Privatbahn Magazin 2/21 erschienen

Das neue PriMa ist da! Im Titelthema dreht sich alles um

Retrofit – Aus alt mach neu
Schienenfahrzeuge sind robust: Mit einer Lebensdauer von oft über 30 oder 40 Jahren und einer Laufleistung von mehreren Millionen Kilometern gehören sie zu den langlebigsten – und damit nachhaltigsten – Verkehrsmitteln. Doch der Mensch und ist recht kurzlebig. Ein eben noch frisches Design wirkt nach wenigen Jahren altbacken. Neben dem Empfinden wandeln sich auch das Verhalten sowie die genutzte Technik. Wer hätte vor 40 Jahren gedacht, dass heute jeder einen Mini-Computer mit sich herumträgt? Entsprechend erwarten Menschen in Zügen nicht mehr Aschenbecher, sondern Steckdosen an jedem Sitzplatz.

Hier schafft „Retrofit“, also die Erneuerung oder der Umbau wesentlicher Teile, Abhilfe. Neben neuen Farben und Sitzpolstern zählt dazu auch vieles, das dem Fahrgast nicht bewusst ist, aber Effizienz und Zuverlässigkeit von Fahrzeugen steigert. Und selbst, wenn die Hardware noch nicht in die Jahre gekommen ist, kann auch neue Software als Modernisierung verstanden werden. Das Privatbahn Magazin gibt einen Überblick über das weite Feld des „Retrofit“ und stellt unter anderem die großen Programme von FlixTrain, SBB und LNVG vor.

Dabei spart die Modernisierung nicht nur Geld, sondern ist als Teil einer Kreislaufwirtschaft in höchstem Maße nachhaltig, sogar ohne Umstellung von Diesel- auf Elektromotor: Allein die CO2-Emission, die man beim Auffrischen der Wagenplattformen im Vergleich zum Herstellen von neuen einspart, kann von keinem noch so sauberen Antrieb aufgeholt werden.
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Den kompletten Artikel zum finden Sie im Privatbahn Magazin 02/2021 ab Seite 14.

Titelgrafik: Dominic Dupont + Kai Michael Neuhold Deutsche Bahn AG, Montage: Julien Goldschmidt

Ceneri-Basistunnel geht von AlpTransit Gotthard AG an SBB über

In der vergangenen Nacht ging der Ceneri-Basistunnel, das letzte Element der NEAT, von der Erstellerin AlpTransit Gotthard AG an die SBB als Betreiberin über. Die SBB wird anschließend im Rahmen des sogenannten Probebetriebs rund 4000 bis 5000 Züge mit Reisenden oder Gütern durch den Tunnel schicken, bevor sie dann den Tunnel im Dezember 2020 fahrplanmäßig in Betrieb nehmen wird.

Der Übergang markiert den Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels und die Fertigstellung der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen NEAT. An einem Mediengespräch beim Nordportal in Camorino (TI) informierten Vertreter der ATG, der SBB und des Bundesamts für Verkehr (BAV) über den aktuellen Stand der Arbeiten:

Dieter Schwank, CEO der ATG, informierte über die letzten Arbeiten im Ceneri-Basistunnel sowie über den Stand des Testbetriebs. Vom 1. März 2020 bis Ende August 2020 wurden insgesamt mehr als 2000 Testfahrten mit einer Fahrdistanz von ca. 40.000 km absolviert. Solche Tests werden ohne Passagiere oder Güter durchgeführt, um die sichere Funktion aller Anlagen und Systeme im neuen Tunnel zu überprüfen. Am frühen Morgen des 1. Mai fuhr ein Testzug ICE-S mit 275 km/h durch den Tunnel.

Der Leiter der Projektorganisation Nord-Süd Achse Gotthard der SBB, Daniel Salzmann, zeigte auf, wie der Bahnbetrieb nach dem Übergang des Tunnels an die SBB im Probebetrieb sukzessive hochgefahren wird. Insgesamt sind 4000 bis 5000 Fahrten von regulären Zügen mit Reisenden oder Gütern an Bord durch den Tunnel geplant. Die SBB nutzt den gut drei Monate dauernden Probebetrieb als „Generalprobe“ vor dem Fahrplanwechsel, um den Betrieb, die Erhaltung und die Intervention einzuüben.

