Die Monopolkommission der Bundesregierung fordert eine Zerschlagung des Deutsche-Bahn-Konzerns: Das Sondergutachten „Bahn 2015: Wettbewerbspolitik aus der Spur?“, das die Wettbewerbshüter heute vorgelegt haben, kommt zu dem Ergebnis, dass die Entwicklung des Wettbewerbs im Schienensektor „unbefriedigend bleibt und weiterhin erhebliche Wettbewerbsdefizite bestehen“. Die Aktivitäten der Aufgabenträger betrachtet die Monopolkommission „mit Besorgnis“, und auch der derzeitige Entwurf des Eisenbahnregulierungsgesetzes sei nicht dazu geeignet, eine grundlegende Verbesserung herbeizuführen.

„Maßgebliche Ursache für den annähernden Stillstand ist, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen seit Jahren einer erfolgreichen Entwicklung entgegenstehen und von politischen Entscheidungsträgern keine wesentlichen Impulse zur Weiterentwicklung ausgegangen sind.“

Aus diesem Grund ist das unabhängige Expertengremium „davon überzeugt, dass sich nur mit einer vollständigen Trennung von Infrastruktur- und Transportsparten des integrierten Konzerns Deutsche Bahn AG wirksamer und unverfälschter Wettbewerb im Eisenbahnsektor entwickeln kann.“

Ein ausführlicher Bericht folgt in Ausgabe 05/2015 des Privatbahn Magazins.

(Monopolkommission; Bild: Deutsche Bahn)