Northrail: 7 neue Siemens Vectron vermietet

Die Northrail GmbH (Northrail) meldet die erfolgreiche Vermietung von sieben neuen Lokomotiven des Typs Vectron Dual Mode. Die modernen Zweikraftlokomotiven des Herstellers Siemens vereinen die Vorteile einer vollwertigen Diesellokomotive mit denen einer elektrischen Lokomotive. „Der Typ Vectron Dual Mode ist Teil einer Lokomotiven-Generation, die für eine nachhaltige Zukunft des Schienengüterverkehrs steht. Mit ihren zwei Antriebsarten spart die Lokomotive auf elektrifizierten Streckenabschnitten Kraftstoff und Emissionen ein und reduziert Instandhaltungskosten. Zugleich bietet sie unseren Mietern ein Maximum an Einsatzflexibilität und Betriebssicherheit, da diese Baureihe auf nicht elektrifizierten Streckenabschnitten ihre Fahrt ohne Lokwechsel im Dieselbetrieb fortsetzen kann“, erklärt Dr. Volker Simmering, geschäftsführender Gesellschafter der Paribus Rail Investment Management GmbH und der Northrail GmbH.

Die vierachsige Lokomotive basiert auf dem bewährten Konzept der Siemens Vectron-Baureihe. Sie ist für den Einsatz im deutschen Streckennetz vorgesehen. Bereits erprobte Vectron-Komponenten wie der Führerstand und das Fahrerpult gewährleisten eine hohe Bediensicherheit. Zum Umfang der Vermietung gehört auch ein 24/7-Full-Service des Herstellers Siemens Mobility GmbH, der für die Überwachung von Fristen und Intervallen für die Wartung sowie sämtliche Instandhaltungsleistungen verantwortlich ist.

Typ Vectron Dual Mode überzeugt künftige Mieter durch Testbetrieb und reduzierten CO2-Ausstoß
Die sieben neuen Lokomotiven sind jeweils über zwei Jahre oder länger vermietet und werden seit Oktober 2021 ausgeliefert. Drei Lokomotiven gehen an das Eisenbahnverkehrsunternehmen Rheincargo GmbH & Co. KG (Auslieferung Dezember 2021), zwei weitere an die LOCON Logistik & Consulting AG (Oktober und November 2021) sowie jeweils eine Lokomotive an die BM Bahndienste GmbH (Oktober 2021) und die TRIANGULA Logistik GmbH (Dezember 2021). „Wir haben den Typ Vectron Dual Mode ausgiebig getestet. Nachdem die Lokomotive uns überzeugt hat, freuen wir uns auf die Auslieferung und die Erweiterung und Modernisierung unseres Fahrzeugparkes“, erklärt Martin Weidlich, Geschäftsführer der TRIANGULA Logistik GmbH. Daniel Jacobs, Leiter des RheinCargo-Fahrzeugmanagements der Eisenbahn-Sparte der RheinCargo GmbH & Co. KG, ergänzt: „Durch den Einsatz der modernen Dual Mode Lokomotiven können wir den CO²-Ausstoß der Verkehre gegenüber einer durchgehenden Dieseltraktion um über 90 Prozent reduzieren. Der Dieselmotor wird nur noch auf der letzten Meile für wenige Kilometer im Terminal benötigt. Der Löwenanteil der Strecke wird mit 100 Prozent Ökostrom emissionsfrei zurückgelegt.“

„Das duale Antriebskonzept des Typs Vectron Dual Mode in Kombination mit einem umfassenden Full-Service-Paket überzeugt sowohl bestehende als auch neue Mietkunden von Northrail. Wir sind uns sicher, dass dieser Lokomotiven-Typ mit seinem flexiblen und zugleich nachhaltigen Antriebskonzept künftig seinen festen Platz in den modernen Fahrzeugflotten unserer Kunden haben wird. Durch den aktuellen Abruf der nächsten Lokomotiven können wir bereits weitere drei Loks zur Vermietung anbieten“, so Juliane Storm-Ohm, Geschäftsführerin der Northrail GmbH.

