RailWatch: 99% der LNG-Transporte sicher

Der Krieg in Europa verlangt Zusammenhalt und Solidarität. RailWatch trägt einen Teil dazu bei. Ab sofort gibt das Unternehmen technische Zustandsdaten von Güterwagen weiter, die mit Flüssiggas (LNG) unterwegs sind. Ziel ist es, den Transport auf der Schiene sicherer zu gestalten und so die Abhängigkeit von traditionellen Energiequellen zu reduzieren. Alle, die am Transport von Flüssiggas (LNG) auf der Schiene beteiligt sind, können die Sicherheitsdaten bei RailWatch kostenfrei anfragen. Das Angebot gilt zunächst bis 30. Juni 2023.

Flüssiggas Transporte auf Rail Freight Korridor eins steigen
Die Schiene ist der Verkehrsträger für einen sicheren Transport. Um die Sicherheit auf der Schiene zu unterstützen, hat RailWatch eine Messstation entwickelt, auch Pulsar genannt, die den technischen Zustand von Güterzügen in Vorbeifahrt erfasst.  Mit den Informationen zu defekten Bremssohlen oder Radschäden, wie etwa Flachstellen, können verschiedenste Prozesse in der Instandhaltung oder im Be- und Endladeprozess sicherer oder vorausschauender geplant und bearbeitet werden. Nur so kann die Schiene zukünftig die Sicherheit und die Verfügbarkeit auf der Schiene gewährleisten. Mit der Gefahrgut-Erkennung ermittelt RailWatch darüber hinaus, welches Gefahrgut in welchem Güterwagen transportiert wird und weiß so, in welchem Güterwagen Flüssiggas transportiert wird.

Flüssiggase (LNG) wird bereits heute in kleinen Mengen über die Schiene transportiert. 0,5 % der Gefahrguttransporte, die die RailWatch Stationen passieren, waren im Monat Februar 2022 Flüssiggas (LNG) Transporte. Aufgrund der kriegerischen Situation wird bis 2030 ein Viertel der Flüssiggastransporte auf der Schiene sein. Schon im März 2022 war ein deutlicher Anstieg von 43 % gegenüber dem März 2021 nachweisbar. Der April 2022 zeigt einen weiteren Anstieg. Besonders im linken Rheintal und auf der Strecke Kaldenkirchen – Viersen – Venlo hat der Flüssiggas Transport über die Schiene weiter zugenommen. Die 14 Pulsar-Messstationen in Deutschland, die an den wichtigsten Rail Freight Korridoren stehen zeigen, dass die Flüssiggastransporte hauptsächlich über den Rhine-Alpine Korridore geführt werden. 

Die gute Nachricht: 99 % aller im Mai 2022 gemessenen Wagen, welche mit Flüssiggas unterwegs waren, hatten keinerlei Schäden. Der Transport von Flüssiggas ist also bislang sicher. 

Für die Gewährleistung eines sicheren Flüssiggastransportes stellt RailWatch ihre Daten allen am Flüssiggastransport beteiligten Unternehmen zur Verfügung. 

Quelle/Grafik: RailWatch

DIE GÜTERBAHNEN nehmen weiter Fahrt auf

Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen hat heute in Berlin das Bündnis DIE GÜTERBAHNEN vorgestellt. Gut 20 Jahre nach Gründung des Verbands und einer beispiellosen Erfolgsgeschichte der privaten Güterbahnen wollen die fast 100 Mitglieder mit einem starken Signal das 25 %-Ziel der Bundesregierung als ihre Mission vorantreiben und die dafür notwendigen Maßnahmen stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen. Unterstützung signalisieren Bund und Länder.

DIE GÜTERBAHNEN starteten heute selbstbewusst: Ein Marktanteil der Schiene im Güterverkehr von 25 % im Jahr 2030 oder umgerechnet etwa 210 Milliarden Tonnenkilometer Verkehrsleistung sind für DIE GÜTERBAHNEN leistbar. „Wir wollen das und noch wichtiger: Wir können das. DIE GÜTERBAHNEN brennen darauf, für dieses Ziel und noch mehr ihre geballte Zugkraft aufzubringen und mit klimafreundlichem Güterverkehr auf der Schiene die Verkehrswende zu meistern. Wir hoffen, mit unserem neuen Bündnis die Politik als unseren Partner, der mit den richtigen Rahmenbedingungen seine Ziele verfolgt, zu gewinnen. Denn wer schwimmen will, muss auch nass werden wollen“, sagte Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des NEE, heute auf der ersten Veranstaltung der GÜTERBAHNEN in Berlin.

