Brüssels Verkehrskommissar Siim Kallas schreibt den EU-Mitgliedsstaaten zunächst nicht vor, das Schienennetz und die Staatsbahnen strikt zu treffen. Dies geht aus einem Entwurf der Richtlinie hervor, mit der Brüssel die bisherigen EU-Eisenbahnrichtlinien überarbeiten will.  Die EU-Kommission möchte den Konkurrenten der Staatsbahnen leichter Zugang zu Stationen und Rangierbahnhöfen ermöglichen und die Gebührenregelung für die Vergabe der Trassen klarer gestalten. In dem Entwurf fehlt jedoch eine Vorschrift, wonach Bahnbetrieb und Schienennetz zu trennen sind. Medienberichten zufolge hat dies einen einfachen Grund: „Wenn von vornherein feststeht, dass die Deutschen und die Franzogen gegen ein solche Klausel stimmen, hätte der Vorschlag ohnehin keine Chance auf Erfolg“, hieß es aus Kommissionskreisen.