Gregor Saladin, Co-Projektleiter der Feierlichkeiten zur Fertigstellung der NEAT («Ceneri 2020») beim BAV, gab einen Ausblick auf die Veranstaltungen am 3. und 4. September. Am 3. September treffen sich auf Einladung von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga Delegationen aus den Verkehrsministerien der Nachbarländer in Locarno. Dabei geht es um den alpenquerenden Schienengüterverkehr, um internationale Personenzüge und um eine umweltfreundliche Verkehrspolitik. Am 4. September findet die Feier zur Eröffnung des Tunnels und zur Fertigstellung der NEAT statt. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Bundesrat Ignazio Cassis und der Tessiner Staatsratspräsident Norman Gobbi werden die Eröffnungsansprachen halten. Die Fertigstellung des Tunnels wird mit dem traditionellen Band-Durchschneiden markiert. Während der Zeremonie erfolgt die offizielle Erstfahrt eines Güterzugs durch den Ceneri-Basistunnel.

Quelle / Bild: www.ceneri2020.ch

Schweiz: Bundesrat will 14,4 Milliarden Franken ins Bahnnetz investieren

Der Schweizer Bundesrat will mehr Geld für das Schienennetz. Er beantragt dem Parlament für die nächsten vier Jahre 1,2 Milliarden Franken mehr als bisher, wie die Neue Zürcher Zeitung meldet. Demnach sollen die zusätzlichen Mittel dazu beitragen, die Verfügbarkeit und die Qualität des Netzes zu verbessern und damit den Bahnverkehr zu stabilisieren. Zudem soll der höhere Bedarf bei Fahrbahn, Bahnhöfen, Sicherungsanlagen, Brücken und Tunnels sowie bei den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes und des Umwelt- und Naturschutzes gedeckt werden.

Mit dem Geld aus dem Zahlungsrahmen 2021-2024 können Bahnen beispielsweise Gleisabschnitte, Brücken oder Signalanlagen sanieren, die in die Jahre gekommen sind. Damit wird die Substanz des Schienennetzes erhalten. Dieses soll auch modernisiert und bei Bedarf auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden können.

Über die Hälfte für die SBB

Von den 14,4 Milliarden Franken (rund 13,7 Milliarden Euro) gehen voraussichtlich 7,6 Milliarden an die SBB. Rund 5,9 Milliarden sind für die Leistungsvereinbarungen mit den übrigen Bahnen bestimmt. 300 Millionen Franken dienen als Reserve für unvorhersehbare Ausgaben, etwa für grössere Schäden durch Naturereignisse. Mit 500 Millionen Franken werden netz- und unternehmensübergreifende Aufgaben finanziert, zum Beispiel bei der Kundeninformation, dem Zugbeeinflussungssystem ETCS oder dem Bahnstrom.

Die Beiträge sind an Leistungsvereinbarungen gebunden, die der Bund mit den Infrastrukturbetreiberinnen abschliesst. Die Ausgaben für den Betrieb und den Substanzerhalt der Bahninfrastruktur werden vollumfänglich aus dem Bahninfrastrukturfonds des Bundes finanziert. Dieser ist seit 2016 in Kraft.

Mit der gleichen Botschaft beantragt der Bundesrat einen Rahmenkredit von 300 Millionen Franken für Investitionsbeiträge an private Güterverkehrsanlagen in den nächsten vier Jahren. Damit wird der Gütertransport auf der Schiene und der Verlagerung des Güterverkehrs durch die Alpen gefördert.

Quelle: Neue Zürcher Zeitung; Foto: SBB CFF FFS

SBB plant größte Modernisierung in der Geschichte des Fernverkehrs

Von einem komplett neuen Innendesign über besseren Mobilfunkempfang bis zum zeitgemäßen Kundeninformationssystem: Mit einer Investitionssumme von über 378 Millionen Euro plant die SBB die größte Fahrzeug-Modernisierung in der Geschichte des Fernverkehrs. Die 44 Intercity-Neigezüge (ICN) haben mittlerweile im Schnitt knapp sechs Millionen Kilometer auf dem Tacho und sind in der Mitte ihres Lebenszyklus angelangt. Nun werden sie für weitere rund 20 Betriebsjahre fit gemacht.