Der Schienengüterverkehrs-Markt war in den vergangenen Jahren sehr dynamisch und schon heute werden annähernd 60 % der Leistung von den privaten Güterbahnen erbracht. Dies spricht für einen selbstbewussten neuen Auftritt der Branche in der Öffentlichkeit. Zu diesem Zweck hat das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen heute in Berlin sein neues Bündnis DIE GÜTERBAHNEN vorgestellt. Der Clou: Das Bündnis sieht sich als Marktführer und will mit einem starken neuen Auftritt mit Politik und Öffentlichkeit stärker ins Gespräch kommen. „Wer mit umweltfreundlichem Transport das Klima schützen will, kommt an uns nicht vorbei. Innovativ und flexibel haben DIE GÜTERBAHNEN in den letzten Jahren den Schienengüterverkehr getragen. Unsere Botschaft an die Politik: Lasst uns gemeinsam erfolgreich sein“, so Kerkeling.

Es geht um neue Dimensionen. Eine Leistung im Schienengüterverkehr von 210 Milliarden Tonnenkilometern muss 2030 mindestens erbracht werden, wenn das politische Ziel erreicht werden soll, 2030 ein Viertel des gesamten Güterverkehrs klimafreundlich auf der Schiene zu transportieren. Das sind fast 60 % mehr als zuletzt. Kerkeling ergänzte: „Eine ambitionierte und europäisch angelegte Verkehrsverlagerungspolitik kann Straßen und Umwelt über 2030 hinaus sogar noch stärker entlasten. Die Güterbahnen halten bis 2035 eine Verkehrsleistung von mehr als 260 Milliarden Tonnenkilometer für erreichbar.“

Unterstützung signalisierten den GÜTERBAHNEN heute in Berlin die Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Susanne Henckel, und die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz und Bremer Verkehrssenatorin Dr. Maike Schaefer. „DIE GÜTERBAHNEN beweisen mit ihrem neuen Bündnis, wie wir gemeinsam mehr Güter auf die Schiene bringen. Zusammen werden wir die Verkehrswende meistern und den Klimaschutz in unserem Land weiter vorantreiben“, begrüßte Henckel die Initiative. „Es ist unbedingt notwendig, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Das ist ein ganz wichtiger Baustein innerhalb der Verkehrswende und damit unserer Anstrengungen, der Klimakrise etwas entgegenzusetzen. Wir brauchen DIE GÜTERBAHNEN – auch zur Anbindung unserer wichtigen Seehäfen“, fügte Verkehrssenatorin Dr. Schaefer hinzu.

Mit einer frisch mit dem GÜTERBAHNEN-Logo folierten Lok wurden die beiden Politikerinnen zum Veranstaltungsort gebracht und konnten für eine dreiviertel Stunde die Welt aus der Perspektive der Praktiker:innen systemrelevanter Verkehre auf dem Lokführerstand betrachten. Auf der Veranstaltung signalisierten DIE GÜTERBAHNEN und die zahlreich anwesenden Mitglieder ihre Leistungsfähigkeit, die politischen Ziele als Bündnis gemeinsam umzusetzen. „Es ist leicht: Wer das Klima schützen will, braucht schnell mehr Eisenbahn für den Gütertransport. Wer Gütertransport will, braucht DIE GÜTERBAHNEN. Von der deutschen und europäischen Politik erwarten wir nun, den Ball aufzugreifen und die Rahmenbedingungen und die Schieneninfrastruktur zielgerichtet neu zu gestalten, so dass die Unternehmen ihre Versprechen einlösen können. Packen wir es an“, so der leidenschaftliche Appell von Kerkeling und den vier Botschafter:innen der Mitglieder der GÜTERBAHNEN, die auf der Veranstaltung stellvertretend für alle Unternehmen des Schienengüterverkehrs gesprochen haben.

DIE GÜTERBAHNEN haben ein neues, moderneres Corporate Design. Die Farben verbinden DIE GÜTERBAHNEN und das NEE als Träger miteinander. Zum Logo, das einen fahrenden Güterzug zeigt, gehört der bereits seit 2019 eingesetzte Claim „Weil Gut auf der Schiene besser ist“. Eine Animation [Link] veranschaulicht die Idee des Logos, zu dem ein auditives Signal gehört, das den GÜTERBAHNEN auch akustisch einen neuen Wiedererkennungswert verleiht. Auf Social Media (Twitter, Instagram und LinkedIn) sind DIE GÜTERBAHNEN ebenfalls vertreten (@DIEGÜTERBAHNEN). Die Domain www.die-gueterbahnen.com führt auf den gleichen, modernisierten Auftritt wie netzwerk-bahnen.de.

NEE: „Fail mit Ansage“

Der bekanntgewordene Entwurf für das gesetzlich notwendige Klimaschutz-Sofortprogramm würde nach Einschätzung des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen e.V. einer verfassungsrechtlichen Überprüfung nicht standhalten. Im vom Bundesverkehrsministerium verantworteten Güterverkehrssektor seien sowohl die CO2- als auch die Kostenwirkung der Maßnahmen diffus.

