Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) ist eine Schlüsseltechnologie für den europäischen Schienengüterverkehr. Sie ermöglicht die automatische Kupplung von Eisenbahnwagen und ersetzt die heutigen manuellen Prozesse. Sie ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Effizienz, Sicherheit und Digitalisierung in der Logistik von Schienenfahrzeugen. Nach früheren Tests und Betriebsversuchen ist das Projekt nun in eine Phase intensiver Vorbereitung, Koordination und Validierung eingetreten. Diese bildet die Grundlage für die nächste Stufe der DAK-Entwicklung in ganz Europa.

Aktuelle Situation: Tests und Standardisierung

Für die zweite Phase des DAK-Technologieentwicklungsprojekts, die für die Jahre 2027 und 2028 geplant ist, laufen derzeit umfangreiche Vorbereitungsarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Identifizierung von Themen, die für Wagenhalter besonders relevant sind, sowie der daraus resultierenden Festlegung des Umfangs und der Form der aktiven Beteiligung.

Gleichzeitig schreitet die „Pioneer Trains Initiative“ (PioDAC) weiter voran. Vorbereitende Aktivitäten, darunter die Ausarbeitung von Verträgen zwischen den Konsortialpartnern, sind im Gange. Auf technischer Seite werden derzeit Testphasen wie Entgleisungstests, Klimakammertests und Crashtests durchgeführt.

Parallel dazu wird weiterhin an Themen wie Interoperabilität, Zulassung und Standardisierung gearbeitet, um sicherzustellen, dass zukünftige DAK-Lösungen grenzüberschreitend einheitlich eingesetzt werden können.

Nächste Schritte: Start und Finanzierung von DAC-rail

Mit dem Start des von der UIP entwickelten Webportals und der Datenbank „DAC-rail“ zur Erfassung und Analyse DAK-bezogener Daten wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Plattform unterstützt die Ermittlung von Nachrüstungsmaßnahmen in Bezug auf Zeit und Kosten. Künftig liegt der Schwerpunkt darauf, Wagenhalter zu motivieren, das Tool aktiv zu nutzen und relevante Daten beizusteuern.

Die übergreifende Projektkoordination wird voraussichtlich fortgesetzt. Eine mögliche Struktur wurde im Dezember diskutiert und soll im ersten Quartal 2026 weiter ausgearbeitet werden.

Darüber hinaus wurden die deutschen Förderrichtlinien für weitere Pionierzüge auf dem VPI-Symposium im Januar dieses Jahres vorgestellt.

In der Schweiz wird das DAK-Projekt Ende Februar mit einem vom Bundesamt für Verkehr organisierten Runden Tisch fortgesetzt.

Die DAK bleibt ein langfristiges Gemeinschaftsprojekt. Mit parallel voranschreitenden Tests, Koordinierungsmaßnahmen und datengestützter Planung schreitet das Projekt Schritt für Schritt voran, um eine skalierbare Umsetzung im europäischen Schienengüterverkehr zu erreichen.

 

Quelle/Foto: GATX Rail Europe