Dies verbessert den Komfort für die Reisenden: Vorgesehen sind insbesondere zahlreiche Erneuerungen im Fahrgastraum: Dazu zählen ein überarbeitetes Lichtkonzept, Neupolsterung und -bezug der Sitze, neue Teppiche und Seitenwandtische mit integrierten Steckdosen, die Aufwertung des Restaurants sowie die Neugestaltung der Familienzone. In der Businesszone werden die bestehenden Tische durch neue ersetzt. Zahlreiche Elemente übernimmt die SBB von der IC2000-Flotte, die seit einigen Monaten erneuert wird.

Dank dem Einbau laserperforierter Scheiben verbessert sich der Mobilfunkempfang in den ICN. Die Sitzplatz-Reservationen werden künftig elektronisch angezeigt und das Kundeninformationssystem wird erneuert. Die SBB passt die Fahrzeuge wo nötig und möglich den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes an.

Die Modernisierungsarbeiten im SBB Werk Yverdon-les-Bains dauern voraussichtlich von 2021 bis 2029. Rund 110 Mitarbeitende stehen dafür im Einsatz. Um die Arbeiten optimal auszuführen, muss die SBB die Fahrzeuge bis auf den Wagenkasten aushöhlen und wieder zusammenbauen werden. Geplant ist, gegen Ende 2022 den ersten Prototypen fertigzustellen.

Die 44 Intercity-Neigezüge wurden zwischen 1999 und 2005 beschafft und haben nun die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht. Sie sind heute vorwiegend auf den Strecken Genève-Aéroport–Biel/Bienne–Basel/ St. Gallen und auf der Nord-Süd-Achse im Einsatz. Mit der Einführung der neuen Giruno-Züge am Gotthard setzt die SBB die ICN für die Durchbindung der Jurasüdfusslinien in die Ostschweiz ein. Die schrittweise Ausrangierung der ICN ist dann von 2036 bis 2043 vorgesehen.

Quelle: SBB; Foto: SBB CFF FFS

Alstom liefert 12 Prima H3-Lokomotiven in die Schweiz

Im Vordergrund sitzend, von links nach rechts: Hr. Matthias Fleischmann / Bank Reichmuth / Mitglied des Verwaltungsrates Dr. Stephan Hasenböhler / Bank Reichmuth / Präsident des Verwaltungsrates Fr. Jasmin Bigdon/ SBB Cargo / Leiterin Asset Management Hr. Stefan Spiegel / SBB Cargo / Leiter Finanzen Hr. Norbert Kempe / Alstom / Vertriebsleiter Hr. Stephan Heinzmann /Alstom / Vertrieb Im Hintergrund stehend, von links nach rechts: Hr. Michel Laliche / SBB Cargo / Leiter Strategischer Einkauf Hr. Philippe Riedweg / SBB Cargo / Vertrieb Assets & Services Hr. Paul Gwerder / SBB Cargo / Portfolio Manager Lokomotiven Hr. Daniel Lützelschwab / SBB Cargo / Leiter Recht & Compliance Hr. Benjamin Wecker / SBB Cargo / Senior Projektleiter Automation Ivan Bertocchi / Alstom Hr. Roland Seidel / SBB Cargo / Leiter Instandhaltung Hr. Alain Eicher / SBB Cargo / Leiter Einkauf & Supply Chain

Alstom wird 12 Prima H3-Hybridlokomotiven an die LokRoll 2 AG liefern. Diese wird die Lokomotiven an SBB Cargo in der Schweiz für die Laufzeit von 10 Jahren vermieten. Alstom übernimmt die Halterschaft und Betreuung der Lokomotiven.

Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf rund 40 Millionen Euro. Die Fahrzeuge werden bei Alstom Deutschland gebaut und ab Oktober 2020 ausgeliefert.