„Bereits im Jahr 2021 wurden die erlaubten Werte im Verkehrssektor um rund 3 Mio. Tonnen CO2 verfehlt. Wenn die bis 2030 prognostizierte Klimalücke von 271 Mio. Tonnen CO2, zu der der Güterverkehr mehr als ein Drittel beiträgt, geschlossen werden soll, ist schnelles und entschlossenes Handeln und klare Priorität für die Schiene erforderlich“, sagte Ludolf Kerkeling, NEE-Vorstandsvorsitzender, dem der Entwurf bereits vorliegt. „Das Konzept liegt dagegen auf der Linie der bisherigen unentschlossenen Politik. Es fehlt an Maßnahmen, die das Ziel Klimaschutz zielgerichtet verfolgen. Stattdessen baut es darauf auf, den Straßengüterverkehr durch unpräzise Förderversprechen auf dem Papier zum Klimafreund zu erklären.“

Konkret kritisiert der Güterbahnen-Chef, dass die CO2-Effekte der Maßnahmen nicht quantifiziert und damit wirklich sinnvolle Ansätze außen vor bleiben. So leiste die vorgeschlagene Verbesserung der Effizienz von (Lkw)-Trailern einen sinnvollen, aber sehr kleinen Beitrag zum Klimaschutz, wohingegen die flächendeckende Kranbarkeit der Sattelauflieger um Größenordnungen mehr CO2 einsparen könnte, weil damit die Trailer im Hauptlauf mit dem umweltfreundlichen Güterzug transportiert werden könnten.

Statt klimaschädliche Subventionen abzubauen und damit klimafreundliche Alternativen wettbewerbsfähiger zu machen, verliert sich das Konzept in nicht bezifferten Ankündigungen zur Förderung klimafreundlicher Antriebe für den Straßengüterverkehr. Dass die Regierung aus dem Desaster mit der Förderung von Erdgas-Lkw etwas gelernt hätte, wird aus dem Text nicht ersichtlich. Sollte die Regierung die Mehrkosten eines Antriebstauschs beim Straßengüterverkehr finanzieren wollen, statt Güter auf die Schiene zu verlagern, prophezeit Kerkeling Schiffbruch für Regierung und Klimaschutz. „Die notwendigen Summen wären den Steuerzahlenden nicht vermittelbar, zumal es eine so schnell verfügbare, kostengünstigere und energieeffiziente Alternative gibt: die Güterbahnen“, so Kerkeling.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die andauernde Unterfinanzierung des Verkehrsträgers Schiene, die mit diesem Konzept nicht beendet wird. 3 Mrd. Euro ab 2027 für den Neu- und Ausbau der Schieneninfrastruktur kommen deutlich zu spät, dieser Betrag müsste bereits ab sofort fließen und bis zum Ende des Jahrzehnts auf 6 Mrd. Euro gesteigert werden. „Uns fehlt das klare Bekenntnis: Einerseits will man 25 % Marktanteil für den Schienengüterverkehr ab 2030, andererseits ist man nicht gewillt, die nötigen Investitionen zu tätigen. Die Infrastruktur ist bereits jetzt vielerorts überlastet. Die Ampel riskiert damit sehenden Auges den Kollaps des Schienensystems.“

Die Regierung muss den Entwurf mit Zahlen und Fakten hinterlegen und ihre Strategie schärfen, um Güter auf die Schiene zu bringen. Sonst bleibt das Gesetz ein zahnloser Tiger.

Quelle/Foto: NEE

CargoBeamer mit eigener Waggonproduktion

CargoBeamer, der europaweit führende Logistikdienstleister für den intermodalen Transport nicht-kranbarer Sattelauflieger, steigt in die Fertigung von Güterwagen ein. In Erfurt in Mitteldeutschland wird das Unternehmen im Laufe des Jahres ein Werk für die Produktion der proprietären CargoBeamer-Waggons in Betrieb nehmen.

In einem bestehenden Werksgelände, welches im 20. Jahrhundert zur Lokomotivherstellung genutzt wurde, wird künftig die Endmontage der Güterwagen stattfinden. Nach einer kurzen Hochlaufphase werden ab Anfang 2023 rund 500 Waggoneinheiten jährlich produziert.

Bis zum Beginn der Fertigungsarbeiten wird das 3000 Quadratmeter umfassende Werk modernisiert, wobei das Dach energieeffizient renoviert und ein bestehender Gleisanschluss reaktiviert wird. Zunächst werden in Erfurt rund 15 Mitarbeitende beschäftigt, wobei die Belegschaft mittelfristig auf mehr als 50 Personen anwachsen soll.

Bei den unternehmenseigenen Waggons handelt es sich um Güterwagen, welche eigens für den intermodalen Transport von Sattelaufliegern aller Bauarten und weiterer Ladeeinheiten auf der Schiene konstruiert sind. Jeder Wagen verfügt über einen aufliegenden Waggonaufsatz, welcher die horizontale, parallele und automatisierte Be- und Entladung jeglicher Ladeeinheiten in einem CargoBeamer-Terminal ermöglicht.

