Der scheidende EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat heute den ersten Aufruf für europäische Verkehrsprojekte veröffentlicht, um besonders die grenzüberschreitenden Verkehrswege auszubauen. Aus dem neuen EU-Verkehrsförderprogramm „Connecting Europe“  stehen dafür fast 12 Mrd. Euro zu Verfügung, teilt die EU-Kommission heute mit. Das sei ein Drittel mehr als im Vorgängerprogramm. Den Angaben zufolge steigen zudem die Fördersätze. Insgesamt stehen in der „Connecting Europe Facility“ (CEF) bis 2020 26 Mrd. Euro für europäische Verkehrsprojekte zur Verfügung.

Die Förderung konzentriert sich auf neun Hauptverkehrskorridore, die als Kernnetz das wirtschaftliche Rückgrat des Binnenmarktes bilden werden. Sechs dieser neun Korridore verlaufen durch Deutschland. Ein Drittel der Summe geht Länder aus dem Kohäsionsprogramm. Einsendeschluss ist der 26. Februar 2015. Projekte können sowohl von der öffentlichen Hand als auch von Unternehmen eingereicht werden. In Deutschland können sich auch die Bundesländer beteiligen. Das Bundesverkehrsministerium muss allerdings jedem Projekt zustimmen. Ziel des Förderprogramms ist es, Engpässe zu beseitigen, Ost-West-Verbindungen grundlegend umzugestalten und den grenzübergreifenden Verkehr sowohl für Unternehmen als auch für die Bürger in der gesamten EU wesentlich zu erleichtern.

(EU-Kommission)