Northrail baut Flotte mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen weiter aus
Die Auslieferung der ersten Lokomotiven vom Typ Vectron Dual Mode ist für Northrail ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausbau seiner Flotte mit leistungsstarken, energieeffizienten Hybridfahrzeugen. Weitere Hybridfahrzeuge im Management bei Northrail sind neu entwickelte batterieelektrische DM20-EBB Rangier- und Mittelstreckenlokomotiven des zu CRRC-ZELC gehörenden Herstellers Vossloh Locomotives (Auslieferung ab 2024), batterieelektrische Flirt-Regionalzüge des Herstellers Stadler (Auslieferung ab 2022) sowie Dieselbatterie-Loks vom Typ Alstom H3. Darüber hinaus hat Northrail in den vergangenen Monaten bereits 17 moderne Siemens-Smartron Elektrostreckenlokomotiven aus einem bestehenden Rahmenkaufvertrag über 25 Lokomotiven ins Management übernommen.

„Der Schiene kommt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung hin zu einem klimafreundlichen Schienenverkehr zu. Mit unserem leistungsstarken Portfolio an modernen Mietlokomotiven für die unterschiedlichsten Anforderungen und Einsatzgebiete leisten wir gemeinsam mit unseren Kunden einen wichtigen Beitrag dazu, Klimaschutz und Wirtschaft in Einklang zu bringen“, erklärt Storm-Ohm.

Quelle/Foto: Northrail GmbH

Erfolgreicher Start: InnoTrans Preview stößt auf großes Interesse

Seit dem 21. September 2020 ermöglicht die InnoTrans Preview einen virtuellen Vorgeschmack auf die InnoTrans 2021.

„Wir freuen uns sehr, dass die InnoTrans Preview bereits nach so kurzer Zeit so gut angenommen wird“, sagt Kerstin Schulz, Direktorin der InnoTrans.

Auf der neuen Previewseite präsentieren zahlreiche Aussteller, unter anderem Siemens Mobility, Vossloh, Harsco sowie Conec und Liebherr, innovative Produktlösungen für die Zukunft der Mobilität. Mit persönlichen Webinaren bieten die Aussteller dem interessierten Publikum die Chance, bis zum Beginn der InnoTrans am 27. April 2021 in einem direkten und impulsgebenden Austausch zu bleiben. Die Webinare decken ein weites Themenspektrum ab: Von der Elektrifizierung der urbanen Mobilität bis zur exakten Ermittlung des Personalbedarfs in der Instandhaltung mit BIG DATA.  Die Teilnahme an den Webinaren ist kostenlos, es wird um eine Anmeldung gebeten.

InnoTrans Convention zeigt Perspektiven in Krisenzeiten

Welche Auswirkung die Corona-Pandemie für die Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität hat, ist Thema bei der Premiere der digitalen Convention der InnoTrans am 23. und 24. September.

Am 23. und 24. September 2020 bieten das Deutsche Verkehrsforum (DVF) und der Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) ihre Dialog Foren sowie das International Bus Forum, digital im Livestream und als On-Demand an.  

Programm 23. September:
14:00-15:30 (MEZ)
Dialog Forum DVF: „Investitionen planvoll und zügig umsetzen – für ein digitales und erweitertes Schienennetz“ Mit dabei: Roland Pofalla (DB), Dr. Runge (Vossloh)

Programm 24. September:
11:00-13:00
Dialog Forum VDB: „Mobilitätsrevolution 4.0: Auf der Schiene aus der Krise“ Mit dabei: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Dr. Nikutta (Alstom), Dr. Zeiler (Siemens Mobility)
14:00-15:30
International Bus Forum DVF: In Zukunft elektrisch? Strategien für den e-Bus zwischen Klimaschutz und Spardiktat Mit dabei: André Schwämmlein (Flixmobility) Dr. Zieschang (Staatssekretärin Verkehrsministerium)