Während für den Kunden keine Umbauten an den Aufliegern nötig sind, ermöglicht ein Transport auf der Schiene eine Verringerung der CO2-Emissionen von etwa 80% gegenüber der Straße. Zudem können dank des kranbaren Waggonaufsatzes CargoBeamer-Züge auch in konventionellen Kranterminals umgeschlagen werden, wobei der Waggonaufsatz mitsamt Ladeeinheit auf den Zug gehoben wird.

Philipp Aubert, Geschäftsführer der CargoBeamer Rolling Stock GmbH, erklärt: „Für die Erreichung unserer hoch gesteckten Wachstumsziele ist die Anzahl der Waggons – neben einem engen Netz aus Routen und Terminals – der entscheidende Indikator, um mehr Transporte auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern. Wir haben in den vergangenen Monaten festgestellt, dassdie verfügbaren Produktionskapazitäten für Güterwagen in Europa für unsereVorhaben nicht mehr ausreichen und uns daher entschlossen, die Endmontage unserer Waggons künftig selbst vorzunehmen. Für CargoBeamer ist es für den Hintergrund schnellen internationalen Wachstums mit europaweit verteilten Standorten und Mitarbeitenden eine besondere Freude, Teile der Waggonproduktion zurück nach Deutschland zu holen und mit der Eröffnung eines Werks in Erfurt auch die regionale Wirtschaftskraft in Mitteldeutschland zu stärken. Gleichzeig erweitern wir durch eine eigene Fertigungslinie unser Know-how, können Marktschwankungen und Kapazitätsengpässen im Produktionssektor aktiv entgegenwirken und damit die Erreichung unserer Wachstumsziele für die kommenden Jahre sicherstellen.“

NEE: SGV-Stopp aufklären und verhindern

Heute Morgen wurde laut dem Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V. (NEE) pauschal der Schienengüterverkehr für mehrere Stunden in großen Teilen Deutschlands von der DB Netz AG festgesetzt. Auslöser war die Meldung des Bahnstromnetzbetreibers DB Energie, dass Wartungsarbeiten in verschiedenen Kraftwerken und ein anschließender Kraftwerksausfall zu einer Unterversorgung des Stromnetzes führten. Die Güterbahnen wurden vom Eingriff in den geplanten Verkehr begreiflicherweise überrascht und fordern eine unabhängige Prüfung dieser Angaben. Sollte zudem zutreffen, dass einseitig Güterverkehre angehalten wurden, will das NEE die Bundesnetzagentur einschalten. Peter Westenberger, Geschäftsführer des Verbandes:

„Sollte die DB pauschal den Güterverkehr angehalten haben, wäre das ein absolutes Novum. Wir werden die Bundesnetzagentur einschalten, um das aufzuarbeiten und eine Wiederholung definitiv zu verhindern. Der Güterverkehr ist nicht der Wurmfortsatz der Eisenbahnbranche, er ist systemrelevant für die Industrienation und die Versorgung der Bevölkerung. Große Teile unserer Verkehre haben heutzutage ähnliche Pünktlichkeitsanforderungen wie der Personenverkehr. Unsere industriellen Kunden haben keinerlei Verständnis für mehrstündige Verspätungen. Gerade im Kombinierten Verkehr zerstören schon länger Probleme mit Verfügbarkeit des Schienennetzes die mühsam geplanten Umläufe der Züge und Personalplanungen, teils mit wochenlangen Folgewirkungen. Das darf sich nicht auf die Stromversorgung ausweiten. Der Schienengüterverkehr muss verlässlich sein und verträgt keine weiteren Strapazen seitens der Infrastrukturbetreiber, sonst werden sich die Kunden abwenden und die Ladung  auf die Straße gehen. Die DB muss so oder so eine schnelle Regulierung der bei den Betroffenen entstandenen Schäden gewährleisten.“

Peter Westernberger

Hintergrund
Die Netzfrequenz im Bahnstromnetz (abweichend vom öffentlichen Netz 16 2/3 Hz) muss durch die Netzleitstelle der DB Energie in engen Toleranzen gesichert werden. Dafür müssen der Bedarf und die Einspeisung kontinuierlich ausgeregelt werden. In den bisher äußerst seltenen Fällen des Ausfalls eines Teils der Einspeisung (Kraftwerk, Umrichter) muss der Verbrauch entsprechend bei den drei Verkehrsarten Personenfern-, Personennah- und Güterverkehr abgesenkt werden. Selbstverständlich gibt es auch Transporte, die bei akutem Strommangel etwas verschoben werden können. Die Notfallplanung der DB Energie muss allerdings differenziert vorgehen. Mit der Steuerung der energieintensiven Anfahrts- und Beschleunigungsprozesse, der Höchstgeschwindigkeit gerade bei ICE-Zügen, Fahrempfehlungen, der Schwächung und dem Ausfall schwach ausgelasteter Zügen oder der Verschiebung von Leerfahrten stehen Instrumente bereit, die Auswirkungen eines solchen Zwischenfalls zu begrenzen.

