Bereits 380 Verkehrsunternehmen in Deutschland haben ein komplettes oder Teilweise-Trinkverbot eingeführt. Die Erfahrungen seien durchweg positiv: Eine rückläufige Zahl von Gewalt- und Vandalismusdelikten und eine große Akzeptanz seitens der Fahrgäste sind die Folge. Auf der Konferenz der Innenminister der Länder im Mai verständigte man sich darauf, allen Verkehrsunternehmen im Nahverkehr eine „konsequente unternehmerische Durchsetzung des Alkoholverbots“ zu empfehlen. Die Überwachung des Verbotes in den Zügen ist allerdings ein personelles Problem.
Die Deutsche Bahn AG stehe einem Alkoholverbot im Nachverkehr offen gegenüber, machte aber deutlich, dass sie ein solches Verbot alleine nicht kontrollieren könne und forderte öffentliches Personal von Bund und Ländern.
Verbände und Bahngewerkschaften warnen davor, das Alkoholverbot auch auf der Fernstrecke umzusetzen. Auch die Bahn erklärte, dass das Verbot für sie nur im Regionalverkehr denkbar sei.