Im Vergleich zu konventionellen Rangierlokomotiven erzeugt der Hybridantrieb der Prima H3 einer Pressemitteilung von Alstom zufolge bis zu 50 Prozent weniger CO2, andere Schadstoffemissionen würden um bis zu 70 Prozent reduziert. Auch die Lärmemissionen seien deutlich gesenkt worden.

Die Prima H3 wird in Deutschland entwickelt und hergestellt. Sie ist Teil der Alstom Prima-Reihe von Lokomotiven, von denen weltweit über 4.200 Stück verkauft wurden. Anfang 2017 wurde sie in Deutschland mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h zugelassen, was den Weg für die Nutzung auf Hauptstrecken ebnete. Die Prima H3 Hybridlokomotiven werden mittlerweile von 11 Kunden in Deutschland und der Schweiz eingesetzt, darunter Volkswagen, Deutsche Bahn, Audi, Metrans, InfraLeuna, Mitteldeutsche Eisenbahn Gesellschaft (MEG), Chemion und SBB Cargo.

Pressemeldung Alstom

Schweiz: SBB testet selbstfahrende Shuttles

In der Schweiz werden erstmals selbstfahrende Shuttles in ein bestehendes Verkehrs- und Mobilitätssystem integriert. Der Pilotversuch beginnt im Sommer mit zwei Shuttles, die zwischen dem Bahnhof Zug und Technologiecluster Zug verkehren werden. Gestern (7. März 2017) haben die beteiligten Partner den Prototyp des Fahrzeugs in Zug enthüllt. Unter dem Aspekt der kombinierten Mobilität geht das Projekt über bisherige Versuche mit selbstfahrenden Shuttles hinaus.

 

Foto: SBB
Foto: SBB

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Schweiz: SBB baut Güterwagen der Zukunft

Der erste „Güterwagen der Zukunft“ von SBB Cargo wird zurzeit umgebaut. Er wird leiser, leichter und laufstärker sein als zuvor. Mitte 2017 soll die vierjährige Testphase mit 16 umgebauten Zügen starten. In gemeinschaftlicher Arbeit mit einer Vielzahl von Lieferanten und Industriepartnern ist der Zug in den letzten Monaten konfiguriert worden.

 

Grafik: SBB Cargo
Grafik: SBB Cargo

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Schweiz: SBB vernetzt Güterwagen mit RFID

Die SBB wird ihre Güterwagen mit RFID-Technologie ausrüsten. Die Technik soll es ermöglichen, eine automatisierte Ankunftsmeldung an Kunden zu versenden, sobald der Wagen das Firmengelände erreicht. Außerdem sollen sich die Wagen im Bahnnetz besser verfolgen und die Wagenreihung besser überprüfen lassen. In diesen Tagen startet der Ausbau, bis Ende 2017 werden rund 5000 Güterwagen ausgerüstet sein.

Schweiz: SBB öffnet schrittweise den Zugang auf ihre Daten, um Innovationen zu fördern

Um den öffentlichen Verkehr (öV) in der Schweiz weiter zu fördern und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, teilt die SBB zunehmend ihre Daten mit Dritten. Sie will die Kreativität innovativer Marktteilnehmer mittels einer Open-Data-Plattform unterstützen, um das Angebot im öV noch kundenfreundlicher und attraktiver zu gestalten.

Foto: SBB.
Foto: SBB.

Die SBB öffnet im Kontext ihrer Digitalisierungsstrategie schrittweise den Zugriff auf bestimmte, unternehmenseigene Daten und teilt diese aktiv mit Dritten. Das Ziel ist es, innovative Marktteilnehmer bei der Entwicklung kreativer Informations- und Serviceangebote zu unterstützen und so den öffentlichen Verkehr in der Schweiz für die Bahnreisenden noch attraktiver zu gestalten.
Die SBB unterscheidet bei der Weitergabe von Daten zwischen drei verschiedenen Daten-Kategorien:

  • Kundendaten oder sicherheitsrelevante Daten werden grundsätzlich nicht an Dritte weiter gegeben. Es ist das oberste Gebot einer entsprechenden Konzernweisung zur Weitergabe von Daten.
  • Bestimmte Daten, die von Dritten zur eigenen Wertschöpfung genutzt werden, teilt die SBB gegen Entgelt und unter bestimmten Nutzungsbedingungen. Es handelt sich hierbei um aufbereitete und angereicherte (belastbare) Daten.
  • Daten mit Potenzial, innovative Entwicklungen im Sinne eines attraktiven öV in der Schweiz voranzutreiben, werden zum Experimentieren kostenlos publiziert. Diese Open Data sind in maschinenlesbarer Form frei für alle Interessierten über die Open-Data-Plattform der SBB zugänglich.