Quelle: NEE; Fotos: Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben, NEE

RheinCargo übernimmt Werksbahn

Der Logistikdienstleister RheinCargo und der Kunststoff- und Chemiekonzern Lyondellbasell haben sich auf eine langfristige Zusammenarbeit am Standort Münchsmünster in Bayern verständigt. RheinCargo konnte die Ausschreibung für die Übernahme der dortigen Werksbahn gewinnen. Damit wächst der RheinCargo-Bereich „Werks- und Industriebahnen“ weiter an.

Auf dem etwa zehn Kilometer langen Gleisnetz rund um das Werk zur Herstellung von hochdichtem Polyethylen wird seit Beginn des Jahres 2022 von RheinCargo der Rangierbetrieb mit zwei Lokomotiven an sieben Tagen in der Woche abgewickelt. „Herausfordernd war zunächst, kurzfristig das erforderliche Personal zu rekrutieren. Das ist uns gut gelungen, so dass wir alle logistischen Dienstleistungen in der von uns gewohnten Qualität abliefern können“, erklärt RC-Bereichsleiter Peter Jacobs, der vor Ort auch die Position des Eisenbahnbetriebsleiters über-nommen hat.

„Die erneute Zusammenarbeit mit einem Weltkonzern zeigt, wie geschätzt die Produkte von RheinCargo sind. Wir sind optimistisch, dass wir in der Region weitere Projekte entwickeln können“, freut sich Wolfgang Birlin, für den Eisenbahnbereich zuständiger Geschäftsführer der RheinCargo.

Quelle/Foto: RheinCargo

Luksic: Logisitkbranche leidet unter Krieg

Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland haben massive Auswirkungen auf die Transport- und Logistikbranche in Deutschland. Darauf wies der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, Oliver Luksic (FDP), am Mittwoch vor dem Verkehrsausschuss hin. Die Lage für die Branche sei gefährlich, sagte Luksic. Die Bundesregierung stehe in einem engen Dialog mit der Branche, um kurzfristige und mittelfristige Lösungen zu finden. Luksic informierte den Ausschuss über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf den Verkehrssektor insgesamt und stellte sich den Fragen der Abgeordneten.

Die Transport- und Logistikbranche sei zum einen stark durch die gestiegenen Kraftstoffpreise betroffen, führte Luksic aus. Derzeit seien viele Fahrten ein Minusgeschäft, da die gestiegenen Preise noch nicht in den laufenden Verträgen abgebildet seien. Zum anderen sei bereits jetzt ein Mangel an Lkw-Fahrern zu beobachten, da viele der in Deutschland beschäftigten Fahrer aus der Ukraine, Weißrussland und Russland stammten. Die Situation könne sich weiter verschärfen, wenn Polen verstärkt Reservisten einberufen sollte. Dann könne weiteres Personal ausfallen, sagte Luksic. Insgesamt sei Warenverkehr zwischen der Europäischen Union und den Ländern Asiens durch die Sperrung des russischen Luftraums und die Unterbrechung des Schienenverkehrs belastet. Die Versorgung von Supermärkten mit Lebensmitteln sei derzeit aber gesichert.

Die Sanktionen gegen Russland treffen den Verkehrssektor in Deutschland nach den Ausführungen Luksic aber auch in anderen Bereichen. So sei die Automobilindustrie beispielsweise durch die längeren Lieferwege für Chips von den asiatischen Märkten betroffen. Zudem sei die Ukraine ein wichtiger Zulieferer von Kabelbäumen. Russland sei wiederum ein wichtiger Zulieferer von Stahl und Bitumen. Dies habe Auswirkungen auf die dringende Sanierung von Brücken in Deutschland.

Übereinstimmend lobten und dankten die Abgeordneten aller Fraktionen sowie Luksic der Arbeit der Deutschen Bahn und der zivilen Hilfsorganisationen beim Transport von Flüchtlingen und von Hilfsgütern. Die Bahn setze Sonderzüge zur Beförderung von Flüchtlingen von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Deutschland ein, führte Luksic aus. Zudem sei die Beförderung von ukrainischen Flüchtlingen in den Zügen der Deutschen Bahn kostenfrei.

Quelle: Deutscher Bundestag; Foto: Pixabay.com/Joa70

Femern A/S: TTC-Ausschreibung ab 2023

Der Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland soll mit einer hochmodernen und energieeffizienten Eisenbahn ausgestattet werden. Deshalb zieht der Bauherr Femern A/S nun die Branche zu Rate, bevor im kommenden Jahr der Großauftrag ausgeschrieben wird.

