Der Berliner Senat hat im Amtsblatt der EU angekündigt, für die Übergangszeit von 2017 bis 2023 bis also die neuen Fahrzeuge der laufenden Ausschreibung zur Verfügung stehen, eine Direktvergabe des S-Bahn-Verkehrs an die Deutsche Bahn vornehmen zu wollen.

Diese Direktvergabe ist laut dem Präsident des Verbands der wettbewerblichen Verkehrsunternehmen mofair Wolfgang Meyer rechtswidrig. „Der Senat hat den Zeitdruck, unter dem er steht und auf den er sich jetzt beruft, um die Direktvergabe zu begründen, nämlich selbst verursacht“, erklärte Meyer in Berlin.

Dass eine faire Gestaltung eines Interimsverkehrs möglich ist, zeige das Land Baden-Württemberg, das sich in einer ähnlichen Lage befinde und die Interimsverkehre rechtskonform ausgeschrieben habe, erläutert mofair.

In der aktuellen Ausgabe des Privatbahn Magazins (jetzt im Bahnhofsbuchhandel oder bequem per Abo) berichtet Verkehrsjournalist Matthias Oomen ausführlich über die Krise um die S-Bahn Berlin und die Ausschreibungs-Probleme. In einem Interview nimmt der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus Stefan Gelbhaar Stellung. Weitere Informationen und Bezugsquellen unter www.privatbahn-magazin.de.

(mofair)