Die Mattersburger Bahn zwischen Wiener Neustadt, Mattersburg und dem ungarischen Sopron wird bis Ende 2027 umfassend modernisiert und elektrifiziert. Einen wesentlichen Teil der dafür benötigten Bauteile liefert die MABA Fertigteilindustrie GmbH, eine Tochter der Kirchdorfer Gruppe. Insgesamt kommen 19.580 Betonfertigteile von MABA beim Ausbau der Strecke zum Einsatz.

Ein Großteil davon wird direkt in nahe gelegenen Standorten in Niederösterreich produziert: Im MABA-Werk Sollenau entstehen die Bahnschwellen, die künftig für die stabile Lagerung und Spurhaltung der Schienen sorgen. Fahrleitungsmasten werden im MABA-Werk Wöllersdorf gefertigt. Sie tragen die Oberleitungen und schaffen damit eine Voraussetzung für den elektrischen Bahnbetrieb. Zusätzlich werden Bahnsteigkanten für die Modernisierung der Verkehrsstationen entlang der Strecke geliefert.

Beide Werke verfügen über werkseigene Bahnanschlüsse. Bahnschwellen und Fahrleitungsmasten können damit direkt von den Werken auf der Schiene zur Baustelle gebracht werden. Dadurch wird der Straßenverkehr reduziert.

Modernisierung für den regionalen Bahnverkehr

Im Rahmen des ÖBB-Projekts werden auch Bahnhöfe und Haltestellen modernisiert, darunter Katzelsdorf, Neudörfl, Bad Sauerbrunn, Mattersburg Nord, Marz-Rohrbach und Loipersbach-Schattendorf. Ab Ende 2027 sollen die bisherigen Dieseltriebwagen durch elektrisch betriebene Züge ersetzt werden. Zudem werden die Voraussetzungen für direkte Zugverbindungen vom Mittelburgenland nach Wien geschaffen. Das bislang notwendige Umsteigen in Wiener Neustadt soll künftig entfallen.

Damit verbindet das Infrastrukturprojekt auch wirtschaftlich zwei Regionen: Zentrale Bauteile für die Bahnstrecke ins Burgenland kommen aus nahe gelegenen niederösterreichischen Werken direkt auf der Schiene zu ihrem Einsatzort.

 

Quelle/Foto: Kirchdorfer Gruppe/Yvonne Rabl