„Der Fehmarnbelt-Tunnel und seine Eisenbahn sind ein einzigartiges Projekt, das sehr spezifische Lösungen erfordert. Es gibt in diesem Bereich gerade sehr spannende Entwicklungen, um klimafreundliche und energieeffiziente Lösungen zu gewährleisten. Daran sind wir sehr interessiert. Deshalb möchten wir potenzielle Bieter einladen, sich mit uns austauschen. So wollen wir sicherstellen, dass es eine sehr gute Ausschreibung wird“, sagt Jens Ole Kaslund, Technischer Direktor von Femern A/S.

Die Einladung von Femern A/S an potenzielle Bieter wird in einer öffentlichen Informationsmitteilung über die bevorstehende Ausschreibung, einer sogenannten PIN (Prior Information Notice = Vorabinformation), auf der Ausschreibungs-Website der EU veröffentlicht. Interessierte Unternehmen, die einen Beitrag zum weiteren Verfahren leisten möchten, werden von Femern A/S zu Einzelgesprächen eingeladen.

Die bevorstehende Ausschreibung – die sogenannte TTC-Ausschreibung (Tunnel Trackworks and Catenary = Gleisanlage und Oberleitung im Tunnel) – umfasst eine insgesamt 25 Kilometer lange zweigleisige Bahnstrecke, die für eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgebaut wird, mit dazugehöriger Oberleitung. 18 Kilometer davon verlaufen im Tunnel und insgesamt sieben Kilometer außerhalb des Tunnels auf dänischer und deutscher Seite.

„Es handelt sich hierbei um eine erhebliche Strecke mit mehreren speziellen Anforderungen, wobei insbesondere der im Tunnel vorhandene Platz und unsere Umweltanforderungen eine wesentliche Rolle spielen. Wir hoffen, dass mehrere Unternehmen die Herausforderung und die Aufgabe interessant finden und ihr Knowhow einbringen“, sagt Jens Ole Kaslund.

Femern A/S geht davon aus, dass die Gespräche mit interessierten Unternehmen 2022 stattfinden werden. Die Ausschreibung selbst wird voraussichtlich spätestens im Frühjahr 2023 veröffentlicht; die Vergabe des TTC-Vertrags ist für Frühjahr 2025 geplant.

Wenn der Fehmarnbelt-Tunnel mit der elektrifizierten Eisenbahn 2029 fertiggestellt ist, wird er eine umweltfreundliche Abkürzung für den Güter- und Personentransport per Bahn nach Europa. Die Fahrzeit durch den Tunnel wird lediglich sieben Minuten mit der Bahn betragen, zu-dem sparen sich Güterzüge einen Umweg von 160 Kilometern.

Die Vorabinformation (PIN) von Femern A/S für den Auftrag wird im Ausschreibungsportal TED (Tenders Electronic Daily) der EU veröffentlicht: Works – 125518-2022 – TED Tenders Electronic Daily (europa.eu)

Quelle: Femern A/S; Foto: Olaf Malzahn / Femern A/S

Rekord für Hamburger Hafenbahn

Der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen entwickelte sich nach dem vorjährigen Einbruch durch die Corona-Pandemie im Jahr 2021 positiver als erwartet. So fiel der Seegüterumschlag mit einem Ergebnis von 128,7 Millionen Tonnen und somit einem Plus von rund zwei Prozent besser aus als im ersten Jahr der Corona-Pandemie. Der Containerumschlag erreichte mit 8,7 Millionen TEU ein Plus von 2,2 Prozent.

Für ein Rekordergebnis im Jahr 2021 sorgte der Güterverkehr auf der Schiene. Die Hamburger Hafenbahn konnte im vergangenen Jahr ein Transportvolumen von 48,5 Millionen Tonnen (+4,0 Prozent) abfertigen. Beim Containertransport wurde mit 2,79 Millionen TEU sogar ein Plus von acht Prozent erreicht. „Hamburg baut eindrucksvoll seine führende Position als weltweit größter Eisenbahnhafen aus. Trotz anhaltender Herausforderungen durch die Pandemie und aus dem Takt gekommener Transportketten wurde für den umweltfreundlichen Gütertransport auf der Schiene ein neues Rekordergebnis erzielt“, sagt Ingo Egloff, Vorstand Hafen Hamburg Marketing e.V. (HHM).

Zusätzliche Containerzugverbindungen und zunehmende Transporte im mittleren Distanzbereich bis 300 Kilometer förderten das Wachstum auf der Schiene. Der Modal-Split-Anteil der Eisenbahn liegt in Hamburg beim Containertransport inzwischen bei 51,5 Prozent. Die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene erfolgt in Hamburg beispielhaft und entlastet die Straßen und schont die Umwelt. Der LKW-Anteil geht in Hamburg zurück und beträgt 46,1 Prozent. Das Binnenschiff erreicht beim Containertransport von und nach dem Hamburger Hafen einen Anteil von 2,4 Prozent.

