In einem offenen Brief an DB-Chef Rüdiger Grube und den Chef der italienischen Staatsbahn FS Michele Mario Elia kritisiert Tony Berkeley Äußerungen, die die Bahnchefs auf einem Treffen in Rom in Bezug auf das 4. Eisenbahnpaket machten. Berkeley, der Chairman der britischen Rail Freight Group und Direktor des europäischen Bahnverbandes ERFA ist, wirft Grube und Elia vor, die Fakten mit Blick auf die Trennung von Netz und Betrieb falsch zu bewerten.

Berkeley nimmt Anstoß an der Aussage, die Trennung von Netz und Betrieb werde wahrscheinlich zu einem Verlust von Effizienz und Synergie führen. Das es sich anders verhalte, sei auch den in Großbrittanien erfolgreichen Tochterunternehmen der Deutschen Bahn bekannt, ist sich Berkeley sicher. Im Vereinigten Königreich fürchte man sich nicht vor stärkerem Wettbewerb, da er Wachstum und Investitionen in die Eisenbahn fördere, erklärt Berkeley.

Tony Berkeley stellt die Frage, warum die als „incumbents“ bezeichneten Staatsbahnen Wettbewerb in ihren eigenen Ländern fürchten, während sie ihn in anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union so gut zu nutzen wissen.

Den offenen Brief im Wortlaut stellt die ERFA auf ihrer Internetseite zum Download bereit.

(red)