Quelle/Foto: Messer Berlin

Bundeskartellamt: CRRC darf Vossloh Locomotives GmbH Kiel erwerben

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „In dem Fusionsfall CRRC/Vossloh Locomotives haben wir alle Besonderheiten, die mit der Übernahme eines europäischen Unternehmens durch ein chinesisches Staatsunternehmen einhergehen, sehr gründlich geprüft. CRRC übernimmt mit Vossloh einen wichtigen Hersteller von Rangierlokomotiven in Europa. Bei der Bewertung der Fusion sind die Möglichkeiten staatlicher Subventionen, die Verfüg-barkeit von technischen und finanziellen Mitteln und die strategischen Vorteile aus anderen Unternehmensbeteiligungen in die wettbewerbliche Prognose eingeflossen. Wir haben uns auch mit der Gefahr von Niedrigpreis- und Dumpingstrategien und den Kostenvorteilen aufgrund des staatlich geförderten Engagements von CRRC in vielen anderen Märkten auseinandergesetzt. CRRC spielt in chinesischen Industriestrategien eine wichtige Rolle. Außerdem kann CRRC künftig von dem Know-how des etablierten Herstellers Vossloh bei den aufwändigen Zulassungsverfahren für Rangierlokomotiven profitieren. Am En-de haben unsere durchaus vorhandenen Bedenken aber keine Untersagung des Vorhabens begründen können. Vossloh Locomotives hat in den vergangenen Jahren deutlich an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, zugleich sind neue Wettbewerber mit innovativen Antriebstechniken in den Markt eingetreten. Neben Vossloh sind inzwischen mehrere starke Wettbewerber tätig. CRRC spielt auf dem europäischen Markt hingegen bisher nur eine untergeordnete Rolle.“

Vossloh Locomotives ist der Marktführer für die Herstellung von Rangierlokomotiven mit Dieselantrieb im Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Vossloh AG. Vossloh Locomotives beschäftigt etwa 500 Mitarbeiter und erzielte Umsätze von mehr als 100 Mio. Euro im Jahr 2019.

CRCC ist eine Tochtergesellschaft der China Railway Rolling Stock Corporation, Ltd. und ist der weltweit größte Hersteller von Schienenfahrzeugen, dessen Aktivitäten bisher stark auf China konzentriert sind. Die CRRC-Gruppe beschäftigt mehr als 150.000 Mitarbeiter und betreibt zahlreiche Fabriken in China und anderen Ländern. Im Jahr 2018 wurden damit Umsätze von 27,5 Mrd. Euro erzielt.

Die Prüfung des Zusammenschlussvorhabens wies einige Besonderheiten auf. Durch die starke Marktstellung von Vossloh einerseits und die bislang sehr schwache Stellung von CRRC auf dem europäischen Markt andererseits, erlangte insbesondere die Frage Bedeutung, wie die Beteiligung chinesischer Staatsunternehmen in der Fusionskontrolle zu bewerten ist. Berücksichtigung fanden auch die weitreichenden technologischen Ressourcen von CRRC. Wie die Befragung des Bundeskartellamtes gezeigt hat, erwarten europäische Wettbewerber infolge der Übernahme künftig Wettbewerbsverzerrungen.

Das Vorhaben war letztlich freizugeben. Vossloh Locomotives hat in den vergangenen Jahren deutlich an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Die Muttergesellschaft Vossloh AG hatte bereits 2014 entschieden, das Unternehmen zu verkaufen. Seitdem sind etablierte Bahntechnik-Hersteller wie Alstom, Stadler und Toshiba mit innovativen Antriebstechniken in den europäischen Markt eingetreten und bieten jetzt ebenfalls Rangierlokomotiven an. In diesem Fahrzeugmarkt findet derzeit ein Technologiewechsel hin zu Hybrid-Antrieben sowie sog. „Dual-Mode-Lokomotiven“ statt, die sowohl mit elektrischer Oberleitung als auch mit Dieselantrieb fahren können. Das Zielunternehmen Vossloh Locomotives ist mit solchen Lokomotiven bislang nicht vertreten und dadurch in einen wettbewerblichen Rückstand geraten.