Starkes Wachstum bei Containertransporten auf der Neuen Seidenstraße
In Ergänzung zum Seetransport werden immer zahlreicher auch Container auf der Schiene zwischen China und Hamburg transportiert. Hamburg ist in Deutschland der führende Start- und Endpunkt für Containertransporte per Seeschiff und für Containerzugverbindungen auf der Neuen Seidenstraße. „Auch wenn für die mehr als 12.000 Kilometer lange Strecke zwischen China und Hamburg derzeit rund 20 Tage für den Transport per Eisenbahn benötigt werden, ist der Landweg über die Neue Seidenstraße schneller als mit dem Seeschiff. Für zeitkritische Güter bieten die Containerzug-verbindungen zwischen Hamburg und China somit eine attraktive Transport-Alternative. Rund 160.000 TEU wurden im vergangenen Jahr per Eisenbahn zwischen Hamburg und mehr als 25 Zielorten in China befördert. Das ist ein starkes Plus von 51 Prozent. Von verschiedenen Anbietern werden insgesamt mehr als 290 Chinazugverbindungen von und nach Hamburg vermarktet“, erläutert Axel Mattern, Vorstand von HHM.

Der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen im Jahr 2021
Die weltweit spürbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflussten auch im Jahr 2021 die Umschlag- und Verkehrsentwicklung in Deutschlands größtem Universalhafen. Im gesamten Jahr 2021 wurden im Hamburger Hafen 128,7 Millionen Tonnen Seegüter an den Terminals geladen oder gelöscht. Das ist im Vergleich zum Vorjahresergebnis ein Plus von 1,9 Prozent. Sowohl der Stückgutumschlag, der mit 88,9 Millionen Tonnen ein Plus von 1,3 Prozent aufweist, als auch der Massengutumschlag mit 39,8 Millionen Tonnen (+3,3 Prozent), trugen dazu bei. Im Segment Containerumschlag wurden im Jahr 2021 in Hamburg insgesamt 8,7 Millionen TEU umgeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 2,2 Prozent.

Innerhalb des Segments Massengut entwickelte sich der Umschlag von Greifergut mit insgesamt 21,6 Millionen Tonnen positiv und erreichte ein Plus von 11,2 Prozent. Zu diesem Wachstum trug vor allem der Import von Kohle mit 5,5 Millionen Tonnen (+15,9 Prozent) und Erz mit 10,5 Millionen Tonnen (+10,6 Prozent) bei. Im Agribulk-Bereich wurden im Jahr 2021 insgesamt 6,4 Millionen Tonnen Sauggut umgeschlagen. Der Rückgang von insgesamt 14,7 Prozent ist auf weniger Umschlag von Getreide zurückzuführen. Im Segment Flüssigladung lag der Umschlag im Jahr 2021 insgesamt bei 11,8 Millionen Tonnen (+1,7 Prozent). Mehr Exporte bei Mineralölprodukten sind vor allem für das leichte Plus in diesem sich insgesamt sehr stabil entwickelnden Segment zu nennen. „Zusätzlich zur Betrachtung der im Hafen umgeschlagenen Gütermengen sollte man auch berücksichtigen, dass über den Hamburger Hafen allein aus deutscher Produktion jährlich Waren im Wert von rund 116 Milliarden Euro in alle Welt exportiert werden. Der Hamburger Hafen sichert in Deutschland rund 607.000 Arbeitsplätze“, sagt Egloff.

China, die USA und Singapur führen in der Rankingliste der Top 10 Partnerländer Hamburgs im Containerumschlag
Beim Containerumschlag der zehn wichtigsten Partnerländer des Hamburger Hafens blieben die Länder auf den Positionen von Platz eins bis sechs unverändert. Der noch im Vorjahr zu verzeichnende Mengenrückgang im seeseitigen Containerumschlag mit China wurde gestoppt. Im Jahr 2021 wurde mit 2,6 Millionen TEU ein Plus von 5,5 Prozent erreicht. Damit festigt China die Position als Hamburgs mit Abstand wichtigster Handelspartner. „Wir freuen uns sehr, dass Hapag-Lloyd mit dem neuen China Germany Express (CGX) ab April den Hamburger Hafen wöchentlich mit dem südchinesischen Terminal Dachan Bay, welches zum Hafen Shenzhen gehört, verbinden wird. Mit diesem neuen Containerliniendienst wird das Angebot von insgesamt dann 18 Liniendiensten, die Hamburg mit chinesischen Häfen verbinden, weiter ausgebaut und Hamburgs Position als führender China-Hafen gefestigt“, sagt Mattern.

Unter den weiteren Handelspartnern im Containerverkehr folgen im Ranking nach China:

  • USA (+4,5 Prozent)
  • Singapur (+0,9 Prozent)
  • Russland (-3,0 Prozent)
  • Schweden (+7,5 Prozent)
  • Vereinigtes Königreich (-9,9 Prozent)
  • Polen (+20,7 Prozent)
  • Südkorea (-0,4 Prozent)
  • Dänemark (+4,6 Prozent)
  • Brasilien (+3,2 Prozent).

