693 Millionen Euro wird nun eine rund 10 Kilometer lange Bahntrasse neu gebaut. Daran schließt sich der in der Region lange ge-forderte 4,2 Kilometer lange Rastatter Tunnel an. Die Finanzierung des Projekts hat das Bundesverkehrsministerium 2012 durch den *Finanzkreislauf Schiene* ermöglicht, durch den eine Milliarde Euro zusätzliche Mittel für Investitionen in Schienenwege gewonnen wurden.

[Quelle: BMVBS – Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung]

SBB und Trenitalia stärken Nord-Süd-Verkehr

Stabile Verbindungen ab 2014, besseres Rollmaterial ab 2015, neue Kundenservices bereits ab 2013: Trenitalia und SBB verpflichten sich zwischen der Schweiz und Italien zu neuen und verbindlichen Qualitätsstandards. Den entsprechenden Zusammenarbeitsvertrag haben die CEOs der SBB und der Gruppe FS italiane heute in Zürich unterzeichnet, teilt SBB heute mit. Zuverlässigkeit und Qualität im Nord-Süd-Verkehr sollen sich damit für die Kundinnen und Kunden spürbar verbessern – unter anderem durch zusätzliche Einfahrtsslots in Mailand oder neue Züge des Typs ETR 610.

(SBB)

 

 

XRail nimmt Italien mit ins Netzwerk auf

Xrail, die europäische Allianz im Wagenladungsverkehr, kündigt nahtlose Kapazitätsbuchung für internationale Einzelwagenverkehre ab 2015 an. So sollen Effizienz und zuverlässigere Abwicklung der Transporte zwischen den Partnern gesteigert werden. Des Weiteren wird Xrail bereits 2013 zusammen mit den italienischen Gesellschaften ihrer Mitglieder das Xrail Qualitätsnetz nach Norditalien ausdehnen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2010 arbeitet die Xrail-Allianz kontinuierlich an der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Einzelwagenverkehrs in Europa und leistet somit einen entscheidenden Beitrag zur Verlagerung von Verkehren von der Straße auf die Schiene und zum Umweltschutz.

[Quelle: DB Schenker]

Knorr-Bremse weiht neue Firmenzentrale in Italien ein

Zahlreiche Kunden und Partner der weltweiten Eisenbahnindustrie, hochran-gige Wirtschaftsvertreter sowie Heinz Hermann Thiele, Eigentümer und Auf-sichtsratsvorsitzender des Knorr-Bremse Konzerns, nahmen gestern an der Einweihungsfeier des neuen Werks der Knorr-Bremse Tochter Microelettrica Scientifica teil. Das Unternehmen bündelt in Buccinasco die Aktivitäten von vormals vier Standorten und konzentriert damit alle Produktbereiche von Microelettrica unter einem Dach.

[Quelle: Knorr-Bremse]

Neue Zusammenarbeit BLS Cargo und ERS Railways

BLS Cargo und ERS Railways haben gestern, auf der Messe transport logistic, die Zusammenarbeit für die Verkehre von Rotterdam (NL) nach Melzo (IT) besiegelt. BLS Cargo wird ab Dezember 2013 die Verkehre übernehmen und mit einem innovativen Produktionskonzept umsetzen.

Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2013 werden für die nächsten drei Jahre jährlich mehr als 1.000 Züge auf dem schweizerischen und italienischen Streckennetz verkehren.

[Quelle: BLS AG]

Erfurt wird zum zentralen Bahnverkehrsknoten

Die zukünftige Anbindung an das europäische Fernverkehrsnetz durch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München.
Die zukünftige Anbindung an das europäische Fernverkehrsnetz durch die Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin-München.

Das „Eisenbahnland Thüringen“ wird mit der Inbetriebnahme der künftigen ICE- Hochgeschwindigkeitsstrecke von Italien nach Skandinavien ab 2017 noch besser verknüpft. Mit der neuen ICE Strecke beginnt in Thüringen ein neues Bahnzeitalter, denn die Landeshauptstadt Erfurt wird zum zentralen Bahnverkehrsknoten in der schnellen Mitte Deutschlands.

Im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit sind hier rund 10 Milliarden Euro investiert worden. Davon rund 5,5 Milliarden Euro in Thüringen. Der neue ICE-Knoten wird mit dem Nahverkehr in Thüringen eng verzahnt. Mit einem Leistungsumfang von über 21 Millionen Fahrplankilometern wird weiterhin ein dicht vertaktetes Angebot vorgehalten. Der Freistaat wendet hierfür jährlich rund 210 Millionen Euro auf.

Erfurt wird zum neuen Kreuzungspunkt der ostdeutschen Hochgeschwindigkeitsachsen. Der ICE-Knoten ist für die Gesamtentwicklung Thüringens wichtig. Mit attraktiven Angeboten soll mehr Verkehr auf die Schiene geholt werden.

[Quelle: Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr]