Enrico Grillo Pasquarelli, Direktor Landverkehre Generaldirektion Mobilität und Verkehr Europäische Kommission (EU-Kommission), hat auf der Fachmesse für Verkehrstechnik „InnoTrans“ den inländischen Personenverkehr als letzte nationale Bastion auf dem Weg zu einem einheitlichen europäischen Eisenbahnmarkt bezeichnet die fallen müsse. Daher werde die EU-Kommission 2012 einen Gesetzesvorschlag zur Öffnung der nationalen Märkte für den Personenverkehr vorlegen.
Mit dem kürzlich veröffentlichten so genannten „Recast“ zum ersten Eisenbahnpaket will die EU-Kommission den Schienenverkehrsmarkt in Europa schneller für den Wettbewerb öffnen und so mehr Verkehr auf die Schiene bringen. Dies sei angesichts der historisch gewachsenen Unterschiede in den einzelnen Mitgliedsstaaten gerade im Personentransport ein schwieriges Unterfangen. Um die konkurrierenden Eisenbahnunternehmen gleich zu stellen, müsse daher rasch mit der gleichmäßigen Marktöffnung in allen Mitgliedsstaaten vorangeschritten werden. Der grenzüberschreitende Schienenpersonenverkehr sei seit Anfang 2010 auf dem Papier möglich, gehe aber zäh voran, da es hohe Eintrittsbarrieren gebe wie zum Beispiel massive Investitionskosten, staatliche Protektion, Netzgebühren oder technische Hürden. (PM Deutsches Verkehrsforum)