CRRC bemüht sich seit Jahren um den Eintritt in die europäischen Märkte für Schienenfahrzeuge. Bislang hat das Unternehmen in Europa allerdings nur geringe Erfolge erzielen können, darunter die Lieferung einiger Rangierlokomotiven an die Deutsche Bahn für die S-Bahnen in Hamburg und Berlin sowie an die ungarische ÖBB-Tochter Rail Cargo Hungaria. CRRC ist daher in Europa bisher noch kein enger Wettbewerber von Vossloh.

Dazu Andreas Mundt: „Auf der Grundlage unserer Ermittlungen war auszuschließen, dass die Übernahme zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf dem Markt für Rangierlokomotiven in Europa führen würde. Obwohl es sich bei CRRC um ein durch den chinesischen Staat stark protegiertes Unternehmen handelt, das gleich in zwei Industriestrategien – „Made in China 2025“ und „Neue Seidenstraße“ – eine wichtige Rolle spielt, zeigt der Fall, dass chinesische Staatsunternehmen zwar mit großer wirtschaftlicher Kraft in Märkte eintreten, dass das aber nicht generell mit einer Bedrohung für den Wettbewerb gleichgesetzt werden kann.“

Quelle: Bundeskartellamt; Grafik: CRRC

Wird die Unbedenklichkeitsbescheinigung verweigert?

Es gibt neue Entwicklungen im Vossloh-Deal mit dem chinesischen Konzern CRRC: nachdem der potentielle Übernehmer beim Bundeswirtschaftsministerium eine Unbedenklichkeitsbescheinigung für die geplante Fusion beantragt hatte, zeigt sich nun Widerstand im Ministerium und die Bescheinigung könnte nicht erteilt werden. So berichten unterschiedliche Medien unter Bezugnahme auf die Agentur Reuters.

Die Fusion von Siemens und Alstom als Gegengewicht zur drohenden Konkurrenz aus Fernost war seinerzeit von der EU-Kommission nicht genehmigt worden, da diese durch den chinesischen Konzern zu diesem Zeitpunkt keine Bedrohung sah.

Vossloh verkauft Geschäftsfeld Electrical Systems an Knorr-Bremse

Die Vossloh AG hat gestern (21.12.2016) einen Vertrag über die Veräußerung des als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesenen Geschäftsfelds Electrical Systems an die Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH unterzeichnet. Als Gegenleistung erhält die Vossloh AG einen Barkaufpreis von 72,5 Mio. EUR. Darin enthalten ist eine variable Komponente in Höhe von 25 Mio.EUR, die künftigen Anpassungen unterliegt, sofern sich ein Projekt nicht entsprechend der derzeitigen Erwartung von Vossloh entwickelt. Der Aufsichtsrat der Vossloh AG hat der Transaktion bereits zugestimmt. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe. Der Vollzug der Transaktion wird für das erste Quartal 2017 angestrebt.

Grenzüberschreitender Personenverkehr: Vossloh entwickelt neue Übergangsschiene für Straßburger Straßenbahnlinie D

Der Verkehrstechnologiekonzern Vossloh hat für die 2,9 Kilometer lange Verlängerung der Straßburger Straßenbahnlinie D nach Kehl eine neue Übergangsschiene entwickelt und fabriziert. Sie verbindet das Rillenschienengleis mit dem Vignolgleis auf der Brücke. Die Schienenauszüge können einen Auszugsweg von 120 bis 140 mm bewältigen. Die erweiterte Linie soll im April 2017 in Betrieb gehen und die beiden Städte in Frankreich und Deutschland näher als je zuvor zusammenbringen.

 

Bis zum Frühling 2017 soll die Tram den Kehler Bahnhof erreichen und bis Ende 2018 dann bis zum Rathaus fahren. (Bild: Mepax/Vossloh)
Bis zum Frühling 2017 soll die Tram den Kehler Bahnhof erreichen und bis Ende 2018 dann bis zum Rathaus fahren. (Bild: Mepax/Vossloh)

Vossloh schließt erstes Quartal 2016 mit positivem EBIT ab

Das EBIT des Vossloh-Konzerns verbesserte sich im ersten Quartal 2016 deutlich auf 2,3 Mio.EUR. Für das erste Quartal 2015 hatte der vergleichbare Wert bei -2,2 Mio.EUR gelegen.

