Das sächsische Kabinett hat  die mittel- und langfristigen verkehrspolitischen Ziele und Maßnahmenkonzeptionen für den Prognosezeitraum bis 2025 beschlossen. Damit ist ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur getan. Bei künftigen Verkehrsplanungen kommt es weniger auf den Ausbau an, sondern immer mehr auf die intelligente Vernetzung der vorhandenen Strukturen und Technologien. Mit Augenmaß und einer ideologiefreien Verkehrspolitik wird die Staatsregierung in den nächsten Jahren die sächsische Verkehrsinfrastruktur weiter voranbringen.

Schienenverkehr: Eine bessere Anbindung Sachsens an die Strecken des Schienenfernverkehrs ist vorrangiges Ziel. Kurz- und mittelfristig gehören hierzu der Ausbau der Strecke Dresden-Berlin und die Elektrifizierung der Strecke Chemnitz-Leipzig. Der Abschnitt Reichenbach-Hof der sog. „Sachsen-Franken-Magistrale“ wird bereits seit 2010 elektrifiziert – im Dezember 2013 soll der Abschnitt in Betrieb gehen. Langfristiges Ziel ist die Neubautrasse Dresden-Prag im Rahmen des Transeuropäischen Netzes (TEN).

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV): Staatsminister Morlok: „Ein attraktiver ÖPNV braucht ein attraktives Angebot.“ Ziel ist u.a. eine bessere Anbindung des ländlichen Raums an die Ballungsräume. Investitionsschwerpunkte sind neben dem mitteldeutschen S-Bahn-Netz, dem „Chemnitzer Modell“ und dem Ausbau von S-Bahn und Stadtbahnlinien in Dresden vor allem die Übergangsstellen zu den anderen Verkehrsträgern. Im Nahverkehr lassen sich kürzere Reisezeiten nur mit einem sinnvollen Mix der Verkehrsträger erreichen.

Güterverkehr: Laut Prognose 2025 wird jeder zweite LKW auf sächsischen Autobahnen im Transitverkehr unterwegs sein. Als direkte Folge wird sich der Seehafenhinterlandverkehr bis 2025 mehr als verdoppeln. Auf Straße und Schiene werden die Verkehrsströme stark steigen. Insbesondere die Logistik-Region Leipzig-Halle wächst sehr dynamisch. Deshalb sollen als wichtige Schnittstellen die Güterverkehrszentren bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Die Verkehrsinfrastruktur weiter zu entwickeln, bedeutet auch, „neue Wege“ zu gehen: deshalb setzt der Freistaat auf moderne Technologien wie die Verkehrstelematik. Mit ihrer Hilfe sollen Verkehrsströme erfasst, und so gut wie möglich vernetzt werden – ob auf Straße oder Schiene, in Ballungsgebieten oder im ländlichen Raum.

(Quelle: SMWA – Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr)