Umfrage zeigt: Bahnbranche verliert Vertrauen in InfraGO-Governance
Mit der DB InfraGO AG verband sich ein großer Anspruch: Eine gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft, die Sicherheit, Qualität und Kundenorientierung in den Mittelpunkt stellt.
Operativ ist dieser Wandel spürbar. Unter Vorstandsvorsitzendem Philipp Nagl wurden Führungsfehler der Vergangenheit offen aufgearbeitet, Zielsysteme grundlegend verändert und Sicherheit klar vor Pünktlichkeit priorisiert. Millionen Schwellen wurden präventiv ausgetauscht, neue Richtlinien eingeführt, Verantwortlichkeiten geschärft. Das ist ein Bruch mit alten Mustern – und ein notwendiger.
Doch auf strategischer Ebene wächst die Ernüchterung.
Die jüngste Neuaufstellung des Aufsichtsrats der DB InfraGO AG wird von vielen Marktteilnehmern als Rückschritt wahrgenommen. Von echter Entflechtung, breiter Fachkompetenz und einer starken Nutzerperspektive könne kaum die Rede sein – so der Tenor.
Unsere Umfrage, die wir hierkostenlos veröffentlichen, macht das Stimmungsbild deutlich:
Eisenbahnverkehrsunternehmen reagieren geschlossen enttäuscht, teils verständnislos. Gerade vor dem Hintergrund, dass Nicht-DB-Unternehmen im Schienengüterverkehr inzwischen über 60 Prozent Marktanteil halten, wird die fehlende Einbindung der Nutzer der Infrastruktur scharf kritisiert.
Der Befund ist klar:
Eine neue Sicherheitskultur allein reicht nicht aus, wenn die Governance-Strukturen dahinter alte Abhängigkeiten fortschreiben. Wer die Schiene wirklich stärken will, muss operative Reformen und strategische Kontrolle konsequent zusammendenken.
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