Die wichtigsten Kennzahlen des Vossloh-Konzerns im Überblick (Quelle: Vossloh AG).
Die wichtigsten Kennzahlen des Vossloh-Konzerns im Überblick (Quelle: Vossloh AG).

 

Die EBIT-Marge der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres war mit 1,0 Prozent positiv (Vorjahr: -0,9 Prozent). Bedingt durch Umsatzverschiebungen zwischen den Quartalen lag der Umsatz des Vossloh-Konzerns in den ersten drei Monaten 2016 mit 240,1 Mio.EUR um 7,6 Prozent unter dem infolge der Veräußerung des Geschäftsfelds Rail Vehicles angepassten Vorjahreswert von 259,8 Mio.EUR. Der saisontypisch verhaltene Geschäftsverlauf in den ersten drei Monaten 2016 entsprach dabei den Erwartungen. Vossloh rechnet aber mit einer fortschreitend positiven Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf. Hintergrund dafür ist auch der gute Auftragseingang im ersten Quartal. Dieser lag deutlich über den Umsatzerlösen und belief sich auf 289,6 Mio.EUR im Vergleich zu 265,5 Mio.EUR im Vorjahr. Mit 1.080,7 Mio.EUR blieb der Auftragsbestand des Konzerns am 31. März 2016 damit weiterhin auf hohem Niveau (Vorjahr: 1.147,7 Mio.EUR).

Geschäftsbereich Core Components

Im Geschäftsbereich Core Components wurden im Berichtsquartal Erlöse in Höhe von 51,3 Mio.EUR erzielt. Sie lagen damit um 22,6 Prozent unter dem Vorjahr (66,2 Mio.EUR). Umsatzzuwächse generierte der Geschäftsbereich in Indien und in Katar, während die Erlöse in China und Saudi-Arabien niedriger als im Vorjahresquartal ausfielen. Das EBIT im Geschäftsbereich verbesserte sich trotz gesunkener Umsätze auf 6,6 Mio.EUR (Vorjahr: 6,4 Mio.EUR). Neben positiven Effekten aus den eingeleiteten Kosten-senkungsmaßnahmen trug auch ein margenstärkerer Produktmix zu der Profitabilitätssteigerung bei. Die EBIT-Marge bei Core Components betrug 13,0 Prozent nach 9,6 Prozent im Vorjahr. Der Auftragseingang im ersten Quartal 2016 erreichte mit 65,0 Mio.EUR nicht ganz den Vorjahreswert (71,4 Mio.EUR). Im aktuellen Berichtsquartal gewann der Geschäftsbereich unter anderem die Ausschreibungen für die Lieferung von Befestigungssystemen zum Bau der U-Bahn-Netze in Riad und in Doha.

Geschäftsbereich Customized Modules

Die Umsätze im Geschäftsbereich Customized Modules blieben um 3,5 Prozent leicht hinter dem Vorjahresquartal (115,9 Mio.EUR) zurück und erreichten 111,9 Mio.EUR. Wesentliche Gründe waren unter anderem eine schwächere Geschäftsentwicklung in den USA und in Polen, wohingegen zum Beispiel in Frankreich und in Israel deutliche Erlössteigerungen erzielt wurden. Auch bedingt dadurch, dass der im März 2016 zugestellte Bußgeldbescheid im Zusammenhang mit Preisabsprachen im Weichen-markt in den Jahren 2001 bis 2011 etwas höher ausfiel als erwartet, sank das EBIT des Geschäftsbereichs auf 2,4 Mio.EUR nach 5,5 Mio.EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge im ersten Quartal 2016 betrug 2,2 Prozent nach 4,8 Prozent im Vorjahr. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs verbesserte sich, getragen von Aufträgen aus Frankreich, den USA, Marokko und Schweden, um 4,6 Prozent auf 153,9 Mio.EUR (Vorjahr: 147,2 Mio.EUR).