Folgende Daten dieser Kategorie stehen per sofort auf der Open-Data-Plattform der SBB zur Verfügung: Verkehrsstatistik, Anlagedaten der Haltestellen, Formationen des Rollmaterials, Services und Geschäfte an Bahnhöfen, Passagierfrequenzen an den Bahnhöfen und die Auflistung der Züge je Streckenabschnitt.

Open Data Plattform öV Schweiz per Ende 2016
Ab Ende des Jahres wird die SBB zudem die Fahrplandaten angereichert mit Echtzeitdaten gemeinsam mit den Transportunternehmen des öV Schweiz auf einer separaten Open-Data-Plattform öffentlich zur Verfügung stellen. Diese Plattform befindet sich zurzeit im Aufbau. Sie wird alle verfügbaren Daten zu den effektiven Ankunfts- und Abfahrtszeiten für das gesamte öV-Streckennetz der Schweiz enthalten, inklusive aller Verspätungen, Gleisänderungen oder Fahrwegänderungen.
Die SBB will durch die Weitergabe möglichst vieler Daten dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schweiz zu fördern. Echte Innovationen sollen nicht nur im Silicon Valley entstehen, sondern auch in der Schweiz. Datenwissenschaften und Crowd-Sourcing bieten dafür eine wichtige Basis.

Schweiz: Bundesrat genehmigt weiterem Bahnausbau

Der schweizerische Bundesrat hat am 6. April 2016 das siebte Paket von Bahnausbauten des Programms ZEB genehmigt. Damit wird eine weitere Tranche von Infrastrukturmassnahmen für die Umsetzung freigegeben. Das Paket betrifft sechs Projekte in der Westschweiz im Umfang von insgesamt 235 Millionen Franken. Grösstes Einzelprojekt ist der Bau einer Überwerfung zwischen Lausanne und Renens.

Auf der Linie von Genf nach Brig sollen mehr Doppelstockzüge zum Einsatz kommen (Foto: SBB).
Auf der Linie von Genf nach Brig sollen mehr Doppelstockzüge zum Einsatz kommen (Foto: SBB).

Rund 100 Millionen Franken werden für diese 1200 Meter lange Eisenbahnbrücke aufgewendet. Dank dieser Überwerfung können die Anzahl Fernverkehrs- und Regionalzüge im Westen des Bahnhofs Lausanne – dem grössten Knoten in der Westschweiz – und damit die Anzahl Verbindungen Richtung Genf, Yverdon, Bern und dem Wallis erhöht werden. Bei den weiteren Massnahmen der siebten ZEB-Vereinbarung handelt es sich insbesondere um Profilerweiterungen zwischen Vevey und Leuk für den Einsatz von Doppelstockzügen auf der Linie von Genf nach Brig sowie um ein Überholgleis für 750 Meter lange Güterzüge auf der Ost-West-Achse, im Osten von Romont.

ZEB ist das Nachfolgeprojekt von Bahn 2000 und soll bis 2025 realisiert werden. Mehr als die Hälfte der insgesamt zur Verfügung stehenden 5,4 Milliarden wurden inzwischen für die Umsetzung konkreter Projekte freigegeben. Die Ausbauten von ZEB hängen eng mit dem Strategischen Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur (STEP) zusammen. STEP ist Bestandteil der Vorlage zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI), welche mit der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014 angenommen wurde. Der erste Ausbauschritt von STEP, der mit FABI beschlossen wurde, wird zeitgleich mit ZEB bis 2025 realisiert werden.