Die abgeschlossene Fahrrinnenanpassung der Unter- und Außenelbe bringt Vorteile
Die ein- und auslaufende Schifffahrt profitiert jetzt im Vergleich zum Zustand vor der Fahrrinnenvertiefung – je nach Schiffsabmessung – von einer Tiefgangerhöhung zwischen 1,00 Meter und 1,90 Meter. So können zum Beispiel Megamax-Schiffe mit einer Breite bis zu 62,50 Meter oder einer Länge von 400 Meter tideunabhängig mit einem Tiefgang von bis zu 13,10 Meter den Hafen befahren. Vor der Anpassung waren es lediglich 11,40 Meter. Tideabhängig ausgehend sind es jetzt 14,10 Meter. Einkommend ist sogar ein Tiefgang von 15,40 Meter möglich. Hier waren es zuvor lediglich 13,60 Meter.

„Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Partnern für ihr Vertrauen in uns und den Hamburger Hafen während des langjährigen Projekts Fahrrinnenanpassung. Seit Ende Januar dieses Jahres können wir nun – je nach Schiffsgröße – Verbesserungen bei den Höchsttiefgängen im tideunabhängigen und tideabhängigen Verkehr zwischen 1,00 und 1,90 m ermöglichen. Dies trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens zu stärken“, sagt Jens Meier, CEO der Hamburg Port Authority.

Ein weiterer Vorteil ist die jetzt geschaffene Möglichkeit für eine bessere Begegnung großer Schiffe. So wurde bei Wedel auf einer Länge von acht Kilometern eine Begegnungsbox gebaut. Sie macht es möglich, dass Schiffe mit einer addierten Breite von weniger als 104 Meter aneinander vorbeifahren können. Zudem wurde die Fahrrinne zwischen Wedel und der Störmündung von 300 Meter auf 320 Meter erweitert. Hier können Schiffe mit einer addierten Breite von weniger als 92 Meter jetzt sicher aneinander vorbeifahren.

Die beiden Vorstände von Hafen Hamburg Marketing, Axel Mattern und Ingo Egloff, begrüßen die jetzt erfolgreich abgeschlossene Fahrrinnenanpassung der Elbe. „Für die Schifffahrt und unsere Hafenkunden aus der Wirtschaft bringen die Erleichterungen bei der Erreichbarkeit von Deutschlands größtem Universalhafen auch den Vorteil, mehr Ladung via Hamburg zu routen. Allein im vergangenen Jahr liefen 221 Großcontainerschiffe der Klasse 18.000 bis 24.000 TEU-Stellplatzkapazität den Hamburger Hafen an. Das ist ein Plus von 16,9 Prozent und verdeutlicht, dass die jetzt abgeschlossene Fahrrinnenanpassung von enormer Wichtigkeit für die sichere und schnelle Verkehrssteuerung auf der Elbe ist. Mit leistungsfähigen Verkehrswegen, smarten Logistiklösungen und zunehmenden Einsatz emissionsarmer Energieträger und Technik sind wir in Richtung nachhaltiges Wachstum auf dem richtigen Kurs“, sagt Mattern. Auf der Landseite übernimmt die umweltfreundliche Eisenbahn den Hauptanteil beim Transport von Gütern und verbindet die Marktregionen im Binnenland schnell und zuverlässig mit dem Hafen.

Ausblick 2022
„Der Krieg in der Ukraine wird sich auch auf die Umschlagentwicklung des Hamburger Hafens auswirken. Aktuell lässt sich jedoch noch nicht sagen, inwieweit die Sanktionen gegenüber Russland die Umschlagentwicklung beeinflussen werden. Eine realistische Prognose für das laufende Jahr lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht geben, denn auch die Corona-Pandemie könnte weiterhin Einfluss auf den seeseitigen Außenhandel nehmen“, sagt Mattern. Für das Jahr 2022 hofft die Marketingorganisation des Hamburger Hafens auf einen insgesamt stabilen Verlauf beim Seegüterumschlag.

Quelle: Hafen Hamburg; Foto: HHM / Hasenpusch production

PriMa Express 4/2022 erschienen

Themen sind u.a.:

  • Nahverkehr: Länder fordern mehr Geld / Reformkommission eingesetzt
  • Bahnpolitik: Kontinuität bei Bahn-Dialogformaten
  • Nahverkehr: RDC übernimmt Mehrheit bei NEG
  • Infrastruktur: EVU unzufrieden mit Sturm-Management im DB-Netz
  • Digitalisierung: Arvato geht bei Nexxiot an Bord

Wir wünschen angenehme Lektüre und ein schönes Wochenende!

» Download Newsletter