Geschäftsbereich Lifecycle Solutions

Im Geschäftsbereich Lifecycle Solutions konnten sowohl Umsatz als auch Ergebnis verbessert werden. Die Erlöse lagen mit 13,7 Mio.EUR vor allem aufgrund wachsenden Geschäftsvolumens in Nordeuropa um 15,6 Prozent über dem Vorjahresniveau (11,9 Mio.EUR). Das EBIT blieb mit -1,0 Mio.EUR saisonbedingt zwar noch negativ, übertraf jedoch den Vorjahreswert von -1,6 Mio.EUR. Der Auftragseingang bei Lifecycle Solutions fiel ebenfalls höher als im Vorjahr aus und belief sich auf 22,2 Mio.EUR (Vorjahr: 19,3 Mio.EUR). Der Geschäftsbereich konnte zu Beginn des Jahres seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn weiter ausbauen. Mit seiner High Speed Grinding Technologie ist Lifecycle Solutions mittlerweile auf den drei deutschen Schnellfahrstrecken mit Fahrgeschwindigkeiten von 300 km/h im Einsatz. Diese sind die Verbindungen Ingolstadt – München, Köln – Frankfurt am Main und Erfurt/Leipzig – Halle.

Geschäftsbereich Transportation

Im Geschäftsbereich Transportation, der aktuell noch die Geschäftsfelder Vossloh Locomotives und Vossloh Electrical Systems umfasst, wurden in den ersten drei Monaten 2016 Umsätze in Höhe von
65,5 Mio.EUR generiert (Vorjahr: 68,0 Mio.EUR). Das EBIT dagegen verbesserte sich von vergleichbaren -8,8 Mio.EUR im ersten Quartal 2015 auf -2,4 Mio.EUR im diesjährigen Zeitraum. Dazu trug die konsequente Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen wesentlich bei. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs wuchs im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 51,1 Mio.EUR (Vorjahr: 30,0 Mio.EUR). Dafür war unter anderem auch der Gewinn eines Folgeauftrags bei Vossloh Electrical Systems ausschlaggebend. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft be-stellte beim Konsortium Vossloh Kiepe und Stadler Rail (ehemals Vossloh Rail Vehicles) im März weitere 25 Stadtbahnen. Mit Ausübung dieser zweiten Option aus dem ursprünglich im Jahr 2011 geschlossenen Vertrag erhöht sich das Gesamtauftragsvolumen auf 75 Fahrzeuge. Auch in der Abarbeitung bestehender Aufträge kam Vossloh Electrical Systems weiter voran. Der Umsatz stieg um 8,2 Prozent auf 51,0 Mio.EUR (Vorjahr: 47,1 Mio.EUR). Bei Vossloh Locomotives in Kiel verminderte sich der Umsatz aufgrund eines geringeren Geschäftsvolumens mit Gebrauchtlokomotiven auf 15,1 Mio.EUR (Vorjahr: 21,1 Mio.EUR). Der Auftragseingang des Geschäftsfelds lag mit 11,1 Mio.EUR unter dem Niveau des Vorjahres von 12,9 Mio.EUR.

Mitarbeiter

Im Vossloh-Konzern waren zum Ende des ersten Quartals 2016 weltweit 4.854 Mitarbeiter beschäftigt und damit 60 Personen weniger als am Vorjahresstichtag (4.914 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahl bei Core Components stieg aufgrund der erstmaligen Konsolidierung einer indischen Tochtergesellschaft um 11 Personen. Der Geschäftsbereich Lifecycle Solutions baute im Zuge der Geschäftsausweitung 89 Mitarbeiter auf, während der Mitarbeiterstamm bei Customized Modules leicht sank. Im Geschäftsbereich Transportation waren – ohne Berücksichtigung der Mitarbeiter des ehemaligen Geschäftsfelds Rail Vehicles – im Vergleich zum Vorjahresstichtag insgesamt 140 Mitarbeiter weniger beschäftigt. Der Rückgang betraf beide Geschäftsfelder.

