Die Railroad Development Corporation Deutschland (RDC D) tritt als neuer Betreiber an, um den Autozug-Verkehr auf der Strecke Niebüll-Westerland (Sylt) zu übernehmen. Rund 960.000 Autofahrer nutzen derzeit jährlich den Autozug zwischen Westerland auf Sylt und dem Festlandbahnhof Niebüll. Die Tochter der US-amerikanischen Railroad Development Corporation (RDC) hat im Verfahren zur Vergabe von langfristigen Rahmenverträgen entsprechende Anmeldungen eingereicht. Und zwar für einen durchgehenden Taktverkehr mit sehr hohen Trassenentgelten (sogenannte Takt- und Express-Personenverkehrstrassen), die nach den geltenden Regeln gegenüber anderen Anmeldungen vorrangig zu behandeln sind.

Da die Trassenpreise für die Expresstrassen besonders hoch sind, und RDC D eine deutliche Ausweitung des Verkehrs plant, werden laut RDC D bei Vergabe an das Unternehmen die  Trasseneinnahmen der DB Netz AG für die Strecke erheblich steigen. DB Netz erhalte so die notwendigen Mittel, um die Infrastruktur auf der Engpassstrecke Niebüll-Westerland mittel- und langfristig zu ertüchtigen und auszubauen. Streckenstörungen und Kapazitätsengpässen könnten dann weitgehend beseitigt werden, meint man bei RDC D.

(RDC D)