Zur Förderung des Tourismus fordern die Fraktionen von CDU/CSU und SPD die Deutsche Bahn auf, für eine schnellere Einführung des geplanten halbstündigen „Deutschland-Takts“ zu sorgen. Auf wichtigen Hauptachsen solle die künftige Fahrplanstruktur anders als bisher beabsichtigt „bereits vor dem Jahr 2030“ Wirklichkeit werden, verlangen die Koalitionsfraktionen in einem gemeinsamen Antrag (19/11088) zur nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung. Zu prüfen sei darüber hinaus die Einführung eines bundesweit gültigen Tourismus-Tickets für den Personennahverkehr. Die Antragssteller möchten auch dafür sorgen, dass touristische Ziele vor allem in ländlichen Regionen einfacher mit dem Zug zu erreichen sind. Von der Bahn erwarten sie entsprechende „weitere Maßnahmen“.

Der Antrag umfasst einen Katalog von 46 Empfehlungen, um die Rahmenbedingungen für das Tourismusgewerbe in Deutschland zu verbessern. Dazu zählen Veränderungen im Steuerrecht, die den Unternehmen Anreize bieten sollen, ihren Beschäftigten verbilligten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, eine vereinfachte Visa-Vergabe für Urlaubs- und Geschäftsreisen, generell der Abbau „unnötiger bürokratischer Belastungen“ auch auf europäischer Ebene sowie mehr Unterstützung für die Kreuzfahrtbranche, um ihre Schadstoffemissionen zu verringern.

Pressemeldung Bundestag