Ausblick

Für das Gesamtjahr 2016 rechnet Vossloh unverändert mit einem Umsatz zwischen 1,2 Mrd.EUR und 1,3 Mrd.EUR (2015: 1.200,7 Mio.EUR) und einer weiteren kontinuierlichen Verbesserung der operativen Profitabilität. Besonders starkes Umsatzwachstum wird im Geschäftsbereich Core Components erwartet. Die EBIT-Marge im Konzern wird sich aus heutiger Sicht gestützt durch die Fortführung der Restrukturierungsmaßnahmen im laufenden Geschäftsjahr auf 4,0 Prozent bis 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern können (2015: 3,8 Prozent). Für 2017 erwartet Vossloh auf Basis der aktuellen Konzernstruktur eine EBIT-Marge von 5,5 Prozent bis 6,0 Prozent. Vossloh plant unverändert die noch verbliebenen Aktivitäten des Geschäftsbereichs Transportation zu veräußern, was zu einer weiteren Verbesserung der Profitabilität führen soll.

Stadler kauft spanisches Lok-Geschäft von Vossloh

Die Stadler Rail AG übernimmt von Vossloh das Lokomotiven-Geschäft Rail Vehicles in Valencia. Der spanische Lokomotiven-Hersteller macht jährlich einen Umsatz von über 200 Millionen Euro und beschäftigt in Valencia rund 850 Mitarbeiter. Am 3. November wurde der Kaufvertrag in Zürich unterschrieben, teilt das Unternehmen mit. Stadler Rail tritt mit der Übernahme in das neue Marktsegment der dieselelektrischen Lokomotiven ein und erschliesst neue Absatzmärkte im spanischen Sprachraum.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Freigaben. Der Verkaufsprozess soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein, der Vollzug der Transaktion wird für das erste Quartal 2016 angestrebt. Die Transaktion erfolgt rückwirkend per 1. Juli 2015. Der Barkaufpreis beträgt 48 Millionen Euro.
(Stadler Rail)

KB Holding knackt 30-Prozent-Marke bei Vossloh

Die von Vossloh-Aufsichtsratschef und Großaktionär Heinz-Hermann Thiele kontrollierte KB Holding hat ihren Anteil am Bahntechnik-Konzern Vossloh auf knapp über 30 Prozent ausgebaut, meldete die KB Holding gestern. Insgesamt habe das Unternehmen aus Grünwald im Rahmen des Übernahmeangebotes bis gestern, Montag, 2. März, 14 Uhr, 3.968 Vossloh-Aktien angenommen.

Die KB Holding GmbH hatte am 16. Februar die Angebotsunterlage für ihr freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der Vossloh Aktiengesellschaft zum Erwerb sämtlicher auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Vossloh Aktiengesellschaft veröffentlicht. Die Frist für die Annahme dieses Übernahmeangebots endet vorbehaltlich einer Verlängerung am 16. März 2015, 24 Uhr.

Die KB Holding bietet den Vossloh-Aktionären 48, 50 Euro je Aktie. Der Aktienkurs hat gestern auf 53,81 Euro nachgelassen. Seit Jahresbeginn war er um 56 Euro gependelt.

(dre)

Vossloh Espana verkauft zwölf EURO-4000-Loks

Zwei französische Eisenbahnunternehmen haben bei der Vossloh Espana – der spanischen Tochtergesellschaft der Vossloh Gruppe – insgesamt zwölf Lokomotiven vom Typ EURO 4000 geordert. Das Auftragsvolumen beträgt nach Angaben des Unternehmens  mehr als 40 Millionen Euro.

Die Käufer heißen VFLI, ein SBCF-Tochterunternehmen, und Europorte, eine Tochtergesellschaft von Eurotunnel – beide Firmen sind auf den Bereich Schienengüterverkehr und -logistik spezialisiert.

(Vossloh)